Nachdem das neue Schuljahr nun knapp drei Wochen alt ist, werfen wir wieder einen Blick in das Bautagebuch. Denn Ruhe am Raiffeisen-Campus war auch während der Sommerferien Fehlanzeige. In und um das neue und das alte Gebäude wurde ununterbrochen gearbeitet. Seit Ende der Ferien können die Lernerinnen und Lerner wieder den Baufortschritt live erleben. Die folgenden aktuellen Bilder, die wir Ihnen hier präsentieren, zeigen, was seit dem Sommerfest passiert ist: Eine ganze Menge! Das Bautagebuch wird fortgesetzt…Versprochen!

So lautete nur eine Aufgabe für die Lernerinnen und Lerner der Orientierungsstufe, als sie sich für eine Stunde gemeinsam auf dem Schulhof versammelten.

Die gesamte RC-Familie freute sich in der ersten Woche auf die neuen Lernerinnen und Lerner der beiden fünften Klassen. Besonders angespannt waren die ehemaligen "Kleinen". Sie übernehmen am Raiffeisen-Campus traditionell die Patenschaft für einen Neuling. Und damit sie nicht nur in den Pausen die Gelegenheit bekommen, ihren Schützling kennenzulernen und ihm bei der Ankunft in der RC-Familie zu unterstützen, nahmen sie sich eine ganze Stunde Zeit und stellten sich gemeinsam verschiedenen Herausforderungen, die die beiden Klassenleitungen der 5er vorbereitet hatten.

Die geheimen Orte mussten fast blind erreicht werden. Eine andere Gruppe hüpfte als Schlange auf einem Bein durch das Forum und über den Schulhof. Wieder andere lernten sich beim Trumpf-Spiel kennen oder gingen gemeinsam auf Mördersuche. Am Schluss waren sich alle einig: Niemand ist am Campus ganz auf sich alleine gestellt. Die Paten sind ein toller Beweis dafür.

Vielen Dank an die jetzt schon zu den "Großen" zählenden 6ern, dass ihr dieses wichtige Amt übernommen habt. Das wird sicher nicht die letzte gemeinsame Aktion in der Orientierungsstufe gewesen sein.

Wie schnell ist Schall? Und kann man Schall sichtbar machen? Diesen Fragen ging die Klasse 7a im Rahmen des Physikunterrichts von Herrn Gabor in einem Feldversuch nach.

Ganz passend zum spätsommerlichen Westerwald-Idyll diente an einem dem Raiffeisen-Campus nahe gelegenen Feldweg als Quelle für das Untersuchungsobjekt: den Schall, eine Kuhglocke, die ein Lerner ganz virtuos zu spielen vermochte. Im ersten Teil des Versuchs postierten sich die übrigen Lernerinnen und Lerner in regelmäßigen Abständen über 200m entlang der Halballee und warteten, den Maestro im Rücken, auf die Ankunft des Glockenspiels, was sie sofort mit Handzeichen quittierten. Vom Ende der Kette aus zeigte sich so die Schallwelle der Kuhglocke eindrucksvoll als Welle menschlicher Arme, die sich von einem Ende des Feldwegs zum anderen ausbreitete.

Im zweiten Teil des Experiments gipfelte das Glockenspiel in einem schweißtreibenden Finale, in welchem der Virtuose sekündlich und mit weit ausladenden Bewegungen sein Instrument erschallen ließ. Die Lernerinnen und Lerner suchten dabei denjenigen Ort auf dem Feldweg, an dem sie den Klang in exakt dem Moment hörten, in welchem sie den Glockenspieler in seiner Bewegung genau zwischen zwei Schlägen erspähten. Sie wussten also, dass der Schall bis dorthin eine halbe Sekunde unterwegs war. Was blieb, war also lediglich die Distanz zu messen, was auf dem natürlichen Lineal der Halballee und mit dem spontan von unserem Haustechnikleiter Thomas Born organisierten Maßband ein Leichtes war. Zurück im Klassenzimmer ergab die Auswertung in sehr guter Übereinstimmung mit den Literaturwerten schließlich eine Schallgeschwindigkeit von 348 m/s.

Nicht nur konnten die Lernerinnen und Lerner also die endliche Geschwindigkeit des Schalls direkt erfahren, sondern diese auch selbst erfolgreich experimentell bestimmen.

Neue Schule, neuer Schulweg – das gilt vor allem für die jüngsten Lernerinnen und Lerner des Raiffeisen-Campus. Daher lud der RC – ganz nach jahrelanger Tradition – auch in diesem Schuljahr den ADAC  mit seinem Programm „Achtung Auto“ ein, um die Lernerinnen und Lerner der Klassenstufe 5 für mögliche Gefahren zu sensibilisieren, die auf dem Schulweg lauern können.

