Das dachten sich die LehrerInnen der Erdkunde- und Sozialkunde-Leistungskurse der MSS1 sowie des Biologie-Leistungskurses der MSS2.

Freitagnachmittag Unterricht? Und dann auch noch Leistungskurs? Nach den ersten trägen Wochen Fachunterricht am Freitag in der letzten Stunde fiel den FachlehrerInnen auf, dass die Konzentrationsfähigkeit und Aufnahmebereitschaft zu wünschen übrig ließen.

Tiger, Schwiegermutter oder Samurai?!

Also wurde zu Beginn des Fachunterrichts der Energizer „Samurai – Schwiegermutter – Tiger“ gespielt. Das Spiel ist vergleichbar mit Papier-Stein-Schere. Dabei gilt: Samurai schlägt Tiger, Tiger schlägt Schwiegermutter und Schwiegermutter schlägt Samurai. Das Spiel wurde in zwei Gruppen gespielt: MSS1 gegen MSS2. Nach mehreren Runden fiel das Ergebnis unentschieden aus, weshalb die Fachlehrerinnen das Spiel entscheiden musste. Letztendlich gewann die MSS2 das Rennen.

Nach diesem 10-minütigem Energizer ging es dann konzentriert, produktiv und motiviert an die Erarbeitung physisch geographischer und ökologischer Grundbegriffe sowie Fragen zur Integration.

 

Die Kontrahenten stehen sich im nötigen Abstand gegenüber.

Neue Lehrer, ein unbekanntes Gebäude, fremde Mitlernerinnen und Mitlerner – ist ein Schulwechsel unter “normalen” Umständen schon etwas Besonderes, so bringt er in Coronazeiten noch einmal ganz besondere Eindrücke und Herausforderungen für die Fünftklässler mit sich. Im Rahmen des Deutschunterrichts entstanden nun Briefe, in denen die Kinder ihre ersten Eindrücke am Campus mit ihren GrundschullehrerInnen (und mit uns) teilen.


Die ersten Eindrücke scheinen positiv gewesen zu sein. Auch dem Lehrpersonal steht man wohlwollend gegenüber:


Kulinarisch gibt es nichts zu meckern, hier ein Gruß in die Küche:

Sicher gibt es auch Umstände, an die man sich erst gewöhnen muss:

 

Wir freuen uns schon jetzt auf den Besuch der KollegInnen aus den Grundschulen, denn:

 

Quelle Beitragsbild: didgeman, von pixabay, aufgerufen über: https://pixabay.com/de/photos/briefmarken-post-schreiben-brief-484991/ [Stand: 23.09.20, 17:01Uhr].

Im Jahre 2009 startete die Björn Steiger Stiftung ihr Programm “Retten macht Schule”. Ziel dieses Programms ist es, Lehrer*innen und Lerner*innen in der Reanimation auszubilden. Dies ist, laut einer Studie der Uniklinik Rostock, bereits Heranwachsenden ab Klasse 7 möglich. Es ist der Björn Steiger Stiftung ein Anliegen, bundesweit Schulen mit einem umfangreichen Paket aus Übungsmaterial (Übungspuppen, Trainingsdefibrillator, Schulungsmaterial) sowie einem Defibrillator zu unterstützen. Die Kosten dafür muss im Regelfall nicht die Schule tragen, und so haben auch wir eine finanzielle Unterstützung durch die Westerwaldbank erhalten dürfen, die uns die Anschaffung des “Retten macht Schule”-Pakets ermöglicht hat.

Herzlichen Dank für die Unterstützung an dieser Stelle, sowohl an die Westerwaldbank für Ihre Spendenaktion “VRmobil Retten macht Schule”, als auch an die Björn Steiger Stiftung, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Sobald die Hygieneauflagen eine Schulung für eine ganze Jahrgangsstufe erlauben, wird diese durch das Leitungsteam des Schulsanitätsdiensts erfolgen.

Frau Ingenhoven, Herr Meffert und Philipp freuen sich über die neue Ausstattung

 

Ein folgenreicher Kriminalfall

Die Vorgeschichte der Karlsbader Beschlüsse in einem Mystery

Bericht eines Lerners des MSS2 – Geschichte GKs

Der Grundkurs Geschichte der MSS2 behandelte die Zeit nach dem Wiener Kongress (1815). Nun kamen sie zu dem ausschlaggebenden Ereignis der Karlsbader Beschlüsse aus dem Jahre 1819. Gesellschaftlich geht es um den Willen des Volkes, u.A. Meinungs- und Pressefreiheit zu erlangen.

