In der MSS 1 steht im ersten Halbjahr vor allem die Auffrischung des erworbenen Grundwissens aus der Orientierungs- und Mittelstufe auf dem Programm. Neben dem intensiven Arbeiten im Lernprogramm Harmonielehre – hierbei haben die Oberstufenschüler im individuellen Lernprozess Wissenslücken geschlossen und Kompetenzen im Bereich Musiktheorie wieder aktiviert – ging es auch praktischer zu.

Zum einen lauschen wir regelmäßig den unterschiedlichsten Musikstücken beim sogenannten Ohrensessel, zum anderen haben wir uns schon einmal vorsichtig an den Themenbereich Musik und Bewegung gewagt.Im Ohrensessel hören wir sowohl Liedvorschläge der Lernerinnen und Lerner als auch besonders interessante Werke aus dem Fundus der ehemaligen Konzertflötistin, die heute mit Begeisterung ihre Lernerinnen und Lerner in die unterschiedlichsten Klangwelten einführt.

Viel Freude hat dann aber auch der gemeinsam einstudierte Tanz gemacht. Dank einiger Kursteilnehmer, die einen Tanzkurs besucht haben, war die Choreografie schnell geklärt, gemeinsam einstudiert und dann auf den unterschiedlichen Tempi getanzt.

So haben wir tänzerisch das Rhythmusgefühl der Lernerinnen und Lerner ebenso geschult wie ihre Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten.

Mit dem Blick auf die bald anstehende Kurswahl der aktuellen 9. Klassen stand der Montag am RC ganz im Zeichen des zweiten Jahrgangs in der Oberstufe. Was kommt auf mich zu, wenn ich Mathematik, Geschichte, Deutsch, Biologie oder Englisch wähle? Und was ist mit Sozialkunde, Erdkunde oder Physik?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Um den Lernerinnen und Lernern der 9a und 9b diesen Prozess zu erleichtern und sie aktiv zu begleiten, haben sie mit den jeweiligen Fachlehrern gesprochen. Ebenso erhielten sie einen Einblick in die Lehrwerke und in die Themenvielfalt, die sie von MSS 1 bis MSS 3 begleiten werden.

Geleitet und organisiert wurde dieser Markplatz der Möglichkeit von der Oberstufenleiterin Renate Maier, die stets darum bemüht ist, dass auch die neue Oberstufe sich schnell orientiert und einen roten Faden während der MSS-Zeit behält.

Dieser Ausspruch irritierte die Lernerinnen und Lerner der 7a im Geschichtsunterricht von Frau Klöckner. Warum sollte der König nie wieder kommen? Ist es nicht nett, wenn der König zu Besuch kommt, um zu sehen, welche Herausforderungen die Dörfer zu stemmen haben? Bei näherer Betrachtung des Reisekönigtums wurde deutlich, dass es für die Menschen im Mittelalter nicht nur positiv war, wenn der König zu Besuch kam.

Am Beispiel König Ottos I. wurden die Spezifika des Reisekönigtums erarbeitet. Dabei stellten die Lernerinnen und Lerner fest, dass der König „vom Pferd aus regierte“. Er reiste durch sein Land, um so den Untertanen präsent zu sein und zu sehen, was in seinem Land vorgeht. Für die Dörfer bedeutete das häufig eine große Belastung, denn sie mussten nicht nur den König, sondern auch seine Begleiter versorgen und ihnen eine Unterkunft bereit halten. Da die Menschen ohnehin wenig hatten, freuten sie sich über den Besuch des Königs, hofften aber, dass er so schnell nicht wiederkomme.

Die Lernerinnen und Lerner erklärten das Reisekönigtum anhand von Bildern, Comics oder einem Schauspiel. Dabei versuchten sie stets beide Aspekte des Reisekönigtums deutlich zu machen. Sie erfuhren durch diese Auseinandersetzung, dass es häufig Vor- und Nachteile gibt und man einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven betrachten muss. Damit ist ein grundlegender Gedanke – die Multiperspektivität- des historischen Bewusstseins gewachsen.

