… und im NaWi-Unterricht gibt es kein "Iiiiiiih!": Constantin fand im Haus einen Käfer, der auf dem Rücken lag. Neugierig geworden, rettete er ihn, indem er sich im Internet sachkundig machte, um wen es sich da handelte und Futter besorgte.

Nach dem Aufpäppeln stellt er ihn, dank des HD-Boards, für alle gut sichtbar im NAWI-Unterricht vor.

Und wen stellt er da vor? Den lucanus cervus, den Hirschkäfer, Insekt des Jahres 2012. Mit bis zu 9 cm einer der größten Käfer Mitteleuropas, der alte Eichen liebt, denn sie benötigen bestimmte Pilze, die der Baumsaft alter Eichen enthält.  Wundstellen am Baum, verursacht bspw. durch Frost oder Blitzschlag liefern über Jahre ergiebige Quellen für die Hirschkäfer. Aber es gibt in Deutschland immer weniger alte Eichen, so dass der Käfer gefährdet ist.

Das Geweih ist übrigens der Oberkiefer.

Nach acht Jahren (!) Leben in der Erde, schwärmen sie brummend von Mitte Juni bis Ende Juli an warmen Abenden in Laubwäldern umher.

Wie gut, dass sich Constantin nicht mit einem "Iiiii…" abgewandt hat, sondern wie ein Naturfreund und Forscher gehandelt hat!

Bislang gibt es wenige Genossenschaften als Schulträger. Das ändert sich allmählich, da sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass die Genossenschaft als Schulträger sehr geeignet ist.

Aus Hessen kamen am Dienstag Vertreter der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule, einer privaten Grundschule in Wetzlar mit besonderem pädagogischem Profil, zu Besuch – es war der Gegenbesuch zu unserem Besuch im letzten Jahr. Es war für beide Seiten interessant, die jeweils ganz verschiedene Schulpolitik beider Bundesländer kennen zu lernen und wie Privatschulen darauf reagieren.

Die hessischen Kollegen haben als ihr Profil ein besonderes pädagogisches Konzept mit ganz kleinen Grundschulklassen von bis zu 10 Kindern und möchten dies zu einer Integrierten Gesamtschule ausweiten. In Rheinland-Pfalz ginge das so nicht, da Integrierte Gesamtschulen jedes Jahr 100 Kinder aufnehmen müssen.

Trotz aller Unterschiede der Schulpolitik in beiden Bundesländern, haben wir verabredet zusammen zu arbeiten und gemeinsam unser Anliegen zu vertreten:

Nämlich, Kinder optimal zu fördern, dies nach Außen zu vertreten und unsere pädagogische Vielfalt darzustellen.

 

 

 

Im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung experimentieren die Lernenden unserer beiden sechsten Klassen derzeit mit ihrem Elektrobaukasten. Hierin befinden sich nicht etwa fertige Bauteile, nein. Die Lernenden bauen sich die einzelnen Elemente, wie beispielsweise einen Schalter selbst. Schließlich leiten Schreibwaren wie Büroklammern und Reißzwecken ausreichend gut.

Die erste Aufgabe besteht darin, seine Glühlampe zum Leuchten zu bringen. Wer das schafft, beim dem leuchteten auch die Augen. Die Freude ist so groß, dass  unterschiedliche Möglichkeiten des Ein- und Ausschaltens der Glühlampe mit Spannung und Ungeduld entwickelt und erprobt werden.

Anschließend experimentieren die Lernenden mit drei in Reihe und parallel geschalteten Glühlampen in Kleingruppen. In Partnergruppen tüftelten sie schließlich so lange, bis sie zwei Schalter, eine Glühlampe und eine Flachbatterie so geschaltet hatten, dass sie die Bedingungen für eine Und-, Oder- und Wechselschaltung erfüllen.

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein findet der Mathematik-Unterricht von Frau Hartung und Herrn Wagner gut und gerne draußen statt: So zeichneten die Lernenden der Klasse 5a und Klasse 5b Zahlenstrahlen nicht extra groß in ihr Heft sondern extra groß auf den Schulhof, um Brüche und Dezimalzahlen bzw. die 0,6 und 100,6 richtig ein zu zeichnen.

Um die Fehlerquote gering zu halten, konnten sich die Lernenden bei ihrem Vorhaben natürlich in Partner- bzw. Kleingruppen unterstützen. So wurde gefachsimpelt und gezeichnet, was der Schulhof und die Kreide hergab. Sehen Sie selbst.

