Raiffeisen-Campus - Privates Gymnasium in Dernbach im Westerwald
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Kluges Kamel

Allgemein

Religionslehrer Bernhard Meffert predigte am Einschulungstag 2020 über das Kamel, das zwar nicht durch ein Nadelöhr geht, aber dennoch viele gute Eigenschaften besitzt. Hier seine Predigt zum Nachlesen…

„Wer von Euch hat heute von seinen Eltern oder Großeltern irgendetwas vom „Eintritt in den Ernst des Lebens“ gesagt bekommen? Vielleicht, hoffentlich mit einem Augenzwinkern? Nein, ich möchte Euren Eltern auf gar keinen Fall widersprechen. Natürlich sollt Ihr Euch anstrengen und die Schule ernst nehmen. Aber Ihr sollt auch häufig und gerne lachen und Spaß haben. Beides hat seine Zeit.

Herr Papzien hat eben das Evangelium (Mt 19, 16-26) vorgelesen und das möchte ich mit Euch besprechen, weil es mehr Mut macht, als man beim ersten Hören vielleicht denkt. In der Geschichte gibt es ja viel Erschrecken und vielleicht hat auch der eine oder andere Erwachsene beim Hören des Textes wieder ein ungutes Gefühl bekommen. Vielleicht kann ein zweiter Blick auf den Text ja helfen…

Da kommt also ein Mann zu Jesus und fragt: Meister, was muss ich Gutes tun? Jesus antwortet: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist der Gute. Wenn du aber in das Leben eintreten willst, halte die Gebote!
Achtet mal auf die Wortwahl, Ihr großen und jüngeren Zuhörer: Er sagt nicht, man muss das Gute tun, damit man in den Himmel kommt. Er vertröstet nicht auf ein Jenseits. Sondern er sagt, dass man, wenn man sich an die guten Regeln hält, in das Leben erst eintritt. Ein Leben in Fülle, so nennt er es an anderer Stelle im Johannes-Evangelium. Wer sich an die guten Regeln hält, dem geht es gut. Heute schon.

Das ist dem jungen Mann aber nicht genug, vielleicht ist er Jurist und will also die genauen Regeln kennen. Und Jesus antwortet, vielleicht sogar etwas genervt, mit den allen im Judentum selbstverständlichen Regeln.

Und ich glaube, er ist noch ein wenig genervter, als der junge Mann feststellt, dass er sich immer an alle Regeln gehalten hat. Ganz ehrlich, wer von uns – auch besonders von uns Erwachsenen – könnte das behaupten, ohne rot zu werden. Ich zumindest ganz sicher nicht.

Aber Jesus lässt den junge Mann nicht im Zustand der Selbstgerechtigkeit. Er fordert ihn heraus. „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen; und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.“

Interessant: Für ihn war es einfacher, sich an alle Regeln zu halten, als auf seinen Besitz zu verzichten. Er hängt daran. Und das macht ihn traurig.

Kennt Ihr das nicht auch? Irgendein Spielzeug geht kaputt und Ihr seid traurig. Obwohl es nur ein Ding aus Plastik oder Holz oder sogar aus Computerchips ist: Man hängt sein Herz an die Dinge. Geht mir auch so. Man merkt erst, wie unwesentlich Dinge sind, wenn man Menschen wenigstens vermisst oder sogar verliert. Als Ihr in der Corona-Zeit nicht zu Euren Freunden durftet, da hattet Ihr nach wie vor alle Spielsachen und vielleicht haben Euch Eure Eltern sogar noch ein bisschen mehr verwöhnt, weil sie Mitleid mit Euch hatten.

Hat Euch das über die Traurigkeit hinweggeholfen, nicht bei Euren Freunden, in Eurer Grundschulklasse zu sein?

Ganz sicher nicht. Wer sein Herz an Dinge hängt, ist von Dingen abhängig. Der junge Mann ist traurig, weil er sich abhängig gemacht hat von den Dingen.

