Mit Beginn der Oberstufe im vergangenen Schuljahr galt es, Schwerpunkte zu setzen: Bin ich eher "Germanist" oder ehr "Mathematiker"? Und was heißt Deutsch- bzw. Mathe-Leistungskurs eigentlich? In zahlreichen Informationsveranstaltungen werden die Lernerinnen und Lerner auf die Wahl vorbereitet, dennoch zeigt sich erst in der Praxis, was es wirklich heißt, in dem einen oder anderen LK zu sitzen und den vermittelten Inhalten zu folgen.

Wie an dieser Stelle schon häufig berichtet, zeichnet sich der Mathematikunterricht der Sekundarstufe I durch viel Praxiserfahrung aus. Warum sollte dies in einem Leistungskurs anders sein?

Sicherlich lässt sich nicht mehr jedes mathematische Phänomen mit dem passenden "Spiel" verdeutlichen, aber doch die meisten! Dies erfuhren die Lernerinnen und Lerner des Mathematik-Leistungskurses bei Frau Kern in zahlreichen Unterrichtsstunden. Klassischerweise kommen Würfel in der Stochastik zum Einsatz, warum aber nicht auch bei der Erkundung neuer Funktionen? Und wieso sollte das Herstellen von Modellen aus Papier nicht mehr leistungskurswürdig sein?

Sind die Würfel gefallen und ist das Papier zu einem Objekt geformt, ist natürlich noch lange nicht Schluss. Die neu entstandenen Daten und Formen werden im Anschluss analysiert und mathematisch interpretiert. Genau aus diesem Grund wird auch in einem Leistungskurs die Methode gewählt, die zum Lernen sinnvoll erscheint. Wir dürfen nicht vergessen: Die Aufgabe, aus einem Blatt Papier eine Pyramide herzustellen, kann für einen Oberstufenbesucher genauso eine Herausforderung darstellen wie für die Jüngeren der Campusfamilie.

Auch wenn die Lernerinnen und Lerner der beiden 5. Klassen im Laufe ihres ersten Campusjahres bereits vielfach die Möglickeit hatten, etwas über den Namensgeber unserer Schule zu erfahren, widmeten sie ihm kurz vor den Ferien nochmals einen ganzen Tag.

In Hamm, der Geburtsstadt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, erkundigten die Jüngsten der Campusfamilie die Biographie Raiffeisens: Im Museum konnten die Fünftklässler verschiedene Exponate aus der Lebenszeit Raiffeisens bestaunen, an einer Säule im Ort konnten viele Stationen seines Lebens entdeckt werden.

Nach diesen vielen Eindrücken galt es inne zu halten und einzelne Augenblicke des Lebens des Ökonomen Revue passieren zu lassen. Dazu bereiteten die Lernerinnen und Lerner kurze Rollenspiele vor. Hierbei galt es, die genaue Lebensstation nicht zu verraten. Nach der Vorstellung vor dem gesamten Jahrgang hatten die Zuschauer die Aufgabe, die Szene in das Leben Raiffeisens einzuordnen. Zur großen Freude der beiden Klassenleitungen, Frau Kern und Herrn Deinert, waren die Szenen nicht nur kreativ, sondern wurden fast immer von den Zuschauern erkannt.

Ganz schön spannend, das Leben des fast siebzig Jahre alt gewordenen Raiffeisens!

Auch wenn es am Ende der Orientierungsstufe noch viele Schuljahre bis zum Abitur anstehen, bildet das Ende der 6. Klasse doch einen kleinen Abschluss. Allein die Tatsache, dass die Zeugnisse nicht am allgemeinen Zeugnistag vor den Sommerferien verteilt werden, zeigt die etwas andere Bedeutung dieses Schuljahresabschlusses.

In den vorangegangenen zwei Jahren haben die Lernerinnen und Lerner der Klassen 6 viel Neues entdeckt und so manche Aufgabe gelöst. Dies lässt sich sicherlich an dem ein oder anderen voll geschriebenen Heft oder auseinanderplatzenden Ordner erkennen. Volle Seiten alleine sagen aber noch wenig über das wirkliche Können aus. Auch reine Fakten spielen in der heutigen Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, lässt sich doch alles „schnell mal googln“.

