Wie man am effektivsten Fremdsprachen lernt, das weiß der Raiffeisen-Campus aus dem Religionsunterricht. Plötzlich, so hören wir an Pfingsten in den christlichen Gottesdiensten, sprechen die Freundinnen und Freunde Jesu in allen möglichen Sprachen. Unfair, dachte ich als Kind an dieser Stelle in Richtung meines Gottes, denn ich musste dafür jahrelang Vokabeln lernen…

Aber die Pfingsterzählung will nicht von Wundern berichten, die über die Menschen herfallen – sie will von Wundern erzählen, die mit und aus Menschen geschehen. Und dieses Wunder besteht in der Be-Geist-erung der Menschen, die sich eben noch voller Angst vor Verfolgung und – das ist heute eher das Problem – Verachtung nicht zu ihrem Christsein bekennen mochten. Die sich, wenn überhaupt, nur in die letzte Bank einer Kirche trauen und die selbst zum Singen kaum den Mund aufmachen mögen.

Wie kann man heute das Wunder von Pfingsten für sich selbst neu erfahren? Was hat die Menschen damals mutig gemacht?

Die Bibel kleidet, wie so oft, das Unverständliche in große Bilder und berichtet von einem gigantischen Feuerwerk, das da auf die ängstlichen Jüngerinnen und Jünger hereinbricht.

Ich glaube, es ist ein inneres Feuerwerk. Sie hatten sich eingeschlossen und auf ein ganz anderes Wunder gewartet – auf die nahe Wiederkunft ihres Messias. Sie wollten nicht seinem Auftrag gerecht werden und Verantwortung übernehmen, Sie wollten ihren Chefguru zurück, damit Er alles richten möge. Aber irgendwann – an Pfingsten – wird ihnen klar, dass das so nicht funktioniert. Sie verstehen endlich Jesu Worte als verbindlichen Auftrag und ergreifen die Initiative und die Riegel an Fenstern und Türen. Und sie reden sich ihre Angst von der Seele, in dem sie von Jesus erzählen. Und als sie wieder von ihm berichten, statt im Kämmerlein sich selbst zu bemitleiden, da bricht sich die alte Be-Geist-erung ihre Bahn und sie werden zu Kommunikatoren der Extraklasse. Man versteht, ja man fühlt ihre Begeisterung und teilt sie. Selbst dann, wenn man der Sache Jesu bislang distanziert gegenüberstand – als Fremder.

Ich wünsche uns heute an Pfingsten Geist-Liche in allen Konfessionen, die in dieser Weise verständlich und be-Geist-ert von ihrem Glauben berichten.  Dazu braucht man keinen Papst, Bischof oder Priester. Das kann jeder sein, wenn ich den Mut dazu habe…

Findet, mit begeisterten Grüßen,

Ihr Bernhard Meffert, Religionslehrer am Raiffeisen-Campus

Die Akademie deutscher Genossenschaften (ADG) ist der Marktführer im Weiterbildungsbereich in Rheinland-Pfalz, hat das größte und eines der schönsten Hotels in unserem Bundesland und ist eine nicht nur topographisch herausragende Tagungsstätte. Dass die ADG zu unseren Unterstützern der ersten Stunde gehört, ist dem aufmerksamen Leser sicher bereits bewusst. Dass diese Unterstützung dem Team am Raiffeisen-Campus auch in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt eine mehrtägige Klausurtagung ermöglichte, erfordert ein doppeltes Dankeschön der Schulleitung.

Zum einen an Herrn Vorstandsvorsitzenden Axel Kehl, der durch sein persönliches Engagement für den Raiffeisen-Campus dem Kollegium ermöglichte, von Donnerstag bis Samstag ohne jede eigene Sorge um das leibliche Wohl oder um technische Hilfsmittel einfach nur intensiv an der Qualitätsentwicklung unserer Schule zu arbeiten und zum anderen natürlich dem Team selbst, für das ein solches Engagement vom Feiertag bis zum Samstag so selbstverständlich ist, dass es der Schulleitung ein besonderes Anliegen ist, auf diese Weise ein – öffentliches – Dankeschön zu sagen. Innovation bedeutet am Raiffeisen-Campus auch, dass wir im Miteinander andere Wege gehen und uns wertschätzen. Diese Wertschätzung sei unserem großartigen Unterstützer ADG und dem Team auf diesem Wege vermittelt.