Und jetzt dreht Jesus erst so richtig auf. Und ich habe Euch hier mal die beiden Dinge mitgebracht, über die er jetzt spricht. Das Kamel, das ab sofort Euer Klassentier sein wird, und eine Nähnadel. Ich habe bewusst eine sehr große genommen, damit Ihr sie vielleicht überhaupt ein bisschen sehen könnt. Jesus sagt, dass kein Reicher in den Himmel kommt, es sei denn, ein Kamel ginge durch ein Nadelöhr. Schaut selbst, das ist unmöglich. (macht den Versuch vor)

Und die Jünger kriegen einen gewaltigen Schreck. Denn so richtig arm sind sie ja nicht, sie haben zu essen und zu trinken. Manche besitzen ein Fischerboot oder haben einen kleinen Handwerksbetrieb. Sie machen sich jetzt richtig Sorgen um sich selbst. Haben wir dann noch eine Chance auf das Glück, hier und im Himmel?

Und Jesus stellt klar: Nicht aus eigener Kraft kann man ein guter Mensch sein, dazu gehört viel mehr. Ein reicher junger Mann kann leicht Gebote halten, ein armer Mensch in großer Not muss ggf. Unrecht tun, um zu überleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Kardinal Frings im Winter 1946 den frierenden und hungernden Kölnern in einer Predigt gesagt: „„Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten, nicht erlangen kann.“ Noch einmal: Der Reiche hat es leicht, die Regeln zu halten. Reicht das aber, um wirklich gut zu sein? Und ist der Arme schon deshalb schlecht, weil er in der Not Regeln brechen muss? In diesem Licht, so möchte ich es den Erwachsenen sagen, müsste manche Kriminalitätsstatistik neu ausgewertet werden.

Und wir in Europa, sind wir nicht alle reich, wenn wir uns mit Afrika vergleichen? Und haben wir also dann keine Chance, ein gerechtes Leben zu führen?

Doch, denn das sagt Jesus am Ende der Geschichte ja beruhigend für die Jünger: Sie, die Jünger mögen den Himmel nicht erzwingen können, in dem sie es doch schaffen, ein Kamel durch ein Nadelöhr zu bugsieren. Aber Gott schafft das. Weil er uns so mag, wie wir sind. Mit unseren Fehlern. Wir müssen also nicht perfekt sein, um Hoffnung haben zu dürfen. Und wir dürfen auch den schönen Urlaub und das sichere Zuhause genießen ohne schlechtes Gewissen.

Wir dürfen uns aber nicht abhängig machen von den Dingen, sondern erreichbar für den Nächsten. Denn nur wenn wir den so wichtig nehmen wie uns selbst, dann können wir glücklich werden. Weil wir dann ins Leben eintreten.

Für Euch am Anfang Eurer Schulzeit heißt das: Klar wollen wir Lehrer, dass Ihr Euch an Regeln haltet. Aber das reicht uns nicht. Wir möchten, dass Ihr füreinander da seid, vor allem auch dann, wenn jemand wegen was auch immer Schwierigkeiten bekommt. Das ist die Idee unseres guten Gottes: Wer mit sich selbst im Reinen ist, kann für andere dasein. Wer weiß, dass Gott sogar Kamele durchs Nadelöhr bringt, kann entspannt auch mit seinen Fehlern umgehen. Eine gute Nachricht, ein Evangelium für Sie und Euch und mich an diesem Tag, finde ich zumindest.“

11. September 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/08/rc_feier_363.jpg 3712 5568 Bernhard Meffert https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Bernhard Meffert2020-09-11 12:00:402020-09-09 08:50:38Kluges Kamel

Wir sind „Digitale Schule“

Allgemein

Am 2. September wurde der Raiffeisen-Campus mit dem Qualitätssiegel „Digitale Schule“ der nationalen Initiative MINT – Zukunft schaffen unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz geehrt.