Um den Lernern ein angemessenes Feedback darüber zu geben, wie gut sie für die kommenden Jahre vorbereitet sind, gibt es am Raiffeisen-Campus den Projekttag „FIT47“. Im Rahmen einer Lernwerkstatt bearbeiten die Lernerinnen und Lerner der Klassenstufe 6 verschiedene fächerübergreifende Aufgaben. Dazu müssen sie unterschiedlichen Fähigkeiten und Methoden anwenden, welche sie in der 5. und 6. Klasse gelernt haben und welche weiterhin wichtig sind.

Statt eines Zeugnisses – denn das hatten sie bereits seit einigen Tagen in der Tasche – erhielten alle am letzten Schultag ein Feedback über ihre Kompetenzen. Bei erfolgreichem Absolvieren der Lernwerkstatt gab es zusätzlich zur Rückmeldung das verdiente Kompetenzzertifikat.

Mit diesem akademischen Feedback können die Lernerinnen und Lerner nach den Ferien die Mittelstufe beginnen. Wir wünschen ihnen dabei weiterhin viel Erfolg!

Lange Zeit schien es so, als gäbe es kaum einen Bau-Fortschritt zu vermelden. Auch wenn sich von außen in den letzten Wochen nur wenig geändert hat, so war das Treiben rund um den Neubau doch weiterhin hörbar. Spätestens mit der Entfernung des Außengerüstes wurden einige Fragen lauter: Wie sieht es wohl aus im neuen Schulgebäude? Wann können wir dort einziehen?

Am letzten Schultag war es dann soweit. Jahrgangsweise wurden die Tische und Stühle gereinigt, und mit vereinten Kräften wanderten Schritt für Schritt immer mehr Utensilien aus der Nawi- und Kunst-/Musiksammlung und schließlich viele Tische und Stühle in den Neubau. Schon jetzt lässt sich erkennen, wie es nach den Ferien wohl aussehen wird.

Breite Flure, großzügige Räume und jede Menge Platz! Während die Lernerinnen und Lerner nach viel Fleißarbeit in die wohlverdienten Sommerferien starteten, wird im Bau weitergewerkelt. Wir sind gespannt, wie wir das Gebäude nach den sechs Wochen vorfinden werden.

Allen Helferinnen und Helfern vielen Dank für die Mühe.

Bei schönstem Sommerwetter wird es für einen Zahlenstrahl im Raummodul nicht nur eng, sondern auch warm. Zwei gute Gründe, um den Mathematikunterricht nach draußen zu verlegen.

Den Arbeitsauftrag an die Lernerinnen und Lerner der Klasse 5b formulierte die Mathelehrerin Frau Kern wie folgt: "Ordnet die Brüche nach ihrer Größe auf dem Zahlenstrahl." Dabei galt es, mehrere Herausforderungen zu meistern: Wofür stehen die Markierungen auf der Schnur? Wie rechne ich den Bruch so um, dass ich seine Position auf dem Zahlenstrahl finde? Und wer hilft mir dabei?

Neben den mathematischen Fragestellungen stand das soziale Zusammenwirken, sprich: Teamwork im Mittelpunkt. So galt es, die Aufgabe als Klasse zu meistern. Die leichten Brüche waren schnell zugeordnet, aber wie genau lässt sich ein Neuntel auf dem Strahl finden? Getreu dem Motto: Was einem nicht möglich ist, das vermögen viele, schafften es die Lernerinnen und Lerner, auch diese Rechnung zu lösen und so gemeinsam im Team alle Karten an die richtige Stelle zu positionieren.

Mit diesem Auftrag begann eine Unterrichtsstunde der beiden 5. Klassen. Hierbei handelte es sich aber nicht um die Auswahl einer neuen Brille beim Optiker. Stattdessen lagen vier Blätter mit unterschiedlichen Brillensymbolen auf dem Boden. Jede Brille hatte eine andere Farbe und andere Motive.

Nach einer spontanen Zuordnung erfolgte die Erkundung der Bedeutung. Hinter dem Motiv auf der Brille steckte eine der folgenden vier Lernformen: Lernen mit Intuition, System, Fantasie und Logik. Im Rahmen der Lernzeit galt es, diese verschiedenen Lernarten zu erkunden.

