Am kommenden Samstag, den 21.03.2015 findet der diesjährige Big Apple Tree Day auf der Campus eigenen Streuobstwiese zwischen Ötzingen und Sainerholz statt.

Dort erhalten die Bäume ihren jährlichen Erhaltungsschnitt. Organisiert wird die Aktion durch den Vorstand des Fördervereins. Hiermit sind nochmals alle Eltern, Lehrer, sowie die Lerner der Jahrgangsstufe 8 recht herzlich aufgerufen, ihre Arbeitskraft an diesem Tag zur Verfügung zu stellen.

Damit die Verpflegung vor Ort sichergestellt werden kann, bitten die Initiatoren darum, sich im nachstehenden Doodle anzumelden : doodle.com/ci6pfpgysh7ynbav

Beginn ist um 08.30 Uhr, enden wird die Aktion gegen 13.00 Uhr. An Werkzeugen werden Leitern, Astscheren und Sägen benötigt.

Wir freuen uns auf viele helfende Hände

der Förderverein

Wir, die Klasse 7b, beschäftigten uns im Musikunterricht von Frau Ingenhoven mit dem Musikmarkt. Von Musikgeschmack, über berühmte Künstler wie Lady Gaga oder Nicolo Paganini, über wer wie viel an einer CD verdient bis hin zum Filesharing, also dem illegalen Kopieren von Musikstücken, erhielten wir spannende Einblicke in das Musikgeschäft.

Als erstes haben wir wie bei jedem Thema einige Start-Up´s gemacht. So gut in das Thema gekommen, erstellten wir anschließend eine Mindmap zu den Themen, was wir für Musik hören, wo wir Musik hören und wozu wir Musik hören. Hierbei war es sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich Musikgeschmack und -gebrauch sogar bei Gleichaltrigen ist: Über Geschmack lässt sich also scheinbar wirklich (nicht) streiten. Frau Ingenhoven sensibilisierte uns bei den Diskussionen um den "richtigen" Geschmack und machte deutlich, dass man die Musikvorlieben des anderen nicht teilen, sie aber dennoch akzeptieren soll und muss.

In den nächsten Stunden folgte die Erarbeitung von Steckbriefen zu den oben genannten Künstlern, in denen wir etwas über ihr Talent, ihre Ausbildung, ihren Starkult und ihre Selbstinszenierung herausfinden mussten. Beim Thema Selbstinszenierung liegt Lady Gaga sicher ganz weit vorne und so lag es nahe, dass wir diese Künstlerin genauer unter die Lupe nahmen und schon bald schallte deshalb ihr Lied "Paparazzi" durch unser Klassenzimmer.

Alles nur geklaut, (oder was?). Mithilfe des gleichnamigen Liedes "Alles nur geklaut" von den "Prinzen" setzten wir uns mit dem ernsten Thema illegales Downloaden von Liedern und geistigem Eigentum auseinander. Hierbei lernten wir, was Filesharing, die GEMA und geistiges Eigentum ist. In einer Diskussionsrunde diskutierten und argumentierten wir leidenschaftlich für einen der beiden Standpunkte und jeder hatte die Aufgabe, den jeweils anderen vom Pro bzw. Contra illegaler Musikdownload zu überzeugen. Am Ende war die Klasse 7b sich einig, dass der Schutz des geistigen Eigentums an erster Stelle stehen muss.

Und dann war dieses Kapitel auch schon wieder zu Ende: ein schöner Abschnitt im Musikunterricht!

Lennart (7b)

Hier sehen Sie die neuen Nachwuchsarchitekten und auch Frau Kisters staunte nicht schlecht, als die Lernenden der Klasse 6b ihre Konzepte und Ideen zu einen neuen und innovativen Schulbau präsentierten. Voller Motivation machten sich die Lerner in Gruppen an den Auftrag, eine Schule zu planen.

Im Vorfeld hatten Sie bereits einiges zu verschiedenen Architekturstilen, den Vor- und Nachteilen unterschiedlichster Baustoffe sowie der Fragen und Aufgaben der Berufsgruppen, die an einem Bauprojekt beteiligt sind, kennengelernt.

Da der Raiffeisen-Campus derzeit selbst mit dem Projekt Schulbau beschäftigt ist, war es nur naheliegend, dass unsere Nachwuchsarchitekten sich ebenfalls dem Thema annehmen. So recherchierten die Lernenden der Klasse 6b die wichtigsten Fakten zum Bauprojekt und erarbeiteten die verschiedensten Vorschläge zum Thema Schulbau mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten.

Gut recherchiert und gut durchdacht überzeugten unter allen eindrucksvollen Präsentationen besonders Tobias, Cornelius, Tillmann, Philipp und Justin mit ihrem Entwurf, dessen Fokus auf einem modernen und ansprechenden Design lag, welches natürlich nicht nur nach innen sondern auch nach außen einen ökologischen Aspekt zeigen sollte. Dabei achteten sie besonders auf ökologische und nachhaltige Baumaterialien, Barrierefreiheit, Akustik, angenehme Lichtsituationen in den Klassenräumen und genügend Platz für ein schulisches Miteinander und genügend Angebote für Austausch.

