Genau diese Frage bildet das Zentrum im Geschichtsunterricht der sechsten Klassen bei Frau Wetz.

Da das Fach Geschichte völlig neu für die Lernerinnen und Lerner war und schon in den ersten Stunden viele Fragen zu bestimmten Themen, Epochen oder Ereignissen auftraten, legten die Klassen 6a und 6b innerhalb einer Projektarbeit von vier Wochen kurzerhand eine Zeitleiste an, um damit ein allgegenwärtiges Dokument zur eigenen Orientierung zu erschaffen. Viele neue Erkenntnisse bildeten sich aus, wie beispielsweise der Aha-Effekt, dass die Zeit vor dem Jahr 0 ja „rückwärts gezählt wird“, verschiedene Epochen wie das Mittelalter ja „ganz schön lange“ andauerten oder die antiken Griechen Vorreiter unseres demokratischen Systems waren.

Die Freiheit innerhalb dieser Projektarbeit ermöglichte es den Lernerinnen und Lernern, zentrale geschichtliche Ereignisse mittels eigener Worte, Bilder, Zeichnungen oder auch Schaubilder darzustellen – auf diese Weise wurde dem Fach Geschichte definitiv das Vorurteil der „Trockenheit“ genommen und alle Lernerinnen und Lerner hatten großen Spaß bei der Recherche und Präsentation ihrer Ergebnisse auf der Zeitleiste, die nun für alle sichtbar im Klassenraum hängt und in den Unterricht einbezogen wird.

Die Zeitleiste der Klasse 6a.

Betretene Gesichter bei LernerInnen und AG-Leiter Christof Schön am Raiffeisen-Campus: Nach dem Wochenende standen die Kinder vor den ehemals vier Reihen Kartoffeln, die sie im Frühling im Schulgarten des Raiffeisen-Campus gesetzt hatten. Nach dem ersten Schreck vermuteten sie zunächst tierische Diebe, denen man wohl kaum einen Vorwurf hätte machen können. Aber das gesamte Beet war ausschließlich mit Fußspuren übersät. Die diebische Ernte war sogar recht fachmännisch ausgeführt, insofern scheiden auch jugendliche Täter als potenziell Schuldige aus. Und so stehen die Kinder vor einer Frage, die auch Herr Schön und Schulleiter Bernhard Meffert nicht beantworten können: Wer macht denn so was? Die Ernte wäre Motivation für neues Engagement der Lernerinnen und Lerner im Schulgarten am Campus gewesen. Sie waren stolz auf die Fortschritte und freuten sich auf die Ernte. Der Dieb hat also nicht nur ein paar Kartoffeln gestohlen, die im Blick auf den geringen Materialwert scheinbar kaum ins Gewicht fallen. Er hat den Kindern einen weitaus größeren Schaden zugefügt, in dem er ihnen den Erfolg ihrer Arbeit gestohlen hat. Er sollte sich schämen.

Setzen der Kartoffeln
Kartoffelblüte im Frühjahr
Keine Ernte

Mit dieser spannenden Frage haben sich die Lerner_Innen der Klassenstufe 9 am vergangenen Dienstag intensiv auseinandergesetzt. Frau Martina Parzinger vom katholischen Bildungswerk Traunstein e.V. trat extra für uns die Reise aus dem schönen Bayern an, um unseren Lerner_Innen das Thema Nachhaltigkeit näher zu bringen.

Auf die Einstiegsfrage hin, was denn alles zu einem „guten Leben“ dazu gehöre, wurden überraschend viele immateriellen Dinge wie Gesundheit, Freunde und Familie genannt. Aber auch die klassischen materiellen Aspekte wie Kleidung, Sportwagen, Smartphone, Geld und gute Ernährung wurden erwähnt. Bei Letzterem kam spontan die Frage auf, ob der gute alte fleischhaltige Burger zwingend notwendig für ein gutes Leben sei, was die Mehrheit mit einem entschiedenen Kopfnicken befürwortete.

Es stellte sich heraus, dass dies der perfekte Übergang für den kurzen, informativen Impulsvortrag von Frau Parzinger war. In ihrer Präsentation griff sie viele der zuvor genannten Themen auf und beleuchtete sie kritisch in Hinblick auf einen nachhaltigen Lebensstil, indem sie unseren Lerner_Innen harte, alarmierende Fakten anschaulich präsentierte. Wussten Sie zum Beispiel, dass für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch mehr als 15.000 Liter Wasser benötigt werden oder dass wir zurzeit etwa 1,75 Erden bräuchten, um unseren aktuellen Bedarf an Rohstoffen zu stillen?  

