Manfred Hannappel wurde 1988 in Lahnstein geboren und wohnt in Moschheim. Er begann nach seinem Abitur am Mons-Tabor Gymnasium in Montabaur ein Lehramtsstudium mit den Fächern Sport und Spanisch an der Deutschen Sporthochschule und der Universität zu Köln. In den vergangenen beiden Schuljahren sammelte er neben seinem Studium Erfahrungen als Vertretungslehrer am Mons-Tabor Gymnasium. Darüber hinaus organisiert Herr Hannappel seit mehreren Jahren Feriencamps für Kinder im Westerwaldkreis. Sportlich hat er bei dem hiesigen Fußballverein, der EGC Wirges, Fuß gefasst. Am Raiffeisen-Campus absolviert er nun sein fünfwöchiges Fachpraktikum für das Studienfach Spanisch.

Häufig müssen Schulleiter zu Konferenzen und Tagungen und nicht alles, was dort besprochen wird, ist schmackhaft, manches (zum Glück) für Privatschulen auch weniger relevant. 

Da kommt man gerne und freiwillig der Einladung eines besonderen Partners nach, in diesem Fall der der Azurit-Gruppe, die uns seit Schulgründung vor allem mit dem Haus in Montabaur als Partner der Tage der Generationen unter Leitung von Frau Hartung vertraut ist. 

Diesmal führte die Einladung aber nach Langenbach bei Kirburg, wo die neue Hausleitung und Lernermutter Frau Ahrens unter anderem den Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium Dr. Griese anlässlich der Bio-Woche Rheinland-Pfalz begrüßen durfte. Grund ist, dass das Seniorenheim bio-zertifiziert ist, also zum größten Teil biologische Lebensmittel verwendet.

Hier der Text der offiziellen Pressemeldung:

"Am Montag, den 26. August 2013 hatte das AZURIT Seniorenzentrum Hildegardis anlässlich der Ökotage Rheinland-Pfalz zum Bio-Buffet eingeladen. Unter der Leitung von Küchenchef Thomas Kempf  hatte das AZURIT Catering Team ein köstliches Buffet ausschließlich mit Produkten aus ökologischem Anbau errichtet.Der Begrüßungsrede von Hausleiterin Claudia Ahrens folgten Ansprachen von Staatssekretär Dr. Griese, Marco Linke (Leitung Operatives Management AZURIT Catering) und Annette Dülcke (AZURIT Bereichsleitung). Anschließend wurde das Buffet eröffnet, das von allen Anwesenden in den höchsten Tönen gelobt wurde.

Mit dabei waren auch 12 Kinder des Kindergartens Friedewald, die den Gästen das Projekt „Tim Topf“ präsentierten. Hierbei handelt es sich um einen Kochkurs mit Kindern und Bewohnern des Seniorenzentrums, bei dem die Kinder spielerisch an das Thema gesunde Ernährung herangeführt werden. Der Kochkurs findet seit einigen Jahren regelmäßig statt und ist sowohl bei Kindern und ihren Eltern als auch bei den Senioren äußerst beliebt. Die Kinder trugen zur Freude der Anwesenden zwei Lieder vor und erhielten großen Applaus.

Für die Bewohner der Einrichtung wird täglich frisch gekocht. Die hauseigene Küche des Seniorenzentrums ist seit Ende 2010 biozertifiziert. Zum Einsatz kommen regionale, saisonale und frische Produkte, deren Herkunft nachvollziehbar ist. „Mit diesem Konzept ist das AZURIT Seniorenzentrum Hildegardis ein Vorbild für andere Seniorenheime und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in der Region und darüber hinaus“, so Griese in seiner Ansprache.Genuss und Freude am Essen werden im Hildegardis ganz groß geschrieben. „Die Essenswünsche unserer Bewohner werden stets berücksichtigt“, versichert Küchenleiter Thomas Kempf. „Außerdem finden mehrmals im Jahr besondere kulinarische Höhepunkte statt wie zum Beispiel die beliebten Gourmetabende oder Schlemmerfrühstücke“.

