Am Montag, den 1. Juli 2013, erwarten die "alten" 5er des Raiffeisen-Campus voller Vorfreude die "neuen" 5er am Raiffeisen-Campus, denn die Lernenden der beiden neuen fünften Klassen können am letzten Schul-Montag des Schuljahres 2012/2013 von 9:00 bis 14:15 Uhr Campus-Luft schnuppern und sich untereinander sowie einige Lernenden und Lehrenden des Raiffeisen-Campus besser kennen lernen.

Die Theater-AG unter Leitung von Frau Ingenhoven und Frau Kisters beispielsweise wird euch ins Viertelland entführen. Einen kleinen Vorgeschmack darauf könnt ihr hier schon einmal hier erhaschen…

 

Sie erinnern sich? Zusammen mit den Lernern und Lernerinnen der Klasse 5a hatten wir Nistkästen gebaut und einen mit Kamera und Internetanschluss versehen.

Damals hatte noch keiner daran gedacht, was passieren könnte. Der Nistkasten wurde auf einem alten Holzstamm montiert, der wiederum mit einem Katzensperrgürtel versehen war, um das Nest zu schützen. Wir hatten an alles gedacht – dachten wir…

Wie Fotos zeigen, zog eine Blaumeise ein, baute ein Nest und .. verschwand wieder!

Statt dessen zogen Hornissen, wohl vom Geruch des alten Holzstammes angelockt und "eroberten" das Nest, um es dann auch wieder zu verlassen – das ist Natur. Nicht wirklich zu berechnen, aber nächstes Jahr verwenden wir keinen alten Holzstamm mehr!

Damit die Kinder aber dennoch Küken zu sehen bekommen, startete  am 30.5. das "Projekt Rebhühner", denn es wurden Rebhuhneier in die Brutmaschine eingelegt und nach 23 Tagen sollten sie schlüpfen, das taten sie auch – Fortsetzung folgt.

Am Sonntag, dem 23.06. sind sie nach 23 Tagen in der Brutmaschine geschlüpft. Küken des perdix perdix. Vor 40 Jahren war diese Tierart so zahlreich, dass sie auf Speisekarten und in Kochbüchern nicht fehlte. In den Jahren ab 1970 ist ihr Bestand so rapide zusammengefallen, dass er nun als gefährdet gilt – das Rebhuhn. Die intensive Bewirtschaftung des Landes und die Zunahme von eierfressenden Tieren wie Wildschweinen reduzierte enorm die Bestände.

Der Westerwald wäre grundsätzlich für eine umfassende Auswilderung geeignet, da durch die Viehwirtschaft kaum Pestizide verbracht werden.

Diese Küken entstammen Eiern einer Zuchtstation und sollen ausgewildert werden. Sie sind zwar so klein wie Wachtelküken aber von enormer Schnelligkeit, wie eine wilde Maus.

Über www. feldkamera.dyndns.tv können Sie ihnen während der nächsten drei Wochen beim Wachsen zusehen. Sie benötigen den Benutzernamen und das Passwort "Gast". Viel Freude!

Das Lernbuffet, bestehend aus einer Vorspeise, zwei Hauptspeisen und zwei Desserts zur Wahl, ermöglichte den Lernenden der fünften Klassen einen weiteren Zugang zum naturwissenschaftlichen Arbeiten: Nach eigener Wahl des Anforderungsbereiches setzten sich die Lernenden mit den Bestandteilen der Nahrung als lebenswichtigen Energieträger für den Energiewandler Mensch und den damit zusammenhängenden Begrifflichkeiten Grund-, Leistungs- und Gesamtumsatz auseinander.

Außerdem wiesen sie Nährstoffe in Lebensmitteln nach, visualisierten den Zuckergehalt von Lebensmitteln mit Hilfe von Zuckerwürfeln und beobachteten im Reagenzglas, was mit Weizen- und Vollkornmehl im Magen passiert. Somit probierten sich die Lernenden erstmals im Handling mit gängigen naturwissenschaftlichen Gebrauchsmaterialien wie Reagenzgläsern, Reagenzglasständern, Filterpapieren, Petrischalen, Spateln und vielem mehr.

