Methodenkompetenz heißt in der Praxis, den Weg zum Ziel als Voraussetzung und Teil der Leistung zu begreifen und ihn gut zu organisieren. Im Erdkundeunterricht mit Herrn Meffert werteten die fünften Klassen ihre Mitschriften zu einem Kurzfilm und einem Lehrbuchtext zum Thema "Nahrungsquelle Meer" aus. Ergebnis: Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele" (F.W. Raiffeisen). Will sagen: Die je 26 Lernerinnen und Lerner vermochten in kürzester Zeit eine Vielzahl von Informationen zu beschaffen, zu sortieren und zu dokumentieren und so erzielten sie einen wesentlich höheren Lernzuwachs als jeder für sich alleine. Schwarmintelligenz sozusagen, bezeichnender Weise zum Thema Fischfang…

Erleben Sie Rap, Tanz, Kunst, Theater, Drums und die Newcomerband Phrasement aus Köln live! Restkarten erhalten Sie an der Abendkasse im Bürgerhaus Wirges am morgigen Mittwoch ab 17: 30 Uhr. Der Erlös kommt dem Kinderhospiz Koblenz zugute. Einen tollen Vorbericht liefert heute Simon Bloemers in der Rhein-Zeitung.

Die Lernenden der fünften Klassen wünschten sich, dass sie ein mal – wie im naturwissenschaftlichen Unterricht bereits – auch in Mathematik im Lernzirkel arbeiten können. Das freut zum einen die NaWi-Lehrerin (denn das bestätigt zusammen mit den Lernergebnissen den Erfolg dieses Lernarrangements) und natürlich auch die Mathematikfachschaft (Frau Hartung und Herrn Wagner), denn konkreten Wünschen in seinem Fach geht jeder Lehrer gerne nach, wenn sie so augenscheinlich dem Lernerfolg dienen. Und da solche Wünsche also gerne in Erfüllung gehen dürfen, konzipierten Frau Hartung und Herr Wagner gemeinsam einen Lernzirkel Zahlenzaubertricks. So suchten die Lernenenden der Klasse 5a und 5b in wechselnden Partnergruppen und nach weiteren vorgegeben Spielregeln Lösungswege für Rätsel, fanden versteckte Zahlen heraus und versteckten Zahlen in Klammern.

Um Geräte des Alltags dreht sich derzeit alles im naturwissenschaftlichen Unterricht der sechsten Klassen mit Frau Hartung. Passend zu dieser Thematik brachten die Lernenden bereits frühzeitig ausrangierte elektrische und elektronische Geräte mit in den Raiffeisen-Campus. Hier haben sie mit entsprechenden Hilfsmitteln in Partnergruppen eine Entdeckungsreise in den Aufbau ausgewählter Geräte unternommen. So wurden PC-Mäuse, Fernbedienungen und Taschenlampen Schrittweise auseinandergeschraubt und das Vorgehen als Zerlegungsplan dokumentiert und skizziert. Sehen Sie selbst.

Der Raiffeisen-Campus bemüht sich um gute Kommunikation mit alle politischen Parteien und hatte deshalb alle Kreistagsfraktionen zu einem Besuch am Raiffeisen-Campus eingeladen. Als erste Fraktion nahm am Mittwoch eine Delegation unter Leitung des Geschäftsführers der Fraktion Herrn Thomas Roth die Einladung an und informierte sich gründlich über Pädagogik und Trägerschaft des genossenschaftlich getragenen Gymnasiums in Wirges. Mit dabei auch Dr. Kai Mifka, der im September für die FDP in den Bundestag einziehen möchte und spontan seine Bereitschaft erklärte, nicht nur am Projekttag Bundestagswahl im Sommer teilzunehmen sondern auch in seiner Eigenschaft als Ingenieur als Experte am Raiffeisen-Campus den Lernerinnen und Lernern zur Verfügung zu stehen. Außerdem informierten sich Herr Thomas Bläsche und Frau Astrid Schlemminger. Neben dem gründlichen Meinungsaustausch mit Schulträgervorstand Dr. Jens Feld und Schulleiter Bernhard Meffert standen Besuche in den Klassen auf der Tagesordnung. 

Etwa 40 Prozent der Mädchen im Alter zwischen 11 und 12 Jahren sind bereits geschlechtsreif. Ein Fünftel der Mädchen und sogar fast die Hälfte der Jungen fühlen sich auf das jeweilige Ereignis als Zeichen ihrer Geschlechtsreife nicht vorbereitet, so meldet eine von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Auftrag gegebenen aktuellen Studie rund um Sexualität bei Jugendlichen.

Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass fast ein Zehntel der Jugendlichen während ihrer ganzen Schulzeit keinen Sexualerziehungsunterricht hatten – und dies obwohl Lehrer neben den Eltern und der besten Freundin/ dem besten Freund unter Jugendlichen als wichtige Personen bei der Aufklärung über sexuelle Dinge gelten.