Der Raiffeisen-Campus verfügt über elektronische Tafeln in jedem Klassenzimmer und weist doch immer darauf hin, dass deren Präsenz dennoch nicht per Knopfdruck guten Unterricht erwzingt. Warum aber guter Unterricht MIT elektronischen Tafeln deutlich leichter gelingt, beweisen unsere Lehrerinnen und Lehrer täglich, so z.B. Dr. Feld im gestrigen NaWi-Unterricht. Die – während eines Unterrichtsganges – gesammelte Probe aus einem nahe gelegenen Biotop wurde per Board allen Lernerinnen und Lernern präsentiert und die erkennbaren Tiere wie Wasserkäfer und Kaulquappen auf dem Bild für alle sichtbar markiert. Früher hätten höchstens jeweils fünf Kinder gleichzeitig sich die Tiere im kleinen Behälter ansehen können – jetzt sind alle dabei und können die Ergebnisse des Unterrichts gut verfolgen…. Elektronische Tafeln – ein gutes Mittel (Medium) für innovativen Unterricht.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht mit Frau Hartung dreht sich derzeit alles rund um die Bewegung, zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Gerade beschäftigen sich die Lernenden mit der Bewegung bei Menschen. Daher nahmen die Lernenden die Rolle von Forschern ein und untersuchten das Skelett der Biologiesammlung – eine Leihgabe einer Raiffeisen-Campus-Mutter – und ihren eigenen Körper auf die Knochen, welche dem menschlichen Körper Halt geben.

Außerdem verglichen sie Arm- und Beinskelett miteinander und begründeten, warum die Knochen der Beine die kräftigsten des ganzen Körpers sind und warum Knochen leben. Zusätzlich erkundeten sie an selbst gebastelten Modellen, welche Belastungsrichtung Röhrenknochen besonders gut verkraften.

Im Stationenbetrieb konnten sie so ihren Forscherdrang ausleben. Nach der Präsentation ihrer Ergebnisse hat jeder Lerner von eigenen oder fremden Erfahrungen mit Knochenbrüchen berichtet. Dies wurde von "Ah`s und Ih`s" ihren Mitlernenden begleitet.

Auf Schloss Montabaur tagte die Gesamtkonferenz des Raiffeisen-Campus zum ersten Mal in großer Runde. Schulleiter Meffert begrüßte das Team 2012/2013 und damit zum ersten Mal Frau Salvador in den Reihen des Lehrerteams, der Schulelternbeirat war unter seinem Vorsitzenden Herrn Teriet vollzählig erschienen und auch die LernerInnenvertreter Ella und Arian waren dabei. Ihnen widmete sich der Direktor des Campus in seiner Begrüßung besonders ausführlich: "Ich arbeite jetzt 14 Jahre an Schulen und bislang waren die Schülersprecher meist volljährig. Dass Ihr als 10/11jährige Lernersprecher selbstverständlich gleichberechtigt an einer solchen Konferenz teilnehmt, ist wirklich etwas Besonderes", so der Schulleiter.

Zum ersten Tagesordnungspunkt begrüßte Herr Meffert den Referenten und erfahrenen Lions-Quest-Trainer Kurt Schiffler, der am Feiertag den Weg vom Saarland auf sich genommen hatte, um das Team für das weltweit einzigartige Sozialkompetenztraining "Erwachsen werden" zu begeistern. Vorab: Dies gelang ihm hervorragend. Nach nur kurzer Sachinformation überzeugte Herr Schiffler die KonferenzteilnehmerInnen durch zahlreiche beispielhafte Übungen aus dem Programm und erzielte damit neben einer umfassenden Information auch einen angenehmen Nebeneffekt: Unsere neue Spanischlehrerin Frau Salvador konnte in den zahlreichen Übungen die Teilnehmer der Tagung, vor allem aber zunächst die Kolleginnen und Kollegen rasch kennenlernen.

