Die Malteser sind über 700 mal in Deutschland vertreten und sind u.a. in den Bereichen Rettungsdienst, Erste Hilfe Ausbildung oder auch Pflege stark vertreten. Die Grundlagen des Handelns in der Malteserjugend sind Lachen, Helfen, Lernen und Glaube. Neben einer fundierten Ausbildung liegt den Maltesern v.a. die Gemeinschaft und das Miteinander am Herzen.

Soziales Engagement wie es bei den Maltesern gelebt wird, ist nicht nur eine starke Sache, es passt auch ausgezeichnet zu den Werten, für die der Raiffeisen-Campus steht. Und so war schnell klar, dass der Schulsanitätsdienst am RC in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst aufgebaut werden soll: Damit war nicht nur eine sehr umfangreiche, sondern auch eine qualitativ hochwertige Ausbildung gesichert.

Damit nun auch in Zukunft die Schulsanitäter aber auch die Lehrer gut in Erster-Hilfe ausgebildet sind, wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der eine enge Zusammenarbeit bedeutet und nicht nur für regelmäßige Kurse und Auffrischungen der Erste-Hilfe-Kenntnisse der RC-Schulfamilie sorgen wird.

Nach zwei-wöchiger Erholungspause ist die Schulverwaltung des Raiffeisen-Campus‘ ab heute wieder besetzt. Wir freuen uns auf Ihren Anruf / Ihre E-Mail/ Ihren Besuch und natürlich besonders auf den Schulstart mit fünf Jahrgängen am 7. bzw. 8. September 2015.

Noch vor der Zeugnisfeier und noch leicht übernächtigt von einem rauschenden Schulfest am vorigen Tag kamen die rund 200 Lernerinnen und Lerner mit dem Lehrerteam und einigen Eltern zum Gottesdienst zusammen. Frau Berleth und Frau Schade hatten den Gottesdienst vorbereitet und unter das Symbol des Baums gestellt. Es war verpackt in einer alten Geschichte, deren Autor leider unbekannt ist. Sie hätte zum Zeugnistag nicht passender sein können.

"Die Palme… 

Durch eine Oase ging ein finsterer Mann, Ben Sadok. Er war so gallig in seinem Charakter, dass er nichts Gutes und Schönes sehen konnte, ohne es zu verderben. Am Rande der Oase stand eine junge Palme. Sie war schön gewachsen. Das ärgerte Ben Sadok. Darum nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem bösen Lachen ging er fort. Die Palme schüttelte sich und bog sich und versuchte, die Last abzuwerfen. Doch vergebens. Zu fest saß der Stein in ihrer Krone. Da krallte sich die Palme fest in den Boden, schickte ihre Wurzeln so tief in die Erde, dass sie die verborgenen Wasseradern in der Oase erreichten, wuchs empor und stemmte dabei mit aller Kraft den schweren Stein hoch und höher, bis die Krone mit den großen Palmenfächern über jeden Schatten hinausreichte. Wasser aus der Tiefe und Sonnenglut aus der Höhe halfen dem jungen Baum, trotz seiner schweren Last eine königliche Palme zu werden. Nach vielen Jahren kam Ben Sadok wieder. Schadenfroh wollte er den verkrüppelten Baum sehen, den er, wie er meinte, verdorben hatte. Er suchte ihn, aber er fand ihn nicht. Da senkte die stolzeste und höchste aller Palmen ihre Krone, zeigte ihm den Stein und sagte: Ich danke dir, Ben Sadok. Deine Last hat mich stark gemacht."

Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle im neuen Forum und erhielten aus der Hand ihrer Klassenleiter ihre Zeugnisse. Vorher hatte Schulleiter Meffert je einem Lerner pro Klasse den Sozialkompetenzpreis für besonders Wir-betontes Verhalten in der Klassengemeinschaft überreicht und Frau Maier zahlreiche "FIT47"-Kompetenzzertifikate an die Sechstklässler überreichen können.

Die Zeugnisfeier stand unter erheblichem Zeitdruck, sollten doch alle Kinder rechtzeitig ihre Busse erreichen. Und dennoch blieb Zeit für einen persönlichen Abschied von den scheidenden Lehrerinnen und Lehrern und für ein fröhliches "Schöne Ferien".

Mit ungefähr diesen Worten fiel der Startschuss für den Workshop "Sabores de España", welcher es sich zum Ziel machte, für das leibliche Wohl unserer Gäste während des Schulfestes zu sorgen.

Am ersten Projekttag stand natürlich zunächst das Beschaffen der Zutaten für die drei, von den Lernern selbst gewählten spanischen Speisen auf dem Programm. Alle acht Hobbyköche und auch die beiden Workshopleiter Frau Salvador und Herr Klein staunten nicht schlecht, als Herr Friedrich von der Genuss-Manufaktur in Staudt erklärte, welche Mengen benötigt werden, um die erwartete Nachfrage der hungrigen Schulfestbesucher zu bedienen. Während also der halbe Bestand der Metzgerabteilung durch den Fleischwolf gedreht wurde, entsendete Herr Friedrich, der uns dankenswerter nicht nur seine Erfahrung und Arbeitskaft, sondern auch seine komplette Profiküche unentgeltlich zur Verfügung stellte, die fleißigen Helfer zum herankarren von etlichen Kilos Reis, Gemüse, Fisch und einer beträchtlichen Anzahl von 400 Eiern für die Tortilla.

