Der Leser stutzt: Denn fast sensationell mutet das Ergebnis an, zu dem zwei RC-Jungforscherteams (2015a und 2015b) gekommen sind, als sie folgender Frage gegenüberstanden: Wie können wir eigentlich die Größenverhältnisse und Abstände in unserem Sonnensystem veranschaulichen? Immerhin ist der Jupiter mit 142.984 km Durchmesser der größte Planet unseres Sonnensystems und damit etwa 11-mal größer als unsere Erde. Und 628.000.000 km trennen die Erde und den Jupiter. Der kleinste Planet ist der Merkur mit 4879 km Durchmesser. Er ist „nur“ 58.000.000 km von der Sonne entfernt und steht ihr somit am nächsten. Also: Zahlen und Fakten zu unserem Sonnensystem, die beeindruckend aber auch unvorstellbar sind.

Da die Planeten nun nicht auf der Erde zu fassen sind, geschweige denn in einen Klassenraum passen, wurde den RC-Jungforschern bei der Suche nach einer Antwort schnell klar: Alles muss in einem Modell verkleinert und veranschaulicht werden. Unter der Leitung ihrer Forschungsleiterin Frau Berleth und mit der tatkräftigen Unterstützung einer externen „Forschergruppe“ (Grundschulkinder, die sich im Rahmen des Schnupperunterrichtes auf dem Raiffeisen-Campus aufhielten) notierten die Lernerinnen und Lerner zunächst den Durchmesser eines jeden Planeten sowie seine Entfernung von der Sonne. Anschließend überlegten sie einen geeigneten Maßstab, um das Modell im Klassenzimmer bauen zu können. Sodann ging es richtig los.

Als Baumaterial standen unterschiedlich große Schokokugeln, runde Kaugummis, Kichererbsen, Pfefferkörner, Äpfel, Mandarinen und Pomelos zur Verfügung. Mit einem Zollstock wurden die Größen gemessen, um den Planeten ein geeignetes Lebensmittel zuzuweisen. Anschließend wurden die ausgewählten Lebensmittel in entsprechenden Abständen zur Sonne angeordnet. Und fertig war das Lebensmittel-Planeten-Modell. Nun fragt sich der Leser mit Recht, wie groß denn nun der Jupiter, der  Mars und die Erde sind. Nimmt der Jupiter die Größe einer Pomelo (ca. 14 cm) an und der Mars die Größe eines Pfefferkorns, dann ist die Erde ein Kaugummi (ca. 1,3 cm).

Auf der Grundlages dieses Modells konnten sich unsere Jungforscher die Größenverhältnisse und die Abstände in unserem Sonnensystem erfolgreich vor Augen führen. Generell eignen sich  Modelle dazu, die Realität in einem meist verkleinernden Maßstab darzustellen und zu veranschaulichen. Bei unserem Planetenmodell wurde uns schnell bewusst, dass wir Menschen bei der Untersuchung des Makrokosmos an Grenzen stoßen und letztlich nur auf einem Kaugummi leben.

 

 

Für zahlreiche Grundschülerinnen und Grundschüler war der vergangene Samstag ein ganz besonderer Tag: Sie hielten sich für knapp zwei Stunden auf dem Raiffeisen-Campus auf, um am Aufnahmetest für die kommende 5. Klasse teilzunehmen. Bereits in der Woche zuvor hatten sie während der Schnuppernachmittage den Raiffeisen-Campus kennengelernt und konnten schon den Unterricht in der jetzigen 5. Klasse besuchen. Nun waren sie voller Begeisterung erneut an den Campus zurückgekehrt, um zu zeigen, dass sie im kommenden Schuljahr genau dieses Gymnasium besuchen wollen. Die Viertklässler erhielten verschiedene Aufgabenformate und waren gefordert, ihr Können unter Beweis zu stellten.

