Ein sehr gelungener Vortrag über das Leben von Pater Richard Henkes

Am Montag nach den Ferien wurde ein ganz besonderes Projekt mit den beiden 8. Klassen begonnen. Es handelt sich um einen Beitrag des RC  zu den Feierlichkeiten rund um die Seligsprechung des Pater Richard Henkes im kommenden Herbst. Richard Henkes, in Ruppach Goldhausen im Jahr 1900 geboren, trat in die Gemeinschaft der Pallotiner in Vallendar ein, wurde später zum Priester geweiht und arbeitete als Lehrer und Prediger in Schlesien, wo er sich auch gegen die Nationalsozialismus aussprach. Bei seinem Kampf gegen den Nationalsozialismus wurde er mehrmals bei der Gestapo angezeigt. Am 8. April 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und am 10. Juli ins KZ Dachau gebracht. Dort starb er am 22. Februar 1945 .

Dank einer sehr interessanten und informativen Einführung in das Thema durch Herrn Gerold Sprenger und Herrn Werner Blatt aus Ruppach Goldhausen haben die Lernerinnen der Klassen 8a &b deutlich mehr über das Leben von Pater Richard Henkes erfahren. Zusammen mit anderen Beteiligten möchten wir auch unseren Beitrag leisten, sein Leben und seine Werke zu würdigen. Unsere Lerner haben sich nun auf den Weg gemacht, diese Möglichkeit nachhaltig und altersgerecht zu nutzen. Sie werden dabei von der MSS I unterstützt,die durch ihren Religions- bzw. Geschichtsunterricht bestens informiert ist. Aber auch im regulären Unterricht werden diese Themen altersgemäß behandelt. Das Projekt wird sich über Monate erstrecken, und wir sind auf die Ergebnisse sehr gespannt.

Stolz präsentieren die Lernerinnen und Lerner die Ernte.

Ein Festessen gab es für die Campus-Garten-AG vor den Sommerferien.
Unsere Kartöffelchen hatten nicht so viele Wochen Zeit gehabt um zu Wachsen und doch haben sie ihr Bestes gegeben! So ernteten wir eine vielzahl an kleinen, köstlichen Knollen, die wir kochten und mit Kräuterquark zubereiteten. Dazu gab es selbst gezogenen Salat mit selbst gemachtem Dressing. Ein wunderbarer Abschluss des Schulgartenjahrs!

Diese Frage stellten sich die beiden fünften Klassen im Rahmen des Lernateliers „Aufruhr in den Alpen“ im Verlauf der ersten drei Schulwochen im Januar. Als engagierte Fachexperten, die durch den Bürgermeister beauftragt wurden, war es das Ziel der Klassen zu erforschen, ob der Seilbahnbau für die Landschaft, die Menschen und die Tiere vertretbar sei. Die finale Entscheidung über den Bau sollte abschließend der Bürgermeister (Herr Deinert) treffen.

Die LernerInnen präsentieren ihre Vorschläge

Das LA startete gemeinsam mit einem Austausch darüber, was die Lernerinnen und Lerner mit dem Begriff des „Skifahrens“ verbinden und schnell fanden alle das Thema der folgenden Wochen heraus, das perfekt zu der aktuell herrschenden Wetterlage – nämlich Kälte und Schnee – in Dernbach passte.

Die zentrale Aufgabe des ersten Plans war es, die Lernerinnen und Lerner mit allgemeinen Informationen zur Örtlichkeit zu versorgen. Hierbei ging es vor allem um den Brummberg, die Alpen im Allgemeinen, die Vegetation und die architektonischen Möglichkeiten für den Bau einer Hotelanlage auf dem Brummberg, die in Form verschiedener mathematischer Körper auch plastisch dargestellt wurde. Nach der Theorie zur Umgebung hatte jeder Lerner nun die Möglichkeit, sich für eine Rolle zu entscheiden, die er später vertreten wollte. Entsprechend dieser Rolle bearbeiteten die Lernerinnen und Lerner nun verschiedene Hefte: Konnte man sich nicht mit dem Bau einer Seilbahn anfreunden und wollte stattdessen für den Erhalt der Umwelt eintreten, wählte man die Rolle des Umweltschützers. Auch bei der Wahl der Rolle des Bauers wurde der Seilbahnbau kritisch betrachtet, während es für die Rollen des Tourismusverbandes und der Seilbahnbauer wichtig war, sich mit den positiven Seiten des Seilbahnbaus zu beschäftigen.