„Geht nicht, gibt’s nicht“ ist das Motto und wir sind sehr gespannt auf weitere Pläne und Modelle unserer Nachwuchsarchitekten.

Nach dem gewonnenen Schulentscheid im Vorlesen, der im Dezember ausgetragen wurde, durfte Anne aus der 6b den Raiffeisen-Campus beim Kreisentscheid in Hachenburg vertreten. 

Mit großer Sorgfalt bereitete Anne im Vorfeld einen Textauszug vor, den es galt, neben einem unbekannten Text, vor der Jury überzeugend vorzulesen. Aller Aufgeregtheit zum Trotz gelang es der Schulsiegerin des Raiffeisen-Campus das Publikum wie auch die Jury in ihren Bann zu ziehen und so freuen wir uns sehr, dass Anne eine sehr gute Platzierung erreichte, auch wenn es zum Sieg nicht ganz reichte. Herzlichen Glückwunsch, Anne!

22 Nachwuchsastronauten der Klasse 5b machten sich auf in fremde Galaxien – und legten eine Bruchlandung auf dem Planeten Rondua hin. Nun ist  guter Rat teuer, denn es gilt das Überleben zu sichern und den Weg zur sicheren Erde anzutreten. Dieses Problem galt es für die Lerner im lions-quest-Unterricht von Frau Maier zu lösen.

Im ersten Schritt hieß es Prioritäten setzen und eine Checkliste zu erstellen, welches Material für die Wanderung zu einem Ersatzraumschiff notwendig ist: Sauerstoffflaschen oder Fruchtsaftkonzentrat? Verbandmaterial oder eine Mikrowelle? Die Lösung ist dabei eindeutig und an die Richtlinien der NASA gebunden.

Im zweiten Schritt wurde in der Gruppe die eigene Liste kritisch diskutiert und gegebenenfalls angepasst. Die Lerner ließen sich dabei durchaus von den Argumenten ihrer Mitlerner überzeugen und so wurden ganz oft die tatsächlichen Vorgaben erarbeitet.

Und warum nun dieses Gedankenspiel? Eine tatsächliche Bruchlandung der Lerner auf einem fremden Planeten ist schließlich eher weniger zu erwarten. In der abschließenden Reflexionsrunde erkannten die Lerner, dass die Gruppenlösung  oft durchdachter und fundierter war, dass jeder von der Mitarbeit der restlichen Gruppe profitiert hat. Und so liefert lions-quest einen wichtigen Beitrag für die Wertschätzung des anderen und seiner Arbeit und die Lerner erkennen, dass sie im Team mehr erreichen als in der Rolle des Einzelkämpfers.

Jahrhundertelang hat man die Zehn Gebote als Verbotsliste gelesen und bei Nichteinhaltung auf göttliche Strafen gewartet. Dass aber der Dekalog, der im Übrigen bei allen drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam annähernd gleich zu finden ist, eigentlich eine Einladung zu gelingendem Leben ist, das haben die Lernerinnen und Lerner der kr5ab mit Herrn Meffert im gemeinsam erstellten nachfolgenden Text eindrucksvoll bewiesen:

Der positive Dekalog der kr5ab

1. Gebot: Ich bin Dein einziger, frei machender Gott. Glaube immer an einen einzigen Gott. Glaube an eine gute Vorstellung von Gott, aber enge ihn dabei nicht ein.

2. Gebot: Verwende den Namen Deines Gottes ernsthaft, mit heiligem Respekt, vorsichtig.

3. Gebot: Der Sonntag soll Deiner Erholung dienen, er ist ein Ruhe- und Festtag und Du sollst für Deine Familie da sein. Auch Deine Familie soll Ruhe haben dürfen. Nimm diesen Ruhetag sehr ernst.

4. Gebot: Habe Deine Eltern lieb und respektiere sie. Hilf ihnen in Schwierigkeiten. Sei Deinen Kindern ein Vorbild im Umgang mit Deinen Eltern. Deine Eltern sollen sich geehrt fühlen.

5. Gebot: Lasse alle am Leben. Sorge für Frieden in Deinem und im Leben anderer.

6. Gebot: Gehe achtsam mit Deiner Ehe und der Ehe anderer um.

7. Gebot: Gehe mit dem Eigentum der anderen gut um und lass es ihnen!

8. Gebot: Sprich gut und wahr über Deinen Nächsten.

9. Gebot: Sei froh und dankbar in Bezug auf die Dinge, die Du hast und achte gut auf sie.

10. Gebot: Sei froh und dankbar mit dem Ehepartner, den Du hast und achte gut auf ihn.

Vor Weihnachten kam Herr Ghani zu Schulleiter Meffert und fragte, ob er in irgendeiner Form der Schule helfen könne. Herr Ghani ist Agrar-Ingenieur aus Pakistan, der mit seiner Familie als Flüchtling in Wirges lebt.