Während der Prüfungszeit warteten die Eltern bei Kaffee und Apfelsaft im Forum. Dort hatten sie die Gelegenheit, in einer angenehmen Atmosphäre Fragen zu stellen und sich weiter über die Besonderheiten des privaten Ganztagsgymnasiums Raiffeisen-Campus zu informieren. Dabei wurden nicht zuletzt auch erste Kontakte mit anderen interessierten Eltern geknüpft.

Trotz der Aufregung, die mit jeder Testsituation verbunden ist, genossen alle Beteiligten wieder eine schöne Zeit auf dem Campus und hatten die Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen.

Den Prüflingen drücken wir die Daumen und freuen uns schon jetzt, sie im kommenden Schuljahr als unsere neuen Lernerinnen und Lerner begrüßen zu können.

Gute Kontakte und generationsübergreifende Projekte zwischen Seniorenheimen und Schulen können Jung und Alt viel Freude bereiten. Sie stellen vor allem aber auch einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft dar. Vor diesem Hintergrund waren LernerInnen des Landesmusikgymnasiums in Montabaur und des Raiffeisen-Campus in Dernbach am Freitag, dem 15.1. 2016, zu Gast beim Azurit-Seniorenzentrum in Montabaur. Sie waren der Einladung des Azurit gefolgt und nahmen damit am traditionellen Neujahresempfang teil.

Zu den Glanzpunkten des abwechslungsreichen Programms, auf dem u.a. Grußworte prominenter Gäste aus Politik, Bildung und Gesellschaft sowie Ehrungen für Mitarbeiterinnen und Heimbewohner standen, gehörte auch die musikalisch-künstlerische Unterhaltung. Diesen  Beitrag leisteten die Schüler aus den beiden genannten Gymnasien. Das musikalische Entree übernahmen zwei sehr talentierte Schüler aus der Gitarrenklasse des Landesmusikgymnasiums. Sie interpretierten virtuos und mit sichtlicher Freude am Umgang mit der Gitarre ausgewählte klassische Lieder.   

Den Beitrag des Raiffeisen-Campus, Goethes Ballade „Der Zauberlehrling“, kündigte Angelina an und lud das Publikum freundlich zum Mitsingen ein. Unmittelbar danach zogen unsere Lernerinnen der 9a buchstäblich alle musikalisch-künstlerischen Register und präsentierten in einer perfekt gerappten und choreographisch ausgezeichneten Darbietung von Goethes Ballade eine Kostprobe ihres Könnens. Von ihrem Auftritt war das Publikum restlos begeistert. Auch wenn viele Anwesende Goethes „Zauberlehrling“ von ihrer eigenen Schulzeit her kannten, so gaben doch manche anschließend zu, den Text in der gerappten Darbietung unserer Lernerinnen wieder neu entdeckt zu haben. Und dass unsere Lernerinnen selbst beim ausgiebigen und leckeren Buffet immer wieder darauf angesprochen und gelobt wurden, zeugt von ihrem gelungenen Auftritt. Das erfüllt uns natürlich mit Freude und macht uns auch ein wenig stolz.

Frau Ahrens, der Leiterin des Azurit-Zentrums in Montabaur, danken wir an dieser Stelle sehr herzlich für die Einladung. Den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern wünschen wir für 2016 weiterhin alles Gute!  

 

 

 

Lernerfolgskontrolle – dieser Begriff wird häufig auf klassische mündliche und/oder schriftliche Prüfungsformate reduziert. Allerdings geben die in solchen Tests erzielten Ergebnisse oft nur eingeschränkt Auskunft darüber, was und wie viel eine Lernerin bzw. ein Lerner tatsächlich verstanden hat oder nicht. Dagegen können die Lerner mithilfe des „Interwriting“ sowohl inhaltlich-thematische Aspekte, die im Laufe der Bearbeitung einer Lerneinheit ihr Interesse und ihre Neugier besonders geweckt haben als auch solche, mit denen sie Schwierigkeiten haben, besser reflektieren. Bei diesem Verfahren handelt es sich um einen (vorstrukturierten) Schreibdialog im Unterricht. Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass sich zwei Lerner abwechselnd über ihren Verstehenshorizont und ihre Verstehensweisen austauschen, die Ergebnisse fixieren und bewerten. Nach Einführung dieser Methode in meiner Deutschklasse (8a) kamen die Lerner auf die Idee, ihre erste Begegnung mit dem „Interwriting“ in folgendem Erfahrungsbericht festzuhalten:  