Am zweiten Tag ging es dann endlich an die Töpfe – nach dem Schälen! Zunächst wollten nämlich die Kartoffeln und Zwiebeln von ihrer Schale befreit werden und das kann bei fünf riesengroßen Säcken schon eine Weile dauern.

Unsere Nachwuchsköche zeigten aber starke Nerven und behielten trotz feuchter Augen stets den Durchblick während der insgesamt vier Projekttage. Unter Anleitung von Küchenchef Friedrich lief das Zubereiten der iberischen Köstlichkeiten wie am Schnürchen und das Resultat erntete am Schulfest viele lobende Worte.

Dass unsere lul um die Veantwortung eines solchen Projekts Bescheid wissen, zeigten sie am darauffolgenden Freitag. Frewillig begleiteten Sie Herrn Klein nach Staudt, halfen beim ‚Großreinemachen‘ in der Küche und gingen Herrn Friedrich nochmal tüchtig zur Hand – ein kleines Dankeschön für seinen großartigten Beitrag zum Gelingen des Projekts.

waren wichtige Zutaten beim Workshop "Zuckerhäuschen", der von Frau Maier in der Projektwoche zum Schulfest angeboten wurde. Der Duft von gebrannten Mandeln und der Anblick von Lebkuchenherzen mit Sprüchen – beides ist untrennbar mit einem Jahrmarkt verbunden und so lag es nahe, auch unseren RC-Jahrmarkt mit diesem Angebot zu ergänzen.

Neben diesen zwei Klassikern hieß es für die sehr motivierten Bäcker 300 Muffins zu backen, zu verzieren und noch so manch andere süße Leckerei herzustellen. Bevor es jedoch hieß, an die Schüsseln fertig los, galt es, einen Zeitplan zu erstellen und dabei Back- und Ruhezeiten zu berücksichtigen, aber auch an all die Dinge wie Tüten basteln und Preiskalkulation zu denken.

War der Teig schließlich gemacht und der Backofen reserviert, stand dem Backvergnügen nichts mehr im Wege und so wurden in den vier Tagen stets umgeben von einem herrlichen Duft gebacken, gerührt, verziert und immer wieder auch ein wenig genascht, was aber im Laufe der Tage doch deutlich nachließ.

Daneben erhielten die Lerner auch Einblicke in die Hygienevorschriften und was es heißt, sich gründlich die Hände zu waschen, Einblicke in die Berufe des Bäckers und des Konditors und die Bedeutung von Allergien – auch für unser Zuckerhäuschen. Nachdem die Preise kalkuliert waren, wurden schließlich noch die Preisschilder gebastelt und der Stand auf dem Jahrmarkt bestückt, geöffnet und mit viel Engagement der Lerner geleitet.

Damit war dieser Workshop viel mehr als nur backen: Es wurden vielseitige Einblicke rund um die Thematik geboten und damit den Lernern die Möglichkeit gegeben, sich ein Gesamtbild zu machen und zu erkennen, wie viel Arbeit, Zeit aber auch Geld in einer Tüte gebrannte Mandeln stecken und vielleicht führt das auch zu einer größeren Wertschätzung der Lebensmittel und der handwerklichen Berufe, denn es sind die Bäcker und Konditoren, die in den frühen Morgenstunden für uns in den Backstuben stehen, sodass wir pünktlich zum Frühstück frische Brötchen und Süßes genießen können.

An dieser Stelle will ich mich bei meinem Jungbäckern und Jungkonditoren bedanken, die mit großer Ausdauer und Zuverlässigkeit in diesem Workshop gearbeitet haben. Ein herzliches Danke aber auch an Frau Zimmermann, Frau Hennes und Frau Janda, die mich in den vier Tagen und auch schon davor so sehr unterstützt haben.

Diese Frager mag – einfach so gestellt – verwundern. Genau mit dieser Frage wurden aber die Lerner der Jahrgangsstufe 6 und 7 bei ihrem Theaterbesuch in Hachenburg konfrontiert.

Knapp 100 Lerner besuchten, vorbereitet durch ihre Deutschlehrer Frau Bittger, Frau Maier und Herrn May, das Theaterstück „Die Tochter des Ganovenkönigs“ aufgeführt von der Theatergruppe Grüne Soße. Das Stück kam im Mantel eines Märchens daher, führte die Lerner Tempo reich durch die Handlung und bezog das Publikum immer wieder ein, um am Ende genau diese Frage aufzuwerfen: Liebe schlechte Eltern oder keine Eltern? Damit sahen sich die Lerner plötzlich mit einer moralisch aufgeladenen Fragestellung konfrontiert, die so einfach gar nicht zu beantworten ist.