Es gibt im 21. Jahrhundert an deutschen Schulen immer noch Lehrende, die sich um die Sexualerziehung als einen wichtigen Teil ihres Erziehungsauftrages drücken bzw. das Thema Sexualität des Menschen so weit an den Rand des Schuljahres schieben, dass keine Zeit mehr bleibt, es im Unterricht anzugehen.

Mit Blick auf die Bedürnisse unseren Lernenden haben wir uns am Raiffeisen-Campus demgegenüber bewusst dafür entschieden, Themen rund um die Sexualität des Menschen bereits während des Schuljahres mit den Lernenden der sechsten Klassen im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung zu besprechen. Selbstverständlich wurden die Eltern diesbezüglich frühzeitig informiert, so dass sie zu Hause diesen Prozess begleiten konnten.

Am Ende der Reihe bekamen unsere Lernenden der beiden sechsten Klassen dann die Möglichkeit, noch offen gebliebene Fragen im sogenannten Schonraum zu klären: In Geschlechter getrennten Gruppen beantworteten Frau Hartung mit freundlicher Unterstützung von Frau Müller sowie Herrn Schenkelberg und Herrn Meurer die von den Lernenden anonym gestellten und während der Unterrichtsreihe zur Sexualität des Menschen noch offen geblieben Fragen. So hoffen wir, dass unsere Lernenden auf ihren ganz persönlichen Tag der Geschlechtsreife vorbereitet sind und sie somit ihre Zeit der Veränderung zufrieden und gut informiert erleben können.

Am vergangenen Mittwoch durfte der Raiffeisen-Campus Frau Masendorf vom Ambulanten Kinderhospiz in Koblenz begrüßen. Eine dreiviertel Stunde lang informierte sie unsere Lernerinnen und Lerner über ihre und die Arbeit aller ehren- und hauptamtlichen Helfer des Koblenzer Hospizvereins. Bedachtsam und verständlicherweise auch betroffen hörten die Lernenden dem Vortrag aufmerksam zu. Klar, dass es bei einem solch schwierigem Thema hinterher viele Fragen gab. Frau Masendorf nahm jeden der fragenden Lerner ernst und versuchte alle offenen Fragen zufriedenstellend zu beantworten.

Die Mitarbeiter des ambulanten Kinderhospizes begleiten und unterstützen Familien von lebensbegrenzend erkrankten Kindern, wenn gewünscht, von Beginn der Diagnose bis über den Tod hinaus. Durch ihren Einsatz tragen sie zu einer höchstmöglichen Lebensqualität für die Betroffenen und ihrer Familien bei. Uns am Raiffeisen-Campus ist es wichtig, dass die Lernenden immer wieder die Möglichkeit haben, ihre soziale Kompetenz zu stärken.

Doch der Besuch hatte noch einen weiteren Grund. Den Erlös unseres Schulfestes „Campus macht Kultur“ am 29.05.2013 werden wir an diese großartige und sehr wertvolle Einrichtung spenden. Die Lernenden haben durch diese zwei Schulstunden nun einen viel näheren Bezug zu der Arbeit des Kinderhospizes und Sensibilität für das nicht immer einfache Leben der Betroffenen gewonnen.

Nachdem unsere Lernenden unserem FSJ-Team voller Vorfreude unter die Arme gegriffen haben und in sage und schreibe weit mehr als 30 Ortschaften des Westerwaldes Plakate als Hinweise auf die große Galaveranstaltung – Campus macht Kultur – am Mittwoch, den 29. Mai 2013, aufgehangen haben und es binnen weniger Tage bereits über 70 Kartenreservierungen für diesen Höhepunkt des Schuljahres gibt, wurden heute die von unserer Chef-Designerin Frau Kisters extra angefertigten Eintrittskarten geliefert.

Welch Freude das bei Lernern, Lehrern, Schulverwaltungsteam und natürlich den Organisatoren Frau Müller und Herr Meurer auslöste, sehen Sie hier.

Also scheuen Sie sich nicht, ebenso voller Vorfreude für das Ereignis des Jahres alsbald eine Karte zum Preis von 5€/3€ erm. zu reservieren! Ab kommenden Dienstag ab 8 Uhr unter 02602 – 106 7335 ist unser FSJ- und Schulverwaltungsteam wieder für Sie erreichbar.

Frohe Ostern, so konnte man bis gestern unverblümt wünschen, wenn man sich einem kirchennahen Christen gegenüber sah, denn Ostern dauert 50 Tage – bis Pfingsten (was übersetzt soviel heißt wie 50 Tage).