Zettel schreiben im Unterricht? Wir dachten, wir hätten uns verhört, als Herr Dr. May uns heute dazu aufforderte. Ganz so war es dann doch nicht gemeint. Die neue Lernmethode, die wir heute im Deutschunterricht kennengelernt haben, erinnert wirklich etwas an das Zettelschreiben im Unterricht, das  den meisten Lehrern doch ein Dorn im Auge ist. Allerdings geht es beim "Interwriting" nicht darum, sich während des Unterrichts  über private Unternehmungen am Wochenende zu schreiben, sondern vielmehr darum, sich den Unterrichtsstoff vor Augen  zu führen und sich bewusst Gedanken über  Verstandenes und Nichtverstandenes zu machen.

Das Ganze funktioniert wie beim Whatsappschreiben: Jeder Lerner schreibt einen Satz darüber, wie er mit dem gegenwärtigen Thema klar kommt und was ihm daran besonders gefällt oder womit er Schwierigkeiten hat.  Danach tauschen die beiden Sitznachbarn oder Schreibpartner  ihre Hefte und antworten auf den Satz des anderen mit einer Gegenmeinung, einer Zustimmung, einer Relativierung oder auch einer Rückfrage. Für jede Antwort haben die Paare jeweils eine Minute Zeit. Ist die Minute vorbei, tauschen sie zurück und antworten dort. Aber Vorsicht! Wer nicht direkt tauscht, scheidet aus.

Eine weitere Besonderheit ist, dass während der Schreibphase nicht gesprochen wird. Die Schreibpartner tauschen sich ausschließlich schriftlich aus. So entstehen praktisch zwei Texte, die den Lernstoff wiederholen und in denen man auch hilfreiche Diskussionen führt. Wie lange die Hefte hin und her gereicht werden, entscheidet der Lehrer in Abstimmung mit der Klasse –  bei uns waren es 10 Minuten, d.h. in jedem Heft standen 5 Sätze und 5 Antworten zum Thema „Kurzgeschichte“.

Nach der Partnerarbeit kam jede Gruppe nach vorne und las ihre Texte vor. Besonders auffällig hierbei: Die einzelnen Partnergruppen sind unterschiedlich an die Aufgabenstellung herangegangen. In unserer Klasse gab es zum Beispiel einige Gruppen, die sich gegenseitig nochmals die wichtigsten Merkmale der Gattung „Kurzgeschichte“ schilderten, andere wiederum, die mehr über die 2 verschiedenen Geschichten diskutiert haben, die wir bis jetzt gelesen haben und wieder andere, die mit guten Argumenten versucht haben, ihren Schreibpartner zu überzeugen, dass das Thema doch ganz spannend ist. Gerade dieser Punkt führt hat dazu geführt, dass man das Thema noch mal mit ganz anderen Augen gesehen hat und manchem Lerner ist dabei tatsächlich Licht aufgegangen.

Interwriting haben wir also als eine Lernmethode kennengelernt, die sich für eine Zwischenbilanz oder zum Abschluss eines Themas sehr gut eignet. Rückmeldung bekommen hierbei sowohl Lehrer als auch Lerner, was verstanden wurde und was noch wiederholt oder vertieft werden kann. Ein wichtiger Punkt darf nicht fehlen: Man hat Freude dabei und kann nur Positives daraus ziehen.

Am 27.11.2015 besuchten die beiden Klassen 9a und 9b gemeinsam mit ihren Deutschlehrerinnen Frau Groß und Frau Maier die Autorenlesung von Zohre Esmaeli in der Stadthalle Ransbach-Baumbach. Die heute 30 Jahre alte Autorin ist als 13-jährige mit ihren Geschwistern und ihren Eltern aus Afghanistan geflohen, bis sie in Deutschland ankam und hier die Schule besuchte. Sie las aus ihrem Buch „Meine neue Freiheit“ vor und machte den Kindern und Jugendlichen deutlich, was es heißt, die Heimat verlassen und in ein unbekanntes Land fliehen zu müssen.

