Kennen Sie den Tantalidenmythos? Nein? Der Deutschgrundkurs der MSS2 bis vor Kurzem auch nicht und doch steht derzeit im Kurs von Frau Rücker Goethes klassisches Drama „Iphigenie auf Tauris“ auf dem Lehrplan. Der Mythenstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Also verschafften sich die Lernerinnen und Lerner zunächst einmal einen Überblick über die verschiedenen Figuren des Mythos – angefangen bei dem unglückseligen Tantalus, über den schuldhaften Agamemnon bis zur mächtigen Göttin Artemis. Jeder Kursteilnehmer informierte sich über eine Figur, ihre persönliche Geschichte und Verwandtschaftsbeziehungen. So vorbereitet traten die Lernerinnen und Lerner in der Rolle ihrer Figur nach und nach auf die Forumsbühne und erweckten den Tantalidenmythos mit seinen mörderischen Verstrickungen zum Leben.

Wirtschaftsunterricht? Matheunterricht? Werbeveranstaltung? 

Im Unterricht der Klasse 5a bei Frau Kern planten die Lernerinnen eine Shopping-Tour. Aber leider waren die Kassen defekt. Selber rechnen war angesagt. 

Mit großem Eifer stürzen sich die Lernerinnen und Lerner auf die mitgebrachten Werbeprospekte und entwarfen nach einer ersten gemeinsamen Besprechung ihre eigenen Einkaufslisten. Dabei war der Kreativität nur eine kleine Grenze gesetzt: Nicht jedes Wunschprodukt tauchte im Prospekt auf. Trotzdem gab es die unterschiedlichsten Listen. Und nach der Auswahl folgte die Berechnung. 

Nach der ersten groben Berechnung – auch Runden genannt – wurden die Einkaufswerte ganz genau bestimmt. Denn leider, so mussten die Lerner feststellen, rundet der Kassierer an der Kasse auch nicht. Es können also nicht alle Zahlen gerundet werden. Aber auch das war kein Problem für die Klasse. Am Ende stand fest: Kommazahlen sind für uns kein Problem, besonders dann nicht, wenn wir merken, wie oft wir im Alltag sowieso mit ihnen rechnen. Und ganz nebenbei entwickelte sich ein Gespräch über Angebote, Preise vergleichen mit den angegebenen Kilopreisen und dem Unterschied zwischen gesunden und ungesunden Produkten. 

Sie möchten nicht bis zum Tag der offenen Tür warten, um als Eltern eine gute Information zu unserer Schule zu erhalten. Dann bieten wir Ihnen am Mittwochabend, dem 16.10.2019 um 18:30 Uhr einen Abend nur für Eltern an. In 90 Minuten möchten wir Ihnen die wichtigsten Informationen vorab geben. Seien Sie dazu herzlich willkommen, notieren ab vorab schon den Tag der offenen Tür am 16. November 2019 zwischen 10 und 14 Uhr. Denn dann gibt es auch für Ihre Kinder viel Neues zu entdecken und ihr ggf. neue Schule zu erobern.

Am Dienstag, dem 10.9.2019, stiegen wir in den Bus und machten uns auf den Weg nach MonRepos. Als wir ankamen, stärkten wir uns mit unseren Frühstücksbroten und stellten uns für ein Gruppenfoto auf. Ein Mitarbeiter namens Michael führte uns in einen Saal, in dem wir unsere Rucksäcke abstellen konnten. Ein weiterer Mitarbeiter führte uns in einen Raum, der so gestaltet war, als wäre man tatsächlich in der Steinzeit angekommen (inklusive alter Felle, Holzscheite, usw.). Er erzählte uns etwas über die Jagd und wie sie sich über die Jahre weiterentwickelt hat.

Danach konnten wir selbst unsere Jagdkünste an Schaumstofftieren testen. Wir mussten einen Hasen, einen Hirsch, ein Wildschwein und einen Bären erlegen. In der Steinzeit jagten zwar eigentlich nur die Männer, aber ohne Charlotte wären wir verhungert. Als unsere Klasse es endlich schaffte alle Tiere zu erlegen, waren alle glücklich und wir bekamen als Belohnung einen alten Haizahn.