Zu Beginn der Stunde war eine zweizeilige Erzählung zu sehen, die von einem Burschenschafter handelte, der einen Dichter namens Kotzebue aufsuchte. Der Verlauf dieses Treffen war zunächst unbekannt – klar war nur: Kurze Zeit später traten die Karlsbader Beschlüsse in Kraft, die unter anderem die Burschenschaften verboten.

Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Die Lernerinnen und Lerner sollten den Verlauf des Treffens im Sinne der Mystery-Methode mit fünf Karten in einem Schaubild erzählen. Am Ende der Arbeitsphase gab es mehrere Ereignisabläufe, doch beide endeten mit dem Tod des Dichters Kotzebue. In einer der erstellten Geschichten ereignete sich der Tod des Dichters aus Notwehr und in der anderen war er Ergebnis einer geplanten Angriffshandlung durch den Burschenschafter. Es ist unter Historikerinnen und Historikern umstritten, was bei dem Treffen geschehen ist. Fest steht nur: Als Folge traten im September die Karlsbader Beschlüsse in Kraft. So erkannten die Lernerinnen und Lerner in dieser Stunde, dass dieses Ereignis ein „gefundenes Fressen“ für die Regierenden war, um die für Freiheit einstehenden Burschenschaften zu verbieten.

In den nächsten Stunden werden sich die Lernerinnen und Lerner sich mit der deutschen Revolution 1848/49 auseinandersetzen und der Frage nachgehen, inwiefern diese als “gescheitert” deklariert werden kann.

 

 

 

 

 

Quelle des Beitragsbilds: PublicDomainPictures, aufgerufen über: https://pixabay.com/de/photos/messer-stechende-stich-t%C3%B6ten-mord-316655/ [Stand: 21.09.20, 10:22Uhr].

Im Rahmen des Lernateliers stellten sich die Lernerinnen und Lerner der achten Klasse einer ungewohnten Aufgabe: Es sollte eine Nachrichtensendung gedreht werden. Hier ein kurzer Lernerbericht von Leonie Hens und Greta Herovic (Klasse 8b):

Wir hatten unseren LA Tag zum Projekt “Logo-Sendung”. Die Aufgabe war, eine Nachrichtensendung zu entwickeln. Wir hatten zwei Tage Zeit, um die Sendung zu planen und zu drehen. Am ersten Tag haben wir die Sendung vorbereitet und organisiert. In der folgenden Woche fingen wir an zu drehen. Unsere zwei Nachrichtensprecher standen vor einem Greenscreen und stellten die Themen vor. Hierbei ging es um Corona, aber auch um aktuelle Ereignisse und das Wetter. Am Anfang fiel es allen schwer, ernst zu bleiben, aber nach einigen Versuchen ging es dann doch schnell voran. Es gab unter anderem ein Interview über die Corona-Zeit am Raiffeisen-Campus. Nach der Sendung wurden noch ein lustiges Video und ein paar Outtakes eingefügt.

„Ein Geograph kennt kein schlechtes Wetter, er kennt bloß schlechte Kleidung.”

Das dachten sich auch unsere neuen Fünfer und so ließen sie es sich trotz strömenden Regens nicht nehmen, ein Satellitenbild unseres Schulgebäudes mithilfe eines Kompasses einzunorden. In diesem Zuge wiederholten unsere Kleinen nicht nur spielerisch die vier Himmelsrichtungen, sondern lernten obendrein, wie mit Kompass und Karte umzugehen ist. Die nächste Querfeldeinwanderung kann also kommen!

Ganz so genau nahmen die Lernerinnen und Lerner das Geographensprichwort dann aber doch nicht, weshalb es zur Sicherung der Ergebnisse wieder in den trockenen und geschützten Klassenraum ging. Spaß hat es dennoch allen gemacht – und damit lernt es sich ja bekanntlich am besten. 

Zertifikatslehrgang Wirtschaft & Ethik – Unsere Lerner bringen sich ein!