Herr Schmitt vom ADAC hatte dazu ein interessantes Programm zusammengestellt: Beim Wettrennen stellten die Kinder zuerst fest, was der Bremsweg und der Reaktionsweg ist, um mit etwas mathematischen Überlegungen den Anhalteweg zu bestimmen. Anschließend benannten die Lernerinnen und Lerner Gefahren beim Autofahren und mit welchen Sicherheitsvorkehrungen man diese minimieren kann, bevor sie dies in der Praxis ausprobierten. Denn der Höhepunkt war die Vollbremsung, die Herr Schmitt mit den Lernerinnen und Lernern in einem Kleinwagen auf dem Schulhof durchführte.

„Das war das beste“, meinten viele Lernerinnen und Lerner einhellig über diese rasante Fahrt. So konnten sie hautnah erleben, wie wichtig ein Sicherheitsgurt ist – schon bei geringen Geschwindigkeiten und kurzen Fahrten.

Im Anschluss reflektierten die Klassen 5a und 5b mit ihren Lehrkräften Frau Kern und Herrn Deinert das Erlebte und bezogen dabei die realen Schulwege der Lernerinnen und Lerner mit ein. Beim Test, den Herr Schmitt den Lehrkräften mitgab, konnten schließlich alle Lernerinnen und Lerner überzeugen und somit unte Beweis stellen, was sie über Verkehrssicherheit gelernt haben.

Während des ersten Elternabends der beiden 5. Klassen wurden die Eltern zu Autogrammjägern. Denn bei einem Energizer aus dem Programm Lions-Quest waren sie aufgefordert, Eltern mit bestimmten Eigenschaften (mehr als zwei Geschwister, Sportabzeichen o.ä.) zu finden und sich eine Unterschrift geben zu lassen. Dabei lernten sich die Eltern auf die gleiche Weise kennen wie zuvor ihre Kinder und konnten selbst erleben, wie Lions-Quest dazu beiträgt, dass neu zusammengestellte Gruppen zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen.

So kamen die Eltern nicht nur untereinander ins Gespräch, sondern erkundeten zugleich ebenfalls unbekannte Räumlichkeiten. Denn statt am Campus trafen sich alle in der Stadtbibliothek in Montabaur, mit der der Raiffeisen-Campus in diesem Jahr verstärkt kooperiert.

Die Klasse 7a thematisierte im Mathematikunterricht von Frau Klöckner folgende Frage: welche ist die größte Zahl, die ich kenne? Die Lernerinnen und Lerner kannten bereits viele große Zahlen wie eine Milliarde oder sogar eine Billion. Ein Lerner schrieb eine Zahl auf seinen Zettel, die allen anderen unbekannt war: die Zentillion. Schnell kam die Frage auf, wie diese Zahl denn aussehe. Eine Zentillion besteht aus einer eins mit 600 Nullen. Das beeindruckte die Lernerinnen und Lerner, doch richtig fassen konnte diese Zahl niemand.

"Wenn wir die Zahl auf den Boden schreiben, passt sie dann in das Klassenzimmer?" – diese Frage galt es zu beantworten. Also organisierten die Lernerinnen und Lerner das Experiment. Jeder nahm ein Blatt und legte es neben die anderen in eine Reihe. Die Breite des Klassenzimmers war abgedeckt. Schnell wurde berechnet, wie viele Nullen jede Lernerin und jeder Lerner auf die Blätter schreiben darf. Die Lernerinnen und Lerner unterstützten sich gegenseitig, damit niemand eine Null vergisst. Nach wenigen Minuten war die Zentillion auf über 10 DIN A4 Seiten verteilt im Klassenzimmer zu sehen. Sie hätte sogar zweimal in das Klassenzimmer gepasst.

Während des Experiments entwickelten die Lernerinnen und Lerner Ideen, wie die Frage ohne Experiment beantwortet werden könnte. Damit haben sie nicht nur selbst die Überleitung zum nächsten Thema (Fermi-Aufgaben) geleistet, sondern selbständig ihre Frage beantwortet.

 

 

Die Kooperation des Raiffeisen-Campus mit dem Leifheit-Campus in Nassau dauert jetzt schon deutlich länger als das erste Schuljahr in Nassau, das vor wenigen Wochen zu Ende ging. Seit der Idee, dort einen zweiten Campus zu gründen, waren Träger und Schulleitung in Dernbach in die Beratungen mit dem Gründungsteam in Nassau involviert und wir sind froh, dass die Schule einen so guten Start erwischt hat.

Wie eng die Kooperation schon jetzt ist, zeigte sich in der zweitletzten Ferienwoche, als die KollegInnen aus Nassau mit ihrem neuen Schulleiter Martin Ufer in Dernbach an den Schulungen für itslearning und webuntis teilnahmen. Das gemischte Lehrerteam war schon nach wenigen Stunden perfekt integriert und auch die immer wieder eingestreuten LionsQuest-Übungen trugen zur entspannten, aber arbeitssamen Atmosphäre bei. An Motivation mangelt es in beiden Teams zum Glück nicht und so gilt auch für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele.“ (FWR)

Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen in Nassau ein gutes zweites Schuljahr!

