Wie oft müsste man eigentlich eine Zeitungsseite auf die Hälfte falten, bis sie so dick ist, dass sie bis zum Mond reichen würde? Die verblüffende Erkenntnis, welche die Lernerinnen und Lerner der jetzigen 8b machten, war: 42 Mal!

Ein faszinierendes Ergebnis, das sich damit begründen lässt, dass Zahlen sehr schnell sehr groß werden, wenn man sie immer wieder verdoppelt. Diese Erkenntnis ließ besonders Matthias nicht los. Er überlegte  sich immer neue Fragen zum Verdoppeln und ging damit auf die Suche nach Antworten.

Einige dieser Fragen bearbeitete er auf Vorschlag von Herrn Deinert schließlich in einer fünfseitigen Hausarbeit, bei der er zeigte, dass er selbständig mathematische Probleme formulieren und lösen kann. Er fragte sich beispielsweise: „Welche Muster ergeben sich für die Einer-, Zehner und Hunderterziffer, wenn man mit der Startzahl 1 beginnt, diese verdoppelt und das Ergebnis immer wieder verdoppelt? Warum entstehen diese Muster? Und kann man diese Erkenntnisse auch auf andere Zahlenreihen anwenden?“ Die Antworten legte er übersichtlich und klar dar, wobei er insgesamt über 100 Verdopplungen durchführte – was zu enorm großen Zahlen führt, bedenkt man, dass die Zeitungsseite bereits nach 42 Verdopplungen die Strecke bis zum Mond zurücklegt! Mit dieser Hausarbeit zeigte Matthias beispielhaft, wie viel Talent nicht nur in ihm, sondern in vielen unserer Lernerinnen und Lernern steckt, wenn sie nur die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was sie können.

Als Matthias dann Herrn Deinert die Hausarbeit mit berechtigtem Stolz und großer Freude über die erfolgreichen Entdeckungen beim Verdoppeln von Zahlen vorlegte, verdoppelte sich auch die Freude und sprang auch auf Herrn Deinert über. Als dieser für Matthias überraschend die Hausarbeit noch mit „sehr gut“ bewertete, verdoppelte sich Matthias Freude noch einmal… Wie schnell nicht nur eine Zahlenfolge, sondern auch Freude durch Verdoppeln wächst, kann Matthias also nun ebenfalls bestens erklären.

Heute war ein besonderer Tag für die Lerner der 8a, denn sie sollten zum ersten Mal mit Volleyball beginnen. Nachdem alle Bälle aufgepumpt und die Leinen an Toren und Netzpfosten befestigt waren, sollte es los gehen.

"Ball über die Schnur" war die erste Vorübung zum eigentlichen Zielspiel. Über eine Rangliste sollen nun in jeder neuen Stunde die Elemente des Zielspiels spielerisch eingefügt werden. So wird sowohl der Ehrgeiz der Lernerinnen und Lerner angeregt aber auch ihre Eigenständigkeit und Fähigkeit zur Konfliktlösung gefördert, da sie viele verschiedene Gegner pro Stunde haben und Konflikte unter sich klären sollen.

Mit viel Spiel und noch mehr Spaß wurde Volleyball entdeckt.

Die Bilder auf der rechten Seite legen den Verdacht bereits nahe -ein besonders schwieriges Thema stand auf der Tagesordnung im Französischunterricht bei Herrn Klein: sur, sous, près, loin, devant, derrière: allesamt Präpositionen, mit denen man angeben kann, wo sich eine Sache oder eine Person befindet. Wer schon mal das Vergnügen hatte, sich Wörter einer anderen Sprache aneignen zu wollen, kennt das Phänomen: je kürzer das fremdsprachliche Lexem, desto größer der Aufwand, den man betreiben muss, um es zu behalten.

Klar, dass die Behandlung solcher Wörtchen im Unterricht keine Begeisterung auslöst. Im Gegenteil: Der gutgemeinte Hinweis vom Lehrer ‚alles halb so wild, ihr kennt das schon aus dem Spanischen! Denkt doch mal an lejos oder detrás!‘ verfehlt sein Ziel und lässt so manches Gesicht erbleichen und der ein oder andere Kopf neigt sich bei geschlossenen Augen bedenklich in Richtung Tischplatte.

