„Der Papa schmiert sich ein Honigboot.“ Mit solch unsinnigen Sätzen sahen sich die Lernerinnen und Lerner der Klasse 5b in einem Diktat mit Herrn Federkiel von der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied konfrontiert, bei dem sie sich ganz auf ihre Ohren verlassen mussten, denn mit Logik kam man hier nicht weit.

Die Lerner wurden vor Beginn des Diktats in Gruppen eingeteilt, die unterschiedlich stark vertäubt wurden: Es gab eine Gruppe der Normalhörenden, eine mit einer simulierten Hörbeeinträchtigung auf einem Ohr, eine weitere mit einer beidseitigen Einschränkung und nicht zuletzt eine Gruppe, die mit Hörgeräten ausgestattet wurde. Zudem wurde das Hören durch das Abspielen eines Liedes erschwert.

Welchen Sinn kann es nun haben, solchen Unsinn aufzuschreiben? Die Kinder mussten sich auf diese Weise auf ihren mehr oder weniger eingeschränkten Hörsinn verlassen und erkannten, wie sehr die Vertäubung und störende Hintergrundgeräusche das Verstehen beeinträchtigt. So war das Ergebnis des Diktats zum einen wenig überraschend, da tatsächlich die benachteiligen Lerner schlechter abschnitten als die Normalhörenden, zum anderen war die Klasse jedoch verblüfft, wie sehr sich das Tragen eines Hörgeräts auf das Textverständnis auswirken kann und dass von einer ruhige Lernumgebung im Klassenzimmer alle profitieren.

An dieser Stelle möchte sich die Klasse 5b recht herzlich bei Herrn Federkiel bedanken, der es sehr anschaulich und mit vielen Selbstversuchen ermöglicht hat, den Hörsinn kennen aber auch (noch mehr) schätzen zu lernen.

Wie lebensnah und greifbar moderner Mathematikunterricht am Raiffeisen-Campus ist und wie neidisch so mancher in der Redaktion, der sich wünscht, selbst früher solchen Unterricht genossen zu haben, zeigt ein Projekt der fünften Klassen mit Frau Hartung bzw. Herrn Wagner.

Die Lernenden der Klasse 5b zerlegten im Unterrichtsfach Mathematik ein ganzes Stück Papier in gleich große Teile, indem sie dieses fortlaufend halbierten. So konnten sie Bruchteile eines Ganzen erkennen und beschreiben und dabei verschiedene Sprech- und Schreibweisen verwenden. Aus einem halben Blatt Papier wurde nämlich plötzlich ein viertel Blatt Papier, dieses wiederum zu einem Achtel und dieses schließlich zu einem Sechszehntel. Einige Lernenden erkannten so, dass die Zahl unter dem Bruchstrich, der Nenner, sich verdoppelt, wenn man das Blatt erneut halbiert.

Außerdem entdeckten die Lernenden verschiedene Möglichkeiten, ein Blatt Papier zu Achteln zu falten. Hierbei erkannten sie, dass der achte Teil eines gleich großen Blatt Papiers zwar immer gleich groß ist, aber eine unterschiedliche Form haben kann. So machten die Lernenden handelnd verschiedene Entdeckungen mathematischer Zusammenhänge. Fazit: Was für die einen ein schnödes Blatt Papier, ist für den anderen eine mathematische Lernwerkstatt …

Ab heute hat das Team am Raiffeisen-Campus erfreulichen Zuwachs, zumindest für drei Wochen. Frau Laura Wagner absolviert ein orientierendes Praktikum. Sie studiert in Koblenz Lehramt in den Fächern Sport und Biologie. Wir freuen uns auf die Verstärkung und wünschen Frau Wagner eine lehr- und lernreiche Zeit am Raiffeisen-Campus.

Der Raiffeisen-Campus ist technikaffin und technologiekritisch. Ein Widerspruch? Finden wir nicht, denn nicht die Technik oder das Medium selbst sind jemals das Problem gewesen (schon auf Schriftrollen wurde dummes Zeug geschrieben, das man besser nicht las), sondern die sinnvolle Auswahl und Nutzung von Medien und deren Inhalten. „Digitale Demenz“ ist deshalb ein ebenso sinnfreier Ansatz wie „Bibliophile Demenz“. Wie vielfältig die Bildungschancen dank des Internet heute sind, erläutert ein interessanter Artikel in der Computer-Zeitschrift c’t von Jöran Muuß-Merholz, den wir Ihnen gerne zur Beruhigung empfehlen, wenn Sie durch die Thesen des Neurologen Spitzer beunruhigt sein sollten….

bringt 452 000 Ergebnisse bei Google.de. Sicherlich lässt die Trefferzahl bei einer Suchmaschine nur bedingt einen Schluss auf die Bedeutung eines Suchwortes zu. Jedoch findet man im Internet nicht nur Unmengen von Übungsmaterial oder kleinen Übungsprogrammen, sondern auch eine wachsende Zahl von Youtube-Channels, welche mathematische Inhalte auf teilweise verblüffende Weise erklären.

