Raiffeisen-Campus - Privates Gymnasium in Dernbach im Westerwald
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Wir sind Bagger ! – Baubeginn am RC

Allgemein

Wer sich in diesen Tagen auf dem Schulgelände des Raiffeisen-Campus aufhält, dem fallen unwillkürlich gewaltige Veränderungen auf. Denn  kurz vor den Osterferien ist der lange erwartete Bagger vorgerückt und hat den Beginn des zweiten Bauabschnittes unserer Schule eingeläutet. Während sich am Anfang noch scheinbar wenig veränderte, nimmt die Baugrube mit Beginn des Aprilmonats jeden Tag neue Konturen an. Es tut sich etwas, wie auch die Bilder zeigen.

Mit den fortschreitenden Bauarbeiten entstehen denn auch neue und spannende Schulhofgeschichten, die, wie die hier zuletzt erschienene Geschichte „Ein Herz für Kinder des Baggerfahrers“ deutlich gemacht hat, unser Schulleben um ein Vielfaches bereichern.  Natürlich gibt es an unserer Baustelle – wie an  jeder anderen Baustelle auch –  neben diesen tollen Berichten auch ein paar trübe Begleiterscheinungen: So dringt bei offenem Fenster der Baustellenlärm schnell einmal in die Räume der nahe gelegenen Klassen. Auch ist der Schulhof durch die Errichtung des Bauzaunes noch ein Stück enger geworden, und nicht jeder Ball akzeptiert dieses Ende des Hofes.

Aber diese normalen Nebenerscheinungen werden von der gesamten RC-Familie gerne akzeptiert, denn wir wissen: Hoffentlich schon bald können die Räume des Neubaus bezogen werden und somit gewinnen wir den gegenwärtigen Einschränkungen etwas Positives ab, nämlich die Aussicht auf eine moderne Lernumgebung mit den besten Voraussetzungen für den schulischen Erfolg.

Wir sind gespannt, wie es in den nächsten Tagen weitergeht und laden Sie deshalb herzlich dazu ein, die Baufortschritte anhand unserer regelmäßigen Berichte an dieser Stelle mitzuerleben.   

 

 

23. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/Ke_Bau1.jpg 768 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-23 22:00:002016-04-23 22:00:00Wir sind Bagger ! – Baubeginn am RC

Frühstücken wie zur Zeit Jesu

Allgemein

Bibelstellen lesen, Szenen nachstellen, Sachtexte verstehen und Fragen beantworten, eigene Dialoge schreiben oder Pop-up Häuser bauen – all das konnten die Lernerinnen und Lerner der Klasse 5a und 5b in den letzten Wochen im Religionsunterricht erleben. Zur Lerneinheit „Umwelt Jesu“ gehört ein breites Wissen, um auch die Religion des Judentums zu verstehen und die weitere Entwicklung von Jesus einordnen zu können.

Damit aber auch ein neues Element erfahrbar wird, entschlossen sich die drei Religionslehrerinnen Frau Berleth, Frau Groß und Frau Schade kurz vor den Osterferien und dem Ende der Unterrichtseinheit  dazu, ein gemeinsames Frühstück zu organisieren. Nutella? Marshmallowcreme? Fehlanzeige! Mitgebracht und gegessen wurden (fast) ausschließlich nur Produkte, die es auch zu Jesu Lebzeiten gab. So kamen Ziegenkäse, Feigen, Humus, Datteln, Granatapfel, Fladenbrot, Milch und vieles Weitere auf die reichhaltig gefüllte Frühstücksplatte. Auch Neues wurde von den Kindern probiert, damit sie zumindest ihre Geschmackssinne erweitern können.

Viel Freude bereitete diese Zusammenkunft der Lerner der Klassen 5. Sie machte deutlich, dass Religionsunterricht auch kulinarisch genussvoll sein kann.

 

 

 

21. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC_0002_03.jpg 800 530 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-21 22:00:002016-04-21 22:00:00Frühstücken wie zur Zeit Jesu

Wer wird Logarithmär?