Im Zentrum der Bearbeitung der rollenspezifischen Hefte stand die Recherche von Argumenten, die den Bau der Seilbahn fördern oder verhindern sollten. Schnell blühten die Lernerinnen und Lerner in ihren verschiedenen Rollen auf und gestalteten informative Plakate, die die wichtigsten Argumente für oder gegen den Seilbahnbau zeigten.

Den Abschluss des Ateliers bildete die gemeinsame Podiumsdiskussion im Forum, bei der die beiden Klassen sich versammelten und in kleinen Redebeiträgen auf der Bühne versuchten, die Zuhörerinnen und Zuhörer von der eigenen Meinung zu überzeugen. Hierbei ging es zeitweise sehr hitzig zu – kein Wunder, denn die Vertreter der verschiedenen Rollen hatten sich mittlerweile so tief in diese hineinversetzt, dass sie den Bürgermeister unbedingt überzeugen wollten. Letztendlich konnten die Umweltschützer und Bauern ihre Argumente überzeugender vertreten, sodass der Bürgermeister sich in Folge einer knappen Abstimmung gegen den Bau der neuen Seilbahn entschied.

„Lately, our communication has become quite easy. Indeed we talk face-to-face in school when we meet friends but the amount of texting in our daily life has increased rapidly. Based on a Ofcom survey on the usage of mobiles, I will give you an overview on how this change influenced the way we communicate.

Starting off with the disadvantages, the first big point showing that the importance of direct conversation is still there is the possibility to appraise the mood of the other person. By concentrating on the sound of the voice for example you can react more adequate in a situation and perhaps show empathy, better than any emoji ever could.

Furthermore the relationship on a long-term view gets distant and difficult so personal closeness and honesty often are missing. This development can lead to the feeling of being able to assert many things and for instance exaggerating in some points which is not far away from starting to lie.

Otherwise having a portable device such as our mobiles in hand all the time makes it simple to have short but sufficient conversations and gives us the opportunity to look at it whenever and wherever we want without disturbing anyone. It is not necessary any longer to have a small talk first what is said to be annoying in some peoples‘ eyes.

Additionally a positive side of texting rather than talking is the rapidity of making arrangements or asking for homework. With a voice memo, all of the questions can be send compactly and nearly like in a real chat. This changes to going portable rather than talking to each other directly had been a result of the survey mentioned at the beginning.

In conclusion the invention and development of mobile devices brought us many advantages, especially more flexibility. Although that could support a less strong relationship, the face-to-face communication is still a big part of our daily life and it will always be.“

Anne, MSS1

Anm. d. Redaktion: Dieser Text wurde bewusst nicht redigiert. Er entstand als authentische Hausaufgabe im Englischunterricht und wir halten ihn einfach für einen interessanten Beitrag in einer relevanten Diskussion…

Amitié franco-allemande

Zum dritten Mal bereits empfing der Raiffeisen-Campus nun französischen Besuch im Rahmen des Romain Rolland-Programms. Einige der ehemaligen TeilnehmerInnen pflegen noch heute regen Kontakt mit ihren Austauschpartnern aus Frankreich bzw. Luxembourg. Auch für Leonie und Aline war der Abschied nach dem zweiwöchigen Gegenbesuch der Französin wohl kein ‚Adieu‘ sondern vielmehr ein ‚A bientôt‘, wie uns die beiden im RC-Interview berichten:

RC: Wieso habt ihr euch zur Teilnahme am Schüleraustausch entschieden?

Leonie: Ich wollte teilnehmen, weil ich die französische Sprache außerhalb der Schule anwenden wollte und mich für Land und Leute interessierte.

Aline: Ich hatte Lust eine neue Kultur kennenzulernen. Für mich ist das der erste Austausch ohne meine Klasse und ich wollte schon immer eine eigene Austauschschülerin haben. Das Kennenlernen einer neuen Schule in einem anderen Land und die Möglichkeit Deutsch zu sprechen haben mich gereizt.

RC: Konntet ihr Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich feststellen?

Aline: Unterschiede sind mir eigentlich nur in der Schule aufgefallen. Die deutschen Schüler sind freier in ihren Arbeitsweisen und das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer scheint mir familiärer als in Frankreich. Mir gefällt, dass die Klassen hier kleiner sind als bei uns und dass es nach jeder Stunde mindesten zehn Minuten Pause gibt.