Dass ein reicher Schatz an Grundwissen eine hervoragende Basis für gute Leistungen darstellt, ist keine neue Erkenntnis und wird am Raiffeisen-Campus durch die wöchentlichen Übungsblätter in Verbindung mit einem Test gepflegt. Zusätzlich gibt dies eine gute Rückmeldung für jeden Lerner, welche Themen er noch nicht so gut beherrscht.

Bei so vielen Ergebnissen bei Google.de fällt es den Mathematiklehrern Frau Hartung und Herrn Wagner sicherlich auch in Zukunft nicht schwer, viele Anregungen für neue Übungsblätter zu finden.

Diese Frage stellte sich den Eltern der Klasse 5b, die zahlreich zum 1. Elternkaffee erschienen. In geselliger Runde mit der Klassenleitung Frau Maier gab es Zeit für gute Gespräche, Anregungen zum Austausch und zum besseren Kennenlernen.

Bei selbstgebackenen Kuchen kam man schnell ins Gespräch und konnte sich ganz ungezwungen über Gott und die Welt und natürlich die Schule unterhalten. Fragen zum Organisatorischen wurden genauso geklärt wie ein Ausblick auf das 2. Halbjahr gegeben.

Vielen Dank an alle Eltern der Klasse 5b für die bisherige Unterstützung und man kann sich schon jetzt auf das zweite Elternkaffee freuen, denn am Ende waren sich alle einig: Das machen wir mal wieder!

Morgens drückt Konstantin die Schulbank (besser, den ergonomischen Stuhl) am Raiffeisen-Campus, nachmittags und abends ist er aber in deutlich anderem Outfit in närrischer Mission unterwegs: Konstantin ist der Kinderprinz von Eschelbach, wie die WWZ am Dienstag berichtete. Als "Konstantin I. von Pass und Parade" führt er das närrische Regiment und fühlt sich an sich wohl dabei, nur jetzt gerade ist er leider erkrankt (Stand 29.1.). Wir wünschen ihm, dass er bei Erscheinen dieses Artikels wieder auf den Beinen ist und ein tolle Session erlebt. Dass er ein erfahrener Narr ist, zeigt seine karnevalistische Vita: Schon mit fünf Jahren war er Page beim Kinderprinzenpaar und er tanzt in verschiedenen Formationen des ECV. Konstantin, dem Kinderprinzen von Pass und Parade, aber auch ein bißchen vom Raiffeisen-Campus, ein dreimal närrisches "Eschelbach, helau, Konstantin helau, Raiffeisen-Campus, helau." Vorausgesetzt natürlich, dieser karnevalistische Ruf ist in Eschelbach gebräuchlich, was die Redaktion im umgekehrten Fall sicher bald erfahren dürfte…

ist derjenige oder diejenige, der oder die gerne mit den Händen be-greift, sich Dinge durch in die Hand nehmen erschließt. Für solche Menschen ist die elektronische Tafel nicht immer das optimale Medium und deshalb versuchen wir, immer wieder unterschiedliche Lernansätze in den Unterricht zu integrieren. In diesem Fall konnte Herr Meffert auf ein von seinem Vater vor einigen Jahren angefertigte Deutschland-Puzzle im Erdkundeunterricht zurückgreifen. Die außergewöhnlich detaillierte Laubsägearbeit machte beim Wettkampf Mädchen gegen Jungs allen viel Spaß. Wir veröffentlichen mit Rücksicht auf die Gefühle der Jungs nur das Ergebnis der siegreichen Mädchen: Sie schafften es in nur 4 Minuten und 21 Sekunden, das auf den Rücken gekehrte und gemischte Puzzle wieder zusammenzusetzen. Glückwunsch an die kundigen Geographinnen und ein Trost an die Jungs: Die Revanche folgt in Kürze!

jetzt auch auf Kreisebene. Als Schulsieger wurde er zum Kreisentscheid am 20. Februar in Hachenburg eingeladen. Jetzt drücken ihm natürlich alle Lernerinnen und Lerner und das gesamte Team am Raiffeisen-Campus die Daumen. Was Arian lesen wird und wie er sich beim Kreisentscheid schlägt, berichten wir in Kürze an dieser Stelle.

und ich sage Dir, welche Pädagogik dort stattfindet – ein Klassenraum verrät aber natürlich auch viel über das Land, in dem er sich befindet. Auf diese kurze Formel könnte man das Ergebnis der Fotografien des Engländers Julian Germain bringen, der in einer faszinierenden Arbeit 450 Klassenräume weltweit fotografierte. Übrigens finden sich einige Stücke seiner Arbeit in der Ausstellung der DZ-Bank in Frankfurt, die wir im letzten November besichtigen durften.

Die Wochenzeitung "Die Zeit", der wir fortlaufend eine für Kinder und Jugendliche interessante Auswahl an Artikel verdanken (rechte Spalte auf der Seite Aktuelles), hat in einer Fotostrecke acht Fotografien von Julian Germain ausgewählt und veröffentlicht. Schauen Sie selbst und vergleichen Sie sie die Fotografie mit der beigefügten aus unserer Schule…