„Lesen ist wie Kino im Kopf,“ so begrüßte die Fachkonferenzleiterin Jenny Groß die Lernerinnen und Lerner der 6. Klassen zum diesjährigen schulinternen Vorlesewettbewerb. Alljährlich ruft der Deutsche Buchhandel diesen bundesweiten Wettbewerb aus, um die Lesekompetenz der Kinder und Jugendlichen zu fördern.

In der unbestechlichen Jury nahmen in diesem Jahr wieder einige Bewohner des Azurit Seniorenzentrums, zwei ihrer Betreuer, die Siegerin des Vorlesewettbewerbs aus dem Vorjahr, Palina und Jenny Groß (Organisatorin) teil.

Die vier Klassensieger stellten zuerst ganz kurz ihr selbstmitgebrachtes Buch vor, bevor sie dann im ersten Teil ihre Lesekunst präsentierten. Von „Harry Potter“ über den „Schattengreifer“ und „Die fünf Freunde“ waren viele beliebte Kinderbuchhelden dabei. Im Anschluss wurde den Lernerinnen und Lernern ein fremder Text vorgelegt, den sie dem Auditorium vorstellten.

Die Jury entschied sich bei ihrer anschließenden Beratung für Elisa(6a), die als Schulsiegerin den Raiffeisen-Campus beim Kreisentscheid im nächsten Jahr vertreten wird. Wir freuen uns, dass wir wieder mit einer guten Leserin am Wettbewerb teilnehmen und drücke Elisa jetzt schon kräftig die Daumen!

Wie oft müsste man eigentlich eine Zeitungsseite auf die Hälfte falten, bis sie so dick ist, dass sie bis zum Mond reichen würde? Die verblüffende Erkenntnis, welche die Lernerinnen und Lerner der jetzigen 8b machten, war: 42 Mal!

Ein faszinierendes Ergebnis, das sich damit begründen lässt, dass Zahlen sehr schnell sehr groß werden, wenn man sie immer wieder verdoppelt. Diese Erkenntnis ließ besonders Matthias nicht los. Er überlegte  sich immer neue Fragen zum Verdoppeln und ging damit auf die Suche nach Antworten.

Einige dieser Fragen bearbeitete er auf Vorschlag von Herrn Deinert schließlich in einer fünfseitigen Hausarbeit, bei der er zeigte, dass er selbständig mathematische Probleme formulieren und lösen kann. Er fragte sich beispielsweise: „Welche Muster ergeben sich für die Einer-, Zehner und Hunderterziffer, wenn man mit der Startzahl 1 beginnt, diese verdoppelt und das Ergebnis immer wieder verdoppelt? Warum entstehen diese Muster? Und kann man diese Erkenntnisse auch auf andere Zahlenreihen anwenden?“ Die Antworten legte er übersichtlich und klar dar, wobei er insgesamt über 100 Verdopplungen durchführte – was zu enorm großen Zahlen führt, bedenkt man, dass die Zeitungsseite bereits nach 42 Verdopplungen die Strecke bis zum Mond zurücklegt! Mit dieser Hausarbeit zeigte Matthias beispielhaft, wie viel Talent nicht nur in ihm, sondern in vielen unserer Lernerinnen und Lernern steckt, wenn sie nur die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was sie können.

Als Matthias dann Herrn Deinert die Hausarbeit mit berechtigtem Stolz und großer Freude über die erfolgreichen Entdeckungen beim Verdoppeln von Zahlen vorlegte, verdoppelte sich auch die Freude und sprang auch auf Herrn Deinert über. Als dieser für Matthias überraschend die Hausarbeit noch mit „sehr gut“ bewertete, verdoppelte sich Matthias Freude noch einmal… Wie schnell nicht nur eine Zahlenfolge, sondern auch Freude durch Verdoppeln wächst, kann Matthias also nun ebenfalls bestens erklären.

Heute war ein besonderer Tag für die Lerner der 8a, denn sie sollten zum ersten Mal mit Volleyball beginnen. Nachdem alle Bälle aufgepumpt und die Leinen an Toren und Netzpfosten befestigt waren, sollte es los gehen.