Leonie: Die Lehrer in Frankreich kamen mir insgesamt strenger vor. Häufig wird Nachsitzen verordnet. Der Schultag in Frankreich ist ziemlich lang: der Unterricht geht jeden Tag von 8 bis 17 Uhr.

RC: Gab es für euch ein persönliches Highlight während des Austauschs?

Leonie: Die Stadtbesichtigung von Beaune hat mir gut gefallen. Ein Highlight war außerdem, dass ich von meiner Gastfamilie und den Mitschülern meiner Austauschschülerin so nett aufgenommen wurde.

Aline: Besonders eindrücklich war für mich der Besuch der Thermen in Bad Ems.

RC: Wie fällt euer Fazit nach Durchführung des Austauschs aus?

Leonie: Mein persönliches Fait ist sehr positiv! Ich habe viele nette Leute kennengelernt und mein Französisch verbessert. Auf jeden Fall werden wir uns wiedersehen!

Aline: Wir haben uns sehr gut verstanden und immerhin einen ganzen Monat miteinander verbracht (zwei Wochen in Frankreich, zwei Wochen im Westerwald). Ich bin mir sicher, dass wir uns wieder treffen werden.

Der RC bedankt sich für das Interview und wünscht euch noch viele gegenseitige Besuche!

Die Lerner gewöhnen sich an ihr Spielgerät und bereiten sich vor.

Am 13 Dezember 2018 fanden die sogenannten „Tryouts“ (auf deutsch eine „Auswahlprüfung“) für unsere Jungenmannschaft in der Wettkampfklasse III im Tischtennis statt. Erste Prüfungsaufgabe war es, pünktlich zum Abmarschtermin um 13.50 Uhr zu erscheinen und den Weg durch die Kälte in die Dernbacher Turnhalle zu überstehen. Ein listiger Lerner hat sich in den Bus der MSS2 geschlichen und ist freudig nach halber Strecke zu uns gestoßen.

In der Halle angekommen, wurden im zweiten Abschnitt der Prüfung, die Fähigkeiten im sicheren Umgang mit dem Aufbau der Tischtennisplatten getestet. Nächstes Jahr wird die Prüfung im Dunkeln und mit zusammengebundenen Beinen stattfinden. Im dritten Abschnitt der Prüfung wurden die „Rookies“ von den beiden erfahrensten Spielern im Bereich der individuellen Technik getestet – mit dem krönenden Abschluss eines Doppels in der Wettkampfform.

Im Anschluss daran wurden im Mannschaftsrat sieben Spieler ernannt, die unsere Schule am 08.01.2019 in Koblenz beim Regionalentscheid vertreten haben.

Wir wünschen allen in der Schulfamilie aber auch allen FreundInnen und UnterstützerInnen des Raiffeisen-Campus ein fröhliches und friedliches 2019! 

Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ (Lk 1, 38)

Wie oft hat man diesen Text schon gelesen und gehört. Und im dritten Jahr der Me-too-Debatte klingt er fast unerträglich. Da ist eine junge Frau, die schwanger ist. Unverheiratet. Und die ergibt sich einfach so in ihr Schicksal, wehrt sich nicht, prüft keine Optionen? Müssen wir das gut finden?

Margaret Atwood hat in ihrem Roman „A Handmaid’s Tale“ eindringlich beschrieben, wie gefährlich religiös verbrämte Diktatur sein kann. Sie schrieb den Roman unter dem Eindruck der Revolution im Iran im Jahr 1979. Und ganz bewusst lässt sie ihn nicht in einem islamischen, so genannten Gottesstaat spielen, sondern in einem vermeintlich christlichen. Schon 1979 machte sie damit klar: Eine die Religion missbrauchende Diktatur kann es auf der missbräuchlichen Grundlage jedweder Religion geben. Und deshalb ist es so wichtig, dass jeder von uns, gleich welcher Religion er angehört, mit dieser aufgeklärt und selbstkritisch umkehrt. Wo immer eine Religion menschenfeindlich gelebt wird, ist sie gottlos und damit gar keine Religion, sondern eine Ideologie. Das gilt übrigens natürlich auch für Religionen, die in einer Light-Version als gefühlige Life-Style-Produkte vermarktet werden (und zwar nicht von den eigentlich Gläubigen dieser Religion):

Dieser Tage stritten sich zwei Jungs am Raiffeisen-Campus und der eine verletzte die religiösen Gefühle des anderen, im dem er dessen Religion zumindest in lose Verbindung mit terroristischer Gewalt brachte. Ich habe lange geredet, um dem einen die notwendige Toleranz vor der Religion des anderen zu vermitteln. Und erst als ich nachfragte, merkte ich, dass die beiden derselben Religion angehören. Und da wurde mir wieder klar:

Religiöse Toleranz und kritische Reflexion eigener Religiosität sind gar kein religionsspezifisches Ding. Terror, Hass und sogar die unüberlegten Beleidigungen von Jungs sind in keiner Weise von der eigenen Religiosität gedeckt. Und sie wissen das sehr gut: Ihre ernst gemeinten Entschuldigung

Bildquelle: Susanne Schmich / pixelio

en rückten das zwischen ihnen wieder zurecht und ich fand es gut (und sagte das auch), dass der eine nicht ertrug, dass seine Religion in den Kontext von Gewalt gerückt wurde. Er hat sich zu recht (wenn auch etwas zu heftig) dagegen gewehrt, dass seine Religion so unreflektiert und undifferenziert in Verbindung mit Menschen gebracht wird, die diese Religion nur als Deckmantel für ihre gottlosen Gewaltexzesse missbrauchen.

Deshalb: Als Maria den Willen Gottes akzeptiert, unterwirft sie sich eben nicht blindlings einem Schicksal oder wird Teil eines göttlichen Biographie-Diktats, denn sie ist eine religiöse und keineswegs unfreie junge Frau. Ganz im Gegenteil: Diese junge Frau versteht, dass ein menschenfreundlicher Gott sie keinesfalls unterwerfen will, sondern dass sein Willen zu ihrem Guten ist (sie gewinnt auf diese Weise ja ihren Mann und ihr Kind für sich und steht zu Jesus bis zuletzt und baut anschließend seine Bewegung weiter mit auf – ist also offensichtlich stolz auf ihn).

Wenn man jemanden oder etwas für wahr hält und ihm vertraut, dann nennt man das „Glauben“. Maria glaubt in dieser schicksalhaften Situation fest an Gott. Das ist fern von Willkür und Servilität. Das ist großartig selbstbewusst. Denn wohl ihr gesamtes Umfeld hätten ihr die Unterwerfung unter den gesellschaftlichen Mainstream abverlangt. So wie Josef, der sie wegen vermeintlichem Ehebruch sogar hätte legal töten lassen können, entscheidet auch sie anders, beide rebellieren gegen den Mainstream, stehen zueinander und zu ihrem Kind und werden Familie gegen alle Widerstände.

Nur dank ihres Gottvertrauens kann Maria in der damaligen Zeit überhaupt eine eigenständige Entscheidung treffen. Und genau die trifft sie. Gott zwingt sie nicht, er sendet einen Boten. Und Maria akzeptiert. Freiwillig, also mit freiem Willen.

Nutzen Sie diesen freien Willen an Weihnachten zum Wohl ihrer Mitmenschen. Ob Sie nun religiös sind oder nicht: Niemand zwingt oder hindert sie, die Welt nicht ein einfach ein bisschen froher und heller zu machen durch Ihr Verhalten in den nächsten Tagen. Oder?

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen

Ihr Bernhard Meffert

Religionslehrer am Raiffeisen-Campus

Jury und TeilnehmerInnen am Vorlesewettbewerb

Der Kunst des Lesens Zeit einräumen, Kindern etwas vorlesen, im Winter mit einem guten Buch auf dem heimischen Sofa sitzen oder ein Hörbuch genießen, wer mag es nicht? „Lesen gefährdet die Dummheit“, so heißt es auch auf einem altbekannten provozierenden Plakat. Und genau darum ist Lesen so wichtig. Es ist fast wie Kino im Kopf, so begrüßte die Fachkonferenzleiterin Jenny Groß die beiden 6. Klassen und die Jury, die jedes Jahr aus drei Bewohnern des Azurit Senionrenwohnheims, ihren Begleitern, dem Vorjahressieger und Jenny Groß besteht.

Der traditionelle Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels fand am Nikolaustag statt.  Von Greg Tagebüchern über klassische Werke, Pferdegeschichten bis zum bekannten Jugendbuch „Rico, Oscar und die Tieferschatten“ – die Vielfalt des Lesestoffs war im Wettbewerb groß. Am Ende beriet sich die Jury, und Frau Groß konnte Max  aus der Klasse 6a zum diesjährigen Sieger küren. Er wird den Raiffeisen Campus im Februar 2019 in Hachenburg würdig vertreten. Die gesamte Schule drückt ihm die Daumen!