Im Laufe der ersten beiden Schuljahre steht in der Orientierungsstufe die Frage nach verschiedenen Lernformen im Mittelpunkt. Statt abstrakt über die Theorie zu sprechen, bereiteten die beiden Klassenleiter der 5. Klassenstufe, Herr Deinert und Frau Kern, eine kreative Methode vor, die klassenübergreifend eingesetzt wurde. Hierbei erhielten die Lernerinnen und Lerner den Auftrag, die verschiedenen Lerntipps in Rollenspiele zu verpacken, welche sie dann ihren Mitlernen präsentierten.

In den Präsentationsstunden beobachteten die Lernerinnen und Lerner – jeweils mit passender Brille bestückt – zunächst das Spiel ihrer Mitlerner. Anschließend tauschte man sich über die präsentierten Lerntipps aus. Abschließend erhielten die Gruppen ein Feedback über die Umsetzung.

Diese Tipps wurden im Rahmen des Fachunterrichts für die Vorbereitung auf die nächsten Leistungsüberprüfungen verwendet.

Man sollte sich immer gut überlegen, mit wem man Scrabble spielt – das musste auch Loriot als Paul Winkelmann im Film Ödipussi erkennen. Und so mancher Leser von Ihnen dürfte sich mit Schwanzhund oder Hundnase an das Damenkränzchen und den Spieleabend im Hause Winkelmann erinnern.

Dass diese beiden Worte eher nicht im Duden stehen, ist der Klasse 7a und 7b völlig klar – gescrabbelt wurde trotzdem, was das Zeug hält. Der Anlass? Gegen Ende des Schuljahrs luden die beiden Deutschlehrerinnen Frau Groß und Frau Maier zu einer Meisterschaft im Scrabble ein. Schnell waren die Teams gebildet, die Spielanleitung gelesen und die Buchstaben verteilt: Es konnte losgehen, geknobelt und gelegt werden. Allzu kreative Wörter wurden kritisch von den Mitspielern beäugt, es wurde argumentiert, diskutiert und schließlich immer wieder der Duden als letzte Rechtfertigungsinstanz  bemüht. 

So kann Rechtschreibförderung auch aussehen, spielerisch und vor allem sinnhaft. Wenn den Lernern klar ist, weshalb man etwas lernen soll, für was der Duden tatsächlich gut ist, ist die Bereitschaft zum Lernen gegeben. Und so sehen wir es als unsere Aufgabe, den Lernern solche Lernumgebungen zu schaffen, sie in ihrer Lebenswelt zu erreichen. Dabei ist eine Runde Scrabble eine Möglichkeit, den Schulalltag zu bereichern.

… hat die Klasse 7b, wenn es rund ums Mittelalter geht, mit Sicherheit nicht. Im Rahmen eines Stationenlernens bei Frau Maier tauchte die Klasse in die für uns so faszinierende Welt der Jahre 500 bis 1500 nach Christus ein.

Es wurde nicht lange gefackelt und an so mancher Stelle war der Ausruf "Da brat mir einer einen Storch!" zu hören – das Mittelalter ist eben spannend, steckt voller Überraschungen und ist keinesfalls nur ein dunkles Zeitalter. Damit keinem Lerner Wissen durch die Lappen ging, baute sich so mancher eine Eselsbrücke, andere hatten Schwein gehabt und konnten sich wie von selbst alles merken – ihnen konnte man kein X für ein U vormachen. War doch mal jemand mit seinem Latein am Ende, es kam ihm spanisch vor oder es wurde Trübsal geblasen, waren die Mitlerner aber auch der Lehrer zur Stelle – und so steht eines fest: Es hat sich niemand aus dem Staub gemacht, dafür kann man seine Hand ins Feuer legen.

Hatte man seine Aufgaben zu lange auf die lange Bank geschoben, musste der ein oder andere noch einen Zahn zulegen, um doch noch rechtzeitig fertig zu werden. Und am Ende der Bearbeitungszeit steht folgendes Ergebnis fest: Die Lerner sind nun gut gewappnet und ihr Wissen rund ums Mittelalter hat Hand und Fuß.

Ist Ihr Wissen rund um das Mittelalter und die Redewendungen aus dieser Zeit auch hieb- und stichfest? Sicher müssen Sie sich nicht allzu sehr schinden, um alle 18 Redewendungen mit mittelalterlichen Wurzeln zu finden. Oder?

Was haben eine Fußbodenheizung und ein Aquädukt miteinander zu tun? Es sind Bauwerke, die bereits die alten Römer entwickelten und den Alltag dieser Hochkultur prägten – und darüber hinaus auch heute noch für warme Füße und Erstaunen sorgen.