Wir freuen uns sehr über diese Ehrung. Doch was bedeutet dieses Qualitätssiegel?

„In erster Linie ist dies eine Verpflichtung an den Kriterien dieses Siegels weiterzuarbeiten und uns weiter zu entwickeln.“ ist die Antwort von Markus Wagner, stellv. Schulleiter des Raiffeisen-Campus und verantwortlich für den Projektantrag, denn das Siegel wird für eine Dauer von drei Jahren verliehen. Danach kann es neu beantragt werden.

Verbunden mit der Ehrung erhielt der Campus auch ein Feedback der Fachjury, welche Bereiche der Umsetzung der Richtlinien der Kultusministerkonferenz der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ hervorragend sind und welche Bereiche noch weiteres Entwicklungspotential in sich tragen.

Der Kriterienkatalog für das Qualitätssiegel umfasst die fünf Module:

1. Pädagogik & Lernkultur
2. Qualifizierung der Pädagogen
3. regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.

Alle Module orientieren sich an den Zielen des Stategiepapiers der Kultusministerkonferenz. Wesentlicher Faktor ist die Implementation eines Lernmanagementsystems. Hier hat der Raiffeisen-Campus mit itslearning bereits seit dem Schuljahr 2013/14 viele Erfahrungen gesammelt, schrittweise die Nutzung ausgebaut und aktuell partizipiert die gesamte Schulfamilie an diesem virtuellen Campus. Als rheinland-pfälzische Hospitationsschule gibt der RC seine Erfahrungen auf diesem Gebiet neben zwei weiteren Hospitationschwerpunkten bereits seit dem Schuljahr 2017/18 weiter.

Dass es im Westerwaldkreis bereits zwei „digitale Schulen“ gibt, freut die Verantwortlichen. Die Region könne stolz sein, dass sich Schulen auf den Weg gemacht haben, die pädagogischen Prozesse digital zu gestalten, betonte Landrat Achim Schwickert. „Ich danke den Verantwortlichen im Mons-Tabor-Gymnasium und im Raiffeisen-Campus, dass ihre Arbeit als preiswürdig ausgezeichnet wurde.“

9. September 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/09/digital-2020-1.jpg 529 1035 Markus Wagner https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Markus Wagner2020-09-09 12:00:422020-09-10 13:18:54Wir sind „Digitale Schule“

Rückblick: Neue Lernerinnen und Lerner zum ersten Mal am Campus

Allgemein

Bericht über den Schnuppertag 2020 der neuen 5. Klassen

Auch in diesem Jahr konnte der neue Jahrgang 2020 wieder einen Tag lang in das Leben am Raiffeisen-Campus schnuppern; wenn auch unter anderen Bedingungen.

Kurz vor den Sommerferien besuchten 52 motivierte Grundschülerinnen und Grundschüler den Campus und konnten an diesem Tag besondere Einblicke in den Alltag am Raiffeisen-Campus gewinnen, die neue Umgebung kennenlernen und vor allem erste Freundschaften schließen.

Aufgrund der aktuellen Situation wurde der Schnuppertag in diesem Jahr allerdings etwas anders durchgeführt. Nach einer kurzen Begrüßung auf dem Schulhof durch Frau Kern und Herrn Papzien gingen die neuen Lernerinnen und Lerner einzeln und unter Einhaltung der Hygienebestimmungen am Campus ins Forum. Dort setzten sie sich auf ihnen zugewiesene Plätze, um den Sicherheitsabstand einhalten zu können.

Nach ersten Informationen durch alle beteiligten Lehrkräfte – in diesem Jahr mehr als sonst und auch unterstützt durch die (zukünftigen) FSJlerinnen wurden Gruppen gebildet, um anschließend verschiedene Stationen zu durchlaufen. Hauptsächlich ging es auch in diesem Jahr um das Entdecken des Schulgebäudes in Form der allseits beliebten Schullrallye und das Kennenlernen untereinander.

