Echte Hilfe statt eines Schecks – so will die Schulgemeinschaft am Raiffeisen-Campus das Hospiz St. Thomas unterstützen und so verdienen alle am RC fleißig Geld mit Schulfesten und Big Apple Days, um den Grundstock dafür zu legen, dass die vom RC finanzierte und betreute Spiel- und Leseecke im Hospiz ein Ort wird, wo Besucherkinder die Sorgen um den sterbenden Angehörigen bewältigen oder auch für einen Moment beiseite schieben können, was zugleich die erwachsenen Besucher entlastet . In zwei Jahren werden dann Oberstufenlerner darüber hinaus Zeit stiften und als Vorleser oder Mitspieler die Leseecke bereichern. 

Da die neuen fünften Klassen das Projekt, für das sie am 11. Oktober so fleißig 4,1 Tonnen Äpfel geerntet hatten, noch nicht kennen gelernt hatten, kamen Hr. Rüffin (Vorsitzender Hospiz-Verein Westerwald) und Frau Schmidt (Leiterin des noch ambulanten Hospizes im Westerwald) zu Besuch und stellten das Projekt vor. Die vorgesehenen 60 Minuten reichten für die zahlreichen Fragen der Kinder nicht aus – dies zeigt, wie engagiert und emphatisch die Kinder das großartige Projekt in ihr Herz und ihr Gedächtnis schlossen. 

Jahrgangsstufenleiterin Frau Kisters und Schulleiter Meffert überreichten als symbolisches erstes Ausstattungsstück ein Haus voller Licht. "Ein Haus voller Licht, so stellen wir uns das Hospiz Sankt Thomas vor. Auch wenn der Tod vor Augen ist, soll das Hospiz die letzten Tage und Wochen eines Sterbenden hell und lebenswert machen und deshalb fanden wir diese kleine Leuchte so passend." Als Dach des Hauses ein Geschenk für die Erwachsenen: Ein Sachbuch zur Medizinethik, der sich die Hospizbewegung gerade in Zeiten der Aufweichung des Verbots der aktiven Sterbehilfe intensiv annehmen muss. 

Frau Schmidt und Herr Rüffin bedankten sich sehr herzlich und zeigten sich gerührt von der großen Aufmerksamkeit der Kinder und dem Geschenk. Sie statteten die Fünftklässler dann noch mit einem kleinen Prospekt aus und verabschiedeten sich mit dem festen Versprechen, bald wiederzukommen. 

aber dann doch auch aus Montabaur und Wirges konnte Schulleiter Meffert am 14.11. im Rahmen des Schulbesuchs der Landtagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet und Gabriele Wieland begrüßen. Herr Meffert wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass beide Abgeordneten schon seit Beginn der Schule sehr aufmerksam die Entwicklung der Schule begleiten und sprach seinen Dank für ihr Kommen aus, den er später mit einer Flasche Apfelsaft aus den selbst geernteten Äpfeln noch einmal symbolisch unterstrich.

Ungewöhnlich und typisch Raiffeisen-Campus auch innovativ das Format der Begegnung. Nach einer Vorstellungsrunde der beiden Landtagsabgeordneten moderierten diese in getrennten Räumen zwei Teilgruppen und berieten sie bei der Aufstellung einer Forderungsliste an die Landesregierung. Dabei wurde schnell klar, dass manche Themen eher nach Berlin und Wirges als nach Mainz gehören, andere jedoch durchaus ins Gepäck der beiden Landtagsabgeordneten. Als die beiden Forderungslisten anschließend im Plenum diskutiert wurden, wurde allerdings auch den Lernern schnell klar, dass viele ihrer Forderungen Steuererhöhungen mit sich bringen würden. 

Und so lernten alle Seiten sich nicht nur kennen, sondern schauten ein wenig aus der Perspektive des jeweils anderen in die politische bzw. schulische Arena… 

Mit einem für diesen Abend eigens erstellten Motivationsfilm stieg das Referententeam aus den Vorständen der Raiffeisen-Campus eG, Frau Düring und Dr. Kukuk mit der Schulleitung Herrn Meffert und Herrn Wagner in ihren gemeinsamen Vortrag ein, den sie im Rahmen der Weyerbuscher Gespräche auf Einladung der Westerwald Bank eG halten durften. Darüber, über das volle Haus und die hochkarätige Zuhörerschar aus Politik, Wirtschaft und sogar dem Schulbereich (unter ihnen sogar zwei Schulleiter-KollegInnen) spornten das Team an und so empfanden die Gastgeber, das Publikum aber auch das Referententeam selbst den Abend als ein wirklich gelungene Veranstaltung. Die Sicht der Presse finden Sie im Artikel der Rhein-Zeitung

