Raiffeisen-Campus - Privates Gymnasium in Dernbach im Westerwald
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Stadtführung mit Baron Paul von Monte Taboro

Allgemein

„Seid gegrüßt, Ihr vom entfernten Orte Dernbach gereisten Lehrer.“ So begrüßte der Stadtführer Paul Widner alias Baron Paul von Monte Taboro die Lehrer der Campus-Familie, die vor Kurzem an einer interessanten und kurzweiligen „Fortbildung“ in Montabaur teilnahmen.

Die Stadtführung startete am Alten Rathaus. Dort erläuterte der Baron einige geschichtliche Fakten, bevor die Kollegen, ausgestattet mit einem Fragebogen und Stift, jeweils entscheiden mussten, ob die jeweils dargelegte Geschichte stimmt oder nicht. Wussten Sie, dass der Name „Mons Tabor“ ursprünglich von einem Berg in Galilea stammt? Oder dass der Habsburger Kaiser Maximilian I. zu Besuch in der heutigen Kreisstadt war? Es handelt sich um wahre Begebenheiten. Hätten Sie gedacht, dass zur Zeit Napoleons 11 gestandene Männer in Uniform auf einem Baumstamm durch die Stadt ritten? Nein? Die meisten von uns auch nicht, jedoch stimmt auch diese Geschichte, es war schlicht der 11-er Rat zur Fastnachtszeit.

Sehr amüsant fanden wir auch, dass 1919 jeder städtische Haushalt eine Fliegenklatsche vorweisen musste oder ein texanisches Rodeoreiten hier einmal stattfand, und zwar auf Initiative der deutsch-texanischen Gesellschaft.

An dieser Stelle beantworten wir aber nicht, ob die folgende Geschichte wahr oder falsch ist und möchten unseren Lesern zwei kleine Rätsel aufgeben: Stimmt es, dass Montabaur den größten ICE-Bahnhof in Rheinland-Pfalz hat? Ist es wahr, dass der Wein am Schlossberg den Namen: Chateau migraine de Montabur trägt?

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Suche nach der richtigen Antwort! 

15. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/IMG_1691.jpg 240 320 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-15 23:00:002016-11-15 23:00:00Stadtführung mit Baron Paul von Monte Taboro

Fallversuche am geraden Türmchen von Dernbach

Allgemein

Im freien Fall hängt die Fallstrecke quadratisch von der Fallzeit ab, wissen die Lernerinnen und Lerner der MSS1. Doch ganz im Sinne Galileo Galileis musste dieser, im Grundkurs Physik bei Herrn Gabor zunächst rein theoretisch behandelte Zusammenhang auch einer Überprüfung im Experiment standhalten.  

Einer Legende nach soll Galilei seine Fallversuche unter anderem vom schiefen Turm von Pisa aus durchgeführt haben. Jedoch kamen die Lernerinnen und Lerner zu dem Schluss, dass für ihren Versuch der Turm weder schief sein noch sich zwingend in Pisa befinden müsse. Die Feuertreppe vor dem Naturwissenschaftsraum am Raiffeisen-Campus sollte dafür schließlich auch genügen.

Dort wurden zunächst ein fallfreudiger Stein ausgesucht, einige Positionen auf der Treppe ausgewählt und ihre jeweilige Höhe mit einem Maßband vermessen. Als dies erledigt war und sich die drei besten Stoppuhren-Stopper des Kurses postiert und bereitgemacht hatten, wurde der Stein mehrfach der Schwerkraft übergeben und jeweils die Dauer seines Falls gemessen.

Die Auswertung der Messdaten konnte im Rahmen der Messgenauigkeit schließlich den vermuteten Zusammenhang bestätigen, auch wenn die so ermittelte Fallbeschleunigung den Literaturwert um ca. 30% überstieg. Die Abweichung ließ sich damit erklären, dass Fallzeiten von unter einer Sekunde, wie bei der geringen Höhe im Lernerversuch der Fall, selbst bei höchster Konzentration und Akribie an der Stoppuhr nur mit mäßiger Genauigkeit gemessen werden können.

Zwar bestand am Ende der Unterrichtsstunde kein Zweifel mehr am physikalischen Zusammenhang zwischen Fallstrecke und Falldauer, für eine höhere Genauigkeit der Messung sollte man vielleicht aber doch den Weg nach Pisa auf sich nehmen? 

13. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC_0031b.jpg 800 477 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-13 23:00:002016-11-13 23:00:00Fallversuche am geraden Türmchen von Dernbach

Grundschullehrer zu Besuch am Raiffeisen-Campus

Allgemein

„Juhu, meine alte kommt!“ „Toll! Hoffentlich kommt meine auch.“

Solche und ähnliche Gespräche konnte man in den ersten Tagen nach den Herbstferien bei unseren Fünftklässlern häufig hören. Die Spannung war groß, denn der Besuch ihrer ehemaligen Grundschullehrerinnen und -lehrer hatte sich angekündigt. Dass die Grundschullehrer wohl eher „ehemalige“ statt „alte“ sind, war dabei für die Lernerinnen und Lerner doch recht irrelevant.