Was wenige Leute wissen, ist, dass sowohl Ostern (Pesah) als auch Pfingsten (Schwawuot) jüdische Wurzeln haben und deshalb in der langen gemeinsamen Geschichte jüdischer und christlicher Menschen in Deutschland auch zeitgleich, vielleicht auch in Gedanken gemeinsam gefeiert wurden. Schawuot bedeutet „Wochen“ und spielt damit auf den gleichen Abstand zu Ostern an wie unser Pfingstfest. Es feiert die Offenbarung der Tora, der jüdischen Bibel, die zugleich unser Erstes/Altes Testament ist. Mit Offenbarung hat auch unser Pfingstfest zu tun, denn den Jüngerinnen und Jüngern wurde an Pfingsten offenbar, dass sie ihr religiöses Schicksal endlich selbst in die Hände nehmen mussten. Und dann erfuhren sie, dass sie in Jesu Geist, aber ohne seine Anwesenheit genau das kommunizieren konnten, was Jesus zu Lebzeiten ihnen vermittelt hatte: Zuwendung zum Nächsten, religiöse Toleranz, konsequentes Befolgen nicht der Regeln, sondern des Sinns hinter solchen Regeln.

Schawuot hat aber noch einen weiteren Sinn, denn es ist ein Erntedankfest. In Israel beginnt nämlich die Weizenernte mit Pesah und so ist diese Ernte zumeist an Schawuot beendet. Vielleicht für uns Christen ein Ansporn, im übertragenen Sinne dafür zu danken, dass wir an Pfingsten unsere religiöse Selbstverantwortlichkeit begannen und damit für die Inspiration (im Wortsinn!) Jesu nicht mehr nur dankbar sind, sondern sie als Verpflichtung eigenen Handelns begreifen.

Frohe Pfingsten

wünscht Ihr Bernhard Meffert

Religionslehrer am Raiffeisen-Campus

Führt das Anschauen der „ekelerregenden“ und „kaltherzigen“ Sendung „Germany’s Next Top-Model“ zu Unfrieden auf deutschen Schulhöfen?

Cordula Stratmann ist ein kritischer Geist, das ist ihre Aufgabe als Kabarettistin und sie gehört zu den Erfolgreicheren ihrer Art. Sie äußerte sich in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Mai über einen solchen möglichen Zusammenhang von Heidi Klum als „Trainerin in Gehässigkeit“ und Mobbing auf dem Schulhof wie folgt: „Niemand braucht sich entsetzt zu fragen, wie Mobbing auf Schulhöfe oder ins Netz gelangt. Frau Klum ist die Trainerin in Gehässigkeit und Herablassung.“ (SZ v. 10.5.2013, S. 24).

Auch wenn der Raiffeisen-Campus dank eines intensiven Sozialkompetenztrainings wenige Fälle von solchen Auseinandersetzungen verzeichnet: Frau Stratmann hat nicht Unrecht und das Thema ist für uns auch nicht irrelevant. Ist es also Heidi Klums persönliche Schuld, dass Kinder Kinder herablassend behandeln, sie ärgern und hänseln (heute sagt man „mobben“ dazu)?

Ich denke nicht, denn den Fernsehkonsum unserer Kinder und Jugendlichen hat nicht sie, sondern haben wir Eltern zu verantworten und können uns mit dem billigen Argument „Das schauen doch alle…“ nicht so leicht aus der Affäre ziehen. GNTM ist tatsächlich und eindeutig eine Sendung für erwachsene Menschen, die einen gewissen Voyeurismus für sich selbst (und auch für die jungen Frauen, die zu dessen Objekt werden) für unschädlich halten (ob sie da richtig liegen, müssen sie selbst verantworten). Für Kinder und Jugendliche jedenfalls ist die medial vermittelte Normalität von öffentlicher Herabwürdigung und von bis zum Exzess getriebenem und nachweislich ungesundem Körperkult ganz sicher schädlich und der Konsum solcher Sendungen deshalb schlicht und ergreifend pädagogisch falsch.

 „Ich hasse Castingshows, da werde ich komplett humorlos. Ich verachte es zutiefst, eine Öffentlichkeit herzustellen, um jemandem zu sagen, wie sch… er ist. Das gehört sich nicht, das k…. mich an. Punkt.“ Nun ja, zumindest sprachlich hat sich Frau Stratmann zugleich ebenfalls nicht zum Vorbild einer jüngeren Generation gemacht. Recht hat sie dennoch, auch wenn Recht zu haben heute häufig unpopulär ist, was beweist, dass es Frau Stratmann, die das Thema erst am Ende des Interviews auf Anfrage aufwirft, nicht um Quote ging.

Fun Fact: Beobachter berichten, dass die amerikanische Sendung „America’s got talent“, die ebenfalls von Heidi Klum moderiert wird, eine deutlich nettere und freundlichere Heidi Klum zeigt. Was sagt das über unser Fernsehpublikum? (B. Meffert)