Dass es nicht leicht ist, in einer ländlichen Region ausreichend zertifizierten Lebensmittel einkaufen zu können, wurde bei den Ansprachen schnell klar. Dass sie aber ausgezeichnet schmecken, davon durfte sich Schulleiter Meffert beim anschließenden Testessen überzeugen und gibt zu, dass es ein besonders angenehmer und schmackhafter Außentermin war…    

Im Rahmen des Projekttags Bundestagswahl schrieb Lara aus der Jahrgangsstufe 6 diese Geschichte, die ihren Mitlernenden den Wahlgrundsatz „gleich“ verdeutlicht:

„Lea, Hanna, Lara und dann ich: Emma!

Natürlich darf man Kathi nicht vergessen, unsere Streberin und „Miss Obermotz“. So nennt sie die halbe Schule und jetzt stehen die Schulsprecherwahlen auf dem Programm.

„Ich werde alle eure Wünsche erfüllen, wie man die Schule verbessern kann!“, hallte Kathis stimme durch den Saal. Lautes Gelächter hallte zurück.

„Dann geh von der Schule!“

„Hahaha, du uns Schulsprecherin!“, überall hörte man Spott. Das war zu viel für Kathi und sie rannte aus dem Saal.

Als die Kandidaten sich vorgestellt hatten und die Stimmzettel geschrieben waren, rief Kathi: „Meine Stimme muss gewertet und doppelt gezählt werden, denn ich war seit der fünften Klasse Klassensprecherin und ich bin jetzt schon in der achten!“ Unsere Klassenlehrerin griff ein: „Das ist nicht gerecht, Katharina! Verhalte dich gerecht zu deinen Mitschülern, sonst wirst du aus der Wahl raus genommen. Jede Stimme wird gleich gezählt, egal ob du aus China oder Spanien kommst, ob du reich oder arm bist, ob du groß oder klein bist. Das ist Gleichberechtigung und du solltest das wissen!“

Frau Maier, die tollste Deutschlehrerin sagte: „Und so machst du dich auch nicht beliebt und hast weniger Chancen, zu gewinnen.“

„Ohhh…. das hab ich vergessen“, murmelte Kathi verlegen. „Sag der Schule, dass es dir leid tut“, forderte Maier sie auf. „Es tut mir leid“, schrie Kathi durch den Saal.

So ging die Wahl weiter. Die Kandidaten waren Helena, Hanna, Lea, Kathi, Hans, Jonas und ich. Dann wurden die Wahlergebnisse verlesen:

Helena: 30 Stimmen

Hanna:12 Stimmen

Lea: 27 Stimmen

Hans: 11 Stimmen

Jonas: 20 Stimmen

Kathi: 34 Stimmen

Emma: 34 Stimmen

„Somit sind unsere Schulsprecherinnen Emma und Kathi. Herzlichen Glückwunsch ihr beiden. So ist ja doch noch ein gleichberechtigtes Ergebnis rausgekommen“, rief Frau Maier durch das Mikrofon. Paul schrie:„Jetzt wird gefeiert! Auf Emma und Kathi, unsere beiden Schulsprecherinnen!“

So tanzten wir noch und feierten, dass die Hütte wackelte.“

In Mogendorf findet morgen die Bürgermeisterwahl statt. Luisa und Tomas ließen sich aufstellen.

Es war so weit: Fabienne fragte ihren Vater, wen sie wählen sollte, aber ihr Vater sagte:

Das musst du selbst entscheiden!“ „Ich will nicht“, sagte Fabienne.

Sie überlegte und schlief eine Nacht darüber und dann, drei Stunden bevor sie wählen musste, sagte sie schließlich zu ihrem Vater: „Ich habe es mir überlegt und du kannst meine Stimme haben, Papa.“ Ihr Vater aber meinte: „In Deutschland gibt es keine Wahlmänner und Wahlfrauen!“

„Wahlmänner? Wahlfrauen? Was meinst du damit?“, fragte sie ihren Vater. Er antwortete:

„In Deutschland wird unmittelbar gewählt…“

„Was heißt das schon wieder?“, unterbrach Fabienne ihren Papa.

„Fangen wir langsam an“, erwiderte er. „Unmittelbar bedeutet, dass die Wählerinnen und Wähler direkt wählen und SELBST!“ „Bedeutet das, dass ich dir nicht meine Stimme überlasen darf?“, fragte sie weiter.