Am Freitag den 21.06 besuchten die kooperierenden AGs Lernerzeitung und Schreibwerkstatt zum Abschluss ihrer arbeitsreichen Tätigkeiten an der letzten Ausgabe der Campus Lernerzeitung Under Construction das RZ Druckhaus in Koblenz.

Wir wurden herzlich willkommen geheißen und erhielten einen sehr informativen und tiefen Einblick in Europas größtes Druckhaus. Hier konnten wir die Produktion einer bekannten Tageszeitung von der Papieranlieferung über der Druck bis hin zur Auslieferung verfolgen.

Besonders beeindruckt waren die Lernenden von den vollautomatischen Automatic Guided Vehicles (AGV`s). Dies sind selbstständig agierende fahrerlose Gabelstapler, die bei Bedarf für eine reibungslose Papierversorgung der Druckmaschinen sorgen.

Ebenfalls beeindruckt waren wir vom Papierlager, in dem 1,4m breite Papierrollen mit 30km langem Papierbahnen meterhoch bis unter die Decke gestapelt lagerten.

Schließlich konnten wir die Rotationsdruckmaschinen bei der Arbeit beobachten. Einige konnten kaum glauben, dass hier etwa 90.000 Exemplare der Rheinzeitung am Tag gedruckt werden. Dies geschieht im Offset Druck. So erhielten die interessierten Jungjournalisten Einblick in die Funktionsweise des Druckverfahrens bei dem 4 Druckplatten pro gedruckter Zeitungsseite benötigt werden. Das Verfolgen einer Zeitungsseite im Druck viel jedoch bei dieser enormen Arbeitsgeschwindigkeit schwer.

Die lul hatten viele Fragen die gerne und engagiert beantwortet wurden. So verließen wir am Ende des Tages, um einiges Wissen reicher, das neue Koblenzer Druckhaus der Rheinzeitung und freuen uns auf den nächsten Besuch bei der RZ, bei dem wir uns noch einiges für unsere eigene Zeitung abschauen wollen.

… und im NaWi-Unterricht gibt es kein "Iiiiiiih!": Constantin fand im Haus einen Käfer, der auf dem Rücken lag. Neugierig geworden, rettete er ihn, indem er sich im Internet sachkundig machte, um wen es sich da handelte und Futter besorgte.

Nach dem Aufpäppeln stellt er ihn, dank des HD-Boards, für alle gut sichtbar im NAWI-Unterricht vor.

Und wen stellt er da vor? Den lucanus cervus, den Hirschkäfer, Insekt des Jahres 2012. Mit bis zu 9 cm einer der größten Käfer Mitteleuropas, der alte Eichen liebt, denn sie benötigen bestimmte Pilze, die der Baumsaft alter Eichen enthält.  Wundstellen am Baum, verursacht bspw. durch Frost oder Blitzschlag liefern über Jahre ergiebige Quellen für die Hirschkäfer. Aber es gibt in Deutschland immer weniger alte Eichen, so dass der Käfer gefährdet ist.

Das Geweih ist übrigens der Oberkiefer.

Nach acht Jahren (!) Leben in der Erde, schwärmen sie brummend von Mitte Juni bis Ende Juli an warmen Abenden in Laubwäldern umher.

Wie gut, dass sich Constantin nicht mit einem "Iiiii…" abgewandt hat, sondern wie ein Naturfreund und Forscher gehandelt hat!

Bislang gibt es wenige Genossenschaften als Schulträger. Das ändert sich allmählich, da sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass die Genossenschaft als Schulträger sehr geeignet ist.

Aus Hessen kamen am Dienstag Vertreter der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule, einer privaten Grundschule in Wetzlar mit besonderem pädagogischem Profil, zu Besuch – es war der Gegenbesuch zu unserem Besuch im letzten Jahr. Es war für beide Seiten interessant, die jeweils ganz verschiedene Schulpolitik beider Bundesländer kennen zu lernen und wie Privatschulen darauf reagieren.

Die hessischen Kollegen haben als ihr Profil ein besonderes pädagogisches Konzept mit ganz kleinen Grundschulklassen von bis zu 10 Kindern und möchten dies zu einer Integrierten Gesamtschule ausweiten. In Rheinland-Pfalz ginge das so nicht, da Integrierte Gesamtschulen jedes Jahr 100 Kinder aufnehmen müssen.