Es muss nicht unbedingt beim Bäcker passieren: Der Kauf einer knusprigen Stange Baguette ist zwar sicher ein Paradebeispiel, doch auch beim Schalten einer Annonce, dem Parken in der Garage oder dem bloßen Benutzen der Toilette tun wir es. Wir bedienen uns – meist unbewusst – der französischen Sprache.

Seit diesem Schuljahr geschieht dies am Raiffeisen-Campus im Rahmen des Wahlpflichtfach Französisch unter Leitung von Herrn Klein nunmehr mit voller Absicht. Für sieben couragierte Lerner und Lernerinnen war Französisch der Favorit unter den möglichen Wahlfpflichtfächern. Diese Avantgarde an RC-Französischlernern wirkt gewillt sich mit dieser neuen Herausforderung zu arrangieren und kann die bevorstehenden Aufgaben sehr gut einschätzen. Die lul wissen, dass es mit etwas Aufwand verbunden ist, sich einen routinierten Umgang mit der französischen Sprache anzueignen und über ein breites Repertoire sprachlicher und stilistischer Mittel zu verfügen. Verantwortlich für die Entscheidung zu diesem Wahlpflichtfach machen die Lerner zum einen ihren Faible für andere Sprachen und das erfahrungsgemäß sehr motivierende Lernklima im Fremdsprachunterricht, zum anderen ist ihnen bewusst, welche Vorteile der souveräne Gebrauch des Französischen birgt.

Es wäre vor dem Hintergrund eines immer weiter zusammenwachsenden Europas ein Fauxpas, auf die Chance zu verzichten, sich dieses Kultur verbindende Werkzeug mit auf den Weg geben zu lassen. Französisch wird auf fast allen Erdteilen gesprochen und ist hinter Englisch die zweitwichtigste Sprache der internationalen Diplomatie. Zudem verfügt es nach wie vor über ein großes Renommee in den Bereich Wirtschaft, Kunst und Journalismus. Gut möglich also, dass entsprechende Sprachkenntnisse auf dem Arbeitsmarkt eine Möglichkeit sein könnte, Rivalen aus dem Rennen zu manövrieren.

Im Vordergrund soll aber ganz klar die Freude am Erlernen der französischen Sprache stehen. Ziel ist es, Interesse an Frankreich und den frankophonen Ländern zu wecken und Lust auf den Austausch mit Jugendlichen unseres Nachbarlandes und auf der ganzen Welt zu machen.

Erstaunte Ausrufe dieser Art sind derzeit in den beiden 5.Klassen im Erdkunde-Unterricht zu hören. Die LernerInnen erwerben dort im Erdkundeunterricht von Frau Bittger und Frau Klein gerade den Atlas-Führerschein. Anhand des in den letzten Unterrichtswochen erarbeiteten geographischen Fachwissens und der erlernten Kompetenzen im Umgang mit dem Atlas sollen acht verschiedene Stationen bearbeitet werden.

Wie finde ich Städte im Namensregister? Wofür ist die Kartenübersicht da? Was genau bedeuten eigentlich all die kleinen Zeichen in einer Karte? Und wie war das nochmal mit den Himmelsrichtungen und dem Maßstab? Fragen wie diese werden während der derzeitigen Unterrichtsstunden noch einmal anhand praktischer Übungen näher betrachtet.

Religionsunterricht am Raiffeisen-Campus ist Pflicht, macht aber Freude, denn das Lernen erfolgt in großem ökumenischen Geist der christlichen Konfessionen und mit viel Respekt von den anderen Religionen, die selbstverständlich ebenfalls Teil unserer Schulgemeinschaft sind. Und deshalb machten sich die beiden Religionsgruppen der 6a mit ihren Religionslehrern Frau Schade und Herrn Meffert an einem recht frischen Novembermorgen auf den Weg, die beiden Kirchenräume in Wirges zu erkunden und auf ihre Übereinstimmungen und Unterschiede zu untersuchen. Nicht Teil des Fragebogens, aber unglaublich interessant fanden die Lerner den Beichtstuhl in St. Bonifatius. Die Beichtpraxis im Beichtstuhl ist in den christlichen Kirchen inzwischen so marginal geworden, dass sich die Kinder diesem in die Tage gekommenen Möbelstück mit einer Mischung aus leichtem Grusel aber auch ehrlichem Interesse näherten und sich freuten, als Herr Meffert ihnen den nach wie vor ungebrochenen Sinne des Bußsakramentes nahe zu bringen versuchte. Ein Beispiel dafür, dass die Interessen von Lerner immer so ernst genommen werden sollten, dass man ihren Fragen nicht ausweicht, sondern sie ad-hoc zum Gegenstand des Lernprozesses macht.

