Wie schnell ist Schall? Und kann man Schall sichtbar machen? Diesen Fragen ging die Klasse 7a im Rahmen des Physikunterrichts von Herrn Gabor in einem Feldversuch nach.

Ganz passend zum spätsommerlichen Westerwald-Idyll diente an einem dem Raiffeisen-Campus nahe gelegenen Feldweg als Quelle für das Untersuchungsobjekt: den Schall, eine Kuhglocke, die ein Lerner ganz virtuos zu spielen vermochte. Im ersten Teil des Versuchs postierten sich die übrigen Lernerinnen und Lerner in regelmäßigen Abständen über 200m entlang der Halballee und warteten, den Maestro im Rücken, auf die Ankunft des Glockenspiels, was sie sofort mit Handzeichen quittierten. Vom Ende der Kette aus zeigte sich so die Schallwelle der Kuhglocke eindrucksvoll als Welle menschlicher Arme, die sich von einem Ende des Feldwegs zum anderen ausbreitete.

Im zweiten Teil des Experiments gipfelte das Glockenspiel in einem schweißtreibenden Finale, in welchem der Virtuose sekündlich und mit weit ausladenden Bewegungen sein Instrument erschallen ließ. Die Lernerinnen und Lerner suchten dabei denjenigen Ort auf dem Feldweg, an dem sie den Klang in exakt dem Moment hörten, in welchem sie den Glockenspieler in seiner Bewegung genau zwischen zwei Schlägen erspähten. Sie wussten also, dass der Schall bis dorthin eine halbe Sekunde unterwegs war. Was blieb, war also lediglich die Distanz zu messen, was auf dem natürlichen Lineal der Halballee und mit dem spontan von unserem Haustechnikleiter Thomas Born organisierten Maßband ein Leichtes war. Zurück im Klassenzimmer ergab die Auswertung in sehr guter Übereinstimmung mit den Literaturwerten schließlich eine Schallgeschwindigkeit von 348 m/s.

Nicht nur konnten die Lernerinnen und Lerner also die endliche Geschwindigkeit des Schalls direkt erfahren, sondern diese auch selbst erfolgreich experimentell bestimmen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar