Am Freitag den 30.08.2013 nahmen unsere 5.Klassen am Projekt „Achtung Auto“ teil. Vom ADAC durchgeführt, sollte das Programm unseren Lernerinnen und Lerner helfen, kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren.

In zwei Schulstunden bekamen 5A und 5b durch praktische Übungen und Demonstrationen die Gelegenheit, reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. Die Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, nicht nur vom Fahrzeug sondern auch von laufenden Kindern, wurde deutlich dargestellt um dadurch den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einzuschätzen.

Ein großes „Highlight“ war zum Schluss das Mitfahren im ADAC Aktionsauto bei einer Vollbremsung. Dabei wurden die lebensrettenden Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung im Fahrzeug – u.a. ein Kindersitz für Kinder unter 1.50 m und ein richtig angepasster Sicherheitsgurt – deutlich gemacht.

Indische Pfautaube besuchte den Raiffeisen-Campus: In der Klasse 5a wurden die Besonderheiten von Tauben am Beispiel eines Jungvogels, einer indischen Pfautaube, erklärt. Diese hatte durch einen Prädator (ein Tier, das sich von anderen lebenden Tieren ernährt, auch Beutegreifer genannt) beide Elterntiere verloren.

Bei Tauben produzieren beide Eltern die Kükennahrung in ihrem Kropf  und diese Nahrung ist so reichhaltig, dass Tauben zu den schnellstwachsenden von allen Wirbeltieren gehören. In diesem Fall sprang die Familie Feld ein, so dass die Taube mit großer Gelassenheit auf die Kinder reagierte und nach erster aufmerksamer Musterung in Ruhe fraß, obwohl die ganz Klasse um sie herum stand. Danach setzte sie sich dann sogar in ihr mitgebrachtes Nest.

Vorher konnten die Lernerinnen und Lerner noch sehen wie Tauben trinken, denn das unterscheidet sie von anderen Vogelarten, denn sie können ihre Nase verschließen und das Wasser einsaugen. Einige Lernenden meinten, sie könnten gleichzeitig atmen und trinken, sie wurde aber informiert, dass wenn ein Mensch dies macht, Helfer ihm auf den Rücken klopfen, denn das führt zum sogenannten "Verschlucken", denn normalerweise wird die Luftröhre beim Trinken automatich verschlossen und trennt so das Atmen von dem Trinken oder Essen.

Während der Jungvogel sich entspannte, lernten die lul noch u.a., dass Tauben einen enormen Orientierungssinn haben und es keine kurzsichtigen Vögel gibt – wie sollte auch ein Vogel mit einem Sehproblem durch einen Wald fliegen können? Heute weiß man auch, dass Tauben ihre hervorragenden Augen auch dazu benutzen Menschen am Gesicht wieder zu erkennen. 

Auch die neuen 5er prüften im Mathematikunterricht mit Herrn Wagner, ob sich der Schulhof als Parkplatz für bestimmte im Mathematikbuch besprochene Flugzeugmodelle eignet.

Also nahmen sie Maß und diskutierten die besten Möglichkeiten für den Standort des Flugzeugs, ohne Schäden am Gebäude zu verursachen.

Viele kreative Lösungen wurden erwogen und verworfen. Die beste Lösung zeichnete man dann ins Mathematikheft und natürlich an die elektronische Tafel.

Das Ergebnis ist durchaus realistisch und wir würden es gern auf einen Test ankommen lassen. Das bleibt aber sicher ein Wunsch.

Im Biologie-Unterricht bei Frau Hartung vertiefen die Lernenden derzeit ihre Kenntnisse rund um die Sinne des Menschen. Der Fokus liegt hier allerdings weniger auf den Inhalten als viel mehr auf dem Erlernen und Trainieren einer auch für Studium und Beruf jederzeit anwendbaren Methode: dem Vorbereiten und Vortragen eines Referates.

Zeitgleich gehen wir hiermit innerhalb des Raiffeisen-Campus zwei "Symbiosen" ein: Das eine ist, dass die Lernenden zwei Methoden aus ihrem von der Orientierungsstufenleitung Frau Maier für alle Lernenden neu eingeführten Methodenheft (kennen) lernen. Das andere ist, dass den Lernenden durch die Nutzung von sechs neuen Laptops, welche für einige der neuen Arbeitsgemeinschaften hauptsächlich angeschafft wurden, aber selbstverständlich auch im Unterricht genutzt werden dürfen, ermöglicht wird, ihr in Kleingruppen entwickeltes Handout am PC schreiben zu können.

Sehen Sie selbst.

Mit dem neuen Schuljahr hat eine AG ihre Arbeit aufgenommen: "Mit Tieren leben". Wir werden uns mit Heimtieren beschäftigen, die wir zu Hause halten und uns überlegen, wie wir sie artgerecht halten können. Auch wer keine Tiere zu Hause hat, der lebt – vielleicht ohne bewusst darauf zu achten – mit Wildtieren zusammen. Gegen Ende des letzten Schuljahres hatten wir im NAWI-Unterricht Rebhuhneier ausgebrütet. Die Küken sind jetzt so groß geworden, dass sie Ende September ausgewildert werden, dazu haben sie aber eine spezielle Ausrüstung und eine Schulung erhalten, denn Rebhühner lernen eigentlich von großen Rebhühnern. Seit Mitte der siebziger Jahre ist aber der Bestand so stark zurückgegangen, dass sie immer stärker gefährdet werden. Zuschauen ist nicht unsere Sache und deswegen wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten handeln. Wie? Das werden wir bald berichten.