Begleitet wurden die beiden Lehrer an diesem Morgen im Rahmen des Hospitationstages der Klassenelternsprecher von Herrn Horn, der nicht nur die unverhoffte Wanderung durch Wirges genoss, sondern sich sehr interessiert an diesem weitgehend selbstgesteuerten Unterricht in Kleingruppen zeigte.

Der Umgang mit digital dargestellten Informationen und die Beherrschung von Informations- und Kommunikationssystemen werden heute als unverzichtbare Ergänzung der grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen angesehen.

Die hierzu erforderlichen Kompetenzen werden heute vielfach zur Gestaltung des gesellschaftlichen und privaten Lebens benötigt. Zu den Aufgaben einer allgemein bildenden Schule muss es daher gehören, diese Kompetenzen gezielt zu entwickeln, um Lernenden die Orientierung in einer technisierten Welt und den Zugang zu allen Bereichen einer Informations- und Wissensgesellschaft zu ermöglichen.

Der Informatikunterricht am Raiffeisen-Campus bei Frau Kisters ermöglicht eine fachlich fundierte Auseinandersetzung mit wichtigen gesellschaftlichen Aspekten und trägt so zu einer kompetenten und verantwortungsbewussten Nutzung der Informationstechnik bei. Der Informatikunterricht leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem er universell einsetzbare Kompetenzen fördert, die in einer komplexer werdenden Welt zum Bewältigen von Problemen benötigt werden. Denn hier lernen die Lernenden, komplexere Systeme zu strukturieren, sie insbesondere in überschaubare Teilsysteme zu zerlegen, um damit das Gesamtsystem durchschaubar zu machen.

Des Weiteren lernen sie, reale Systeme abstrahierend durch Modelle zu beschreiben, um sie einer weiteren Bearbeitung zugänglich zu machen. Größere Systeme können hingegen nicht mehr von einzelnen Personen erstellt werden. Nur im Team lassen sich umfangreiche Aufgaben arbeitsteilig in einem vorgegebenen Zeitrahmen erledigen. Indem die Lernenden im Informatikunterricht solche Aufgaben im Team lösen, werden Fähigkeiten zur Interaktion mit anderen gefördert. Zudem erfahren sie die Bedeutung wichtiger Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft, die im späteren Berufsleben unerlässlich sind.

Das fragen mich viele Menschen, denen ich begegne oder die sich über diese Homepage eine Weile mit unserer Schule beschäftigen. Zuletzt fragten mich das die Kolleginnen aus dem Grundschulbereich, die wir vor einigen Wochen eingeladen hatten. Ich erzähle dann immer von Elmar Hörig, einem seinerzeit sehr populären Radiomoderator bei SWF3, der sein Publikum so begrüßte: „Meine sehr geehrten Hörerinnen und Hörer, daheim an den Lautsprecherinnen und Lautsprechern!“. Man schmunzelte ob dieser Übertreibung und nahm doch wahr, dass der Moderator eine versteckte Kritik an der Ergänzung aller männlichen Formen durch die weibliche transportierte. Doch er war seiner Zeit voraus. Denn zu dieser Zeit und vielleicht auch noch heute war es absolut notwendig, dass Politiker (damals meist männlich) die „Bürgerinnen“ als gleichwertige Adressaten entdeckten und so war es ein Verdienst dieses sprachlichen Denk-Anstoßes, dass man begann, beide Geschlechter nicht nur sprachlich gleichermaßen zu berücksichtigen. Heute scheint das vielen Frauen als nicht mehr notwendig, haben sie sich doch genügend emanzipiert.