“Ihr seid die Generation, die noch länger mit den Folgen der Globalisierung und Digitalisierung leben wird. Und ihr könnt eure Zukunft mitgestalten.” Mit diesen Worten machte Felix Kirschbacher von der Evangelischen Jugendakademie der Pfalz in einem digitalen Meeting den Lernerinnen und Lernern bewusst, warum es sich lohnt, sich mit der Thematik Wirtschaft und Ethik auseinanderzusetzen. Wie kann man beispielsweise als Unternehmer nachhaltig T-Shirts produzieren ohne dabei seine finanzielle Existenz zu gefährden?

Weil Fragestellungen wie diese nicht einfach zu beantworten sind und gegebenenfalls auch in einem späteren Studiengang BWL kaum eine Rolle spielen, hat die Evangelische Jugendakademie den Zertifikatslehrgang Wirtschaft und Ethik exklusiv für die Jahrgangsstufen 10 und 11 des Gymnasiums Nonnenwerth und des Raiffeisen-Campus entwickelt. Trotz der Corona-Situation wird der Lehrgang mit Präsenzveranstaltungen an drei Wochenenden stattfinden und somit echte Begegnung mit ebenfalls interessierten Jugendlichen und Experten aus Wirtschaft und Ethik ermöglichen. Erste Interessierte am Raiffeisen-Campus gibt es nach der Video-Vorstellung von Felix Kirschbacher bereits, obwohl der Lehrgang außerhalb der Schulzeit stattfindet. Ein deutliches Zeichen unserer Lernerinnen und Lerner: Wir möchten uns engagieren und einbringen! Am Ende wird dies dann auch durch ein Zertifikat mit der Unterschrift von Bildungsministerin Stefanie Hubig gewürdigt werden.

Nachdem uns die Coronapandemie und die damit einhergehende Schulschließung im Frühjahr einen Strich durch die Ausbildungspläne machte, sind wir glücklich und stolz, dass nun doch 10 Lernerinnen und Lerner die Ausbildung zur Schulsanitäterin bzw. zum Schulsanitäter absolvieren.

Gemeinsam mit Herrn Winterscheid, einem erfahrenen Ausbilder der Malteser und langjährigem Wegbegleiter unseres Schulsanitätsdienstes, starten die 10 in eine spannende Zeit, denn die umfangreiche Ausbildung in Erster Hilfe und allem Wissenswerten rund um den Schulsanitätsdienst ist nicht nur interessant, sondern durchaus auch anstrengend. Und das ist es auch schon ohne die Einschränkungen, die die Ausbildung in diesem Jahr noch im Besonderen unterliegt. In Vorbereitung auf die Abschlussprüfung heißt es neben den Praxisübungen fleißig Theorie zu lernen und außerdem die verpassten Unterrichtsstunden nachzuarbeiten. Keine Selbstverständlichkeit und doch ein wunderbarer Dienst für die Schulgemeinschaft, der uns tagtäglich entspannter durch den Schulalltag kommen lässt. An dieser Stelle sei auch dem aktiven SSD-Team noch einmal herzlich gedankt! Denn auch diese Lernerinnen und Lerner haben sich einst der Herausforderung gestellt und freuen sich, gemeinsam mit ihrer Leitung Heike Ingenhoven, auf unsere angehenden Neu-Schulsanitäterinnen und -sanitäter. Im Bild sieht man natürlich nur einen Teil der Auszubildenden, denn bei den einzuhaltenden Abständen passen nicht alle auf ein Foto.

Religionslehrer Bernhard Meffert predigte am Einschulungstag 2020 über das Kamel, das zwar nicht durch ein Nadelöhr geht, aber dennoch viele gute Eigenschaften besitzt. Hier seine Predigt zum Nachlesen…

“Wer von Euch hat heute von seinen Eltern oder Großeltern irgendetwas vom „Eintritt in den Ernst des Lebens“ gesagt bekommen? Vielleicht, hoffentlich mit einem Augenzwinkern? Nein, ich möchte Euren Eltern auf gar keinen Fall widersprechen. Natürlich sollt Ihr Euch anstrengen und die Schule ernst nehmen. Aber Ihr sollt auch häufig und gerne lachen und Spaß haben. Beides hat seine Zeit.

Herr Papzien hat eben das Evangelium (Mt 19, 16-26) vorgelesen und das möchte ich mit Euch besprechen, weil es mehr Mut macht, als man beim ersten Hören vielleicht denkt. In der Geschichte gibt es ja viel Erschrecken und vielleicht hat auch der eine oder andere Erwachsene beim Hören des Textes wieder ein ungutes Gefühl bekommen. Vielleicht kann ein zweiter Blick auf den Text ja helfen…

Da kommt also ein Mann zu Jesus und fragt: Meister, was muss ich Gutes tun? Jesus antwortet: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist der Gute. Wenn du aber in das Leben eintreten willst, halte die Gebote!
Achtet mal auf die Wortwahl, Ihr großen und jüngeren Zuhörer: Er sagt nicht, man muss das Gute tun, damit man in den Himmel kommt. Er vertröstet nicht auf ein Jenseits. Sondern er sagt, dass man, wenn man sich an die guten Regeln hält, in das Leben erst eintritt. Ein Leben in Fülle, so nennt er es an anderer Stelle im Johannes-Evangelium. Wer sich an die guten Regeln hält, dem geht es gut. Heute schon.

Das ist dem jungen Mann aber nicht genug, vielleicht ist er Jurist und will also die genauen Regeln kennen. Und Jesus antwortet, vielleicht sogar etwas genervt, mit den allen im Judentum selbstverständlichen Regeln.

Und ich glaube, er ist noch ein wenig genervter, als der junge Mann feststellt, dass er sich immer an alle Regeln gehalten hat. Ganz ehrlich, wer von uns – auch besonders von uns Erwachsenen – könnte das behaupten, ohne rot zu werden. Ich zumindest ganz sicher nicht.

Aber Jesus lässt den junge Mann nicht im Zustand der Selbstgerechtigkeit. Er fordert ihn heraus. „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen; und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.“

Interessant: Für ihn war es einfacher, sich an alle Regeln zu halten, als auf seinen Besitz zu verzichten. Er hängt daran. Und das macht ihn traurig.

Kennt Ihr das nicht auch? Irgendein Spielzeug geht kaputt und Ihr seid traurig. Obwohl es nur ein Ding aus Plastik oder Holz oder sogar aus Computerchips ist: Man hängt sein Herz an die Dinge. Geht mir auch so. Man merkt erst, wie unwesentlich Dinge sind, wenn man Menschen wenigstens vermisst oder sogar verliert. Als Ihr in der Corona-Zeit nicht zu Euren Freunden durftet, da hattet Ihr nach wie vor alle Spielsachen und vielleicht haben Euch Eure Eltern sogar noch ein bisschen mehr verwöhnt, weil sie Mitleid mit Euch hatten.

Hat Euch das über die Traurigkeit hinweggeholfen, nicht bei Euren Freunden, in Eurer Grundschulklasse zu sein?

Ganz sicher nicht. Wer sein Herz an Dinge hängt, ist von Dingen abhängig. Der junge Mann ist traurig, weil er sich abhängig gemacht hat von den Dingen.

Und jetzt dreht Jesus erst so richtig auf. Und ich habe Euch hier mal die beiden Dinge mitgebracht, über die er jetzt spricht. Das Kamel, das ab sofort Euer Klassentier sein wird, und eine Nähnadel. Ich habe bewusst eine sehr große genommen, damit Ihr sie vielleicht überhaupt ein bisschen sehen könnt. Jesus sagt, dass kein Reicher in den Himmel kommt, es sei denn, ein Kamel ginge durch ein Nadelöhr. Schaut selbst, das ist unmöglich. (macht den Versuch vor)

Und die Jünger kriegen einen gewaltigen Schreck. Denn so richtig arm sind sie ja nicht, sie haben zu essen und zu trinken. Manche besitzen ein Fischerboot oder haben einen kleinen Handwerksbetrieb. Sie machen sich jetzt richtig Sorgen um sich selbst. Haben wir dann noch eine Chance auf das Glück, hier und im Himmel?

Und Jesus stellt klar: Nicht aus eigener Kraft kann man ein guter Mensch sein, dazu gehört viel mehr. Ein reicher junger Mann kann leicht Gebote halten, ein armer Mensch in großer Not muss ggf. Unrecht tun, um zu überleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Kardinal Frings im Winter 1946 den frierenden und hungernden Kölnern in einer Predigt gesagt: „„Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten, nicht erlangen kann.“ Noch einmal: Der Reiche hat es leicht, die Regeln zu halten. Reicht das aber, um wirklich gut zu sein? Und ist der Arme schon deshalb schlecht, weil er in der Not Regeln brechen muss? In diesem Licht, so möchte ich es den Erwachsenen sagen, müsste manche Kriminalitätsstatistik neu ausgewertet werden.