Allgemein

Ziel einer der letzten Lernumgebungen im Mathematikunterricht der Klasse 9 war die Erstellung einer eigenen App zum Trainieren von Exponentialgleichungen und Logarithmen. Bevor es jedoch soweit war, arbeiteten die Lerner sich mit der Legende der Erfindung des Schachspiels in das Thema ein:
 
Sissa ibn Dahir zeigte mit Hilfe des Schachspiels dem grausamen Herrscher Shihram die Vorteile von Milde und Güte gegenüber seinen Untertanen, ohne diesen direkt zu kritisieren. Zum Dank hatte Sissa einen Wunsch frei. Er wünschte sich auf dem ersten Feld des Schachbrettes ein Weizenkorn und auf jedem nächsten Feld des Schachbrettes die doppelte Anzahl Weizenkörner des vorhergehenden Feldes des Schachbrettes. Der Herrscher Shihram fand den Wunsch sehr bescheiden und lachte Sissa aus.
 
Fix nachgerechnet war schnell klar, dass der kluge Sissa einen sehr großen Wunsch geäußert hatte. Erstaunlich, wie viel Getreide da insgesamt auf dem Schachbrett zusammenkommt:  624 Millionen Tonnen, das entspricht dem 1200fachen der weltweiten Weizenernte des Jahres 2004! 

Alle Erkenntnisse und Regeln über die mathematischen Zusammenhänge flossen am Ende der Lernumgebung in die Umsetzung einer eigenen App mit Hilfe der Plattform learningapps.org. 

19. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-19 22:00:002018-09-14 08:08:49Wer wird Logarithmär?

Bagger rettet Ball

Allgemein

Eine wahre Schulhofgeschichte: Die 6a spielte gestern morgen auf dem Schulhof, als ihr Ball auf Abwege geriet und zu allem Unglück in die benachbarte Baugrube unseres Neubaus rollte, wo er sofort vom nachrutschenden Erdreich begraben wurde. Der dem Baggerfahrer assistierende Mitarbeiter der Fa. Hefterich sah das drohende Unglück, stoppte den Bagger und berichtete. Der Baggerfahrer hatte ein Einsehen, grub mit der riesigen Baggerschaufel den kleinen gelben Tennisball wieder aus, überreichte ihn per Schaufel dem Kollegen, der seinerseits den dankbaren Quintanern ihren Ball durch den Bauzaun hindurch zurück gab. Danke, liebe Bauarbeiter, Sie haben ein Herz für Kinder!

17. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-17 22:00:002018-09-14 08:08:55Bagger rettet Ball

Smartphones (ausnahmsweise) erlaubt

Allgemein

Gekonnt vor einer Gruppe zu sprechen will gelernt sein und ist deshalb fester Bestandteil des Unterrichts am Raiffeisen-Campus. Unser Ziel dabei ist es, dass unsere  Lernerinnen und Lerner Routine entwickeln und sicher werden, sodass sie entspannt und souverän präsentieren können. Verfügen sie über diese Kompetenz,  werden sie  das Präsentieren weder an der Universität noch im späteren Berufsleben als Hürde erleben.

Dem Deutschunterricht kommt hierbei traditionell eine besondere Rolle zu und so standen vor Kurzem in der Klasse 7b unter Anleitung von Frau Bittger Balladenvorträge an. Hierbei ging es vor allem darum, einen bekannten Text sicher, gut betont und mit einer angemessenen Interpretation vorzutragen.

Für die Vorbereitung dieser Vorträge durften nun ausnahmsweise mal die Smartphones aus den Spinden geholt werden, denn diese bieten mit ihren integrierten Diktierfunktionen die praktische Möglichkeit, sich selbst aufzunehmen und anschließend anzuhören. So merkten die Lernenden selbst, ob die Betonung schon stimmte, die Sprechgeschwindigkeit vielleicht zu schnell war und konnten an ihren Präsentationen sprachlich feilen.

15. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/Balladenvortraege1.jpg 800 525 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-15 22:00:002016-04-15 22:00:00Smartphones (ausnahmsweise) erlaubt

Klassenfahrt der 7a

Allgemein

Wo war denn die 7a?

Diese und weitere Fragen stellten sich die Lernerinnen und Lerner des Raiffeisen-Campus. Wir, die 7a, waren in Bad Marienberg und verbrachten schöne Orientierungstage mit unserer Klassenlehrerin Frau Braun und unserem Spanischlehrer Herrn Klein.

Dort bezogen wir nach der Ankunft gleich unsere Zimmer und halfen uns gegenseitig, wenn etwas nicht klappte. Das ist doch Ehrensache! Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Programm von „Sack und Pack“ los, bei dem wir zusätzlich von Frau Conrad begleitet wurden. Es ging in Richtung Wald, und es mussten verschiedene Probleme gelöst werden, die nur als Team bewältigt werden konnten! Hier zeigten sich die einzelnen Stärken der Lernerinnen und Lerner, und wir bewiesen, dass wir zusammen gehören!

