Wer für die eigene Familie kocht, weiß, wie schwer es ist, den Geschmack aller zu treffen. Es gibt Alterstufen, da scheinen manche Kinder gar nichts mehr essen zu wollen, außer Süßem, in Fachkreisen „Puddingvegetarier“ genannt und andere essen wieder solche Mengen, dass sie Erwachsene weit übertreffen. Nicht nur in Familien kann Essen ein spannungsreiches Geschehen sein, es hat aber auch viele gute Seiten.

Essen schafft Gemeinschaft, man sitzt zusammen, hat Zeit und kann sich unterhalten. Nach dem Essen ist man entspannter und hat wieder Kraft für das anschließende Spielen und Toben in der Pause und für den Unterricht.

Vor dem Hintergrund der vielen Hungernden der Welt gehört sich ein angemessener Umgang mit dem Essen, man spielt nicht damit und wirft es auch nicht einfach weg. Den in Notzeiten entstandene Zwang, den Teller leer essen zu müssen, gibt es nicht mehr, das ist gut, aber Essen ist dennoch grundsätzlich wertvoll für uns.

Sätze, wie „Ihhh, das ist eklig“ passen da nicht hinein, denn mit einer solchen Bemerkung wird über den Geschmack aller entschieden, denn was eklig ist, kann niemand essen.

Die lul haben gelernt zu sagen, „das schmeckt mir nicht“. Eine solche Aussage ist in Ordnung, denn die Geschmäcker sind verschieden. Auch wenn man sich das Essen selbst ausgesucht hat, kann es ja sein, dass es anders schmeckt als gedacht. Nur, wer ohne auch nur zu kosten, sagt, dass es nicht schmeckt, der kann nur sagen:“Ich meine, dass es mir nicht schmecken wird.“ Das hört sich schon anders an, als „das ist eklig!“

Viel interessanter ist, aber auch das Verhalten der lul. Kommt man als letzter nach der Essenausgabe in die Mensa und die lul sitzen schon gespannt da und warten auf das Signal, das Nachholen jetzt erlaubt ist, dann weiß man, es hat geschmeckt.

Die lul sollen aber auch zur Selbstständigkeit erzogen werden und dazu gehört, neben der eigenständigen Auswahl des Essens, auch den freundlichen Mitarbeiterinnen sagen zu können, wie viel man essen möchte.

Zudem haben wir eine professionelle Evaluation des Essens eingeführt, betreut von Frau Müller und Herrn Meurer. Die lul können einen Erhebungsbogen zum Essen ausfüllen, um ihre Kritik oder ihr Lob zu versachlichen. Frau Müller und Herr Meurer werten die Rückmeldungen dann aus und versenden die Statistik.

Schön ist, dass die lul nicht nur negativ kritisieren, sondern auch loben. Hier sehen Sie die Auswertung der Woche vom 11.3. bis zum 14.3.2013. wir wünschen weiterhin „Guten Appetit“!

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