Nach erfolgreicher Absolvierung der Schulrallye und weiteren Stationen (z.B. dem Festhalten von Wünschen und Erwartungen für die neue Zeit am Raiffeisen-Campus) wurde ein gemeinsames Mittagessen in Form von Lunchpaketen zu sich genommen. Dabei konnten weitere Kontakte geknüpft und Kennenlerngespräche geführt werden.
Durch die Stärkung konnte es ernergiegeladen weitergehen mit Kennenlernspielen im Freien, wobei auch erste Interessengemeinschaften gefunden wurden.
Am Ende des etwas anderen Programms für den Schnuppertag sahen die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer sowie die FSJlerinnen in erschöpfte, aber sehr glückliche Gesichter. Mit Sicherheit wurden an diesem Abend viele spannende Geschichten von diesem aufregenden, intensiven und schönen Tag am RC erzählt, sodass die erste Unsicherheit in Bezug auf die neue Schule in Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt geändert werden konnte.

Wir freuen uns nun darauf, den neuen Jahrgang am zweiten Schultag offiziell in die Schulfamilie aufnehmen zu können und heißen euch – lieber Jahrgang 2020 – herzlich willkommen.

  • Abstand am Schnuppertag
  • Informationen
  • Mittagspause
  • Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen
7. September 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/08/200016000455_215535.jpg 960 1280 Yannic Hofmann https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Yannic Hofmann2020-09-07 11:58:062020-09-02 12:04:18Rückblick: Neue Lernerinnen und Lerner zum ersten Mal am Campus
Ausschnitt eines Infoplakats

Retten Sie ihren nächsten Verwandten! Oder: Womit sich ein Biologie LK auch mal beschäftigt.

Allgemein

Zum Abschluss der schon vor den Ferien gestarteten Reihe zum Thema „Evolution“ erstellten die Lernerinnen und Lerner eine Aufklärungskampagne zum Primatenschutz. Jeder kennt diverse Arten der Ordnung der Primaten, allerdings wissen wenige, dass ungefähr die Hälfte der Primatenfamilien bedroht bzw. sogar vom Aussterben bedroht ist, wie beispielsweise der Gorilla. Nachdem die Lernerinnen und Lerner sich exemplarisch mit jeweils einem Vertreter einer Familie auseinandergesetzt haben, recherchieren sie zum Bedrohungsstatus sowie zu den Bedrohungsgründen und Schutzmaßnahmen. Im Anschluss an die Recherchen werden die gesammelten Informationen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes analysiert und diskutiert. Mit Sätzen wie „Sie tragen gerne Pelzmäntel?“, „Palmöl – nein danke!“ oder „Grillen geht auch ohne Holzkohle!“ wollen die Lernerinnen und Lerner auf die Bedrohungen der Tiere aufmerksam machen. Gleichzeitig bieten die Kampagnen Ideen, wie man selbst seinen Beitrag zum Primatenschutz liefern kann.

Präsentation der Kampagnen
4. September 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG-9273-e1598870497879.jpg 2453 2177 Laura Wagner https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Laura Wagner2020-09-04 12:00:462020-09-01 12:00:02Retten Sie ihren nächsten Verwandten! Oder: Womit sich ein Biologie LK auch mal beschäftigt.

Selbstentdeckendes Lernen beim Verkehrssicherheitstraining

Allgemein

Sofort in ihrer ersten Woche an der neuen Schule stand der erste kleine Projekttag für die Jüngsten am Raiffeisen-Campus an. Der ADAC erarbeitete in seinem Programm „Achtung Auto“ mit den Lernerinnen und Lernern der neuen 5. Klassen in ca. 90 Minuten die wichtigsten Sicherheitsaspekte im Straßenverkehr. Dies alles geschah draußen auf dem Lehrerparkplatz und unter der Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen.