"Ball über die Schnur" war die erste Vorübung zum eigentlichen Zielspiel. Über eine Rangliste sollen nun in jeder neuen Stunde die Elemente des Zielspiels spielerisch eingefügt werden. So wird sowohl der Ehrgeiz der Lernerinnen und Lerner angeregt aber auch ihre Eigenständigkeit und Fähigkeit zur Konfliktlösung gefördert, da sie viele verschiedene Gegner pro Stunde haben und Konflikte unter sich klären sollen.

Mit viel Spiel und noch mehr Spaß wurde Volleyball entdeckt.

Die Bilder auf der rechten Seite legen den Verdacht bereits nahe -ein besonders schwieriges Thema stand auf der Tagesordnung im Französischunterricht bei Herrn Klein: sur, sous, près, loin, devant, derrière: allesamt Präpositionen, mit denen man angeben kann, wo sich eine Sache oder eine Person befindet. Wer schon mal das Vergnügen hatte, sich Wörter einer anderen Sprache aneignen zu wollen, kennt das Phänomen: je kürzer das fremdsprachliche Lexem, desto größer der Aufwand, den man betreiben muss, um es zu behalten.

Klar, dass die Behandlung solcher Wörtchen im Unterricht keine Begeisterung auslöst. Im Gegenteil: Der gutgemeinte Hinweis vom Lehrer ‚alles halb so wild, ihr kennt das schon aus dem Spanischen! Denkt doch mal an lejos oder detrás!‘ verfehlt sein Ziel und lässt so manches Gesicht erbleichen und der ein oder andere Kopf neigt sich bei geschlossenen Augen bedenklich in Richtung Tischplatte.

Kein Zweifel, jetzt ist Bewegung gefragt. Kurzerhand wird das Klassenzimmer zum lexikalischen Labor, in dem die Bedeutung der verschiedenen Präpositionen mit dem ganzen Körper erprobt wird. Ein Lerner verlässt den Raum, ein andere gibt den Verblieben das Kommando: ‚Tous les élèves sont sous leurs tables‘ (alle Lerner sind unter ihren Tischen)! Der wartende Lerner wird hereingebeten, beschreibt das Szenario unter Verwendung der richtigen Präposition und es wird überlegt, wie man sich für das nächste Rätsel positionieren könnte.

Die bewegungsfreudigen und biegsamen Jungs aus dem Französischkurs nutzen die Gunst der Stunde und verzücken ihre Mitlernerinnen mit einem beeindruckenden Repertoire akrobatischer Verformungen, die sich wie zuvor mit Hilfe der neuen Wörter versprachlichen lassen (Paul-Henry est sur David et Jakob…).

So lässt sich am Ende der Stunde ein durchaus positives Fazit ziehen: Es ist niemand eingeschlafen und ernsthafte Überdehnungen waren ebenfalls nicht zu beklagen. Achso, die Präpositionen bereiten ganz nebenbei auch keine Probleme mehr.

Dank allen fleißigen Helfern konnten wir heute die zahlreichen Gäste nicht nur über unsere besondere Schule informieren, sondern sie zum Teil einer ganz besonderen Erfahrung werden lassen. Und während die Erwachsenen aus Eltern und RC-Team sicher klug und umsichtig vorbereitet waren, so waren es doch die Lernerinnen und Lerner, die die Besucher letztendlich überzeugten. Sie waren stets umsichtig, höflich, gingen auf jede Frage ehrlich und offen ein und erwiesen sich so als erstklassige Botschafter unserer Schule. Mein Dank gilt vor allem der Projektleiterin Frau Maier, die uns alle perfekt auf diesen Tag vorbereitet hatte. Und so war an jedes Details gedacht. Dass dabei in diesem Jahr noch mehr Interessenten als im vergangenen Jahr unsere Tür öffnen würden, darauf hatten wir nicht zu hoffen gewagt und sind umso dankbarer! Ihr Bernhard Meffert

P.S. Die Fotos stammen sämtlich von unseren Junior-Schulfotografinnen Anna, Laura und Palina (7a)

In diesen Wochen beschäftigt die Frage, "Welche Schule soll mein Kind nach Abschluss der vierten Klasse besuchen?" viele Eltern. Was kann der Raiffeisen-Campus meinem Kind in diesem Zusammenhang bieten? Was unterscheidet den Raiffeisen-Campus – das private Ganztagsgymnasium in Dernbach – von anderen Gymnasien der Region, die zur Hochschulreife führen? Um die zukünftige gymnasiale Schullaufbahn Ihrer Kinder und unserer LernerInnen von Anfang an richtig zu gestalten, stehen wir Ihnen für Information und Beratung gern zur Verfügung.