Ihr Vater erklärte: „Ja, da kommen wir zu dem anderen Thema. Wahlmänner und Wahlfrauen gibt es bei uns nicht. Das sind Leute, die deine Stimme bekommen, aber das ist nicht erlaubt.“ „Gut, jetzt weiß ich es. Danke!“

Und Fabienne wählte alleine und erklärte am nächsten Tag ihrer Oma, wie man wählt.

Und wer weiß, vielleicht wird sie eines Tages auch mal Bürgermeisterin?!

"Ich stand vor meinem Baum

und hatte einen Traum.

Drum liebe ich ihn sehr,

das fällt mir gar nicht schwer.

Ich flog, wie ein Vogel, auf seine Äste

und dachte es wäre das Beste,

dort oben zu sitzen und zu schauen,

wie wir die neue Schule bauen.

Hier kann ich mich entspannen

und neue Kräfte für den Unterricht sammeln.

Meinem Baum schwöre ich ewige Treue

und empfinde es ohne Reue."

 

Ein Gedicht von Marie-Christin, Kl. 7a,  entwickelt im Kontext der Langzeitbeobachtung des Lieblingsbaumes auf dem Schulhof im Biologie-Unterricht bei Frau Hartung.

 

Im Deutschunterricht der 7. Klassen wurde bei Frau Bittger unlängst die Vorgangsbeschreibung behandelt. Die Lernenden übten sich dabei im sachlichen, präzisen und nachvollziehbaren Beschreiben. Am besten funktioniert das natürlich, wenn man die zu beschreibende Handlung zuvor selbst durchgeführt hat und somit weiß, wovon man schreibt. Und so erlebten die Lerner ein paar etwas andere Deutschstunden: mal im Vierfüßerstand, mal im Katzenbuckel und mit viel Spaß. So mancher stellte dabei fest, dass auch das korrekte Ausführen einiges an Konzentration und Körperbewusstsein erfordert. Eine fehlerhafte Beschreibung wiederum hätte in der Kontrollphase die ein oder andere Verrenkung zur Folge gehabt… Die Lerner merkten schnell: Erst wenn man auch eine unbekannte Übung anhand der verfassten Vorgangsbeschreibung durchführen kann, ist sie präzise genug.

Für den naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung wünschten sich die Lernenden der vormals fünften Klassen noch mehr praktisches Arbeiten. So setzen sie sich, angekommen in Klasse 6, mit dem Thema Wetter eigenverantwortlich im Stationenlernen auseinander, welches viele materialintensive Experimente bereit hält.

Dabei arbeiten die Lernenden paarweise. Die Partnergruppen bildeten sich nach einem Wahlpflichtprinzip: Es durften sich immer nur zwei Lernende in einer Gruppe zusammen finden, wenn sie laut dem zuvor selbst durchgeführten und ausgewerteten Lernstrategietest hauptsächlich unterschiedliche Lernstrategien verfolgen. So kann sich beispielsweise ein Lerner, der aktuell hauptsächlich logisch-mathematische Lernstrategien bevorzugt, von einem Lernenden unterstützen lassen, der aktuell hauptsächlich verbal-sprachliche oder physisch-kinästehtische oder visuell-räumliche Lernstrategien verfolgt.

Unter der Prämisse dieser unterschiedlichen Stärken einer jeweiligen Partnergruppe stellen die Lernenden Messdaten sach- und adressatengerecht dar, deuten Aggregatzustände mit Hilfe von Teilchenvorstellungen, stellen den Wasserkreislauf als Folge von Energieumwandlungen mit der Sonne als primäre Energiequelle dar und stellen Argumente für die Nutzung der Solarenergie im Alltag zusammen. Sehen Sie selbst eine kleine Auswahl an zielführenden Experimenten.