Die Fünftklässler erkannten, dass zum Beispiel lautes Musikhören über Kopfhörer ganz schön gefährlich werden kann, wenn man die Hupe eines herannahenden Autos nicht mehr hört.
Außerdem erarbeiteten sie selbstständig durch sportliche Einlagen und praktische Übungen eine der wichtigsten Formeln im Straßenverkehr: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg. Hierfür bremsten die Kinder im ersten Schritt aus vollem Lauf an einer vorgegebenen Stelle – die Haltepunkte wurden daraufhin mit Kreide markiert. Sofort anhalten konnten sie allerdings nicht. Als sie dann im zweiten Schritt erst auf ein Handzeichen hin anhalten sollten, also nicht wussten, wo genau sie „die Bremse betätigen müssen“, war schnell klar, dass das bei einem Autofahrer ganz genauso ist – auch hier wurden die Endpunkte wieder markiert. Aus den Markierungen auf dem Boden konnten die Lernerinnen und Lerner die Unterschiede zwischen Reaktions-, Brems- und Anhalteweg anschaulich entdecken. Die nun erlernte Formel wurde dann auf das Auto übertragen und altersgerecht mit den Fünftklässlern besprochen.

Veranschaulichung der Formel für den Reaktionsweg
Festhalten der Anhaltepunkte
Aufmerksames Zuhören bei wichtigen Regeln im Straßenverkehr
2. September 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG_6543.jpg 3024 4032 Yannic Hofmann https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Yannic Hofmann2020-09-02 12:00:462020-09-01 12:08:48Selbstentdeckendes Lernen beim Verkehrssicherheitstraining

Smiling, happy faces…..!

Allgemein

Abitur geschafft und nun auch die Cambridge Advanced Examination (C1) mit Bravur bestanden!

Zehn unserer Abiturientinnen und Abiturienten, der ein oder andere noch müde von den Strapazen der mündlichen Prüfungen an den vorherigen Tagen, haben sich an einem Samstag im Juni am Raiffeisen-Campus eingefunden, um ihre Englischkenntnissen auf den Prüfstand zu stellen. Lese- und Hörverständnis, Grammatik und Schreibaufgaben auf hohem Niveau haben sie über vier Stunden lang am Vormittag gemeistert, um dann nachmittags die mündlichen Prüfungen mit externen Speaking Examiners zu absolvieren. Trotz allem verlief der Prüfungstag, der ursprünglich für Ende März geplant war, sehr entspannt – bei voller Konzentration, aber auch mit leckerer Pizza und gemeinsamem Lachen.

Und es hat sich gelohnt, Anfang August war es soweit: Die Ergebnisse von Cambridge wurden publiziert und die Ergebnisse zeigten hervorragende Leistungen! Mit großer Freude seitens Frau Hillesheim und Herrn P.Klein wurden die Zertifikate an die Kandidatinnen und Kandidaten übergeben bzw. weiterverschickt.

Für die Aufnahme an diversen Universitäten oder Kursen, aber auch bei Bewerbungen bei bestimmten Konzernen ist eine international anerkannte Zertifizierung in einer Sprache erforderlich. Somit können diese jungen Menschen nun stolz auf ihre Erweiterung ihres Portfolios sein und zuversichtlich in Richtung Zukunft blicken.

31. August 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-31-um-09.09.34.png 481 479 Veronica Hillesheim https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Veronica Hillesheim2020-08-31 12:00:042020-09-02 11:59:56Smiling, happy faces…..!

Entschleunigter Start ins neue Schuljahr

Allgemein

„Guten Morgen, herzlichen willkommen zurück aus den Ferien. Wir schicken Sie jetzt erst einmal auf einen Spaziergang.“ – Mit etwa diesen Worten begrüßte der Schriftsteller, Philologe und Dialogbegleiter Volker Viehoff gemeinsam mit seinen vier Begleitern das Team des Raiffeisen-Campus. Der erste Tag des Workshops zum Themenschwerpunkt Kommunikation konnte also beginnen. Bewegung als erste gemeinsame Aktivität am Tag tut gut, das war allen schnell klar, dabei sieben Minuten alleinige Redezeit zur Verfügung zu haben, während die Mit-Spazierer lediglich zuhören und keine Reaktion zeigen dürfen, fühlte sich hingegen erst einmal seltsam an.