Nun führte uns Michael durch die spannende und informative Ausstellung. Sie handelte von den Entwicklungen und dem Verhalten der Menschen in vielen Bereichen. In einem Raum gab es zum Beispiel eine Schubladenwand, die ca. 2 Meter hoch war. Wir mussten versuchen, die oberste Schublade aufzuziehen. Da hatte Max die Idee sich hinzuknien und ich stieg auf seinen Rücken; jetzt konnte ich die Schublade öffnen und wir erkannten, dass Teamarbeit genauso wichtig in der Steinzeit war wie heute. 

Wir haben erfahren, wie schwer das Leben in der Steinzeit war und dass die Menschen auf ihre Erfindungen und ihren Zusammenhalt angewiesen waren. Am Ende freuten wir uns aber sehr, wieder zurück in die Zivilisation zu reisen.

verfasst von Louis und Jasper der 6a (in Kooperation mit Mirjam Wetz)

Die Lernerinnen und Lerner üben sich in der steinzeitlichen Jagd mit Pfeil und Bogen.

Die Leistungskurse der MSS1 und MSS3 unternahmen eine geographische Exkursion und besuchten dabei unter anderem den brasilianischen Regenwald, ein kleines Dorf in den chilenischen Anden und den Nordpol – zumindest virtuell:

Möglich war das mit Hilfe von Satellitenbildaufnahmen. Zu Besuch am Raiffeisen-Campus war die Klimaexpedition von Gemanwatch. Biologe Holger Voigt baute seine Satellitenschüssel auf und nahm die Lernerinnen und Lerner mit auf eine Reise um die Welt, um Folgen und Ursachen des anthropogen verursachten Klimawandels anhand von Liveaufnahmen aufzuzeigen. Die Lernerinnen und Lerner konnten hierbei ihr Vorwissen einbringen und mitdiskutieren: Welche Möglichkeiten haben wir als Weltgemeinschaft, das 1,5°-Klimaziel noch zu erreichen? Was hat unser Fleischkonsum mit den Bränden im Regenwald zu tun? Und sind wir wirklich auf Strom durch Braunkohle angewiesen oder lässt sich der Anteil an regenerativen Energien im deutschen Strommix nochmal so deutlich erhöhen, wie in den letzten 20 Jahren? Einige Lernerinnen und Lerner führten noch in der Pause und im Anschluss an die Veranstaltung, das Gespräch mit Herrn Voigt weiter – ein tolles Kompliment für diese gelungene Veranstaltung. Frau Rücker, die den Vortrag für die Erdkundefachschaft organisiert hatte, bedankte sich ganz herzlich bei Herrn Voigt mit unserem Raiffeisen-Apfelsaft – übrigens ein durch und durch regionales Produkt ohne lange Lieferwege und im 3l-Schlauch verpackungsarm: auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Evangelisch versus Katholisch?!

Im Zusammenhang mit dem Thema Ökumene haben die Religionslehrerinnen Frau Groß und Frau Schneider ihren Religionsunterricht in der Klasse 6b kurzerhand zusammengelegt.

Für die LernerInnen soll das voneinander- und miteinander Lernen im Mittelpunkt stehen. So beschäftigten sich die Kinder mit den Unterschieden, aber besonders mit den Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Konfessionen. Hierzu wurde ein Buddy-Book erstellt, in dem die Unterrichtsinhalte festgehalten wurden. In einem Schleichdiktat setzten sich die LernerInnen mit den Besonderheiten der Konfessionen auseinander.

Trotz oder gerade aufgrund des Gewusels konnten tolle Ergebnisse erzielt werden. Um das Gelernte zu veranschaulichen, besuchen die beiden Klassen im Oktober die Kirche in Dernbach.

Im Rahmen des Themas „internationale Beziehungen“ beschäftigte sich der Sozialkunde Leistungskurses von Frau Kern mit den Ursachen von Konflikten. Dabei erhielten die Lernerinnen und Lerner die Aufgabe, die Informationstexte in kreativer Form zusammenzufassen. Entstanden sind viele spannende Ideen und Überlegungen, u.a. zum Thema „Umweltzerstörung“:

Umweltzerstörung

Die Ressourcen der Welt werden eines Tages
verbraucht sein. Es hat schon begonnen.
Seit Beginn der Zeit.
In diesem Moment läuft unsere Zeit weiter ab.

Doch was tun wir dagegen?
Wir gießen bei 42°C unseren Rasen, entsorgen Plastikmüll im Ozean, fahren mit
unserem Auto zum Bäcker im Ort, lassen den Regenwald,
unsere Lunge abbrennen.