Unter www.feldkamera.dyndns.tv dann jeweils "Gast" unter User name und Password eingeben (also insgesamt zweimal!) sind die Rebhühner live zu sehen.

Im Hintergrund ist ein Käfig zu sehen vor dem ein Holzbalken verläuft. Die Wassertränke (rot) und rechts davon in gelb der Futterbehälter sind zu sehen. Rechts ist die offene Tür zu sehen durch die die Rebhühner hinaus in eine größere Voliere gehen können. Ganz rechts ist Dachpappe zu sehen, die später vor Regen schützen wird, wenn die ganze Konstruktion in freier Natur montiert wird.

 

 

 

 

Pünktlich zum Anfang des Schuljahres wurden die neuen Räumlichkeiten für die fünften Klassen hergerichtet. So wurden Regale und Fächer aufgebaut und es waren 52 neue Tische und Stühle in das zweite Stockwerk zu tragen. Diese Aufgabe übernahm unser aktueller FSJ-ler Herr Meurer.

Außerdem bekamen die Räumlichkeiten durch unseren ehemaligen FSJ-ler Herr Meurer einen frischen Farbanstrich.

Ein weiteres unersetzliches Bestandteil der Klassenzimmer kommt von einem kleinen Unternehmen aus den Niederlanden und wurde von zwei sehr freundlichen und heiteren Mitarbeitern installiert: Die elektronische Tafe. Eine moderne "Tafel", welche Kreidestaub, Tageslichtprojektoren, Fernseher und Audioabspielanlagen in einem vereint.

An dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön allen Beteiligten und auch denen, welche hier keine Erwähnung fanden, aber ihren Beitrag für die neuen Klassenzimmer geleistet haben.

Dem Unterricht steht nun nichts mehr im Wege!

Kaum sind die neuen Fünftklässler am Raiffeisen-Campus angekommen, stellte Projektleiterin Frau Kisters sie vor eine zumindest subjektiv schwerwiegende Entscheidung: "Welches Schweinderl wollen’s?" hätte Robert Lemke einst gefragt, jetzt aber ging es darum, welche Arbeitsgemeinschaft die Sextaner und Quintaner für ein Jahr belegen wollen. Schwierig auch deshalb, weil die Attraktivität der AGs durchweg hoch ist. Da gibt es Hörspielproduzenten, Stop-Motion-Filmer, eine Blockflötenbande, programmierbare LEGO-Roboter, es gilt heimische Tiere und die spanische Kultur zu entdecken, amerikanische Brieffreunde zu gewinnen, kreativ zu werken, als LernerjournalistInnen aktiv zu sein u.v.m.

Und obwohl bei den ausliegenden Listen gerade nicht das Windhund-Prinzip galt, war das Startsignal doch Auslöser schneller Bewegungen. Und Frau Kisters hat jetzt die nicht ganz leichte Aufgabe, möglichst viele Wünsche zu berücksichtigen und dennoch die teils sachlich gebotenen Beschränkungen der Teilnehmerzahlen einzuhalten…

Mit Gottes Segen geht der Raiffeisen-Campus in das neue Schuljahr und beginnt deshalb das Jahr traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Wirges, die aber zunehmend enger wird…

Vorbereitet hatte den Gottesdienst Religionslehrer Herr Meffert und er stellte ihn unter die Metapher einer Gasballons, der Ballast abwerfen muss, um Höhe zu gewinnen, aber nicht zu hoch steigen darf, damit die Luft nicht dünn wird. Schrifttexte waren der Aufbruch Abrahams (Gen 12,1-5) und der reiche Jüngling, der vor lauter Wohlstandsballast traurig am Boden bleibt, statt Jesus zu folgen (Mt 16,19-22).

Hier der Text der Predigt von Herr Meffert:

„Liebe Lernerinnen und Lerner, liebe Eltern und Großeltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Antwort auf die Frage, warum man bei Ballons nicht von „fliegen“, sondern von „fahren“ spricht, ist nicht recherchiert, sondern eine ganz persönliche. Beim Ballon spricht man von fahren, weil es dem Ballon eben nicht in erster Linie darum geht, in die Höhe zu steigen – ganz im Gegenteil, er tut alles um den Höhenflug zu begrenzen – sondern es geht ihm um das vorwärts kommen. Damit er aber vorwärts kommt, braucht er eine bestimmte Höhe, genau zwischen Himmel und Erde. Und damit er die gewinnt, muss er Ballast abwerfen, genau so, wie man es eben im Video sah..   Als ich in den Sommerferien über unserem Haus einen solchen Gasballon sah, der, wie ich später herausfand, in Frankreich gestartet war, wusste ich, wie ich die beiden Texte des heutigen Gottesdienstes erklären kann.   Da ist zunächst unser Stammvater Abraham. Abraham, und das ist mir besonders wichtig, weil wir ja auch muslimische Lernerinnen und Lerner haben, Abraham ist unser gemeinsamer Stammvater, der der Juden, Christen und Muslimen. Von diesem Stammvater hören wir heute, dass er sich aufmacht – so wie wir heute. Das Versprechen Gottes gilt auch für uns: Gott verspricht uns, dass, wenn wir uns in seinem Namen aufmachen, die Reise antreten (übrigens eine Reise ins Ungewisse auch für Abraham), dass wir dann unter seinem Segen stehen.