Bereits mit diesem Einstieg in den Tag wurde schnell deutlich: Dieser Workshop sollte etwas Besonderes werden. Von Erwartungen, die auf schnelle Lösungen abzielten, konnten sich alle Beteiligten schnell verabschieden, stattdessen stand ein Aspekt im Mittelpunkt, der vor allem im schnelllebigen Schulalltag nur selten Beachtung findet: Entschleunigung – und zwar in allen Bereichen der täglichen Arbeit. So gehörten Phantasiereisen auf weichen Schafsfell-Matten und viel Zeit für individuelle Gespräche zum Programm des zweitägigen Workshops.

Zwischen Fishbowl-Diskussionen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst eingebrachte Schwerpunkte thematisieren konnten, brachte das Team um Viehoff immer wieder Musikuntermalungen ein. Die Improvisationsstücke, die live im Forum des RC gespielt wurden, ernteten nicht nur große Bewunderung der Anwesenden, sondern ermöglichten jedem und jeder Einzelnen, in sich hineinzuhören und das gerade Gehörte und Gesagte noch einmal für sich selbst zu ordnen.

Spätestens die Abschlussrunde machte deutlich: Das Team des Raiffeisen-Campus konnte die zwei entschleunigten Tage in den verschiedensten Facetten genießen und wünscht sich eine baldige Fortsetzung des Workshops mit Viehoff. Bis dahin gilt es, achtsam Kleinigkeiten in den Blick zu nehmen, die sich bereits in der Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen, aber auch mit Schülerinnen und Schülern verändert haben.

Bis zu einem Wiedersehen mit den Coaches nimmt sich jeder Einzelne die Entschleunigung zu Herzen, die bereits für die berühmte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren von großer Wichtigkeit war: „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“

28. August 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 Nicole Stuerz https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Nicole Stuerz2020-08-28 12:00:032020-08-27 10:19:29Entschleunigter Start ins neue Schuljahr

Rückblick: Als Debatten noch maskenfrei waren

Allgemein

Wie nah sollen Windräder an Wohnsiedlungen gebaut werden dürfen? Sollen unsere Gemeinden im Westerwald den Klimanotstand ausrufen oder soll Randalierern beim nächsten Fußballspiel zwischen Mainz 05 und dem FC Köln der Führerschein entzogen werden? Über diese aktuellen und brisanten Themen debattierten 24 Schülerinnen und Schüler beim Regionalwettberb von „Jugend debattiert“, der im letzten Schuljahr am Raiffeisen-Campus stattfand, als die Corona-Pandemie noch kein Thema war.

In acht Schulentscheiden hatten sie sich bereits zuvor behaupten können und so trafen die besten Debattantinnen und Debattanten der teilnehmenden Schulen aus dem Regionalverbund Lahn-Westerwald aufeinander. Im Wettbewerb der Klassen 8 bis 10 stellten sich vom Raiffeisen-Campus Lara und Erik (Stufe 8) dem Wettbewerb und zeigten bei ihrer ersten Teilnahme auf Regionalebene gute Leistungen.

Besonders spannend wurde es aus Sicht des Raiffeisen-Campus in der Jahrgangsstufe 11 bis 13, in der Helena und Lennart (MSS3) sich sehr selbständig und intensiv auf die Debattenthemen vorbereitet hatten. So zog Lennart ins Finale ein und konnte sich gegen starke Mitdebattanten zur großen Freude der Schulfamilie als Gewinner zum Debattenthema „Soll die Polizei in Pressemitteilungen die Nationalität von Tatverdächtigen nennen?“ durchsetzen.