Die Autorenlesung gestaltete Esmaeli anschaulich, indem sie auch einige persönliche Geschichten erzählte. Das Besondere an ihr ist auch ihre berufliche Karriere, denn sie wurde mit 17 Jahren in einem Bekleidungsgeschäft gefragt, ob sie modeln wolle. Dies stieß jedoch bei ihren Eltern nicht auf Gegenliebe und sie hatte auch hier in Deutschland einen langen Weg vor sich, bis sie es in die Riege der Topmodels schaffte. Das Buch thematisiert somit sowohl die Fluchtgeschichte des heutigen Models als auch ihren mühseligen Weg in ihr heutiges Berufsleben.

Die Lernerinnen und Lerner waren von dieser Lesung beeindruckt und freuten sich über das Angebot der Autorin, am Ende Autogramme zu geben oder für Fotos und Gespräche zur Verfügung zu stehen. Mit dieser Lesung konnte wieder an die Themenwoche „Flucht und Vertreibung“ am Raiffeisen-Campus sinnvoll angeknüpft werden.

Am 10.12.2015 nahm die Jahrgangsstufe 8 am Trainingsprogram „Road Sense“ von Mercedes Benz in Koblenz teil. Bereits in der ersten Stunde ging es mit unseren Lehrern Frau Salvador, Herrn May und Herrn Schenkelberg los. Nach unserer Ankunft in Koblenz wurden wir von einer netten Mitarbeiterin mit dem Namen Carmen empfangen und in das Gebäude geführt, wo wir unsere Taschen abstellen konnten. Anschließend wurden wir begrüßt und in das Programm eingeführt.

Nach einem spannenden Theorieteil, bei dem es um die Verantwortung des Beifahrers ging, wurden wir in acht Gruppen mit jeweils einem Fahrlehrer eingeteilt und fuhren dann zum Trainingscenter von Mercedes, um dort Praxisübungen zu absolvieren. Hier durfte jeder Lerner mindestens zwei Runden selbst fahren und dabei erleben, wie es ist, am Steuer zu sitzen und das Auto sicher zu lenken. Getestet wurden sowohl unser Theoriewissen als auch unsere Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationen. Auch wenn man selbst gerade nicht am Steuer saß, musste man aufpassen und genau wissen, welche Aufgabe der lenkende Lerner hat und welche Herausforderung er gerade bewältigen muss.

Bei der ersten Runde bestand unsere Aufgabe darin, abzuschätzen, ob wir durch eine kleine Fahrbahn durchkommen würden oder nicht. Hier waren Augenmaß und das Selbstvertrauen gefragt. Bei der zweiten Runde griff der Fahrlehrer dann ins Lenkrad und drückte zuerst blitzartig auf das Gaspedal und dann wenig später plötzlich auf die Bremse, sodass die vorher im Wagen verteilten Bälle nach vorne flogen und entweder an den Insassen, an den Sitzen oder auch an der Windschutzscheibe hängen blieben. Getestet wurde auch die Ablenkung. Danach drehte der Beifahrer die Musik laut und machte ein wenig Partystimmung. Die letzte Herausforderung bestand darin, dem Fahrer blind zu vertrauen: Die drei Mitfahrer auf der Rückbank bekamen eine Augenbinde während der Fahrt und mussten sich ausschließlich auf den Fahrer verlassen.

Nach jeder Fahrt fand eine Besprechung der Risiken, Gefahren und der Herausforderungen statt. Jeder Lerner bekam die Gelegenheit, seine persönlichen Erfahrungen mit den anderen Lernern zu teilen.

Am Ende der Veranstaltung bekam jeder Teilnehmer ein Heftchen mit den wichtigsten Informationen zu den einzelnen Themenbereichen. Nun ging es zurück in den Bus, der uns nach vier lehrreichen und spannenden Stunden sicher zur Schule zurückbrachte.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Mercedes Benz für dieses einmalige Erlebnis!