In dem anschließenden „World Café“ wurden unsere Lerner_Innen dazu angehalten, selbst Lösungen für die verschiedenen Problemfelder (Müll, Konsum, Ernährung, Kleidung, Mobilität und soziales Miteinander) zu finden mit dem Fokus darauf, was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Folglich entstanden riesige Plakate aus recyceltem Papier mit vielen tollen schnell umsetzbaren Ideen.

In der Abschlussphase sollten unsere Lerner_Innen sich einen guten Vorsatz notieren und versuchen diesen in den kommenden vier Wochen in die Tat umzusetzen. So haben sich viele z.B. vorgenommen ihren „Handykonsum“ zu reduzieren, Müll zu vermeiden, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen oder sogar öfter mal ihre „heiligen Burger“ gegen Gemüse einzutauschen.

Fazit:

Allen Beteiligten ist letztendlich klar geworden, dass es nur zu einer Veränderung im „Großen Ganzen“ kommen kann, wenn viele Menschen dazu bereit sind, ein paar wenige kleine Dinge in ihrem Leben zu ändern. Schließlich führt „Meckern“ oder das Abwälzen der Verantwortung auf Andere zu keinem Ergebnis. Also liebe Leserinnen und Leser, folgen Sie dem guten Beispiel unserer Lerner_Innen und helfen Sie mit, unsere Welt ein wenig besser zu machen. Nur so werden Ihre Kinder und deren Kinder auch in Zukunft ein gutes Leben führen können.

(Ka)

Unsere Lernerinnen und Lerner beim Einsatz für einen zukunftstauglichen Lebensstil.

Kennen Sie den Tantalidenmythos? Nein? Der Deutschgrundkurs der MSS2 bis vor Kurzem auch nicht und doch steht derzeit im Kurs von Frau Rücker Goethes klassisches Drama „Iphigenie auf Tauris“ auf dem Lehrplan. Der Mythenstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Also verschafften sich die Lernerinnen und Lerner zunächst einmal einen Überblick über die verschiedenen Figuren des Mythos – angefangen bei dem unglückseligen Tantalus, über den schuldhaften Agamemnon bis zur mächtigen Göttin Artemis. Jeder Kursteilnehmer informierte sich über eine Figur, ihre persönliche Geschichte und Verwandtschaftsbeziehungen. So vorbereitet traten die Lernerinnen und Lerner in der Rolle ihrer Figur nach und nach auf die Forumsbühne und erweckten den Tantalidenmythos mit seinen mörderischen Verstrickungen zum Leben.

Wirtschaftsunterricht? Matheunterricht? Werbeveranstaltung? 

Im Unterricht der Klasse 5a bei Frau Kern planten die Lernerinnen eine Shopping-Tour. Aber leider waren die Kassen defekt. Selber rechnen war angesagt. 

Mit großem Eifer stürzen sich die Lernerinnen und Lerner auf die mitgebrachten Werbeprospekte und entwarfen nach einer ersten gemeinsamen Besprechung ihre eigenen Einkaufslisten. Dabei war der Kreativität nur eine kleine Grenze gesetzt: Nicht jedes Wunschprodukt tauchte im Prospekt auf. Trotzdem gab es die unterschiedlichsten Listen. Und nach der Auswahl folgte die Berechnung. 

Nach der ersten groben Berechnung – auch Runden genannt – wurden die Einkaufswerte ganz genau bestimmt. Denn leider, so mussten die Lerner feststellen, rundet der Kassierer an der Kasse auch nicht. Es können also nicht alle Zahlen gerundet werden. Aber auch das war kein Problem für die Klasse. Am Ende stand fest: Kommazahlen sind für uns kein Problem, besonders dann nicht, wenn wir merken, wie oft wir im Alltag sowieso mit ihnen rechnen. Und ganz nebenbei entwickelte sich ein Gespräch über Angebote, Preise vergleichen mit den angegebenen Kilopreisen und dem Unterschied zwischen gesunden und ungesunden Produkten. 

Sie möchten nicht bis zum Tag der offenen Tür warten, um als Eltern eine gute Information zu unserer Schule zu erhalten. Dann bieten wir Ihnen am Mittwochabend, dem 16.10.2019 um 18:30 Uhr einen Abend nur für Eltern an. In 90 Minuten möchten wir Ihnen die wichtigsten Informationen vorab geben. Seien Sie dazu herzlich willkommen, notieren ab vorab schon den Tag der offenen Tür am 16. November 2019 zwischen 10 und 14 Uhr. Denn dann gibt es auch für Ihre Kinder viel Neues zu entdecken und ihr ggf. neue Schule zu erobern.