Wie sehr die ersten Lernbegleiter unseren Lernerinnen und Lernern in ihrer bisherigen Schulzeit ans Herz gewachsen sind, brachten unsere jüngsten Lernerinnen und Lerner mit ihrer Musiklehrerin Frau Ingenhoven dann auch gleich zur Begrüßung zum Ausdruck. „Hallo Lieblingsmensch“ sangen sie mit stolz geschwellter Brust – und die Freude stand auch den Grundschullehrkräften ins Gesicht geschrieben.

Gemeinsam mit den beiden Klassenlehrern Frau Kern und Herrn Deinert freute sich auch Schulleiter Meffert über die Gäste. Über die Hälfte der eingeladenen Lehrer sind erschienen und über zwei Drittel der Lernerinnen und Lerner konnten sich über ein bekanntes Gesicht freuen. Nach der musikalischen Begrüßung erfolgte ein reger Austausch über die ersten Wochen am RC. Natürlich durften hier auch Bilder der vielen Erlebnisse von „Achtung Auto“ über die Klassenfahrt bis hin zum „Big Apple Day“ nicht fehlen. Stolz berichteten die Lernerinnen und Lerner von ihren ersten Tagen am Raiffeisen-Campus.

Die Klassenlehrer Frau Kern und Herr Deinert bedanken sich an dieser Stelle bei den Grundschullehrkräften für den tollen Besuch.

11. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/Ke_GS1.jpg 1325 2000 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-11 23:00:002016-11-11 23:00:00Grundschullehrer zu Besuch am Raiffeisen-Campus

Familienschätze

Allgemein

Ganz so schnell werden die Lernerinnen und Lerner der 6a/6b ihre ersten Geschichtsstunden am Raiffeisen-Campus bei Frau Sieren und Frau Maier nicht wieder vergessen. Denn statt eines klassischen Einstiegs, bei dem ihnen erklärt worden wäre, was Geschichte ist und was ein Historiker eigentlich macht, hat sich die Fachschaft Geschichte zu Beginn dieses Schuljahres etwas Besonderes einfallen lassen: ein Forschungsprojekt zur Familiengeschichte.

Und so wurde schon ab der ersten Stunde bewiesen, dass Geschichte keinesfalls ein eingestaubtes Fach ist: Ausgestattet mit ganz unterschiedlichen Aufgaben rund um die Familiengeschichte gingen die Lerner auf Spurensuche und schlüpften so auch gleich in die Rolle von jungen Nachwuchshistorikern – Geschichte und die Arbeit der Geschichtswissenschaftler wird so für alle begreifbar. Mit Begeisterung machten sich die Lernerinnen und Lerner auf diese angeleitete Reise in die Vergangenheit der eigenen Familie und konnten mithilfe der Eltern und Großeltern erstaunliche Entdeckungen machen. Die zahlreichen Gegenstände, die in den darauf folgenden Stunden in der Klasse vorgestellt wurden, bildeten ein buntes Potpourri aus unschätzbaren Dokumenten und historischen Zeugnissen, in denen die jeweilige Familiengeschichte Niederschlag gefunden hat.

Jede Lernerin und jeder Lerner  ist als Expertin bzw. Experte ihrer bzw. seiner Familie aufgetreten und hat den Familienstammbaum erforscht, das Interview mit der ältesten Person der Familie durchgeführt oder die mitgebrachten Familienschätze in der Klasse präsentiert und die Fragen der MitlernerInnen und der nicht wenig neugierigen Lehrerinnen beantwortet.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dank des konstruktivistischen Lernarrangements haben unsere Lernerinnen und Lerner eine klare Vorstellung davon gewonnen, woher wir unser Wissen über die Vergangenheit beziehen und, was ein Historiker eigentlich macht – das ist eine großartige Leistung, und deshalb sind wir auf unsere frisch gebackenen Genealogen und Historiker besonders stolz! Die Fachschaft Geschichte am Raiffeisen-Campus bedankt sich an dieser Stelle bei den Eltern und Großeltern, die durch ihre vielfältige Unterstützung zur Realisierung dieses Projektes beigetragen haben.

9. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/geschichte1.jpg 336 448 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-09 23:00:002016-11-09 23:00:00Familienschätze

All you can read: Ein Platz für Bücherwürmer

Allgemein

Seit diesem Schuljahr kommen alle Bücherwürmer und Leseratten am Raiffeisen-Campus noch mehr auf ihre Kosten: Unsere kleine aber feine Bücherecke konnte vor Kurzem ihre Türen öffnen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit.