Nach gut zwei Stunden verabschiedete sich die Konferenz von Kurt Schiffler, gestärkt in der Überzeugung das LQ (so unsere interne Bezeichnung für das neue Schulfach) in beiden Jahrgängen am Raiffeisen-Campus im nächsten Jahr unser pädagogisches Konzept wertvoll ergänzen wird. Dass wir in unserem  Bemühen von den Service-Clubs der Lions in der Umgebung unterstützt werden, zeigte sich u.a. in der Finanzierung der Weiterbildungen unseres LQ-Dozenten Herrn Schenkelberg und der Finanzierung der Tagungsteilnahme von Herrn Schiffler durch den Lions Club Montabaur-Hachenburg. Dass Herr Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG auch die Übernachtungskosten von Herrn Schiffler übernahm, so wie er dem Campus insgesamt die Tagung ermöglichte, wird einen eigenen Artikel erfordern, um angemessen gewürdigt zu werden…

Nach der wohl verdienten Kaffeepause widmete sich das Team dem Fahrtenkonzept der Schule von der erlebnispädagogisch ausgerichteten Fahrt in Klasse 5 bis zur Studienfahrt in Klasse 11, das Schulleiter Meffert den Teilnehmern als Vorschlag unterbreitete. Er stellte klar, dass ein Fahrtenkonzept nur dann seine Wirkung entfalten könne, wenn es auf breite Zustimmung in der Elternschaft stoße und bat deshalb den SEB um die Übernahme der Kommunikation in die Elternschaft hinein. "Nichts von diesem Vorschlag ist gesetzt", so der Schulleiter, "es ist besser, wenige wirklich wertige Fahrten zu unternehmen, als viele Fahrten bloß zu absolvieren". Und noch einen Grundsatz legte er fest: "Wir werden immer mit allen Lernerinnen und Lernern fahren – mit mir wird es am Raiffeisen-Campus keine Auswahlfahrten geben. Denn das würde zu sozialer Diskriminierung durch die Hintertür führen und genau das widerspricht dem Raiffeisen-Gedanken."

Nächster Programmpunkt war die von Frau Ingenhoven organisatorisch betreute Schulbuchliste. Die in diesem Jahr noch recht zahlreichen Änderungen sind dem Umstand geschuldet, dass Schulbuchentscheidungen im letzten Jahr noch ohne die später verpflichteten Fachkollegen getroffen werden mussten.

Die Tagung der Gesamtkonferenz endete so begeisternd und erfrischend wie sie begonnen hatte: Martina Düring, ehrenamtliche Mitstreiterin am Raiffeisen-Campus und erfahrene Kommunikationswissenschaftlerin legte den Teilnehmern dar, wie die Schule in Zukunft noch besser nach innen und außen kommunizieren kann, was sie als Raiffeisen-Campus ausmacht. Der Vortrag griff die Ergebnisse eines Workshops im März auf und brachte sie durch die Lupe der Kommikationswissenschaft geschärft jetzt akzentuierter ins Bewusstsein. Herr Meffert bedankte sich am Ende des Vortrags sehr herzlich bei Frau Düring und schloss nach knapp vier Stunden die erste Gesamtkonferenz in der Geschichte einer Schule, die voller Zuversicht und Energie ihr Geschick in die eigenen Hände genommen hat, in dem Wissen, dass mit einem starken Träger und solchen ehrenamtlichen Unterstützern mit ihr zu rechnen ist…

 