Am Dienstag, dem 10.9.2019, stiegen wir in den Bus und machten uns auf den Weg nach MonRepos. Als wir ankamen, stärkten wir uns mit unseren Frühstücksbroten und stellten uns für ein Gruppenfoto auf. Ein Mitarbeiter namens Michael führte uns in einen Saal, in dem wir unsere Rucksäcke abstellen konnten. Ein weiterer Mitarbeiter führte uns in einen Raum, der so gestaltet war, als wäre man tatsächlich in der Steinzeit angekommen (inklusive alter Felle, Holzscheite, usw.). Er erzählte uns etwas über die Jagd und wie sie sich über die Jahre weiterentwickelt hat.

Danach konnten wir selbst unsere Jagdkünste an Schaumstofftieren testen. Wir mussten einen Hasen, einen Hirsch, ein Wildschwein und einen Bären erlegen. In der Steinzeit jagten zwar eigentlich nur die Männer, aber ohne Charlotte wären wir verhungert. Als unsere Klasse es endlich schaffte alle Tiere zu erlegen, waren alle glücklich und wir bekamen als Belohnung einen alten Haizahn.

Nun führte uns Michael durch die spannende und informative Ausstellung. Sie handelte von den Entwicklungen und dem Verhalten der Menschen in vielen Bereichen. In einem Raum gab es zum Beispiel eine Schubladenwand, die ca. 2 Meter hoch war. Wir mussten versuchen, die oberste Schublade aufzuziehen. Da hatte Max die Idee sich hinzuknien und ich stieg auf seinen Rücken; jetzt konnte ich die Schublade öffnen und wir erkannten, dass Teamarbeit genauso wichtig in der Steinzeit war wie heute. 

Wir haben erfahren, wie schwer das Leben in der Steinzeit war und dass die Menschen auf ihre Erfindungen und ihren Zusammenhalt angewiesen waren. Am Ende freuten wir uns aber sehr, wieder zurück in die Zivilisation zu reisen.

verfasst von Louis und Jasper der 6a (in Kooperation mit Mirjam Wetz)

Die Lernerinnen und Lerner üben sich in der steinzeitlichen Jagd mit Pfeil und Bogen.

Die Leistungskurse der MSS1 und MSS3 unternahmen eine geographische Exkursion und besuchten dabei unter anderem den brasilianischen Regenwald, ein kleines Dorf in den chilenischen Anden und den Nordpol – zumindest virtuell:

Möglich war das mit Hilfe von Satellitenbildaufnahmen. Zu Besuch am Raiffeisen-Campus war die Klimaexpedition von Gemanwatch. Biologe Holger Voigt baute seine Satellitenschüssel auf und nahm die Lernerinnen und Lerner mit auf eine Reise um die Welt, um Folgen und Ursachen des anthropogen verursachten Klimawandels anhand von Liveaufnahmen aufzuzeigen. Die Lernerinnen und Lerner konnten hierbei ihr Vorwissen einbringen und mitdiskutieren: Welche Möglichkeiten haben wir als Weltgemeinschaft, das 1,5°-Klimaziel noch zu erreichen? Was hat unser Fleischkonsum mit den Bränden im Regenwald zu tun? Und sind wir wirklich auf Strom durch Braunkohle angewiesen oder lässt sich der Anteil an regenerativen Energien im deutschen Strommix nochmal so deutlich erhöhen, wie in den letzten 20 Jahren? Einige Lernerinnen und Lerner führten noch in der Pause und im Anschluss an die Veranstaltung, das Gespräch mit Herrn Voigt weiter – ein tolles Kompliment für diese gelungene Veranstaltung. Frau Rücker, die den Vortrag für die Erdkundefachschaft organisiert hatte, bedankte sich ganz herzlich bei Herrn Voigt mit unserem Raiffeisen-Apfelsaft – übrigens ein durch und durch regionales Produkt ohne lange Lieferwege und im 3l-Schlauch verpackungsarm: auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Evangelisch versus Katholisch?!

Im Zusammenhang mit dem Thema Ökumene haben die Religionslehrerinnen Frau Groß und Frau Schneider ihren Religionsunterricht in der Klasse 6b kurzerhand zusammengelegt.

Für die LernerInnen soll das voneinander- und miteinander Lernen im Mittelpunkt stehen. So beschäftigten sich die Kinder mit den Unterschieden, aber besonders mit den Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Konfessionen. Hierzu wurde ein Buddy-Book erstellt, in dem die Unterrichtsinhalte festgehalten wurden. In einem Schleichdiktat setzten sich die LernerInnen mit den Besonderheiten der Konfessionen auseinander.

Trotz oder gerade aufgrund des Gewusels konnten tolle Ergebnisse erzielt werden. Um das Gelernte zu veranschaulichen, besuchen die beiden Klassen im Oktober die Kirche in Dernbach.