Tukumminnguaq Olsen ist in der nördlichsten Siedlung der Welt groß geworden und bewegt sich mit Schlittenhunden so souverän fort wie unsereins mit dem Auto. Ande Trosten ist Botschafter seines Volkes, der Samen, und hat mit seinem ersten Jagderfolg den größten Elch seiner Großfamilie erlegt und war dabei besonders stolz, dass er das Tier mit einem Schuss und damit annähernd schmerzfrei getötet hatte.  Beide zusammen waren auf Einladung von Frau Hartung als Klimazeugen zu Gast am Raiffeisen-Campus, denn ihre Heimat im Norden Skandinaviens ist zwar nicht mehr in dem Maß kulturell bedroht, wie es der noch immer verächtliche Begriff "Lappland" eindrucksvoll belegt, jetzt aber umso mehr von den Veränderungen, die auch unser Konsum in Mitteleuropa zeitigt. Nach einem getrennten Vortrag zu ihrer Biographie und Heimat trafen sich beide Parallelklassen und beide Referenten im Film&Feierraum, so sie das Thema der Klimaveränderung näher beleuchteten. Sie erörterten in ihrer Präsentation die Frage nach den Ursachen des Klimawandels, der Verteilung der Verantwortung und der Folgen. Sie erläuterten die konkreten Folgen für ihre Heimat, die schon jetzt sichtbar werden und nahmen dann die Fragen der Lerner entgegen. Am Ende der Präsentation ging es um die Frage, was wir gegen den Klimawandel tun können, was man unter dem 2-Grad-Ziel versteht und auch die Erkenntnis, dass die Verhinderung eines starken Klimawandels billiger kommt als deren Bekämpfung. Unsere Lernerinnen und Lerner der fünften und sechsten Klassen dankten es ihnen und Frau Hartung sowie den Übersetzern Frau Salvador und Herrn Meffert mit einem herzlichen Applaus.

Fast zwei Wochen nach unserem großen Schulfest wird es langsam Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen. Wenn wir uns jetzt die Fotos des Campus macht Kulturfestivals anschauen werden wir fast etwas sentimental. Nach all dem Stress bleiben nun noch die schönen Erinnerungen an drei wunderbare Projekttage und an ein rauschendes Fest.

Was unsere Lernerinnen und Lerner geleistet haben, ist so großartig und unbeschreiblich, dass es uns einfach stolz macht. Vielen Dank an alle, die diese Tage in dieser Form möglich gemacht haben. Ohne die vielen großen und kleinen Helfer, hätte dieses Projekt nicht so unvergesslich werden können. Wir möchten uns außerdem noch einmal in aller Form bei allen Eltern und Gästen bedanken, die mit dem Erwerb der Eintrittskarte und mit ihren Spenden das ambulante Kinder-Hospiz in Koblenz unterstützen. Danke!

Einen Rückblick der besonderen Art auf das Campus-macht-Kultur-Schulfest leisteten Frau Berleth und Herr Meffert im katholischen Religionsunterricht. Die Idee kam den Theologen, als sie überlegten, wie sie nach drei Wochen Religionsunterrichtspause am Thema „Von Ostern bis Pfingsten“ anknüpfen könnten und dort im Besonderen, welche Eigenschaften der Be-GEIST-erung an Pfingsten auch außerhalb des religiösen Bereichs wirksam und erfahrbar sind. Rasch wurden ihnen die Parallelen klar: So wie auf dem Weg von Palmsonntag bis Pfingsten haben auch die Lernerinnen und Lerner die Strecke mit Unsicherheit und Nervosität begonnen. In Anwesenheit ihrer Workshop-Leiter gewannen sie aber rasch an Sicherheit und konnten schließlich am Mittwochabend auch ohne die persönliche Anwesenheit der aus Kostengründen bereits abgereisten Workshopleiter ihr Können unter Beweis stellen. Und sie begeisterten die Zuschauer und diese Zuschauer begeisterten mit ihrem Applaus und ihrerer Begeisterungsfähigkeit die Künstlerinnen und Künstler auf und hinter der Bühne.

Ein Strohfeuer, das am Abend um ca. 23 Uhr mit dem Drehen des Schlüssels im Bürgerhaus zu Ende ging?

Mitnichten: Die Lernerinnen und Lerner haben erfahren, dass sie in kurzer Zeit die Fähigkeit entwickeln können, etwas eigenes zu schaffen und mit Hilfe von Trainern so weit zu entwickeln, dass es buchstäblich auf eigenen Füßen stehen kann.