Im direkten Gespräch mit den Schauspielern tauschten die Lerner Argumente aus und viele gingen mit ihren ganz eigenen  Gedanken zu dieser Frage nach Hause. Damit war dieser Theaterbesuch viel mehr als eine willkommene Abwechslung im Deutschunterricht und macht Lust auf mehr.

… und abends hieß es zwei mal: Herzlich willkommen zum 1. Varieté-Abend am Raiffeisen-Campus. Aron, Klasse 7a, führte humorvoll durch das bunte Programm – und hier nun die begeisternde Show in Fotos. 

Ein solch umfangreiches und vielfältiges Schulfest passt nicht in einen Artikel. Deshalb zeigen wir Ihnen in einer Folge von Artikeln zunächst Fotoreportagen mit Untertiteln und schließen die Artikelreihe dann später mit einer Gesamtrückschau ab. 

Teil I beschäftigt sich mit dem Aufbau und dem Jahrmarkt. Viel Spaß mit den schönen Bildern – sie stammen von Martin Ingenhoven, der sich für den gesamten Nachmittag als Photograph zur Verfügung stellte. 

sollen unsere Lernerinnen und Lerner sein und diese beiden Teams aus der 7b mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Maier haben das geschafft. Beim Europa-Wettbewerb der Europa-Union erhielten sie im Juli aus den Händen unseres Landrats Achim Schwickert ihre wohlverdienten Urkunden zu einem ersten bzw. zweiten Preis.

Unter der Frage Europa hilft – hilft Europa? setzten sich die Lernern mit dem Recht auf Bildung auseinander und bauten eine Schule in Afrika. Daneben machten sie sich aber auch Gedanken, was und wie die Schüler dort lernen sollen und ließen sich hier von einem Grundsatz unseres Namensgebers Raiffeisen leiten: Hilfe zur Selbsthilfe. Der stellv. Vorsitzende Arne Nilges wies in seiner Einführung darauf hin, dass der Westerwald-Kreis rheinland-pfalz-weit die höchste Beteiligung am Wettbewerb hatte, die Konkurrenz war also groß. Der Landrat hielt sein Grußwort Zielgruppen- und temperaturgerecht kurz, wies aber dennoch darauf hin, dass es der Verdienst des Wettbewerbs sei, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich mit dem Thema zu beschäftigen. Nach den zahlreichen Urkunden und Buchpreisen hielt Manfred H. Däuwel einen flammenden Appell an die jungen Europäer im Saal. Er erinnerte daran, dass er als 13-jähriger am Kriegsende Angst vor der Zukunft gehabt habe und Angst vor Rache durch die Sieger. Umso dankbarer sei er für Europa, das sich letztlich aus der Erkenntnis geformt habe, dass die gegenseitige Transparenz Misstrauen als Ursache von Feindseligkeiten und Krieg besiegen könne. Nicht die Griechen mit ihrer zugegebenermaßen rüpelhaften Regierung müssten deshalb heute am Pranger stehen, sondern die Kernmitglieder Deutschland und Frankreich, die selbst über Jahre die eigenen Regeln in Europa ignoriert hätten. Nur wenn wir in einer guten Familie Europa wieder zusammenfände, sei eine friedliche Zukunft garantiert.

Dieser Frage gingen die Lerner der Jahrgangsstufe 7 im Geschichtsunterricht von Frau Maier im Rahmen eines Projekttages rund um die alten Römer nach. Zugegeben: So richtig gut kommen die Römer in den Asterix  und Obelix Filmen ja nicht weg, doch sie haben es fast 1000 Jahre lang geschafft, die Vormacht rund um das Mittelmeer bis hin nach Schottland zu sein. Wie passt das nun zusammen?

Gerade an der Grenze des Römischen Reiches hin zu den Germanen war der Limes für die Römer als Grenzwall eine wichtige Einrichtung, um sich vor den "Barbaren" zu schützen. Neben Zweck und historische Einordnung wurden Aufbau und Funktionsweise den lul in einem Workshop begreifbar gemacht, indem sie mit ihren Händen ein Limesmodell nachbauten. Im zweiten Workshop wurde die Werbetrommel für einen Eintritt in die römische Armee gerührt. Anhand des Karriereführers römischer Legionär erhielten die Lerner Einblicke in das Leben und oft genug auch Sterben eines römischen Soldaten und man darf davon ausgehen, dass für die Leistung, die Disziplin und das Können dieser Soldaten das Ansehen gewachsen ist – spätestens als die Lerner ausgestattet mit den gebastelten Schilden marschieren mussten und als es hieß: Formation Schildkröte!

Dieser Projekttag mit seinen zwei Workshops zu den Römern war eine gelungene Fortsetzung der Exkursion zum Römerkastell Saalburg und er schaffte es, Geschichte begreifbar zu machen; stets eine Herausforderung für den Geschichtsunterricht.