Kein Zweifel, jetzt ist Bewegung gefragt. Kurzerhand wird das Klassenzimmer zum lexikalischen Labor, in dem die Bedeutung der verschiedenen Präpositionen mit dem ganzen Körper erprobt wird. Ein Lerner verlässt den Raum, ein andere gibt den Verblieben das Kommando: ‚Tous les élèves sont sous leurs tables‘ (alle Lerner sind unter ihren Tischen)! Der wartende Lerner wird hereingebeten, beschreibt das Szenario unter Verwendung der richtigen Präposition und es wird überlegt, wie man sich für das nächste Rätsel positionieren könnte.

Die bewegungsfreudigen und biegsamen Jungs aus dem Französischkurs nutzen die Gunst der Stunde und verzücken ihre Mitlernerinnen mit einem beeindruckenden Repertoire akrobatischer Verformungen, die sich wie zuvor mit Hilfe der neuen Wörter versprachlichen lassen (Paul-Henry est sur David et Jakob…).

So lässt sich am Ende der Stunde ein durchaus positives Fazit ziehen: Es ist niemand eingeschlafen und ernsthafte Überdehnungen waren ebenfalls nicht zu beklagen. Achso, die Präpositionen bereiten ganz nebenbei auch keine Probleme mehr.

Dank allen fleißigen Helfern konnten wir heute die zahlreichen Gäste nicht nur über unsere besondere Schule informieren, sondern sie zum Teil einer ganz besonderen Erfahrung werden lassen. Und während die Erwachsenen aus Eltern und RC-Team sicher klug und umsichtig vorbereitet waren, so waren es doch die Lernerinnen und Lerner, die die Besucher letztendlich überzeugten. Sie waren stets umsichtig, höflich, gingen auf jede Frage ehrlich und offen ein und erwiesen sich so als erstklassige Botschafter unserer Schule. Mein Dank gilt vor allem der Projektleiterin Frau Maier, die uns alle perfekt auf diesen Tag vorbereitet hatte. Und so war an jedes Details gedacht. Dass dabei in diesem Jahr noch mehr Interessenten als im vergangenen Jahr unsere Tür öffnen würden, darauf hatten wir nicht zu hoffen gewagt und sind umso dankbarer! Ihr Bernhard Meffert

P.S. Die Fotos stammen sämtlich von unseren Junior-Schulfotografinnen Anna, Laura und Palina (7a)

In diesen Wochen beschäftigt die Frage, "Welche Schule soll mein Kind nach Abschluss der vierten Klasse besuchen?" viele Eltern. Was kann der Raiffeisen-Campus meinem Kind in diesem Zusammenhang bieten? Was unterscheidet den Raiffeisen-Campus – das private Ganztagsgymnasium in Dernbach – von anderen Gymnasien der Region, die zur Hochschulreife führen? Um die zukünftige gymnasiale Schullaufbahn Ihrer Kinder und unserer LernerInnen von Anfang an richtig zu gestalten, stehen wir Ihnen für Information und Beratung gern zur Verfügung.

Wir laden Sie und Ihr Kind/Ihre Kinder zu unserem Tag der offenen Tür an diesem Samstag, 3.12 2016 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr herzlich ein. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder, die ab Sommer 2017 eine weiterführende Schule besuchen möchten und ihre Eltern. Ihr Kind und Sie können Einblicke in das Profil des Raiffeisen-Campus und das innovative Schulkonzept nehmen: Was sind die Schwerpunkte und Besonderheiten der Schule? Wie und was wird unterrichtet? Wer sind die Lehrer und wie sieht die Schule in Zukunft aus?

Ein interessantes Programm mit zahlreichen Aktivitäten für die Kinder und umfassende Informationen für die Erwachsenen zeichnen unseren Tag der offenen Tür aus. Auch Realschülerinnen und Realschüler, die zum neuen Schuljahr in die gymnasiale Oberstufe wechseln möchten, sind herzlich eingeladen.

Wir freuen uns, Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und Eure Eltern bei uns auf dem Raiffeisen-Campus willkommen zu heißen und Euch zu zeigen, wie wir Schule machen.