Unser Schuljahr ist auch eine unbekannte Wegstrecke. Selbst wenn wir den Stundenplan schon kennen, wissen wir doch nicht, was auf uns zukommt, was wir alles lernen und erleben werden und auch nicht, warum wir wann niedergeschlagen, frustriert, zornig oder traurig sein werden. Und dennoch machen wir es wie Abraham: Wir laufen nicht weg, sondern freuen uns auf den Weg, der vor uns liegt. Und wenn wir an Gott glauben können, dann fällt uns das leichter, weil wir wissen, dass wir den Weg mit Ihm gehen. Abraham, so erzählt die Bibel, war ein alter Mann und ließ sich auf Neues ein, weil er Gott vertraute. Wir sollten also erst recht so mutig sein wie er. Abraham nimmt alles mit, was ihm wichtig ist. Aber so wie der Ballonfahrer nicht seinen Wohnzimmerschrank in den Korb packt, so musste auch Abraham vieles zurücklassen. Erwähnt werden, dass er seine ganze Familie mitnimmt, die Menschen, die ihm am Herzen liegen. Die Habe, die erwähnt wird, kann nur so schwer gewesen sein, wie die Lasttiere es tragen konnten. Sicher keine Möbel, nur Zelte, Werkzeuge, Kleidung, Nahrung.

Von Abraham können wir lernen: Im neuen Schuljahr entscheidet nicht, was wir alles mitnehmen aus dem letzten Schuljahr, sondern ob wir unseren Ballonkorb – unsere Schultasche richtig gepackt haben. Was da reingehört, habt Ihr auf den Zetteln geschrieben, die wir hier vorne gesammelt haben.

Und dann haben wir einen zweiten Texte gehört, der handelt auch von einem Mann, der durchstarten will – mit Jesus. Und Jesus fragt ihn nach seinem Ballonfahrerschein, m.a.W., ob er in der Lage ist, mit ihm zu gehen. Und der junge Mann sagt, dass er alle Gebote gehalten hat. Er weiß also, wo es lang geht, wäre ein guter Mitfahrer. Aber dann fragt ihn Jesus nach seinem Gepäck. Und fordert ihn auf, es zurückzulassen, den schweren nassen Sand seines Reichtums aufzugeben, damit der Ballon abheben kann. Wie es endet, wisst Ihr. Er bleibt am Boden.

Was lernen wir daraus für das neue Schuljahr? Wir müssen wohl manches zurücklassen, was uns am Boden hält, was uns am Abheben hindert. Auch das habt Ihr auf den Sandsackzetteln notiert. Ich möchte Euch bitten, diese Zettel hier in den Papierkorb zu werfen, wir werden so den Ballast des letzten Schuljahres zurücklassen und die Kofferzettel bitte ich Euch vor den Altar zu legen, sodass wir sie in unser Gebet einschließen.

Also: Wenn wir uns als Menschen auf dem Weg in das neue Schuljahr aufmachen und das Schlechte des letzten Jahres zurücklassen, dann werden wir aufsteigen. Wenn wir dabei die Balance zwischen Himmel und Erde bewahren, kommen wir der Sonne nicht zu nahe, zerschellen nicht an den spitzen Bergen und kommen vorwärts. Lasst uns also sowohl auf den guten Gott schauen, den wir so gerne im Himmel verorten aber auch auf unsere gute Erde, die wir im Blick halten müssen, wenn wir Seinen Willen erfüllen wollen.“

Herr Brinke engagiert sich seitens des Fördervereins intensiv für die Streuobstwiese, nur auf seine Initiative hin erhielten wir die Chance, dieses Gelände für unsere vielfältigen unterrichtlichen und caritativen Zwecke zu nutzen. Dazu ist viel Engagement nötig, so zum Beispiel der jährliche Big Apple Tree Day, bei dem die Bäume geschnitten werden und die regelmäßige Mahd der Wiese. Die Fachschaft NaWi kümmert sich um Konzepte der ökologischen Aufwertung der Wiese. Gedacht sind bereits an Raubvögelstangen und ein Insektenhotel. Unser Engagement lobte kürzlich Dipl.Ing. Steffen Hartig vom LBM: Die hohe Artenvielfalt die sich mittlerweile dort zeigt, ist sicher ein Verdienst der jetzigen Unterhaltungspflege der Streuobstwiesen durch den Raiffeisen Campus. Danke dafür.Wir danken Herrn Brinke und allen fleißigen Helfern und dem LBM für sein Vertrauen in uns!