Als Schulleiter Meffert nach der Begrüßung durch Träger-Vorstand Dr. Feld zu Beginn des Elterninfoabends mit den Eltern der neuen SextanerInnen eine Folie mit einem "Lehr- und Lernplan" für den Abend zeigte, ging ein Schmunzeln durch die Gesichter und so wenig bierernst wie die Analogie von Elternabend und Unterrichtsstunde gemeint war, so war dieser Elternabend generell von einer heiteren Atmosphäre des Miteinanders von Schule und Elternhaus geprägt. Vorstand der Raiffeisen-Campus eG, LehrerInnen und sogar die für den Campus unverzichtbaren FSJler hatten sich gut auf den Abend vorbereitet und stellten sich und ihre Schule vor.

Der zweite Jahrgang am Raiffeisen-Campus war annähernd vollzählig vertreten und die Elternschaft des ersten Jahrgangs trug dazu bei, dass nicht nur die Sachinformation funktionierte, sondern die Veranstaltung nicht schon mit der "aktuellen Stunde" mit zahlreichen Fragen der Eltern zu Ende ging.

Es passt zum Selbstverständnis des Raiffeisen-Campus, dass man bei einem kleinen Imbiss und einem Getränk noch lange beisammen blieb. "Wir nennen solche Veranstaltungen wie z.B. unserer Vernissage oder eben das Zusammensein am heutigen Abend immer Elternsprechtag", erläuterte der Schulleiter, "weil wir glauben, dass diese scheinbar informellen Gespräche die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus sind". Statt eines lange vereinbarten Termins würden so auch scheinbar nebenbei Fragen geklärt, die  den Eltern wichtig sind. Die lockere Atmosphäre gefiel den Eltern ausnehmend gut. Warum man Sachinformationen zwar ernsthaft aber nicht bierernst vermitteln muss, erklärte Direktor Meffert mit Verweis auf den Unterricht. "Wer Freude hat, lernt besser…" verriet er und gestattete so auch einen Einblick in seine ganz persönliche Unterichtsphilosophie…

Die Zukunft des mit Recht als erfolgreichstes Ganztagsmodell für Gymnasien in Deutschland betrachtete G8/GTS in Rheinland-Pfalz war Gegenstand einer Klausurtagung in Wirges, zu der der Raiffeisen-Campus eingeladen hatte. Unter Leitung von Frau Ministerialdirigentin Barbara Mathea vom Bildungsministerium in Mainz tagten die 19 Schulleiter, ihre Stellvertreter und jeweilige Abteilungsleiter zu aktuellen Themen rund um die Entwicklung der Schulform.

Campus-Direktor Bernhard Meffert begrüßte die im Bürgerhaus mit Kaffee und Kuchen bereits gestärkten Kolleginnen und Kollegen mit einem Zitat von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: "Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele" und er übertrug das Zitat auf die Sitatuation der G8/GTS-Schulen in RLP. "Als jüngstes Mitglied dieser exklusiven Schulform sind wir sehr gut aufgenommen worden und freuen uns über die Dynamik und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums", so der Schulleiter. Und er gab seiner Zuversicht Ausdruck, dass das Tagungsmanagement dazu beitragen werde, den durch Aprilwetter mäßig freundlichen Tag dennoch zu einem sehr erfolgreichen Tag werden zu lassen. 

Die Leiterin der Abteilung 4C im Kultusministerium leitete die Tagung, die sich neben Fragen der Gestaltung der Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und vielen organisatorischen Fragen in einem wesentlichen Punkt mit der Ausgestaltung der Mainzer Studienstufe (Oberstufe) in der G8/GTS beschätigte.

Ein weiterer Schwerpunkt war das traditionelle Gastgeber-Referat. Markus Wagner und Bernhard Meffert stellten unter der Überschrift "Elektronik und Pädagogik: Synergieeffekte am Raiffeisen-Campus" das Anliegen der Schulleitung am RC dar, durch elektronische Hilfen die Kommunikation aller Gruppen am Raiffeisen-Campus zu verbessern, besonders aber natürlich die Kommunikation innerhalb eines in den nächsten Jahren stetig wachsenden Teams. Die Tagungsteilnehmer bewiesen mit ihren teils kritischen Fragen nach Datenschutz etc. ihr großes Interesse und zeigten sich angesichts der hohen Sensibilität der Campus-Schulleitung gegenüber genau diesen Fragen beeindruckt.

Referatsleiter Kaul referierte und diskutierte mit den Schulleitungen anschließend die besondere Form der Oberstufe in der Ganztagsform. Schulleiter Meffert erläuterte ggü. der Redaktion den Vorteil der Oberstufe in der Schulform, die auch der Raiffeisen-Campus für sich gewählt hat: Im Gegensatz zu klassischen Gymnasien hat das G8/GTS wieder drei volle Schuljahre für die Hinführung zum Abitur zur Verfügung, die sich in sechs volle Semester gliedern, darunter eine Einführungsphase (MSS1 E1+E2 und MSS 2 und 3 (Q1-Q4). Statt im Januar des dritten Oberstufenjahres (G9) finden die Prüfungen nun wieder im Frühsommer statt, die Weihnachtsferien erhalten so ihren Erholungswert für die jungen Erwachsenen zurück. Das immer wieder in der Presse zu Unrecht gescholtene G8 bietet in RLP die gleiche Zahl von Unterrichtsstunden wie das fälschlich G9 genannte konventionelle Gymnasium (faktisch ist dieses nämlich maximal ein G8,6) – am Raiffeisen-Campus sogar wegen des nicht-existenten Unterrichtsausfalls und der 100%-igen Abdeckung aller Stunden mit Lehrpersonal sogar mehr. 

Gastgeber Meffert dankte am Ende der Tagung den Kolleginnen und Kollegen für Ihr Kommen, vor allem aber den Damen aus der Elternschaft für eine perfekte Tagungsgastronomie unter Leitung von Frau Kharchi und Frau Herovic, die für durchgehenden Kaffee&Kuchen-Service, für die stetige Erneuerung der Getränkeinseln, aber auch für den Auf- und Abbau gesorgt hatten. Er dankte außerdem der Stadt Wirges für die freundliche Überlassung des Bürgerhauses, besonders auch Herrn Schneider, der vor Ort für die technische und organisatorische Abwicklung äußerst hilfreich war.

Ministerialdirigentin Mathea bedankte sich bei den Gastgebern am Raiffeisen-Campus sehr herzlich. Besonders im Hinblick auf die noch junge Schule und das übersichtliche Team sei das Engagement und die außerordentliche Tagungsqualität beispielhaft.

Am Ende eines langen Tagungstages blieben viele der Schulleitungskollegen freiwillig länger am Campus, um mit Herrn Wagner und Herrn Meffert einen Rundgang durch unsere Räume zu machen und mehr von unserer außergewöhnlichen Ausstattung zu erfahren.