Jedes Jahr fiebert die RC-Familie dem Kulturtag entgegen, stellt er doch traditionell einen der Höhepunkte in unserem Schulleben dar.  Und wie jedes Jahr begann auch der Kulturtag am 21.12.2015 mit dem ebenfalls traditionellen vorweihnachtlichen Gottesdienst, der unter der Leitung der Fachschaft Religion von Lernerinnen und Lernern der beiden 6. Klassen zum Abschluss der Unterrichtsreihe „Ökumene leben“ vorbereitet und in der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius in Dernbach durchgeführt wurde.

Bevor es dann weiter nach Koblenz ging, ließ es sich Schulleiter und Anglist Bernhard Meffert nicht nehmen, die Lernerinnen und Lerner sowie das Kollegium für das Musical „My Fair Lady“ zu begeistern, das auf dem Abendprogramm stand. In einem  kompakten Vortrag im Forum machte er uns mit dem Inhalt und den Hintergründen des Stückes vertraut, sodass wir nicht unvorbereitet zu der Aufführung kamen.

In Koblenz angekommen besuchten wir zunächst verschiedene Kultureinrichtungen, die allesamt klar machten: Der Rhein, der heute sowohl Lebensraum, Wirtschaftsfaktor als auch Verkehrsader und Magnet für Touristen bildet, ist kein Strom wie jeder andere. Die entscheidenden Phasen dieser Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Rheins konnten die Lernerinnen und Lerner im Rahmen einer 60-minütigen Führung im Rhein-Museum, einer der ältesten Koblenzer Kultureinrichtungen, entdecken, bevor sie schließlich auf den Weihnachtsmarkt gehen durften, wo sie verschiedene Weihnachtssouvenirs shoppen konnten.

Das absolute Highlight des Kulturtages bildete der abendliche Besuch des Musicals „My Fair Lady“,  eines großartigen Klassikers nach George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“ – mit Ohrwürmern wie „Es grünt so grün“ und „Ich hätt´ getanzt heut Nacht“ –  Die Lernerinnen und Lerner sowie viele Eltern, die mit uns das Stück gesehen haben, waren von der spektakulären Aufführung begeistert.

Ein großes Dankeschön an die Projektleiterin, Frau Ingenhoven, aber auch an unsere Lernerinnen und Lerner sowie an die Eltern für die großartige Unterstützung  bei diesem tollen Jahresausklang! Wir freuen uns schon jetzt auf den Kulturtag 2016!

Winterzeit ist Lesezeit. Passend dazu fand der jährliche, schulinterne Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am 10.12.2015  am Raiffeisen-Campus statt. Der Sieger des Wettbewerbs vertritt die gesamte Schule beim kreisweiten Entscheid in Hachenburg.

In diesem Jahr begrüßte die neue Fachkonferenzleiterin Frau Jenny Groß die traditionell zu diesem Termin angereisten Seniorinnen und Senioren des Alten-und Pflegeheims Azurit aus Montabaur, die gemeinsam mit der Siegerin des Vorjahres und der Fachkonferenzleitung Deutsch die Jury bilden.

Die vier Klassensieger Luke, Palina, Vivienne und Line wurden zunächst für ihre Leistungen geehrt und erhielten eine Urkunde sowie einen Schokonikolaus. Im Anschluss daran las jeder eine Textstelle aus einem selbst ausgesuchten Buch vor. Hier tauchten die Zuhörer in die Welt von Geistern, kleinen Detektiven, Tieferschatten und in die Lebensgeschichte einer jungen Frau ein. Stets spannend, kurzweilig und mit spürbarer Lesefreude trugen die vier Lernerinnen und Lerner ihre Textauszüge vor. Danach folgte  die Lektüre eines von der Jury vorgegebenen Textes, der den Kindern unbekannt war. Dieser stammte aus dem bekannten Kinder-und Jugendroman „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ von Andreas Steinhöfl.