Und warum das Ganze?
Weil wir im Moment leben.
Weil Geld die Welt regiert.
Weil ich nicht dort leben muss, wo bereits unsere Welt zerstört ist. Weil es bequem ist.

Schon jetzt sterben Menschen. Blut wird
vergossen.
Auf die Menschenwürde, die Menschenrechte getreten. Derzeit bluten wenige, doch
am Ende bluten wir alle.

Wer trägt die Verantwortung? Ich.
Du.
Er.
Sie.
Wir.

Zusammen können wir viel bewirken,

damit unsere Zeit langsamer verrinnt.
Doch ohne die Hilfe der Regierungen wird es unmöglich. Auch ohne die Firmen
wird es schwer.

Wir müssen anfangen zu handeln.
Für mich.
Für Dich.
Für uns.
Für unsere Kinder.
Doch die Klimaerwärmung ist und bleibt für einige eben nur ein
Gerücht.

LernenInnen denken über Umweltzerstörung nach.

Alles rund um den Apfel- Impressionen vom BAD am 21.9.2019

Als ich hörte, dass ich am Big Apple Day mit über 40 Siebtklässlern und lediglich zwei weiteren Kolleginnen als Verstärkung zur „Backhölle“ in die Katakomben des RC hinabsteigen sollte, wurde ich plötzlich kreidebleich im Gesicht. Ein Schreckensszenario spielte sich vor meinem inneren Auge ab. Ich sah verbrannte Kuchen, abgeschnittene Fingerchen und eine Teigschlacht vor mir, die es mühelos mit dem „Kampf um Gondor“ bei „Herr der Ringe“ hätte aufnehmen können.

Nachdem jedoch die Gruppen eingeteilt waren und die Backzutaten zu ihren jeweiligen Plätzen gefunden hatten, wurde ich eines Besseren belehrt. Unsere Lerner hatten sichtlich viel Spaß dabei, Äpfel zu schneiden und Teig zu kneten. Die Atmosphäre war sehr angenehm und lustig und die Zeit verging wie im Fluge. Es blitzte nur einmal zwischendurch kurzzeitig wieder die Assoziation mit der „Backhölle“ auf, als ein Lerner mit einem vermeintlichen „diabolischen“ Lachen den elektrischen Rührbesen in die Luft hielt, um sich dann kurz darauf – Gottseidank – dem Kneten des Teiges zu widmen, was ihm augenscheinlich sehr viel Freude bereitete. Als wir dann von allen Seiten hörten, dass unser Apfelkuchen sehr lecker schmeckte, waren wir alle hocherfreut und auch irgendwie ein bisschen stolz.

Fazit: Das Backen mit unseren lieben LernerInnen hat tatsächlich „höllisch“ viel Spaß gemacht und das Ergebnis war „himmlisch“ im Geschmack. – Was will man mehr?

(Ka)

Erste Herausforderungen im Deutsch Leistungskurs der MSS1 bei Frau Stürz. Die Lernerinnen und Lerner sollten nach der ausführlichen Analyse der Kurzgeschichte „Schlittenfahren“ von Helga M. Nowak ein Standbild zur Vater-Kind-Beziehung erstellen. Alle merkten zügig, dass es kein Leichtes ist, seine eigenen Gedanken bildlich darzustellen. Nowak schildert in ihrem Werk eine Erziehungsmaßnahme der anderen Art. Der Mann in der Geschichte, der vom größeren Kind deutlich mit „Vati“ angesprochen wird, schenkt den beiden Kindern keine Aufmerksamkeit und distanziert sich von ihnen. Die beiden fahren im Garten Schlitten und rufen ständig. Die Vaterfigur stört der Lärm von draußen und er brüllt wiederholend, dass jeder der brülle, hereinmüsse. Das Werk endet mit dem Sturz des kleineren Kindes in den Bach, der durch den Garten fließt. Die Distanzierung des Vaters wird durch die sich schließende Tür des Hauses deutlich.

Auf dem Standbild ist deutlich das Desinteresse des Mannes zu erkennen – trotz des mutigen größeren Kindes, welches seine Aufmerksamkeit für das kleinere Kind wecken will. Dieses kauert nämlich in der Ecke.

[Jannik, MSS1]