„’Jugend debattiert‘ ist ein hervorragendes Programm, durch das junge Menschen die demokratische Debatte erleben und so ein tieferes Verständnis einer fairen, öffentlichen Auseinandersetzung gewinnen. Dies ist vor allem in Zeiten von populistischer Hetze und Fake News ein wichtiges Zeichen für ein respektvolles Diskutieren im Sinne der Sache“ , so Jessica Nappe, Koordinator für den Regionalverbund. Dem pflichtet auch Dominik Deinert, Projektlehrer am Raiffeisencampus, bei und ergänzt: „Wir haben im Wettbewerb gesehen, dass auch Schülerinnen und Schüler ihre Positionen vortragen, die Argumente gegeneinander abwägen und schließlich zu einem fundierten Urteil in politisch-gesellschaftlich aktuellen Fragen kommen können.“

In der nächsten Schulversammlung dankte Herr Deinert schließlich nicht nur den vier Teilnehmern, sondern auch Lea (MSS3), die sich aufgrund ihrer eigenen Debattier-Erfahrung als Juror beim Regionalentscheid zur Verfügung stellte, und drückte seine Vorfreude auf das neue „Jugend-Debattiert-Jahr“ aus.

Dieser Rückblick auf eine Zeit, in der Mund-Nasen-Masken und Abstandsregelungen noch nicht zu unserem Alltag gehörten, lässt einerseits Wehmut aufkommen, andererseits lassen sich weder die Lerner und Lernerinnen, noch die Lehrer und Lehrerinnen entmutigen und hoffen mit einer gesunden Portion Optimismus darauf, dass solche Wettbewerbe bald wieder in gewohnter Form möglich sein werden.

26. August 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3766.jpg 3024 4032 Dominik Deinert https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Dominik Deinert2020-08-26 12:00:562020-08-25 14:04:26Rückblick: Als Debatten noch maskenfrei waren

Wirtschaft – Was interessiert unsere LernerInnen wirklich?

Allgemein

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres starten viele Lernerinnen und Lerner am Raiffeisen-Campus auch mit einem für sie neuen Fach. Besonders gespannt sind in jedem Jahr die Achtklässler, die im Rahmen des Wahlpflichtangebots erstmals selbst einen Schwerpunkt setzen dürfen.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen im Wirtschaftskurs bei Herrn Deinert. Denn hinzu kommt, dass an das Fach Wirtschaft zum einen ein hoher Praxisbezug geknüpft wird und zum anderen die Lernerinnen und Lerner als Kunden und Verbraucher selbst wesentliche Akteure der Wirtschaftswelt darstellen. Zum Einstieg wollte Herr Deinert daher wissen: Welche Begriffe verbindet ihr mit „Wirtschaft“? Und erhielt als Ergebnis eine Wortwolke, die zeigt, dass vor allem die Begriffe „Geld“, „Genossenschaft“, „Firma“, „Börse“ und „Aktien“ von den Lernerinnen und Lernern mit Wirtschaft assoziiert werden.

Nach einer kurzen Rechtschreibprüfung der Begriffe verständigte sich der Kurs auf Basis der Wortwolke darauf, als Erstes in die Rolle von Sparern zu schlüpfen und die Fragestellungen „Was ist Geld?“, „Was muss ich bei Geldanlagen beachten?“ und „Wie funktioniert die Börse?“ in den Fokus zu nehmen.

24. August 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 Dominik Deinert https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Dominik Deinert2020-08-24 11:24:352020-08-25 13:49:27Wirtschaft – Was interessiert unsere LernerInnen wirklich?