„Genossenschaftsidee“ gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit  

Erster deutscher Antrag auf Aufnahme in die „Repräsentative Liste“ erfolgreich  

Die Genossenschaftsidee gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Ad­dis Abeba bekanntgegeben. Es handelt sich um den ersten Vorschlag aus Deutschland zur Aufnahme in die „Repräsentative Liste“. 2015 hatte die deutsche UNESCO-Vertretung ihre erste internationale Nominierung mit dem genauen Titel „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ eingereicht. 

Die Aufnahme ist eine Würdigung des Erbes von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch 

Zu der Entscheidung erklärt Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Fried­rich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft: „Wir sind hocherfreut darüber und dankbar, dass auf diese Weise die Väter der Genossenschaften in Deutschland, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, eine Würdigung erhalten – für die Grundlegung einer Idee, die heute mehr denn je von großer Relevanz ist. Allein in Deutschland sind über 20 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert.“

Dr. Manfred Wilde vom Vorstand der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft meint: „Mit der Aufnahme wird gleichermaßen das Erbe von Raiffeisen und Schultze-De­litzsch gewürdigt: Das Konzept eines allen Interessenten offen stehenden, überkonfessio­nellen Modells der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung auf Grundlage von Kooperationen.“  

Raiffeisen und Schulze-Delitzsch schufen Grundlagen für Genossenschaftsidee  

Die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und die Deutsche Friedrich-Wilhelm Raiffeisen-Gesellschaft hatten die Nominierung der Genossenschaftsidee für die Aufnahme in die Repräsentative Liste gemeinsam vorangetrieben. Hermann Schulze-Delitzsch und Fried­rich Wilhelm Raiffeisen schufen Mitte des 19. Jahrhunderts entscheidende Grundlagen für die Genossenschaftsidee, die heute weltweit wirkt, und gründeten die ersten genos­senschaftlichen Organisationen moderner Prägung in Deutschland.

Die Repräsentative Liste soll eine bessere Sichtbarkeit des Immateriellen Kulturerbes ge­währleisten, das Bewusstsein für seine Bedeutung stärken und den Dialog bei gleichzeitiger Achtung der kulturellen Vielfalt fördern. Sie verzeichnet vielfältige immaterielle kulturelle Aus­drucksformen aus allen Weltregionen. Dem 2006 in Kraft getretenen UNESCO-Übereinkom­men zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes war Deutschland im Jahr 2013 beigetreten.  

Quelle:

RAIFFEISEN 2018 Organisationsbüro
Pappelallee 78/79, 10437 Berlin
Telefon: 030 / 30 8811-41
E-Mail: info@raiffeisen2018.de

Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft e.V. 
Kreuzgasse 10, 04509 Delitzsch 
Telefon: 034202 / 63864 
E-Mail: info@genossenschaftsmuseum.de 

Die beiden Klassen 6a und 6b erforschen aktuell in ihrem Religionsunterricht das Christentum. Sie sind dabei längst darauf gekommen, dass es katholische und evangelische Christen gibt. Doch was trennt sie voneinander? Gibt es auch Gemeinsamkeiten? Wie sehen denn die jeweiligen Kirchen aus?

Um diese Fragen zu beantworten, fuhren die beiden Klassen am 28.10.2016 in Begleitung ihrer Religionslehrerinnen Frau Berleth, Frau Groß und Frau Schade nach Montabaur. Dort besuchten sie die katholische Brüderkirche und die evangelische Pauluskirche. An beiden Kirchen wurden sie jeweils herzlich von Pfarrer Seemann (evangelischer Pfarrer) und dem neuen Kaplan der katholischen Kirche (Steffen Henrich) begrüßt. Sie erkundeten die jeweiligen Kirchenräume und machten dabei ihre ganz eigenen Erfahrungen und Entdeckungen. So gefiel ihnen die Kanzel in der evangelischen Kirche so gut, dass sie am liebsten selbst dort gepredigt hätten. Der Altarraum mit seinen 12 Figuren der Apostel, der Beichtraum und die beeindruckenden Bilder in der Brüderkirche fielen den Lernerinnen und Lernern sofort auf.