Auch bei schönem Wetter macht Schmökern schlau. Banuja, Lernerin in der Sexta am Raiffeisen-Campus, wurde kürzlich lobend im Amtsblatt erwähnt, weil sie 78 (!) Bücher mit insgesamt achttausendsechshundertundfünfundsechzig Seiten im Lesesommer verschlungen hatte. Und sie hat sich mitnichten daran verschluckt. Herr Meffert hätte sei um ein Haar kürzlich gerügt, weil sie kurz nach dem Beginn der Lesephase schon am Ende der Doppelseite angekommen war – er dachte, sie habe etwas ausgelassen. Jetzt ist der Schulleiter schlauer und erkennt, dass Banuja einfach schnell liest. Wir sind stolz auf den Erfolg unserer Lernerin und bedanken uns herzlich für das tolle Engagement von Frau Weinbrenner, die als Büchereileiterin die Kinder zu solchen sinnvollen Freizeitbeschäftigungen motiviert. Den Schwimmbadgutschein, die Eintrittskarte zum Zoo und das Eis dazu haben ihr sicher genauso gut geschmeckt wie die vielen spannenden Bücher! Nachahmenswerte Aktion!

Im Rahmen des Projekttags Bundestagswahl schrieb Mara aus der Jahrgangsstufe 6 diese Geschichte, die ihren Mitlernenden den Wahlgrundsatz „geheim“ verdeutlicht:

„Leon erzählt auf dem Heimweg von der Schulsprecherwahl in der letzten Woche:

„Letzte Woche hatten wir die Schulsprecherwahl gemacht“, beginnt Leon. „Jeder der Klassen musste zwei Schüler wählen, die an der Schulsprecherwahl mitmachen wollten. Mein bester Freund Leonard und ich wurden aus der 6a gewählt. Aus den anderen Klassen traten an: Lara, Lucas, Tommy, Henrik, Janik, Mika, Nele, Maria, Till, Nick und wir“, erzählte Leon weiter.

„Als jede Klasse zwei Leute gewählt hatte und zwei Tage vergangen waren, kam endlich die Wahl. Alle Klassen trafen sich in der Aula und die Ausgewählten sollten auf die Bühne gehen, die wir in der Aula haben. Herr Trommler, der Schulleiter erklärte die Wahl: „Jeder bekommt gleich einen Zettel auf dem alle Namen drauf stehen, aber erst erzählen die Schüler, warum sie Schulsprecher werden wollen. Wenn das alles geschehen ist, werden wir die Zettel wieder einsammeln und die dann in der Woche auswerten. Nächste Woche werdet ihr die Ergebnisse bekommen. Das alles ist eine geheime Wahl. Ich möchte nicht, dass jemand die geheime Wahl zerstört. Ich erkläre euch mal kurz, was eine geheime Wahl ist: Geheimwahl bedeutet, dass man es niemandem erzählen muss, wen man gewählt hat, man kann es aber. Deswegen gibt es in der Politik auch Wahlurnen oder Wahlkabinen. Das heißt geheime Wahl“, erklärte Leon.

Alle Schüler die auf der Bühne standen, erzählten warum sie Schülersprecher werden wollen. Auch ich! Als wir das endlich gemacht haben, wurden die Zettel verteilt, die Kreuze gemacht und wieder eingesammelt. Dann war Ende der Stunde und alle Klassen gingen zurück in den Klassenraum.“

„Heute haben wir endlich die Ergebnisse bekommen und ratet mal, wer Schulsprecher geworden ist? ICH! Und Lara aus der 7c ist Schulsprecher-Vertreterin geworden“, erzählte Leon. „Ich muss jetzt leider auch los! Auf Wiedersehen!“

Leon ging schnell den Weg weiter hinunter, weil er nach Hause wollte und senien Eltern davon erzählen wollte, dass er Schulsprecher geworden ist.“

Farbig ist der Unterricht Bildende Kunst bei Frau Kisters in der Jahrgangsstufe 5 sowieso. Farbenlehre lernten die Sextaner ebenfalls auf farbige Art und Weise. Nicht mit Pinseln sondern Pipetten wurde gearbeitet.

So experimentierten die Lernenden fröhlich und neugierig mit verschiedenen Farben und lernten die Besonderheiten mancher Farben kennen. Alle Gruppen blieben energisch dran und mischten die unterschiedlichsten Töne. Es wurde viel diskutiert, dokumentiert und Ergebnisse wie Erfahrungen ausgetauscht aber wie und was man da auch zusammen mischte, manche Farben ließen sich einfach nicht erzeugen.

So lernten die Lernenden besonders praxisnah die Bedeutung und die Unterschiede der sogenannten Primär- , Sekundär- und Tertiärfarben kennen. Schön wenn aus grauer Theorie bunte Praxis wird.