In vier Mittagspausen zieht unsere Bibliothek kleine und große Leser an – und das wundert bei dem vielfältigen Angebot kaum: Eine bunte Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern steht zur Verfügung, daneben dürfen aber auch Comics und graphic novels nicht fehlen. Abgerundet wird die Auswahl durch Sachbücher zu den unterschiedlichsten Themen und auch Hörbücher sind zu finden. Und all das können die Lerner in einer netten Umgebung auf bequemen Sofas, Sitzsteinen oder in einem Ohrensessel genießen.

Wir freuen uns sehr, dass die Eröffnung ein so großer Erfolg war. Wir dürfen aber auch schon gespannt in die Zukunft blicken, da die Bücherecke nur der erste Schritt war …

An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank dem Förderverein, der durch seine großzügige Spende die Ausstattung dieses Raumes erst möglich gemacht hat – es ist ein richtiger Wohlfühlraum geworden, der auch eine kleine Ruheinsel im Schulalltag darstellt. Der Förderverein hat aber auch gezeigt, dass ihm Lesefreude und Leseförderung ein Anliegen ist. Vielen Dank!

7. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/bib1.jpg 800 600 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-07 23:00:002016-11-07 23:00:00All you can read: Ein Platz für Bücherwürmer

Ein Herz für Tiere

Allgemein

Unsere Lernerin Keana aus der 6a hat gemeinsam mit einer Freundin in ihrer Freizeit bewiesen, dass sie ein Herz für Tiere hat. Die Rhein-Zeitung informierte in ihrer Ausgabe vom 22.10. ausführlich über dieses vorbildliche Engagement, das wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich lobend hervorheben wollen. Schön, liebe Keana, dass Du die Werte unserer Schule auch in der Freizeit so eindrucksvoll lebst!

5. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-05 23:00:002018-09-14 09:09:55Ein Herz für Tiere

Innenansichten

Allgemein

Wer genau hinschaut, wird auch weiterhin von außen immer wieder kleine Veränderungen am Bau feststellen: In letzter Zeit wurden die ersten Fensterrahmen eingesetzt. Auch die Scheiben stehen schon bereit. Zwar zeigt sich der Herbst noch immer von seiner goldenen Seite, aber wenn der Winter dann kommt, ist der Bau vorbereitet.

Und im Gebäude geht es weiter. Da sich die Details nicht unmittelbar beobachten lassen, geben wir gerne anhand der Bilder einen Eindruck von Innen. Zwar muss noch immer von einem Rohbau gesprochen werden, aber es lässt sich schon erahnen, wie es zukünftig im Gebäude aussehen wird.

Bis bald!

 

3. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/Ke_Bau5_1.jpg 1500 2000 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-03 23:00:002016-11-03 23:00:00Innenansichten

Reg dich ab!

Allgemein

Diese Worte sind tatsächlich so im Deutschunterricht in der Klasse 7a bei Frau Maier gefallen – und zwar genau so. Doch warum?

Man stelle sich folgende Situation vor: Man unterhält sich gerade und schon wird man von einem verräterischen Piepen des Handys seines Gegenübers unterbrochen, das eine neue Nachricht  ankündigt. Und der Gesprächspartner ignoriert diese Information nun nicht höflich, sondern zückt das Handy und liest. Auf unseren Einwand hin, ob das denn nun sein müsse, bekommt man eben diesen Satz zu hören: "Reg dich ab!"

So oder so ähnlich haben das sicher schon viele von uns erlebt und darüber, dass dieses Verhalten unhöflich ist, dürfte Einigkeit herrschen. Doch wie wünschen wir uns, dass ein Gespräch geführt wird und viel interessanter: Wie schaffen wir es, unser Gegenüber von unserem Standpunkt zu überzeugen – soll in diesem Fall heißen: Wie schaffe ich es, dass mein Blick auf das Handy nicht strikt verurteilt wird.

Damit beschäftigte sich also die Klasse 7a und hat so nebenbei den Aufbau eines guten Argumentes kennen gelernt und schließlich ganz praktisch im Rahmen einer Fishbowl-Diskussion Überzeugungsarbeit geleistet. Damit wurde nicht nur Grundlagenarbeit im Fach Deutsch geleistet, die Lerner haben vielmehr ein Gespür dafür entwickelt, welche Gesprächsregeln es zu beachten gilt, sie haben für`s Leben gelernt. Spätestens wenn es bei der nächsten Diskussion um mehr Taschengeld oder ein Treffen mit den Freunden geht: Sie haben jetzt das Handwerkszeug, um überzeugend zu argumentieren.

1. November 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/regdichab1.jpg 768 1024 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-11-01 23:00:002016-11-01 23:00:00Reg dich ab!

Mensch, achte den Menschen!