Kein Wunder, dass sie an diesem Nachmittag viele Fragen stellten. Diese wurden anhand von Beispielen und Erklärungen anschaulich beantwortet. „Gelebete Ökumene kann nur dann gelingen, wenn wir unseren Lernerinnen und Lernern auch die Zeit und den Raum dafür geben, ihre Konfession näher kennenzulernen und zusammen zu erarbeiten, was das Besondere am katholischen und evangelischen Glauben ist,“ erklärten die drei Theologinnen. So haben die beiden 6. Klassen gelernt, dass die Kirchen zwar teils unterschiedlich aufgebaut sind, aber es auch Gemeinsamkeiten gibt. In den nächsten Unterrichtsstunden erfahren die Lernerinnen und Lerner noch mehr über den Baum der Konfessionen und gehen der Frage auf den Grund, was uns eint und was uns trennt.

Den Kindern hat es jedenfalls gefallen, einmal selbst den Kirchenraum zu erkunden. Vielleicht nutzen Sie auch einmal die Gelegenheit, und lassen Sie sich von Ihrem Kind die Kirche erklären. Sie werden unsere kleinen Experten einmal in ihrem Element erleben!

Dass unsere Lernerinnen und Lerner nicht nur schlau, sondern auch kreativ sind, beweisen sie regelmäßig. Ihren "Hang zur Dramatik" konnten sie auch in diesem Jahr wieder in der Theater AG von Heike Ingenhoven unter Beweis stellen. Nach dem großartigen Erfolg von "Was ist los in Viertelland" im Herbst 2015, mit welchem wir knapp 900 Grundschüler aus der Umgebung begeisterten, galt es nun als erstes Werk 2016 die Wiederaufnahme von „Die Arche Noah. Geschichten von der großen Flut“ auf die Bühne zu bringen. In diesem modernen Stück, basierend auf der Erzählung von Noah und der berühmten Arche, geht es neben dem immer aktuellen Thema "Umweltschutz" auch um die Sintfluterzählungen verschiedener Völker. Die Inszenierung erfolgt am 29.11., 30.11. und 01.12. jeweils von 9.25 – 10.25 Uhr. Wir freuen uns erneut auf zahlreiche Gäste aus den umliegenden Grundschulen, natürlich auch auf die Eltern unserer Theater AG Lernerinnen und Lerner.

Um ganz intensiv arbeiten und lernen zu können, besuchte die Theater AG hierfür drei Tage lang die Jugendherberge in Bad Marienberg. Zusammen mit Frau Ingenhoven und Alt-FSJler Johannes Meurer wurde dort an Texten gefeilt und sich an die doch oft schwierige Rollenfindung heran gewagt. Da sowohl Frau Ingenhoven, als studierte Konzertflötistin, als auch Herr Meurer, der seit drei Jahren als Schauspieler am hessischen Staatstheater in Wiesbaden tätig ist, über zahlreiche Bühnenerfahrungen verfügen, konnten die Jugendlichen viel über die Kunst des Schauspiels selbst, aber auch die richtige Bühnenpräsenz lernen. Wie spreche ich richtig? Wie wirke ich auf andere? oder Wie improvisiere ich? Dies waren nur einige Themen in den intensiven Tagen.

Besonders im Bereich Improvisation durften die Lernenden nicht nur selbst Erfahrungen sammeln, sondern auch ihre ganz eigenen Ideen erarbeiten. In den sogenannten "Abklatsch Impros" saßen oder standen zwei Lerner voreinander und mussten eine Szene spielen. Diese Übung sorgte nicht nur für mehr Sicherheit beim Spielen, sondern vor allem auch für viel Spaß. Denn der sollte neben der harten Arbeit auf keinen Fall zu kurz kommen. So sorgte dann auch am ersten Abend ein Quiz von Herrn Meurer und am zweiten Abend ein tolles Spiel von Nils, Carl und Noah für Spannung, Freude und Teamgeist.

Was nach den drei Tagen übrig bleibt, ist nicht nur ein großartiges Stück, sondern auch ein starkes Gefühl von "wir halten zusammen" und "gemeinsam schaffen wir das" und zwar klassen- und stufenübergreifend. Denn das ist es, was unsere Campus-Familie ausmacht und dafür darf man neben Mathematik, Deutsch und Englisch auch „einfach mal Theater machen".

Während viele Menschen mit dem 11.11. vor allem den Karneval verbinden, stand bei der letzten Aktion der Schülergenossenschaft am Raiffeisen -Campus  St. Martin im Mittelpunkt: An zwei Tagen boten die Lernerinnen und Lerner ihren Mitlernern frische Martinsbrezel an. Sie freuten sich dabei über eine große Nachfrage und konnten schon vor dem Pausenende den Ausverkauf der Backwaren verkünden.