Erschöpft ging es dann am späten Nachmittag in die Jugendherberge zurück, wo ein Spieleabend und die ersehnte Nachtwanderung auf uns warteten. Die Nachtwanderung entpuppte sich zu unserer Freude sogar als eine Fackelwanderung, die so manche Überraschung bereithielt. Anschließend gab es noch leckeres Stockbrot am Lagerfeuer, bevor wir dann zur Nachtruhe in unsere Zimmer gingen und uns auf die Nacht vorbereiteten.

Der nächste Morgen war gefüllt mit Aktivitäten des sozialen Lernens, die unsere Klassengemeinschaft stärken sollten. Dabei ging es besonders darum, sich gegenseitig wertzuschätzen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Leider war uns das Wetter nicht wohlgesonnen, so dass wir kurzerhand selbst das Treppenhaus des Jugendgästehauses in Bad Marienberg belegten.

Zum Abschluss des Programmes hielten wir wichtige Erkenntnisse zur Stärkung unserer Klassengemeinschaft auf einer Baumscheibe fest, welche einen Ehrenplatz bei uns in der Klasse bekommen hat!

Wir glauben, es war eine gelungene Klassenfahrt und sie war ein weiterer Baustein auf unserem Weg zu einer klassen Klasse!

 

 

 

13. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/DSCN4227.jpg 768 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-13 22:00:002016-04-13 22:00:00Klassenfahrt der 7a

Herzliche Einladung zum itstalk2 am 14.4.2014

Allgemein

Liebe Leserin, lieber Leser,

Medienkompetenz gehört mittlerweile zu den Schlüsselkompetenzen, die Lernerinnen  und Lerner während ihrer Schulzeit erwerben sollen. Die Lernmanagementplattform itslearning, die der Raiffeisen-Campus seit nunmehr drei Jahren aktiv benutzt, veranstaltet am Donnerstag, dem 14.4. eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema „Schulische Medienentwicklungsplanung“

Gern möchten wir interessierte Eltern auf diese Diskussionsrunde „itstalk2“  aufmerksam machen und sie herzlich einladen, daran teilzunehmen. Das Besondere an diesem Austauschformat: Sie können mit Experten live diskutieren und Fragen stellen.

Auf Wunsch erhalten Sie auf elektronischem Weg einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion – dieses Mal vielleicht mit Ihren  Fragen und oder Anregungen, von denen auch unsere Schule profitieren könnte?

Die Anmeldung zu dieser Online-Veranstaltung ist kostenfrei, und zwar unter:

 http://www.itslearning.de/itstalk2-medienentwicklungsplanung

Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen.

PS: Sie möchten schon im Vorfeld Fragen stellen und Anregungen geben? Diskutieren Sie auf Twitter unter dem Hashtag #itstalk2 mit.

11. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-11 22:00:002018-09-14 08:09:10Herzliche Einladung zum itstalk2 am 14.4.2014

Warum in die Ferne schweifen?

Allgemein

Klar, viele unserer Lernerinnen und Lernen träumen schon jetzt davon, sich nach dem Abitur an einer großen Universität fernab der Heimat ins Studentenleben zu stürzen. Einige von ihnen staunten aber nicht schlecht, als sie kurz vor den Osterferien erfuhren, dass es auch im Westerwald attraktive Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt.

Auf Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis begaben sich die Lernerinnen und Lerner der neunten Jahrgangsstufe, begleitet von Herrn Klein und Herrn Deusner, auf eine besondere Klassenfahrt.

Die erste Station war der Westerwald-Campus der Hochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen, wo seit Jahren erfolgreich im Fachbereich Ingenieurwesen gelehrt wird. Im großen Hörsaal wurden die lul von Prof. Dr. techn. Antje Liersch höchstpersönlich über die Grundlagen der Wertstofftechnik und die Gliederung des Studiums informiert. Der anschließende Rundgang durch allerlei Werkstätten und Labore konnte den Lernerinnen und Lernern einen Eindruck von der praxisorientierten Ausrichtung des Studiums vermitteln. Nach gut zwei Stunden verließen sie bestens informiert die Hochschule und befanden sich kurze Zeit später auch schon prompt auf dem Gelände der Firma Klöckner-Pentaplast in Heiligenroth.

