Der siebte Tag der Generationen am Raiffeisen-Campus stand unter dem Motto "Leben vor dem Handyzeitalter". Angelina, Klasse 6a, berichtet dazu Folgendes:

Tag der Generationen: Wie kontaktierten Sie jemanden in Notfällen?

Wirges. Am 26.6.13 in Wirges befragten Lerner und Lernerinnen des Raiffeisen-Campus ihre Omas und Opas sowie Senioren aus dem Seniorenzentrum mit ihren selbstentworfenen Fragen.

Hier haben wir mal eine Frage unter die Lupe genommen.

Coco und Angi fragten: "Als es noch kein Handy gab, wie kontaktierten sie jemanden; wenn sie zum Beispiel mit einem gebrochenen Bein im Wald liegen?"

Die Senioren hatten verschiedene Auswege gefunden, aber irgendwo ähnelten sie sich doch: Sie hätten es schon irgendwie geschafft. Hier ein paar Antworten:

Dieter: "Ich würde versuchen in eine Wirtschaft oder wenigstens an die Straße zu kommen."

Werner: "So etwas ist eigentlich nie vorgekommen. In kritischen Situationen war man nie alleine."

Ursula: "Ich würde darauf hoffen, dass mich jemand sucht."

An dem Tag der Generationen haben die Lerner und Lernerinnen sehr viel über das Leben vor dem Handyzeitalter herausgefunden und die Senioren auch etwas über uns: Die neue Handy-Generation.

Schulleitung, Schulverwaltung und Redaktion der HP sind ab heute wieder für Sie im Dienst. Sie erreichen uns von Mo-Do zwischen 8:15h und 12:15h per Telefon unter 02602 1067335 oder per Email an schulverwaltung[at]raiffeisen-campus.de.

Nach einhundertfünfundsziebzig Artikeln auf dieser HP seit dem Start des Schuljahres 2012/2013 darf sich auch die Redaktion der HP in den wohlverdienten Redaktionsurlaub verabschieden, zusammen mit Schulleitung und Schulverwaltung, die sämtlich ab dem 5.8. wieder für Sie zur Verfügung stehen. Bis dahin empfehlen wir unser Artikel-Archiv zum Nachlesen und sind im August mit neuen Artikeln aus dem bunten Schulleben am Raiffeisen-Campus wieder für Sie da! Schöne Ferien!

Der letzte Schultag am Raiffeisen-Campus gehört der Schulgemeinschaft. Deshalb feiern alle gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst, den diesmal Herr Meffert als Religionslehrer vorbereitet hatte. Er stand unter dem Motto "Hände" und thematisierte die Notwendigkeit, die Hände auch in den Ferien nicht nur in den Schoß zu legen, sondern die Chance, Gutes zu tun, zu ergreifen, so wie es der Prophet Amos im Ersten Testament von den Menschen fordert. Einer, der diese Chance ergreift ist dann im Neuen, Zweiten Testament der Zöllner Matthäus. Jesus fordert ihn auf, seine Chance zu nutzen, umzukehren und sein Leben in die Hand zu nehmen, statt seine Verfehlungen auf den Staat, die Umstände oder schlicht auf das Schicksal zu schieben, so wie wir auch heute noch oft reagieren, wenn wir uns weigern, Verantwortung zu übernehmen.

Nach dem Gottesdienst, der von Schulpfarrer Dr. Feld geleitet und von Herrn Wagner am Flügel musikalisch gestaltet wurde, gingen alle zurück auf das Schulgelände, wo in einer gemeinsamen Feierstunde die FünftklässlerInnen ihre Zeugnisse erhielten (die Quintaner hatten ihre bereits erhalten) und vier Lernerinnen und Lerner als die fairsten Mitglieder ihrer Klassengemeinmschaft geehrt wurden.