In der ersten Mathematikstunde am Raiffeisen-Campus stellten sich die Lernerinnen und Lerner der beiden 5. Klassen einer ganz besonderen Herausforderung: Sie bauten ein Flugzeug. Wie das geht?

Zunächst wurde im Klassenraum die Grundlage geschaffen, indem die Lernerinnen Lerner gemeinsam mit ihren Mathematik-Lehrkräften, Herrn Deinert und Frau Kern, über verschiedene Eigenschaften von Flugzeugen sprachen. Dabei zeigte sich schnell, dass der ein oder andere Flugzeugexperte im Raum war. Mit Hilfe von Spielkarten eines "Trumpf"-Spiels im Mathematikbuch konnten ganz unterschiedliche Größen in Bezug auf Flugzeuge herausgefunden werden.

Aber wie groß ist so ein Flugzeug wirklich? Sich eine Länge von über 50 Metern vorzustellen, ist gar nicht so einfach. Um dies zu testen, trafen sich die beiden Klassen deshalb auf dem Schulhof. Die Aufgabe: Baut ein Flugzeug! Das Material war schnell gefunden: Die Lernerinnen und Lerner selbst. Und so kam es, dass sich die 5er in zwei Reihen auf den Hof legten und testeten, welche Länge und welche Spannweite ein Flugzeug haben kann, damit es noch auf den Hof passt. Ein Airbus A380 war bei der Schulhofgröße und mit "nur" 51 Lernerinnen und Lerner des Jahrgangs 2016 zwar nicht möglich, wie sie hinterher auch mathematisch begründen konnten, aber ein kleines Flugzeug schafften sie gemeinsam.

Insgesamt machten die Lernerinnen und Lerner in dieser Stunde also sowohl inhaltlich-mathematische als auch soziale Erfahrungen: Zum einen eignet sich unser Körper gut als Messinstrument und zum anderen, die vielleicht viel wichtigere Erkenntnis: Gemeinsam können wir viel erreichen.

After a long wait, the certificates have finally arrived from Cambridge University for the 25 candidates who took part in the PET (Preliminary English Test) on a Saturday in June. The Cambridge PET tests pupils in the four skills – reading, listening, writing and speaking – to a B1 level (Council of Europe Framework of Reference).

This level is what one hopes for after 4-5 years of learning English and we offer this to pupils in the 8th and 9th grades. Of the 25 who took the test, two passed with “distinction” and a further six with “merit”, an excellent result. A distinction would mean a “pass” at the next level B2.

The candidates had been practising hard for the exam in an “AG” since February so were more than happy to receive their certificates in the school assembly this week.

Am Dienstag, dem 30.8. feierten die Lerner in Begleitung ihrer Eltern und Verwandten ihre Einschulung an unserem Gymnasium. Die feierliche Zeremonie fand in der Klosterkirche der Dernbacher Ordensschwestern statt und wurde von Bernhard Meffert, Schulleiter des Raiffeisen-Campus, geleitet. In seiner Predigt hob Meffert die Bedeutung dieses ersten Schrittes auf dem Weg zum Abitur hervor, wobei er die Metapher des Leuchtturms zum Leitmotiv des Einschulungsgottesdienstes machte. Ein Leuchtturm, so Meffert, stehe sicher auf der Erde und leuchtet für andere, um ihnen Orientierung zu bieten. Sodann appellierte der Schulleiter an alle Anwesenden, wie ein Leuchtturm ihren Mitmenschen stets Orientierung zu bieten. So können sie selbst erleuchtet werden und glücklich sein.

Die konkrete Orientierung der neuen Lerner fiel nach dem Gottesdienst zuerst den zukünftigen Klassenleitern Sarah Kern und Dominik Deinert zu. Sie begleiteten die Kinder zurück zum Campus. Während Eltern und Verwandte zu Kaffee und Kuchen ins Forum eingeladen wurden, richteten sich die neuen Lerner in ihren neuen Klassenzimmern ein und bildeten in Form eines Puzzles die neue Klassengemeinschaft. Bei verschiedenen Kennenlernspielen begannen die gerade eingeschulten Lerner sich im neuen Sozialgefüge zu orientieren, öffneten sich ihren Mitlernern und wurden so schon selbst zu kleinen Leuchttürmen. „Es war spannend zu sehen, wie sich die Lerner langsam aber sicher vortasteten und miteinander ins Gespräch kamen.“, so das übereinstimmende Resümee der beiden Klassenleiter.

Unsere gesamte Schulfamilie freut sich darauf, auch dem neuen Jahrgang Orientierung zu bieten.