Die beeindruckenden Mittagessensportionen der Werkskantine sorgten für allgemeine Begeisterung und ließen alle gut gestärkt in einen ereignisreichen Nachmittag starten.
Nach einem kurzen Vortrag über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens und die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten wurde es ernst: Für die Begehung der Produktionsstätten musste Schutzkleidung angelegt werden, was sowohl zur Sicherheit als auch zur allgemeinen Erheiterung beitrug.
Eine gute Stunde dauerte die Führung durch die großen Hallen, während der die Abläufe der Plastikfolienherstellung vom Ankommen der unbearbeiteten Wertstoffe bis zum fertigen Produkt anschaulich erklärt wurde.

Als sich der Bus schließlich wieder Richtung Dernbach in Bewegung setzte, herrschte eine ungewöhnliche Ruhe. Man merkte, dass sich die Eindrücke des Tages langsam zu setzen begannen.
Ein Lerner meinte schließlich: "Ich mache mir gerade bewusst, dass ich fast jeden Tag mit einem Gegenstand in Kontakt komme, für den die beiden heutigen Ausbildungsstätten direkt oder indirekt verantwortlich sind."

9. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/ClusterKlassenfahrt3.jpg 768 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-09 22:00:002016-04-09 22:00:00Warum in die Ferne schweifen?

Phantasievolle Evolution

Allgemein

Phantasievolle Evolution

Räuber oder Gejagter?  Leben an Land, in der Luft oder im Wasser? – Und welche Anpassungen sind hierfür erforderlich?

Diese und weitere Fragen stellten sich die Lernerinnen und Lerner der Klasse 7a im Biologieunterricht von Frau Steup. Nachdem sie in den vorherigen Stunden auf den Spuren von Darwin und Lamarck die Prinzipien der Evolution kennengelernt hatten, konnten sie das Gelernte nun auf phantasievolle Weise anwenden.

In Kleingruppen gestalteten die LernerInnen Phantasielebewesen und stellten diese anschließend der Klasse in einer Expertenrunde vor. Hierbei mussten sie bedenken, dass u.a. Lebensweise, Körperbau und weitere Eigenschaften des Lebewesens optimal auf die jeweilige Lebensumgebung angepasst sein müssen, um ein längerfristiges Überleben zu sichern. In der anschließenden Diskussionsrunde beurteilten die Experten die biologische Fitness der Phantasielebewesen und bewerteten die biologischen Faktoren, wobei sie auf ihr Vorwissen zum Thema zurückgriffen.

Am Ende der Unterrichtseinheit war sich die Klasse aber einig, dass längst nicht alle überlebenswichtigen Bedingungen berücksichtigt werden konnten, und so wurden sich die LernerInnen der Komplexität der einzelnen Faktoren, die in der Evolution zusammenspielen und die Entwicklung von Arten beeinflussen, noch einmal mehr bewusst.

 

 

7. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/IMG_1103.jpg 768 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-07 22:00:002016-04-07 22:00:00Phantasievolle Evolution

"Wie kann ein Mann ein Lehrer sein?“ – Eine didaktische Kurzgeschichte

Allgemein

Das Thema „Schule“ wurde bisher nicht nur in großen Romanen wie „Professor Unrat (H. Mann) und „Unterm Rad“ (H. Hesse) – um nur zwei prominente Beispiele zu nennen – auf weltliterarischem Niveau mehrfach aufgegriffen, sondern es hat auch in kleinere Gattungen wie Kurzgeschichten und Erzählungen Eingang gefunden.  

Bekanntlich zeichnen sich Kurzgeschichten – zumindest gute Kurzgeschichten – dadurch aus, dass sie die Leserin oder den Leser auf sehr subtile Art und Weise über das Geschilderte, oftmals eine alltägliche Konfliktsituation, tiefer nachdenken lassen. Beispielhaft dafür scheint mir die 1966 erschienene Kurzgeschichte „Schule im Jahr 2157“ von Isaac Asimov zu sein.

Das ironisch-sarkastische Gespräch über ein altes Buch, das der Autor zwischen dem elfjährigen Mädchen namens Marie und dem dreizehnjährigen Jungen Tommy inszeniert, offenbart  den vorausschauenden Charakter eines sprachlichen Kunstwerkes. Marie notiert in ihr Tagebuch, dass Tommy „ein richtiges Buch gefunden“ habe und stellt diesem wenig später die Frage, die jedes neugierige Kind in ihrem Alter auch heute stellen würde: „Wovon handelt es?“.