Der größere Teil der Feierstunde aber war dem Abschied von Frau Berleth als Religionslehrerin und von Frau Müller und Herrn Meurer als FSJlern gewidmet. Durchaus nicht unbewegt nahmen alle drei den stürmischen Applaus der rund hundert Lernerinnen und Lerner als Zeichen der Dankbarkeit entgegen, wurden darüber hinaus aber auch von den Kindern und der Schulleitung geehrt und beschenkt. Sie ließen sich aber auch selbst nicht lumpen und beschenkten alle mit Muffins und Frau Berleth ihre Religionsklasse mit einer Karte, die sie begleiten soll. Außerdem hatten die FSJler einen bewegenden Foto-Film vorbereitet, der das Jahr Revue passieren ließ. Eines der anwesenden Elternteile kommentiert unbewusst so: "War das alles in diesem Jahr?"

Im zweiten Teil gab es zahlreiche Preise und Ehrungen für viel der im zweiten Halbjahr veranstalteten Projekte und Wettbewerbe, u.a. Heureka, Big Challenge, Tag der Artenvielfalt, Raiffeisen-Tage und Projekttage zur ökonomischen Kompetenz. Und so ging, als Schulleiter Meffert um kurz nach 11 Uhr das Schuljahr offiziell beendete, niemand unbeschenkt nach Hause. Wir am Raiffeisen-Campus wünschen allen jetzt rund 140 Lernerinnen und Lerner unserer drei Jahrgänge wunderschöne Ferien und die Gelegenheit, mit ihren Händen Gutes zu tun…

Druckfrisch und heiß begehrt. Nach einem halben Jahr Arbeit waren alle schon gespannt auf die zweite Ausgabe der Lernerzeitung des Raiffeisen-Campus „Under construction", die unter der Ägide von Frau Kisters entstanden war.

Kaum war sie zum Verkauf frei gegeben standen Lernende und Lehrende Schlange, um sich ein Exemplar zu sichern und an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Dieses Mal ließen sich Raphael und Till einen besonders Anreiz einfallen. Jeder Käufer hatte die Möglichkeit einen Kinogutschein zu gewinnen.

Am letzten Schultag zog schließlich als „Lottofee“ Schulleiter Meffert die Gewinnerin und entließ die lul mit mindestens einer „guten Lektüre“ in die Ferien.

Beim Wandertag mit allen vier Klassen, deren Klassenlehrerinnen, NaWi-Lehrenden und dem FSJ-Team am vorletzten Freitag des Schuljahres 2012/2013 führte uns Dr. Feld zur Streuobstwiese zwischen Sainerholz und Ötzingen. Vor Ort fanden all unsere Lernenden heraus, welche Vielfalt an Arten der Flora und Fauna dort fleucht und kreucht.

Die notwendigen Hilfsmittel wie beispielsweise Becherlupen und Bestimmungsbücher bekamen wir für unser Vorhaben anlässlich des Tages der Artenvielfalt 2013 von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz kostenfrei und dauerhaft überlassen. Das FSJ-Team stellte diese Materialien in einer Art "Bibliothek To Go" zusammen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag ermöglicht haben! Besonderer Dank gilt der Projektleiterin Frau Hartung aber auch unseren Lernenden, die sich von den weit unterdurchschnittlichen, wenig sommerlichen Temperaturen und dem später aufkommenden und immer stärker werdenden Regen nicht haben entmutigen lassen! Danke auch an Königs‘ Reisen, die uns wegen des Wetters eine halbe Stunde eher zurück zur trockenen Schule gebracht haben!

Außen an einer Mauerseite des Schlosses Bruck bei Lienz in Österreich sieht man einen bräunlichen Streifen, von dem man sagt, dass er nicht auszuwischen, also nicht zu beseitigen, sei. Tabea und Raphael erklären dies in ihrer Sage, die es im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Maier in der Jahrgangsstufe 6 zu schreiben galt – vielleicht war es so, vielleicht war es aber auch ganz anders.

Der braune Fleck

von Tabea

1656 im Schloss Bruck bei Lienz in Österreich wohnte ein reicher, sehr mächtiger und übler Herzog, dessen Herz war von Macht besessen und voller Grausamkeit.

Als der Herzog kontrollierte, ob seine Pächter gute Arbeit leisteten und deshalb selbst zu den Dörfern ging, sah er, als er bei einem Dorfbürgermeister aß, eine hübsche, junge und kluge Frau in der Tür stehen. Sein grausames Herz machte einen Satz, er stand bedächtig auf und ging mit königlichen Schritten auf die junge Frau zu. „Gute Frau, sagt mir, wie nur könnt ihr so schön sein?“, fragte der Herzog. Die junge Frau lächelte und meinte: „Mein Herr, ihr tut mir Unrecht,bei weitem bin ich nicht so schön, wie ihr es andeutet.“ Der Herzog beteuerte ihr, sie sei die schönste, die er je gesehen hatte. So kam der Herzog nun jede Woche und machte der jungen Frau den Hof. Diese aber blieb zurückhaltend, denn sie erkannte, dass sein Herz voller Hartherzigkeit war und sie ihn zwar mochte, aber nicht liebte, dann sie hatte schon ihren Liebsten gefunden, der war leider ein Bauernsohn und kein Adeliger. Deswegen konnten sie sich nur heimlich treffen.Der Herzog sah ihre Zurückhaltung und erzürnte. Er ließ sie jeden Tag und jede Nacht von Soldaten bewachen und als sie sich wieder davon schlich, um ihren Liebsten zu treffen, folgte ihr ein Soldat. Als er sah, mit wem sie sich traf, lief er zum Herzog und berichtete ihm, was er gesehen hatte. Der Herzog schickte sofort einige Soldaten aus, um den Jungen zu töten. Als die junge Frau hörte, dass ihr Geliebter tot war, verfiel sie in Traurigkeit uns als ihr der Herzog den Heiratsantrag machte, willigte sie ein. Aber glücklich wurde sie nie so richtig. Sie freundete sich mit dem Soldaten an, der sie beobachtet hatte, als sie sich mit dem Bauernjungen traf. Der erzählte ihr schließlich, was er getan hatte und flehte sie an, ihn umzubringen. Aber sie sagte: „Mein Freund, dich trifft keine Schuld, es war der Herzog nicht du, der meinen Geliebten umgebracht hat“.

Mit diesen Worten ging sie in den höchsten Turm und sprang von dem Turm. Die Erde bäumte sich auf und verschlang sie. Zurück blieb nur ein brauner Fleck. Der Herzog erkrankte schwer darauf und verstarb daran.

Die Sage vom unvergänglichen Bild

von Raphael

Im Jahre 1338 lebte in der Burg Bruck bei Lienz der böse Herzog Werto von Bruck. Zu dieser Zeit lebte auch der junge und fröhliche Franziskus, der ein berühmter Barde und Maler war. Er wanderte von Schloss zu Schloss und sang für Herzöge und Könige. Auch manches Gemälde soll von seiner Hand gemalt worden sein.

Zu dieser Zeit kam Franziskus auch zur Burg Bruck bei Lienz und unterhielt Herzog Werto. Dieser erfreute sich an den Liedern, doch als Franziskus um etwas Geld für seine Dienste bat, verneinte dies der Herzog und schickte Franziskus weg. Dieser ging empört zu den anderen Bewohnen von Schloss Bruck und erzählte von der Hartherzigkeit des Herzogs. Er sang spöttische Lieder und machte sich über den Herzog lustig. Als der Herzog das hörte, rief er seine Wachen und sagte ihnen, sie sollten den Barden ins Verlies werfen.

Franziskus hörte davon und verließ die Burg, doch als er gerade gehen wollte, malte er noch ein Bild an die Mauer, das die Boshaftigkeit des Herzogs zeigte. Als die Wachen ihn fangen wollten, fanden sie nur das Bild. Der Herzog befahl es zu beseitigen und man versuchte es so lange, bis man nichts mehr auf dem Bild erkennen konnte. Doch nichts vermochte es vollständig zu löschen. Im Laufe der Zeit wurde es immer schwächer und heute sieht man nur noch einen braunen Streifen. Und nur noch die Einwohner von den nahe gelegenen Dörfern wissen, was es einmal darstellen sollte.

Im Rahmen des ersten Raiffeisentages im Rahmen des Curriculums zum Namensgeber unserer Schule befassten sich die Lernenden beider Jahrgangsstufen mit dieser Frage. Ausgestattet mit vielen Fragen zum Namen Raiffeisen, schließlich lesen ihn die Lernenden jeden Tag auf ihrer Schulkleidung, ging es auf Exkursion nach Hamm an der Sieg zum Geburtstort Raiffeisens.