Und wir in Europa, sind wir nicht alle reich, wenn wir uns mit Afrika vergleichen? Und haben wir also dann keine Chance, ein gerechtes Leben zu führen?

Doch, denn das sagt Jesus am Ende der Geschichte ja beruhigend für die Jünger: Sie, die Jünger mögen den Himmel nicht erzwingen können, in dem sie es doch schaffen, ein Kamel durch ein Nadelöhr zu bugsieren. Aber Gott schafft das. Weil er uns so mag, wie wir sind. Mit unseren Fehlern. Wir müssen also nicht perfekt sein, um Hoffnung haben zu dürfen. Und wir dürfen auch den schönen Urlaub und das sichere Zuhause genießen ohne schlechtes Gewissen.

Wir dürfen uns aber nicht abhängig machen von den Dingen, sondern erreichbar für den Nächsten. Denn nur wenn wir den so wichtig nehmen wie uns selbst, dann können wir glücklich werden. Weil wir dann ins Leben eintreten.

Für Euch am Anfang Eurer Schulzeit heißt das: Klar wollen wir Lehrer, dass Ihr Euch an Regeln haltet. Aber das reicht uns nicht. Wir möchten, dass Ihr füreinander da seid, vor allem auch dann, wenn jemand wegen was auch immer Schwierigkeiten bekommt. Das ist die Idee unseres guten Gottes: Wer mit sich selbst im Reinen ist, kann für andere dasein. Wer weiß, dass Gott sogar Kamele durchs Nadelöhr bringt, kann entspannt auch mit seinen Fehlern umgehen. Eine gute Nachricht, ein Evangelium für Sie und Euch und mich an diesem Tag, finde ich zumindest.”

Am 2. September wurde der Raiffeisen-Campus mit dem Qualitätssiegel “Digitale Schule” der nationalen Initiative MINT – Zukunft schaffen unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz geehrt.

Wir freuen uns sehr über diese Ehrung. Doch was bedeutet dieses Qualitätssiegel?

“In erster Linie ist dies eine Verpflichtung an den Kriterien dieses Siegels weiterzuarbeiten und uns weiter zu entwickeln.” ist die Antwort von Markus Wagner, stellv. Schulleiter des Raiffeisen-Campus und verantwortlich für den Projektantrag, denn das Siegel wird für eine Dauer von drei Jahren verliehen. Danach kann es neu beantragt werden.

Verbunden mit der Ehrung erhielt der Campus auch ein Feedback der Fachjury, welche Bereiche der Umsetzung der Richtlinien der Kultusministerkonferenz der Strategie “Bildung in der digitalen Welt” hervorragend sind und welche Bereiche noch weiteres Entwicklungspotential in sich tragen.

Der Kriterienkatalog für das Qualitätssiegel umfasst die fünf Module:

1. Pädagogik & Lernkultur
2. Qualifizierung der Pädagogen
3. regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.

Alle Module orientieren sich an den Zielen des Stategiepapiers der Kultusministerkonferenz. Wesentlicher Faktor ist die Implementation eines Lernmanagementsystems. Hier hat der Raiffeisen-Campus mit itslearning bereits seit dem Schuljahr 2013/14 viele Erfahrungen gesammelt, schrittweise die Nutzung ausgebaut und aktuell partizipiert die gesamte Schulfamilie an diesem virtuellen Campus. Als rheinland-pfälzische Hospitationsschule gibt der RC seine Erfahrungen auf diesem Gebiet neben zwei weiteren Hospitationschwerpunkten bereits seit dem Schuljahr 2017/18 weiter.

Dass es im Westerwaldkreis bereits zwei “digitale Schulen” gibt, freut die Verantwortlichen. Die Region könne stolz sein, dass sich Schulen auf den Weg gemacht haben, die pädagogischen Prozesse digital zu gestalten, betonte Landrat Achim Schwickert. „Ich danke den Verantwortlichen im Mons-Tabor-Gymnasium und im Raiffeisen-Campus, dass ihre Arbeit als preiswürdig ausgezeichnet wurde.“