Doch nicht nur die Verkaufsaktion stand in diesen Tagen auf dem Plan des Wirtschaftskurses der Jahrgangsstufe 9. Auch auf dem Vorlesungsplan der ADG Business School wurde mit „Wirtschaftsethik“ ein Thema aufgeführt, das in einem besonderen Zusammenhang mit der Tradition des Heiligen Martins steht. Hierbei näherten sich die Lernerinnen und Lerner der Frage, inwiefern ökonomisches Handeln auch sozial förderlich sein kann und soll. Die Dozentin der ADG Business School Frau Viktoria Schäfer brachte die Jugendlichen mit Ideen von Adam Smith und kniffligen Gedankenspielen zum Nachdenken.

Dass ökonomischer Erfolg und soziale Verantwortung miteinander einhergehen, blieb nicht nur theoretisches Wissen.  Die Schülergenossenschaftler setzte  bei ihrem wöchentlichen Treffen mit dem Projektbegleiter der Partnergenossenschaft Herrn Veith und den betreuenden Lehrern Frau Kern und Herrn Deinert dieses Wissen in die Praxis um. Die Lernerinnen und Lerner verständigten sich darauf, dass der tolle Reinerlös der Martinsbrezel-Aktion nicht vollständig auf das Konto der Genossenschaft fließen soll. Vielmehr möchten die Lernerinnen und Lerner seperat einen Teil des Gewinns anlegen und mithilfe weiterer Aktionen für eine größere Investition für den gesamten Campus sparen. Damit knüpfen sie vorbildlich an den Grundgedanken Raiffeisens an.

Die Abnahme eines Kieferabdrucks, die Begehung einer Baustelle mit einer Architektin, Dachdecker-Arbeiten an einem Modellstück, Entwurf einer Werbe-Kampagne für ein selbst kreiertes Produkt…Vielfältige praktische Tätigkeiten aus der Berufswelt konnten die Lernerinnen und Lerner am 4. November am Raiffeisen-Campus bestaunen. Dazu hatte Herr Deinert als Koordinator für Berufs- und Studienorientierung zahlreiche Experten aus der Wirtschaft eingeladen: Unsere Elternschaft!

Unter dem Motto „Eltern machen Campus“ stellten diese ihre Berufe vor und ermöglichten den Lernerinnen und Lernern, selbst verschiedene Tätigkeiten auszuprobieren. Diese hatten sichtlich Spaß bei diesen Erfahrungen; einige entdeckten sogar, wozu sie manches aus dem alltäglichen Schulunterricht in der beruflichen Praxis gebrauchen könnten; andere stellten fest, dass der Beruf vielseitiger ist als gedacht; und manch einer stellte sich die Frage, ob dieser Beruf wirklich zu ihm passt. Die Orientierungsstufe durchlief die Stationen Malteser, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk und setze sich so ebenfalls auf spielerische Art mit Berufen auseinander, die ihren Fokus darauf legen, anderen Menschen in schwierigen Situationen zu helfen.

So stellte der Raiffeisen-Campus einen Tag lang, ein wesentliches Ziel der schulischen Bildung in den Vordergrund: Junge Menschen auf einen Beruf vorzubereiten, der für sie geeignet ist und ihnen Spaß macht. Je früher sich Jugendliche mit der Frage auseinandersetzen, welcher Beruf zu ihnen passt, desto sorgfältiger und gewissenhafter kann schließlich auch die Entscheidung für einen Beruf getroffen werden. „Um diesen langen und wichtigen Denkprozess bei manchen in Gang zu setzen, bei anderen zu intensivieren, war der Projekttag ‚Eltern machen Campus‘ eine tolle Gelegenheit“, freute sich Herr Deinert und setzte fort: „Ohne das Engagement der Elternschaft wäre dieser Tag nicht möglich gewesen! Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr auch wieder auf die Bereitschaft unserer Eltern zählen können.“

Im nächsten Schuljahr wird der Projekttag „Eltern machen Campus“ am Freitag, 27.10.2017, stattfinden. Herr Deinert freut sich jederzeit darüber, gemeinsam mit interessierten Eltern Workshop-Angebote zu entwickeln.