Am Ende der Präsentation zog sich die Jury zu Beratungen zurück und wertete die zuvor ausgeteilten Bewertungsbögen aus. Es kann an dieser Stelle verraten werden, dass es eine äußerst knappe Entscheidung war. Es zeigt sich, dass die Klassensieger sehr gut auf den Vorlesewettbewerb vorbereitet waren. Letztlich stand aber eine Siegerin fest: Palina! Ihr wurde in der Lernerversammlung eine entsprechende Urkunde verliehen samt einem Buchgeschenk.

Wir drücken Palina die Daumen beim Kreisentscheid!

Nach der ersten Vorlesung, welche die Lernerinnen und Lerner des Wahlpflichtfaches Wirtschaft im Schloss Montabaur besucht haben,  waren in den darauf folgenden Wochen mehrere Dozentinnen und Dozenten der ADG Business School zu Gast am Raiffeisen-Campus. Die Themen der Vorlesungen waren und sind vielfältig. Erläutert wurden dabei verschiedene Aspekte der Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und des Personalmanagements. So erfuhren die Lernerinnen und Lerner beispielsweise, wie ein Bewerbungsverfahren abläuft. Damit sind sie als zukünftige Bewerberinnen und Bewerber nun für ihre späteren Bewerbergespräche gut gewappnet. Sie wissen jetzt über die Strategien ihres potentiellen Chefs genau Bescheid.

Nicht nur die Lernenden verfolgten die Vorlesungen mit großem Interesse; auch die Dozentinnen und Dozenten zeigten sich zufrieden und waren von der Beteiligung ihres jungen Auditoriums begeistert. Das Engagement, den Uni.-Stoff speziell auf die Bedürfnisse der Lernerinnen und Lerner anzupassen, hat sich demnach gelohnt. Die Kalkulationsrechnung beispielsweise ist für viele Lernerinnen und Lerner keine trockene Mathematik mehr, sondern kann etwa an einer Saftpresse für den Apfelsaft des Big Apple Day praktisch erprobt werden.

Zum Abschluss des ersten Teils der Vorlesungsreihe stellen sich die Lernerinnen und Lerner ihrer nächsten Herausforderung: dem Verfassen einer Hausarbeit zu einem Teilthema der Vorlesung, ganz so wie es an der Uni. nach Abschluss einer Veranstaltung häufig der Fall sein wird. Auch hier sollen Theorie und Praxis verknüpft und auf die bald zu gründende Schülergenossenschaft und den Betrieb des Snackautomaten angewandt werden.

 Wir wünschen den zukünftigen Studierenden dabei viel Erfolg!

 

 

 

Durch Anschauen und Besprechen eines Videos lernen – Nach diesem didaktischen Grundsatz konnten die Lernerinnen und Lerner der 9a in einer Mathematikstunde herausfinden, wie früher Längen ausgemessen wurden: Man läuft eine Strecke ab, nutzt einen Stab und die eigene Körpergröße und kann so nicht erreichbare Längen berechnen. Aber was steckt da hinter? Wie wurde damals gerechnet?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen konnten die Lerner auf die zu Beginn des Schuljahres behandelten Themen zurückgreifen und dann mit Hilfe von weiteren Beispielen die neuen Erkenntnisse anwenden und vertiefen.

Anschließend hieß es: ab nach draußen! Was damals möglich war, funktioniert doch heute auch noch, oder? Gemeinsam wurde ein Jakobsstab gebaut, mit dem – unterstützt durch die Schrittlängen der Lernerinnen und Lerner – die Höhe des Schulgebäudes vermessen wurde. Beim Vergleichen der Ergebnisse zeigten sich sowohl die Vorteile als auch die Nachteile der  Methode.

Der Jakobsstab stellt zweifellos ein nützliches Instrument dar, das auch ohne sonstige Hilfsmittel schnell eingesetzt werden kann. Allerdings ist das Ergebnis recht ungenau. Daher sollte bei diesem Verfahren nie darauf verzichtet werden die Resultate einer realitätsnahen Schätzung gegenüber zu stellen.