Den Jüngerinnen und Jüngern geht es ähnlich: Sie gehen an Himmelfahrt voller Freude nach Jerusalem, schließen sich dann aber hinter dicken Mauern ein, weil sie fürchten, dass sie ohne ihren Jesus nicht den Mut und die Fähigkeit haben, andere zu begeistern. Und dann ereilt sie selbst die Be-GEIST-erung Gottes und sie erkennen. Nichts ist unmöglich. Und plötzlich können sie sich fremden Menschen verständlich machen und werden selbst verstanden. Begeistern und werden selbst von der Begeisterung angesteckt. Und die Begeisterung trägt über den Moment hinaus, ist kein Strohfeuer, das verbrennt. Bis heute trägt es. Hoffen wir, dass auch die Lernerinnen und Lerner im religiösen aber auch im weltlichen Sinne ihre Begeisterung als Fundament verstehen, auf das sich aufbauen lässt.

P.S. Künstlerin Elke Frommhold genehmigte uns die Verwendung ihres Bildes auf der website und (gegen einen sehr bescheidenen Obulus) auch im Unterricht. Wir emfpehlen dankbar ihre religiöse Kunst auf www.prayer-painting.de

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums, ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM und dem Telekommunikationsunternehmens Vodafone. Auf der Website www.schau-hin.info werden Eltern und Erziehenden Tipps gegeben, wie sie ihre Kinder bei einem sicheren Umgang mit dem Internet und anderen elektronischen Medien unterstützen können. Tim Mälzer engagiert sich als Botschafter von SCHAU HIN! für das 30-Tage-Programm. Das „Medienfit“-Programm für Eltern und Erziehende ist ein kostenloses digitales Angebot mit alltagstauglichen und altersgerechten Tipps zum Umgang von Kindern mit TV, Internet, Handy & Co. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Das 30-Tage-Programm wird neben TV-Koch Tim Mälzer von der Barmer GEK und den Kinder- und Jugendärzten unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.30tage.schau-hin.info.

Außerdem gibt es die SCHAU HIN!-App, die Eltern viele spannende Spielideen, auch ohne Medien, einen Spielplatz-Radar sowie tägliche TV-Tipps für Kinder bietet. Die App ist kostenlos für iOS und Android erhältlich: schau-hin.info/schau-hin-app.html.

SCHAU HIN! bietet Eltern ebenfalls Unterstützung durch kostenlose Flyer und die Broschüre „Medien gemeinsam entdecken“. Sie bietet alltagstaugliche und altersgerechte Tipps sowie zahlreiche Hinweise zu weiteren Angeboten im Bereich der Medienerziehung. Zudem bietet sie konkrete Hinweise für Sicherheitseinstellungen bei digitalen Geräten und stellt geeignete Kinderseiten im Internet vor. Interessierte können die Broschüre „Medien gemeinsam entdecken“ über die „SCHAU HIN!“-Website online herunterladen oder im Printformat bestellen. Hier erhalten sie ebenfalls weitere Informationen und Flyer zum kindgerechten Umgang mit TV, Handy, Games, Internet und sozialen Netzwerken: schau-hin.info/download.html.  Tim Mälzer: „Beim Medienkonsum junger Menschen ist es wie beim Kochen: Es kommt auf die richtige Mischung der Zutaten an.“ Wir empfehlen: Versuchen Sie es!

Sarah hat heute in Mainz auf Anhieb bei ihrer ersten Teilnahme an den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften den Sprung in die Medaillenränge geschafft. Sie gewann im Schwimm-Mehrkampf ihres Jahrganges, der aus den Disziplinen 200 Lagen, 400 Freistil, 50 Brust, 100 Brust und 200 Brust gewertet wird, die Bronzemedaille und hat sich damit automatisch zur Teilnahme an den Südwestdeutschen Meisterschaften qualifiziert. Wir freuen uns mit Sarah und wünschen ihr für diesen nächsten Wettkampf viel Erfolg!

Unter diesem Motto veranstaltet der Raiffeisen-Campus für alle 150 Lernerinnen und Lerner am 4. September einen Projekttag zum Thema „Bundestagswahlen“. Mit Hilfe altersgemäßer Materialien erarbeiten die Kinder wozu Bundestagswahlen dienen, wie das Wahlsystem in Deutschland funktioniert und vieles mehr. Am Nachmittag treffen die Sextaner bis Quintaner dann die Bundestagskandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien, soweit sie unserer Einladung folgen wollten. Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise politische Bildung dann beginnen können, wo sie im Umfeld der Kinder sichtbar Wirkung hat und nicht erst dann, wenn der Lehrplan in Klasse 8 das Fach Sozialkunde vorsieht…