Im Hambacher Schloss wurde im Rahmen eines Festaktes 40 begabten Lernerinnen und Lernern das in Deutschland einzigartige Roland-Berger-Stipendium übergeben. Dazu gehört auch Amira aus unserer fünften Klasse. Ministerpräsident Beck erläuterte in seinem Grußwort die Bedeutung der Förderung für Familien, die ihre begabten Kinder aus finanziellen Gründen nicht jeden bildungsrelevanten Wunsch erfüllen können. Prof. Roland Berger erläuterte in seiner Festansprache seine Motivation. Er habe in seinem Leben häufig Glück gehabt und sei, auch mit der Hilfe seiner zahlreichen Mitarbeiter, zu einem gewissen Wohlstand gekommen, den er nun als Verpflichtung verstehe, anderen zu helfen. Campus-Direktor Bernhard Meffert und Jahrgangsleiterin Andrea Hartung hatten es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls an der Feier teilzunehmen. Er sei sehr stolz, dass bereits im ersten Jahrgang eine Lernerin unter 112 Mitbewerbern den Sprung in dieses einzigartige Stipendium geschafft habe, das nicht einfach Gelder vergibt, sondern mit Hilfe qualifizierter Mitarbeiter und ehrenamtlicher Mentoren individuell jedes Kind fördert. Darüber hinaus kümmert sich die Roland-Berger-Stiftung um zahlreiche Seminare und Events, bei denen die 40 Stipendiaten regelmäßig zusammenkommen werden. Jahrgangsleiter Andrea Hartung freut sich auf die Begleitung Amiras in Zusammenarbeit mit Nina Hänle, die als Projektleiterin für RLP zuständig ist: „Uns ist es am Raiffeisen-Campus besonders wichtig, soziale Unterschiede nicht einfach zu ignorieren, sondern wie Raiffeisen selbst dafür zu sorgen, dass jeder die Chance auf eine gute Entfaltung hat.“ Amira selbst bedankte sich für das Stipendium auf ihre ganz eigene Art. Mit einer Mitstipendiatin stellte sie sich der illustren Gästeschar aus dem ganzen Land und spielte ein Querflötenduett. Ohne Worte aber umso herzlicher bewies Amira, dass sie bereits verstanden hat, was dieses Stipendium für ihr Leben bedeuten wird.

 

Endlich war es soweit. Herr Wagner nutzte die erste Mathematikstunde der Woche, um die Preisträger des Känguru-Wettbewerbs bekannt zu geben, die Gewinner zu beglückwünschen, einen Sonderpreis und ihnen wie auch allen anderen Teilnehmern eine Urkunde, eine kleine Würfelschlange und die Lösungshefte zu überreichen.

Raphael schaffte die beste Punktzahl des ganzen Raiffeisen-Campus und belegte einen von 3309 zweiten Plätzen aller teilnehmenden Fünftklässler. Bundesweit haben insgesamt 802.624 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Davon gehen 164.794 in die fünfte Klasse. Die Platzierung ist wirklich eine respektable Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

In der Hofpause sah man dann fast alle Lerner mit ihren Wüfelschlangen bunte Formen oder Figuren mit Hilfe des beiliegenden Ideenheftes bilden.

Bei soviel Spass und Begeisterung warten wir schon gespannt auf den nächsten Känguru-Wettbewerb.

Im Pfalzmuseum für Naturkunde Bad Dürkheim konnten unsere Lernerinnen und Lerner einigen Stationen des Audioguides von Schülerinnen und Schülern der Carl-Orff-Realschule plus Bad Dürkheim im Rahmen des Kooperationsprojektes "Polarforschung" lauschen und dazu an interaktiven Stationen noch mehr rund um die Polarstar-Expedition zur Neumayer-Station III in der Antarktis erfahren.

Neben dieser Erlebnisreise in die Polargebiete hoben die Lernerinnen und Lerner mit vereinten Kräften die Neumayer-Station III im Modell hydraulisch an, betrieben Klimaforschung im Glas und erfuhren, wie kompliziert eine Schneeflocke aufgebaut ist.

Außerdem hatten sie endlich Gelegenheit, all ihre Fragen an die heimgekehrte Frau Kallfelz zu entrichten. Diese antwortete eindrucksvoll und Bild reich auf Grundlage ihrer Erfahrungen bei der Polarstern-Expedition während des vergangenen Jahreswechsels, welche die Lernerinnen und Lerner durch die regelmäßigen Blog-Einträge von Frau Kallfelz live verfolgten. Eine spannende Reise, die uns selbst nun nach Bad Dürkheim führte.

Interessenten am Polarstern-Projekt sollten folgenden Terminen Beachtung schenken:

3.6.12 Tag der offenen Tür der Polarstern in Bremerhaven

4.11.12 Eröffnung der Sonderausstellung "Polarforschung zum Anfassen" im Pfalzmuseum Bad Dürkheim