Wir laden Sie und Ihr Kind/Ihre Kinder zu unserem Tag der offenen Tür an diesem Samstag, 3.12 2016 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr herzlich ein. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder, die ab Sommer 2017 eine weiterführende Schule besuchen möchten und ihre Eltern. Ihr Kind und Sie können Einblicke in das Profil des Raiffeisen-Campus und das innovative Schulkonzept nehmen: Was sind die Schwerpunkte und Besonderheiten der Schule? Wie und was wird unterrichtet? Wer sind die Lehrer und wie sieht die Schule in Zukunft aus?

Ein interessantes Programm mit zahlreichen Aktivitäten für die Kinder und umfassende Informationen für die Erwachsenen zeichnen unseren Tag der offenen Tür aus. Auch Realschülerinnen und Realschüler, die zum neuen Schuljahr in die gymnasiale Oberstufe wechseln möchten, sind herzlich eingeladen.

Wir freuen uns, Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und Eure Eltern bei uns auf dem Raiffeisen-Campus willkommen zu heißen und Euch zu zeigen, wie wir Schule machen.

„Genossenschaftsidee“ gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit  

Erster deutscher Antrag auf Aufnahme in die „Repräsentative Liste“ erfolgreich  

Die Genossenschaftsidee gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Ad­dis Abeba bekanntgegeben. Es handelt sich um den ersten Vorschlag aus Deutschland zur Aufnahme in die „Repräsentative Liste“. 2015 hatte die deutsche UNESCO-Vertretung ihre erste internationale Nominierung mit dem genauen Titel „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ eingereicht. 

Die Aufnahme ist eine Würdigung des Erbes von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch 

Zu der Entscheidung erklärt Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Fried­rich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft: „Wir sind hocherfreut darüber und dankbar, dass auf diese Weise die Väter der Genossenschaften in Deutschland, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, eine Würdigung erhalten – für die Grundlegung einer Idee, die heute mehr denn je von großer Relevanz ist. Allein in Deutschland sind über 20 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert.“

Dr. Manfred Wilde vom Vorstand der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft meint: „Mit der Aufnahme wird gleichermaßen das Erbe von Raiffeisen und Schultze-De­litzsch gewürdigt: Das Konzept eines allen Interessenten offen stehenden, überkonfessio­nellen Modells der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung auf Grundlage von Kooperationen.“  

Raiffeisen und Schulze-Delitzsch schufen Grundlagen für Genossenschaftsidee  

Die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und die Deutsche Friedrich-Wilhelm Raiffeisen-Gesellschaft hatten die Nominierung der Genossenschaftsidee für die Aufnahme in die Repräsentative Liste gemeinsam vorangetrieben. Hermann Schulze-Delitzsch und Fried­rich Wilhelm Raiffeisen schufen Mitte des 19. Jahrhunderts entscheidende Grundlagen für die Genossenschaftsidee, die heute weltweit wirkt, und gründeten die ersten genos­senschaftlichen Organisationen moderner Prägung in Deutschland.

Die Repräsentative Liste soll eine bessere Sichtbarkeit des Immateriellen Kulturerbes ge­währleisten, das Bewusstsein für seine Bedeutung stärken und den Dialog bei gleichzeitiger Achtung der kulturellen Vielfalt fördern. Sie verzeichnet vielfältige immaterielle kulturelle Aus­drucksformen aus allen Weltregionen. Dem 2006 in Kraft getretenen UNESCO-Übereinkom­men zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes war Deutschland im Jahr 2013 beigetreten.  

Quelle:

RAIFFEISEN 2018 Organisationsbüro
Pappelallee 78/79, 10437 Berlin
Telefon: 030 / 30 8811-41
E-Mail: info@raiffeisen2018.de

Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft e.V. 
Kreuzgasse 10, 04509 Delitzsch 
Telefon: 034202 / 63864 
E-Mail: info@genossenschaftsmuseum.de