In Bildungsfragen sind wir allerdings noch nicht soweit, dass der Bewusstseinswandel allerorten Raum greift. Vielen ist noch immer der Aufenthalt, die „Betreuung“ in Schulen wichtiger als das echte Lernergebnis. Es ist ja auch leichter, über die Zahl der Arbeitsgemeinschaften oder Leistungskurse ein Profil zu vermitteln, als über die Qualität des Lernprozesses in einer Mathematikstunde.

PISA hat ein erstes Umdenken angestoßen und dennoch sind wir bildungspolitisch oft noch weit davon entfernt, vom Ziel her zu denken. Das Ziel eines Gymnasiums ist, dass ein junger Erwachsener das Lernen gelernt hat und auch so viel bereits gelernt hat, dass das weitere Lernen immer selbstständiger und ohne ständige Begleitung möglich ist.

Wir fanden in der Gründungsphase unserer Schule wichtig, diese andere Schwerpunktsetzung zu verdeutlichen und wie im angelsächsischen Raum durch das Wort „Lerner“ den Fokus auf die Aufgabe des jungen Menschen, den wir damit bezeichnen, zu identifizieren. Denn wenn das Gebäude, in dem man sich aufhält, die Bezeichnung des dort seienden Menschen rechtfertigt, dann wäre ich als Schulleiter ja auch „Schüler“, denn ich verbringe dort sogar noch deutlich mehr Zeit als diejenigen, die an den meisten Schulen als „Schüler“ bezeichnet werden.

Aber meine Aufgabe ist, eine Schule zu leiten und die Kinder zu lehren, deshalb „Schulleiter“ und – nach wie vor – „Lehrer“. Die Aufgabe der Kinder und Jugendlichen ist, ihre Chance zum Lernen zu nutzen. Und deswegen nennen wir sie auch so, nämlich „Lerner“. Dass wir aber dennoch die weibliche und die männliche Form nehmen, zeigt, dass Elmar Hörig noch immer aktuell ist.

In 20 Jahren, wenn sich ganz bestimmt unsere Schule, hoffentlich aber auch unsere Schullandschaft noch stark verändert haben wird, werden wir vielleicht nicht mehr über sprachliche Denk-Anstöße eine Veränderung bewirken wollen oder müssen. Momentan aber erinnert uns Lehrerinnen und Lehrer der Begriff „Lernerin“ oder „Lerner“ fast minütlich daran, wofür uns die jungen Menschen anvertraut sind: Nicht als Betreuungsobjekt, Datensatz, Statistikmaterial oder Gegenstand bildungspolitische Auseinandersetzungen. Sondern zu ihrem je eigenen Lernen.

Deshalb: „Lerner“!

Ihr Bernhard Meffert, „Lehrer“ und „Schulleiter“ am Raiffeisen-Campus

Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Lernstoff finden im Geschichtsunterricht in der Jahrgangsstufe 7 bei Frau Maier große Beachtung. Bei all dem Lernstoff, der Stunde für Stunde den Lernern begegnet, heißt es immer wieder inne zu halten und das Gelernte zu strukturieren.

Aus diesem Grund erhielten die Lerner am Ende der Einheit zur Stein- und Metallzeit die Gelegenheit, zu wiederholen, die Zusammenhänge und das Wesentliche zu erkennen. Anschließend galt es, sich knifflige Fragen samt der Antworten zu überlegen und diese schließlich auf einen Würfel fest zu halten – und schon konnte um die Wette gewürfelt und geknobel werden. So nebenbei wurde auf spielerische Weise die zentralen Punkte wiederholt und nachhaltig gefestigt.

Auch dieses Jahr gibt es wieder die LEGO-Mindstorms AG für die 6. und 8. Jahrgangsstufe bei Herrn Hemminger. Die Lerner erlernen die Sprache, die der Roboter versteht und erlangen damit nach und nach Kontrolle über dieses kybernetische Wesen.

Die erste Aufgabe der Lerner ist es, eine multifunktionale Plattform zu bauen und dieser zunächst einige lateinische Buchstaben beizubringen. Die Lerner nehmen hierbei die Position von Ingenieuren ein, welche eine Maschine nach den Vorgaben eines Kunden anfertigen und programmieren soll. Sie lernen eine auf den ersten Blick leichte Handlung in Zwischenschritte zu zerteilen und sich bewusst zu werden, dass jede Bewegung großer motorischer und geistiger Kontrolle bedarf. Das Ziel ist es, die Lerner die Arbeit der Informatiker und Ingenieure näher zu bringen.