Gemeinsamer Start in Richtung Wüste und neuer Klassengemeinschaft für den Jahrgang 2020

Allgemein

Bereits vor den Sommerferien konnten die neuen Lernerinnen und Lerner einen Tag am Raiffeisen-Campus verbringen und ihre neue Schule kennenlernen. Nun stand der Tag der Einschulung bevor. 52 motivierte, wenn auch etwas nervöse Lernerinnen und Lerner trafen sich zunächst am Sportplatz in Dernbach, um gemeinsam mit ihren Eltern zum Raiffeisen-Campus zu gehen. Durch die Umstände der aktuellen Situation wurde in diesem Jahr ein besonderer „Gottesdienst“ zur Einschulung des neuen Jahrgangs durchgeführt – mit Abstand und im Freien.

Trotz des neuen Veranstaltungsortes eröffnete auch in diesem Jahr Herr Wagner mit seinem Orgelspiel den Gottesdienst. Die offizielle Begrüßung durch Herrn Meffert folgte im Anschluss.
Ganz nach dem Motto des Gottesdienstes „Kamel“ wurde das Element in mehreren Punkten des Gottesdienstes aufgegriffen. So war beispielsweise auch der berühmte Satz „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr“ Thema bei der Lesung aus dem Evangelium. Herr Papzien las zudem noch die Geschichte vom 18. Kamel vor, in der ein Mullah (gelehrter Mann) ein Erbschaftsproblem dreier Geschwister auf unkonventionelle Art und Weise löste.  In seiner Predigt betonte Herr Meffert, dass wir uns als Menschen nicht abhängig von Dingen, sondern erreichbar für die Mitmenschen machen sollen. „Für euch am Anfang eurer Schulzeit heißt das: Klar wollen wir Lehrer, dass ihr euch an Regeln haltet. Aber das reicht uns nicht. Wir möchten, dass ihr füreinander da seid, […]“Die neuen Lernerinnen und Lerner erhielten am Ende des Gottesdienstes ihr Einschulungsgeschenk: eine Kerze mit Kamel-Aufdruck, die ihnen von den Klassenlehrern Frau Kern, Herr Papzien und den FSJlerinnen Frau Fetz und Frau Prüfer überreicht wurden.
Nach dem Gottesdienst und organisatorischen Worten durch die Orientierungsstufenleiterin Frau Kern brachten die Eltern zunächst die Materialien in die Etage der neuen fünften Klassen. Im Anschluss wurde nun endlich das größte Geheimnis des Tages enthüllt: Die neuen Lernerinnen und Lerner durften geordnet in ihre neuen Klassenräume gehen und erfuhren durch ein Puzzle, in welche der beiden fünften Klassen sie zukünftig gehen werden.  

Im Anschluss an diesen sehr spannenden Moment verbrachten die neuen Klassen 5a und 5b eine Schulstunde mit ihren Klassenlehrern und lernten sich durch eine Vorstellungsrunde und Spiele besser kennen. Natürlich gab es auch für die Eltern eine erste Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen auf dem Schulhof auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.  Als Abschluss wurden noch zwei Klassenfotos von den beiden neuen Lerngruppen geschossen. Gegen 11:30 Uhr trafen Kinder und Eltern dann wieder aufeinander und konnten sich von ihren Erlebnissen berichten. Ein ereignisreicher und spannender Tag neigte sich für die neuen fünften Klassen dem Ende.

Hiermit möchten wir – die gesamte Schulfamilie des Raiffeisen-Campus – die neuen Mitlernerinnen und Mitlernern nun offiziell in unserer Mitte begrüßen und hoffen, dass sie gemeinsam mit ihren Karawanenanführern spannende, schöne und lehrreiche Tage beim Durchschreiten der Wüste verbringen werden.

Spannung liegt in der Luft
Einschulungsgeschenk für die neuen 5. Klässler und das Maskottchen der Klassen
Erster Blick in die neuen Klassenräume

21. August 2020
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 Yannic Hofmann https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png Yannic Hofmann2020-08-21 10:46:412020-08-21 10:46:43Gemeinsamer Start in Richtung Wüste und neuer Klassengemeinschaft für den Jahrgang 2020
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