Allgemein

Im Rahmen der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus machte der Grund- und Leistungskurs Geschichte der MSS1 zusammen mit Frau Sieren und Frau Maier eine Exkursion nach Hadamar zur NS-Euthanasie-Gedenkstätte.

Das ist ja mitten im Ort! Dies war die erste bewegende Erkenntnis, die unsere Lerner bereits beim Aussteigen aus dem Bus hatten und damit rückte eine zentrale Frage von Beginn an in den Fokus: Wie konnten diese Verbrechen mitten in der Gesellschaft und damit de facto vor allen Augen geschehen?

Der anstehende Studientag sollte darauf Antworten liefern und doch wurde immer wieder inne gehalten, als die Morde in dieser Tötungsanstalt geschildert wurden und einzelne Schicksale greifbar wurden: 15000 Menschen wurden von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer zu verurteilenden Rassenhygiene und Rassenideologie hier ermordet. Besonders der Gang durch den dortigen Keller mit der Besichtigung der Gaskammer und des Verbrennungsofens hinterließ bei den Lernern einen tiefsitzenden Eindruck und führte ihnen die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes vor Augen.

„Mensch, achte den Menschen“ – diese Aufforderung ist nicht nur auf einem Stein in der Gedenkstätte, der auf dem Friedhof steht, zu finden, diese Aufforderung nahmen wir alle von diesem sehr bewegenden Tag in Hadamar mit, verbunden mit der Aufgabe für uns alle: Nie wieder!

29. Oktober 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png 0 0 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-10-29 22:00:002018-09-14 09:10:31Mensch, achte den Menschen!

Hauptgewinn im "Ionenlotto"

Allgemein

Trinkwasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen sowie eine der wertvollsten Ressourcen unserer Zeit. So ist es kein Wunder, dass dieses Lebensmittel hohen Gütekriterien genügen muss und regelmäßig auf seine Inhaltsstoffe untersucht wird. Besonders die im Wasser gelösten Ionen, also die Bestandteile von Salzen, sind nicht unerheblich für den Geschmack oder den Härtegrad von Wasser und daher in ihrer Zusammensetzung auf jedem Mineralwasseretikett zu finden. Zur Identifizierung dieser Bestandteile benötigt man spezielle und eindeutige Nachweisverfahren.

Genau mit diesem Aspekt der Chemie, der so genannten quantitativen Analyse, hatten sich die Lernerinnen und Lerner in den Chemiegrundkursen von Frau Sun und Herrn Wenzel befasst. Nach einigen Stunden zu theoretischen Grundlagen galt es nun kurz vor den Herbstferien, auch die praktische Anwendung der gewonnenen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. So konnte sich Jeder aus einer Vielzahl an äußerlich kaum zu unterscheidenden, weißen Pulvern eine unbekannte Salzprobe auswählen und diese genauer untersuchen. Auch wenn dieses Verfahren in Chemikerkreisen gerne scherzhaft als "Ionenlotto" bezeichnet wird, hat es doch wenig mit dem populären Glücksspiel gemein. Verschiedene Analysemethoden mussten geschickt kombiniert und in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden, um die korrekte Zusammensetzung des erhaltenen Salzes zu ermitteln.

Gab man Salzsäure zu einer Probe und erhielt eine schäumende Gasentwicklung, hatte man erfolgreich Carbonat-Ionen, die speziell für die Wasserhärte verantwortlich sind, nachgewiesen. Auch Kochsalz (Natriumchlorid) ist nicht selten in gelöster Form und besonders reichlich im Meerwasser enthalten. Während sich die Natrium-Ionen noch durch eine gelbe Färbung der Bunsenbrennerflamme gut nachweisen ließen, war die Identifizierung von Chlorid-Ionen schon deutlich aufwändiger. Bildete sich bei Zugabe von Silbernitrat zur gelösten Probe ein weißer, trüber Niederschlag, den man mit Ammoniakwasser wieder auflösen konnte, so war Chlorid enthalten. Damit bei so vielen Nachweisen und Chemikalien nichts durcheinander gerät, wurde das Vorgehen sorgfältig in einem Protokoll festgehalten.

Das anfängliche Lampenfieber im Angesicht dieser komplexen Herausforderung verflog schnell im Fluss der praktischen Arbeit. So stellte sich auch bald heraus, dass die meisten Lernerinnen und Lerner den Hauptgewinn im "Ionenlotto" gezogen hatten und die richtige Bestimmung ihrer Probe als sichtliches Erfolgserlebnis verbuchen konnten.

27. Oktober 2016
https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/11/Probe_mit_Chlorid-Ionen_links_und_ohne_rechts_jpg.jpg 800 600 technik@page-and-paper.de https://www.raiffeisen-campus.de/wp-content/uploads/2017/09/logo.png technik@page-and-paper.de2016-10-27 22:00:002016-10-27 22:00:00Hauptgewinn im "Ionenlotto"
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