Als Baumeister des Augustus machten sich die Lerner unserer Jahrgangsstufe 6 auf ins Römerbergwerk Meurin, um sich vor Ort unter fachkundiger Anleitung darüber zu informieren, wie solche Bauwerke entstanden sind und welche technischen Hilfsmittel den Römern zur Verfügung standen.

Im Rahmen einer Führung durch das beeindruckende Bergwerk konnten ca. 2000 Jahre alte Spuren am Stein bestaunt werden – so kann Geschichte begreifbar gemacht und auch ein Einblick in die harten Arbeitsbedingungen unter Tage gewonnen werden. Doch auch das Ausprobieren kam nicht zu kurz: Steine wurden behauen, runde Säulen entstanden aus eckigen Steinen, Steine wurden geschnitten und mit einem Kran angehoben. Unsere Lerner durften sich die Hände ordentlich schmutzig machen und dabei Geschichte begreifen. Geschichte als etwas tatsächlich Gewesenes, Geschichte und nicht Geschichten.

Und in welchem Rahmen konnten wir unseren Lernern dieses Lernen mit Herz und Hand ermöglichen? Das Lernatelier Römer bot eine sinnstiftende Lernumgebung, stellte die Lerner vor Herausforderungen und schaffte es, sie tief in die Zeit von Caesar und Augustus eintauchen zu lassen. Spätestens als auf dem Schulhof eifrig über die Möglichkeiten beim Bau einer Fußbodenheizung diskutiert und gerungen wurde, Problembewusstsein und Handlungskompetenz gefragt war, war spürbar, dass hier etwas verstanden wurde.

Am 23.06. 17, einem Tag vor dem Schulfest, liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Das Redaktionsteam nahm sich Zeit, um die einzelnen Workshops zu besuchen und sich einen Eindruck zu machen.

In dem ersten Raum, der normalerweise als Kunst/Musikraum genutzt wird, fand der Workshop Chemie unter Leitung von Frau Sun statt. Hier trafen wir auf talentierte Köpfe, die konzentriert und produktiv experimentierten. Sie arbeiteten sehr gut zusammen und es herrschte ein liebevolles Miteinander zwischen Lehrkraft und Lernern. In dem gegenüberliegenden Raum hatten sich gleich zwei Gruppen zusammengefunden: die Paartänzer und die Partytänzer. Doch bevor man den Raum betrat, hörte man Musik, die richtig Spaß machte. Im Raum selbst, der sich durch eine kreative Dekoration auszeichnete, herrschte eine ausgelassene Atmosphäre. Man hatte sofort Lust, selbst das Tanzbein zu schwingen. Keine Angst: Nur ein Stockwerk trennte den Besucher von den Sanitätern, die bei Bedarf helfen konnten.

Nur wenige Meter entfernt lernten wir die magische Welt von „Herr der Ringe“ kennen und konnten ganz einfach darin eintauchen. Dort haben wir eine neue Sprache gelernt: Elbisch. In einer entspannten Atmosphäre erfuhren wir mehr über die auftretenden Filmhelden.

Entspannung ist auch das Stichwort, das uns begleitete, als wir den nächsten Workshop „Minecraft“ besuchten. Hier war die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern besonders wichtig. Durch spielerische Programmierungen konnte man hier etwas fürs Leben lernen.

Wer Hunger bekam, brauchte nur einmal die Treppe hinaufzugehen, und schon befand man sich in dem Workshop „Backmischungen“. Bei einem Snack konnte man die ausgelassene Stimmung genießen und einen Smoothie verkosten. Beim Workshop Schülergenossenschaft ging es dagegen etwas ruhiger und konzentrierter zu.

Beim Workshop Poetry Slam wurde viel Fleiß und Leidenschaft investiert und wir waren wirklich sehr beeindruckt! Der inspirierte Besucher konnte auch seine Ideen einbringen. Das war einfach toll! Fast am Ende des Rundgangs betrat man den Raum des Debattierclubs. Hier wurde der Besucher gleich dazu angeregt, selbst Argumente zu spannenden und zum Teil amüsanten Themen zu finden.

Insgesamt hat sich unsere kleine Tour durch die Workshops sehr gelohnt. Die Stimmung war überall ausgelassen:  Am Samstag, 24.6.17 stand unser Schulfest an!