Doch über Tommys Antwort, das Buch handele von „Schule“, ist Marie regelrecht entsetzt: „Was kann man denn schon über die Schule schreiben?“, fragt sie ihren Freund und fügt hinzu: „Warum sollte jemand über die Schule schreiben?“ Tommy, der sich ihr überlegen fühlt, erzählt ihr dann in einem nahezu arroganten Ton von der Art Schule, “ wie man sie vor Hunderten von Jahren hatte.“ Obwohl Marie sich nicht recht vorstellen kann, was diese Art von Schule ausmachte, stellt sie, nachdem sie eine Weile in dem alten Buch mitgelesen hat, fest: „ Jedenfalls hatten sie auch einen Lehrer.“

In dieser auf den ersten Blick lapidaren Feststellung nimmt das Gespräch der beiden Kinder eine für die Kurzgeschichte typische unerwartete Wendung, die durch Tommys Replik: „Sicher hatten sie einen Lehrer, aber es war kein richtiger Lehrer. Es war ein Mann“, vorbereitet und schließlich von Maries durchaus irritierende Frage: „Ein Mann? Wie kann ein Mann ein Lehrer sein?“, deutlich zugespitzt wird.

Eigentlich wollte ich diesen Artikel hier beenden, um diese Frage, die mir den Titel für den Artikel geliefert hat, als Denkimpuls zu exponieren. Aber ich möchte dem Leser die  Begründung Maries nicht vorenthalten, schließlich ist sie an Sarkasmus kaum zu übertreffen: „Ein Mann ist dafür nicht klug genug.“ – Der Leser könnte geneigt sein, hier eine  Genderdiskussion avant la lettre zu vermuten – Eine solche Vermutung wäre zwar legitim, würde jedoch m.E. den Kern des Problems verfehlen. Es geht um etwas viel Wichtigeres, nämlich um die Frage, was „man“ heute mindestens wissen muss, um effizientes Lernen im Klassenzimmer und außerhalb des Klassenzimmers ermöglichen zu können.

Ganz nebenbei gibt Marie, die sich in dieser Kurzgeschichte nicht nur durch eine einfache und luzide Sprache auszeichnet, sondern auch extrem sympathische Charakterzüge verkörpert, die Antwort auf diese Frage:  „[…] meine Mutter sagt, ein Lehrer muss genau für den Jungen oder das Mädchen eingestellt werden, die er lehrt, weil die Kinder im Lernen ganz verschieden sind.“

Gewiss spricht Marie ihre Mutter zitierend eine Wunschvorstellung aus, die uns noch als ideal vorkommen mag, ihren Worten liegt aber eine lernpsychologische Erkenntnis zugrunde, die es heute didaktisch und methodisch zu implementieren gilt: Kinder sind im Lernen ganz verschieden. Darauf müssen wir uns in unserem Beruf als Lehrer einstellen. Und dieser Verschiedenheit können wir nur dann gerecht werden, wenn wir nicht das Fach, das wir unterrichten, sondern den Menschen, d.h. die Lernerin oder den Lerner als Individuum in den Mittepunkt des Lernprozesses stellen, den wir jeden Tag neu initiieren und steuern müssen. Die Fokussierung auf die einzelne Lernerin, den einzelnen Lerner, die Isaac Asimov als ästhetische Erfahrung vermittelt, stellt eine besondere didaktische Herausforderung mit großen Lernerfolgschancen dar. Marie hasst den Roboter, der den Lehrer ersetzen soll – mit Recht! nicht also in der blinden Huldigung der Technik, sondern in ihrem kritisch-reflexiven Einsatz im Unterricht liegt die Möglichkeit, bei der Strukturierung des Lernprozesses die menschliche Komponente stets im Blick zu behalten. 

Ich habe diese Kurzgeschichte zum ersten Mal während meines Studiums gelesen. Seitdem gehört sie zum Repertoire meiner Lieblingstexte, handelt es sich doch um ein kleines Meisterwerk der Erzählkunst, dessen sprachästhetische Raffinesse nicht nur einen wahren Lesegenuss bildet, sondern vor allem auch dem Leser immer wieder ein nachdenkliches Schmunzeln über die angedeutete konstruktivistische Pointe zu entlocken vermag.  

 

 

 

 

5. April 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01710.jpg 683 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-04-05 22:00:002016-04-05 22:00:00"Wie kann ein Mann ein Lehrer sein?“ – Eine didaktische Kurzgeschichte
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