Seit Januar kommt Herr Ghani in den Chemie-Unterricht, wenn Chemie-Lehrerin Frau  Sun ihn um Assistenz bittet.  Er hilft bei Lerner-Experimenten, räumt die Materialen weg und hört auch im Unterricht zu, da er auch fleißig deutsch lernt. Der Raiffeisen-Campus revanchiert sich, indem zwei Lernerinnen regelmäßig mit zwei Töchtern der Familie Ghani Deutsch üben, damit sie schneller und besser integriert werden können.

Der Raiffeisen-Campus richtet den Blick in die Welt und auf das Weltgeschehen, sodass die Lernerinnen und Lerner die reale Welt hautnah kennen lernen und  wissen, dass der Wohlstand bei uns keine Selbstverständlichkeit ist.

Im Erdkundeunterricht am Raiffeisen-Campus geht es nur sehr selten um Topographie und das reine Zuordnen von Buchstaben und Namen von Städten und Ländern. So erarbeiteten sich die Klassen 7a und 7b im Erdkunde-Bili-Unterricht von Frau Klein beispielsweise die Entstehung von Wind anhand von kleinen Experimenten.

Wohin zeigt die Flamme eines Teelichts, wenn man ein Fenster öffnet? Zieht die kalte Luft von draußen nun eigentlich herein oder geht die Wärme des Raums verloren, weil sie nach außen strömt? Genau wie bei großen Windsystemen geschieht beides gleichzeitig, abhängig vom Standort. So herrscht in der Nähe der Erdoberfläche eine andere Windrichtung als in der Höhe. Aber wieso bewegt sich die Flamme überhaupt? Um diese Frage zu beantworten, wurde ein Luftballon aufgepustet. Im Luftballon herrscht ein höherer Luftdruck als in der Umgebung, und wenn man einen Finger vor die Öffnung des Ballons hält, wird klar: Die Luft bewegt sich vom Hochdruck zum Tiefdruck!

Mit diesem Hintergrundwissen eigneten sich die Lernerinnen und Lerner anschließend mit der Innertropischen Konvergenzzone eines der bekanntesten Windsysteme der Erde an. Da solche Experimente besonders einprägsam und die Grundlagen von Windsystemen in dieser Form sicher noch in Jahren im Gedächtnis sind, wird am Raiffeisen-Campus möglichst oft mit Hilfe solcher spielerischen Entdeckungsreisen unterrichtet. Denn nur wer ausprobiert, selbst entdeckt und so ein Aha-Erlebnis verspürt, lernt!

Schon ab Klasse 5 ist eines der Hauptziele am Raiffeisen-Campus, dass die Lernenden verschiedene Methoden üben, um Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen: Das Lernen können wir unseren Lernenden zwar nicht abnehmen, aber wir können ihnen verschiedene Lernmethoden anbieten.

Nehmen wir als Beispiel den Englischunterricht: Einer der Grundsteine des Spracherwerbs ist der Wortschatz, denn ohne Wörter können wir nicht sprechen. Aber wie oft haben Sie schon mitbekommen, dass Ihr Kind Probleme beim Vokabellernen hat? "Übung macht den Meister", sagt ein deutsches Sprichwort. Aus diesem Grund hat Frau Salvador vor zwei Wochen ein Ritual in den Englischstunden der Klassen 5 eingeführt: Die ersten zehn Minuten dienen dazu, mit dem Karteikarten-System Vokabeln zu lernen bzw. zu wiederholen. Die Lernerinnen und Lerner haben schnell gemerkt, wie gewinnbringend das stetige Lernen und Wiederholen ist. Schritt für Schritt funktioniert es einfach besser, als alle Vokabeln auf einmal lernen zu wollen.

Möglich wird dieses Ritual auch deshalb, weil die Schulstunden am Raiffeisen-Campus 60 statt 45 Minuten betragen und somit kein Zeitdruck herrscht.

Mit den Projekttagen zum Erwerb ökonomischer Grundbildung als Fundament für praxisnahe ökonomische Kompetenz haben wir eine Antwort auf die aktuelle Debatte rund um den Tweet den Schülerin Naina: Einen ganzen Ganztagsschultag lang erarbeiteten sich die Lernenden der Klassen 8 und 7 zum vierten bzw. dritten Mal im Rahmen eines Lernzirkels ökonomische Grundbegriffe und Zusammenhänge eigenverantwortlich in teilweise klassenübergreifenden Kleingruppen.

So haben sie am Beispiel eines Frühstückeis den Unterschied zwischen Inflation und Deflation kennen gelernt oder erfahren, welch langen Weg beispielsweise die eigene Jeans bzw. Zahnbürste rund um den Globus zurück gelegt hat. Außerdem haben die Lernenden erfahren, dass es Länder gibt, in denen Kinder arbeiten müssen oder in denen es Arbeitern schlecht geht. Die Lernenden haben teilweise eine Insolvenz und ihre Folgen auch auf emotionaler Ebene nachempfunden. Andere wiederum haben mitgenommen, dass sie mit Geld sorgsam umgehen sollen, was der Unterschied zwischen Brutto und Netto ist und vieles mehr. In jedem Fall Grund genug, sich am Ende des Tages bei der Projektverantwortlichen Frau Hartung zu bedanken und mehr Möglichkeiten zu wünschen, sich vielfältige Themen blockweise eigenverantwortlich erarbeiten zu können.