Bloß nicht zu viel Aufmerksamkeit zeigen

Eine schwierige Aufgabe für den Erzähler

Die erste Stunde nach den Ferien ist immer spannend und dabei ist das Fach eigentlich egal: Das Wiedersehen der Freunde und die Berichte über die Ferien drängen den Inhalt des Unterrichts vielleicht das ein oder andere Mal in den Hintergrund. Diese Tatsache machten sich die Klassenlehrer der beiden 5. Klassen Herr Papzien und Frau Kern  zu nutze. Der einfache Auftrag an die Lernerinnen und Lerner lautete zunächst: Erzählt eurem Nachbarn innerhalb von 2 Minuten von euren Ferien. Schnell stellten die Fünftklässler fest, dass zwei Minuten ganz schön wenig sind und das Zeitgefühl einen schnell täuschen kann. Aber wie die Zeit sinnvoll nutzen? Und wie dabei ein guter Zuhörer sein? Diese Frage sollte im Rahmen der „Erzählstunde“ beantwortet werden. Mithilfe von Elementen aus LionsQuest war zunächst das Gegenteil der Fall: Die Klassenlehrer forderten ihre Klasse auf, besonders schlechte Zuhörer zu sein. Es bot sich ein interessantes Bild: Lerner, die an die Decke schauten, sich den Rücken zudrehten oder sogar unter dem Tisch saßen. Und daneben jeweils ein Mitlerner, der gerne etwas erzählen wollte.

In der anschließenden Reflexion wurde schnell klar, dass diese Situation sowohl für den Erzähler als auch für einen motivierten Zuhörer nicht sehr angenehm ist. Eine Übertragung auf die ein oder andere Unterrichtssituation war nicht weiter schwierig. Gemeinsam wurden zum Abschluss Regeln für gutes Zuhören aufgestellt. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erfahrungen in so manchem Moment im Alltag die Ablenkung minimieren.

 

 

 

Warum haben Geräte ein Gehäuse? Wie sehen unsere Alltagsgeräte von innen aus? Wie erstellt mein ein Demontageprotokoll?

Demontageprotokoll

Dies sind Fragen, die im Nawi-Unterricht unserer 6. Klassen bei Herrn Schön behandelt wurden. Bevor sich praktisch mit verschiedenen Alltagsgeräten beschäftigt werden konnte, war eine theoretische Auseinandersetzung nötig. So lernten wir die Bedeutung von Stromkreisläufen sowie den Sinn und Zweck von Demontageprotokollen mit anschließender Remontage kennen. Natürlich war auch die Behandlung von Sicherheitshinweisen dabei notwendig.

Danach hieß es: Ran an die Geräte! In Kleingruppen konnten dabei verschiedene Geräte zerlegt, die einzelnen Schritte protokolliert und im Anschluss alle Teile wieder zusammengebaut werden. Zur Auswahl standen uns Navigationsgeräte, Handys, und ein Eierkocher bis hin zu einem Radio und mehrere Spielecontroller. Wir entschieden uns dabei bewusst für bereits defekte Geräte ohne funktionierende Akkus, die ansonsten bereits weggeworfen worden wären. Herr Born stellte uns dabei freundlicherweise Spezialwerkzeug für die kleineren Schrauben bereit. Fast alle Geräte konnten wir nach der Demontage wieder zusammenbauen! An manchen Stellen zeigte sich aber auch, warum man aber auch nicht zuviel Kraft einsetzen sollte. Alles in allem machten die praktischen Übungen viel Spaß und demonstrierten anschaulich den Aufbau verschiedener Geräte sowie den Umgang mit Werkzeug und den Zweck eines Demontageprotokolls.

 

Was finde ich gut, was stört mich?

Bevor es in der Schulversammlung mit allen Lernerinnen und Lernern die Zeugnisse gab, waren die Jüngsten der Schulfamilie zu einer Stufenversammlung der Orientierungsstufe eingeladen. Hier sollten gemeinsam mit der Orientierungsstufenleitung Frau Kern und den beiden Jahrgangsstufenleitungen Frau Steup und Herrn Papzien die aktuellen Themen aller vier Klassen in den Blick genommen werden. Neben diesem Austausch ging es auch darum, die anderen Klassen weiter kennen zu lernen und nochmal mit seinem Paten ins Gespräch zu kommen. Und so begann der letzte Freitag mit einem gemeinsamen Begrüßungs-Energizer und viel Bewegung. Danach fiel das anschließende Zuhören in der Gruppe mit ca. 100 Lernerinnen und Lernern deutlich leichter.

….und was kann ich selbst daran ändern?

Nach dem gemeinsamen Nachdenken war jede Lernerin und jeder Lerner dazu aufgerufen, sich selbst Gedanken darüber zu machen, was sie bzw. ihn aktuell stört und was gut läuft. Doch es galt auch zu überlegen, wie der eigene Beitrag zu einem guten Miteinander aussehen kann. -ganz im Sinne Raiffeisens.

Wir wünschen unseren Lernerinnen und Lernern einen guten Start ins 2. Halbjahr!

Ein sehr gelungener Vortrag über das Leben von Pater Richard Henkes

Am Montag nach den Ferien wurde ein ganz besonderes Projekt mit den beiden 8. Klassen begonnen. Es handelt sich um einen Beitrag des RC  zu den Feierlichkeiten rund um die Seligsprechung des Pater Richard Henkes im kommenden Herbst. Richard Henkes, in Ruppach Goldhausen im Jahr 1900 geboren, trat in die Gemeinschaft der Pallotiner in Vallendar ein, wurde später zum Priester geweiht und arbeitete als Lehrer und Prediger in Schlesien, wo er sich auch gegen die Nationalsozialismus aussprach. Bei seinem Kampf gegen den Nationalsozialismus wurde er mehrmals bei der Gestapo angezeigt. Am 8. April 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und am 10. Juli ins KZ Dachau gebracht. Dort starb er am 22. Februar 1945 .

Dank einer sehr interessanten und informativen Einführung in das Thema durch Herrn Gerold Sprenger und Herrn Werner Blatt aus Ruppach Goldhausen haben die Lernerinnen der Klassen 8a &b deutlich mehr über das Leben von Pater Richard Henkes erfahren. Zusammen mit anderen Beteiligten möchten wir auch unseren Beitrag leisten, sein Leben und seine Werke zu würdigen. Unsere Lerner haben sich nun auf den Weg gemacht, diese Möglichkeit nachhaltig und altersgerecht zu nutzen. Sie werden dabei von der MSS I unterstützt,die durch ihren Religions- bzw. Geschichtsunterricht bestens informiert ist. Aber auch im regulären Unterricht werden diese Themen altersgemäß behandelt. Das Projekt wird sich über Monate erstrecken, und wir sind auf die Ergebnisse sehr gespannt.