Eingestimmt mit einem kurzen Film wurde das Geburtshaus Raiffeisens besucht und der Wolfgang Ebisch, Vorstand der Dt. Raiffeisen-Gesellschaft zog alle mit seinem faszinierenden Wissen über Raiffeisen in seinen Bann. Die Lerndenen bekamen so ein Gefühl für die Lebenswelt und v.a seiner Kindheit und Jugend, in der er durchaus Hunger und Armut kennen gelernt hatte. Abgerundet wurde der Tag mit dem Besuch der Raiffeisensäule, auf der der Lebensweg Raiffeisens dargestellt ist.

Nach diesem Tag in Hamm kann nun wohl jeder Lernende die Frage „Wer war eigentlich Raiffeisen“ beantworten und damit ist die Grundlage für die weiteren Raiffeisentage gelegt, die im Laufe des Curriculums bis zur 12. Klasse noch warten.

In diesem Jahr wurde die gemeinsame Veranstaltung, der Wettkampf der 6. Klassen des Raiffeisen-Campus und der Realschule Plus Wirges vom Raiffeisen-Campus organisiert. Die fünf Klassen spielten im Modus Jeder-gegen-Jeden. Im Kleinspielfeld wurde mit acht Feldspielern und einem Torhüter gespielt, wobei sich immer mindestens ein Mädchen auf dem Spielfeld befinden musste. In den insgesamt zehn Spielen wurde bei sommerlichen Temperaturen äußerst fair miteinander umgegangen und der seitens der Realschule Plus gestellte Schiedsrichter hatte keinerlei Probleme mit der Spielleitung. Während den Spielen gesellten sich immer wieder weitere Schulklassen auf den Kunstrasenplatz und unterstützen die einzelnen Teams mit eigens angefertigten Plakaten oder lautstarken Anfeuerungsrufen.Rechtzeitig vor einem Gewitter endete das Turnier und die beiden Schulleiter, Herr Meffert und Herr Liebe übernahmen die Siegerehrung. Organisator Herr Schenkelberg zeigte sich hoch zufrieden: "In diesem Jahr haben wir mit dem zweiten und dritten Platz insgesamt eine deutlich bessere Platzierung erreicht als letztes Jahr!" Die Platzierungen im Einzelnen:

Platz 1 belegte die Klasse 6. 1 der Realschule Plus

Platz 2 belegte die Klasse 6a des Raiffeisen-Campus

Platz 3 sicherte sich die Klasse 6b des Raiffeisen-Campus

Platz 4 belegte die Klasse 6.2 der Realschule Plus

Platz 5 belegte die Klasse 6.3 der Realschule Plus

Der Winter war lang und kalt, der Sommer plötzlich da und damit das Problem, wie man bei 31 Grad Raumtemperatur ein so theoretisches Problem wie Klimadiagramme im Erdkundeunterricht anpackt. Herr Meffert wusste sich zu helfen, indem er mit den Lernerinnen und Lernern der 5a und 5b herausfand, zu welchem Zeitpunkt man die Fenster im Haus öffnen bzw. schließen muss, um im Haus ein möglichst angenehmes Klima (auch ohne Klimanlage) herstellt.

Schnell fanden die findigen Fünftklässler heraus, dass es so etwas wie einen Break-Even-Punkt (den Begriff steuerte zugegebener Maßen der Wirtschaftswissenschaftler Meffert bei) gibt, ab dem das Öffnen der Fenster einen positiven Effekt hat, zumeist am sehr späten Abend. Dass man aber am Morgen nach Sonnenaufgang an einem Hochsommertag auch rasch wieder Fenster und vor allem die Jalousien schließen muss, um den Effekt der Nacht nicht zu verschwenden, auch das war den Lernern rasch klar. Und so kommt es, dass in dieser Schulwoche kurz vor den Ferien daheim den Eltern Vorschriften gemacht wurden, dass der Break-Even-Point einzuhalten sei, wenn es um das Öffnen der Fenster ginge. Den Einbrecher thematisierte der Erdkundelehrer allerdings bei seinen Überlegungen nur am Rande…