Trotz aller Unterschiede der Schulpolitik in beiden Bundesländern, haben wir verabredet zusammen zu arbeiten und gemeinsam unser Anliegen zu vertreten:

Nämlich, Kinder optimal zu fördern, dies nach Außen zu vertreten und unsere pädagogische Vielfalt darzustellen.

 

 

 

Im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung experimentieren die Lernenden unserer beiden sechsten Klassen derzeit mit ihrem Elektrobaukasten. Hierin befinden sich nicht etwa fertige Bauteile, nein. Die Lernenden bauen sich die einzelnen Elemente, wie beispielsweise einen Schalter selbst. Schließlich leiten Schreibwaren wie Büroklammern und Reißzwecken ausreichend gut.

Die erste Aufgabe besteht darin, seine Glühlampe zum Leuchten zu bringen. Wer das schafft, beim dem leuchteten auch die Augen. Die Freude ist so groß, dass  unterschiedliche Möglichkeiten des Ein- und Ausschaltens der Glühlampe mit Spannung und Ungeduld entwickelt und erprobt werden.

Anschließend experimentieren die Lernenden mit drei in Reihe und parallel geschalteten Glühlampen in Kleingruppen. In Partnergruppen tüftelten sie schließlich so lange, bis sie zwei Schalter, eine Glühlampe und eine Flachbatterie so geschaltet hatten, dass sie die Bedingungen für eine Und-, Oder- und Wechselschaltung erfüllen.

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein findet der Mathematik-Unterricht von Frau Hartung und Herrn Wagner gut und gerne draußen statt: So zeichneten die Lernenden der Klasse 5a und Klasse 5b Zahlenstrahlen nicht extra groß in ihr Heft sondern extra groß auf den Schulhof, um Brüche und Dezimalzahlen bzw. die 0,6 und 100,6 richtig ein zu zeichnen.

Um die Fehlerquote gering zu halten, konnten sich die Lernenden bei ihrem Vorhaben natürlich in Partner- bzw. Kleingruppen unterstützen. So wurde gefachsimpelt und gezeichnet, was der Schulhof und die Kreide hergab. Sehen Sie selbst.

Tukumminnguaq Olsen ist in der nördlichsten Siedlung der Welt groß geworden und bewegt sich mit Schlittenhunden so souverän fort wie unsereins mit dem Auto. Ande Trosten ist Botschafter seines Volkes, der Samen, und hat mit seinem ersten Jagderfolg den größten Elch seiner Großfamilie erlegt und war dabei besonders stolz, dass er das Tier mit einem Schuss und damit annähernd schmerzfrei getötet hatte.  Beide zusammen waren auf Einladung von Frau Hartung als Klimazeugen zu Gast am Raiffeisen-Campus, denn ihre Heimat im Norden Skandinaviens ist zwar nicht mehr in dem Maß kulturell bedroht, wie es der noch immer verächtliche Begriff "Lappland" eindrucksvoll belegt, jetzt aber umso mehr von den Veränderungen, die auch unser Konsum in Mitteleuropa zeitigt. Nach einem getrennten Vortrag zu ihrer Biographie und Heimat trafen sich beide Parallelklassen und beide Referenten im Film&Feierraum, so sie das Thema der Klimaveränderung näher beleuchteten. Sie erörterten in ihrer Präsentation die Frage nach den Ursachen des Klimawandels, der Verteilung der Verantwortung und der Folgen. Sie erläuterten die konkreten Folgen für ihre Heimat, die schon jetzt sichtbar werden und nahmen dann die Fragen der Lerner entgegen. Am Ende der Präsentation ging es um die Frage, was wir gegen den Klimawandel tun können, was man unter dem 2-Grad-Ziel versteht und auch die Erkenntnis, dass die Verhinderung eines starken Klimawandels billiger kommt als deren Bekämpfung. Unsere Lernerinnen und Lerner der fünften und sechsten Klassen dankten es ihnen und Frau Hartung sowie den Übersetzern Frau Salvador und Herrn Meffert mit einem herzlichen Applaus.