… denn guten Unterricht machen nach wir vor Lehrerinnen und Lehrer. In Lehrerkreisen ist jetzt eine Diskussion entbrannt, ob elektronische Tafeln Geldverschwendung seien. Wir meinen: Mitnichten! Die Argumente gegen die elektronischen Tafeln sind aber interessant und die im Artikel im einschlägigen Forum genannte „Lösung“ verdient eine kurze Lektüre. In Klammern jeweils unsere Antwort…

„1. Besorgen Sie sich möglichst viele interaktive Whiteboards. (Eines pro Klassenraum. Erledigt)
2. Verteilen Sie sie so in der Schule, dass den LehrerInnen unbürokratisch klar ist, wann sie sicher damit rechnen können, es benutzen zu können. Wenn es nur ein Whiteboard ist, dann stellen Sie es in einen Fachraum.
(s.o. Erledigt)
3. Sorgen Sie für Fortbildungen. (…)
(s. Artikel. Erledigt.)
4. Sorgen Sie für AnsprechpartnerInnen. (…)
(SL: Erledigt.)
5. Sorgen Sie für Transparenz. (…)“
(Erledigt.) (Quelle: lehrerfreund.de)

Fazit: Die Kritiker haben Recht und schießen doch übers Ziel hinaus: Elektronische Tafeln sind ein ebenso richtiger und wichtiger Fortschritt wie seinerzeit der Overheadprojektor gegenüber der Kreidetafel. Sie machen aber in gleicher Weise nur Sinn, wenn sie Normalität und nicht teures Spielzeug in privilegierten Einzelräumen sind. Deshalb sind wir als Schule dem Träger sehr dankbar, dass er konsequent vom ersten Tag an alle Klassenräume mit Smartboards ausgestattet hat und wir so vom ersten Tag besseren Unterricht machen können. Denn das Smartboard zaubert keinen guten Unterricht – dass es Unterricht aber besser machen kann, weil es eine Multimedialität ermöglicht, an die die Kreidetafel in keiner Weise heranreicht, das ist eben auch wahr…

am Raiffeisen-Campus. Und doch ist die Fütterung, die die Lernerinnen und Lerner mit Dr. Feld organisiert haben, nicht ganz uneigennützig. Denn die Sextaner lernen gleichzeitig viel über die heimischen Piepmätze, die den Winter nicht im warmen Süden verbringen. In dieser Woche kontrollierten Lerner und Lernerinnen der 5b  die Winterfütterungsstellen kontrolliert – und entdeckten: Zwei Pappringe, die zu Beginn der Ferien noch zwei Futterringe für Meisen waren, jetzt leergefressen. Zufrieden konnten die Kinder feststellen, dass auch Meisenknödel, ganz besonders Erdnüsse und sogar Streufutter im Häuschen (das Hausmeister Adam für uns gebaut hat. Vielen Dank!) gerne angenommen werden. In unserer Kulturlandschaft finden unsere Singvögel eben nicht mehr genug Futter, wenn die Insekten -auch im bislang milden- Winter wegbleiben.Tipps zur Fütterung gibt auch der NABU.

Jacqueline Kuch und Janek Wehler absolvieren in diesem Jahr ihr freiwilliges soziales Jahr am Raiffeisen-Campus und niemand im Team möchte auch nur einen Tag auf ihr großartiges Engagement verzichten. Aber das erste Halbjahr ihrer Tätigkeit neigt sich dem Ende entgegen und so dürfen wir heute schon darauf aufmerksam machen, dass wir auch im nächsten Jahr zum 1. August wieder zwei Stellen besetzen möchten. Bewerbungsinfos und alle Informationen finden Sie auf der HP des Kulturbüros, Sie können aber auch einfach unter fsj@raiffeisen-campus.de einen Gesprächstermin mit den aktuellen FSJlern vereinbaren… 

im ersten Schulhalbjahr des Raiffeisen-Campus‘ begeben sich Kollegium und Lernerschaft. Nach hoffentlich erholsamen Weihnachtsferien im Kreise der Familien geht es in die letzten drei Wochen. Dann gibt es die in der jungen Geschichte unserer Schule ersten Zeugnisse. Eins darf schon verraten werden: Auch die Zeugnisse des Raiffeisen-Campus haben eine andere Form, denn wir wollen den Kindern auch durch die besondere Form vermitteln, dass wir ihre Leistung würdigen. Das Team setzt sich deshalb im Januar zu zwei ausführlichen Meetings zusammen und bespricht erneut (dann zum dritten Mal in diesem Halbjahr) alle Lernerinnen und Lerner und sucht gemeinsam nach Wegen zur individuellen Förderung. Das Halbjahrszeugnis hat zwar keine Relevanz über den Tag hinaus, soll aber als Zwischenzeit motivieren, die verbleibende Zeit so intensiv zu nutzen, dass ggf. aufgeholt werden kann und ein besseres Endergebnis, sprich Jahreszeugnis erreicht wird.

Luca H. gewinnt im Mathe-im-Advent-Rätsel (s. Artikel) und ist zur Siegerehrung nach Berlin eingeladen worden. Mit dieser Meldung beginnt eine neue Woche ganz besonders gut. Herr Wagner hatte vor dem ersten Advent alle Lernerinnen und Lerner motiviert, am Mathe-Adventskalender teilzunehmen und, wie wir jetzt wissen, war Luca H. ganz besonders erfolgreich. Alle am Raiffeisen-Campus freuen sich mit ihm und gratulieren recht herzlich. Dass wir auch ein wenig stolz sind, schon im ersten Jahr zu den Preisträgern zu gehören, wird uns der geneigte Leser verzeihen…

„Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann, ist sein eigener“, schrieb Philipp Rosenthal und er hat Recht. Und deshalb gelingt es selbst nicht in Zusammenarbeit mit unserem wirklich guten Caterer L&D, das jedes Essen wirklich jedem schmeckt, obwohl unsere Lernerinnen und Lerner inzwischen aus drei Menüs jeden Tag auswählen können. Der eigene Geschmack ist wichtig und soll respektiert werden. Aber einen weiteren Zusammenhang zwischem dem Essen und der Gesundheit kann im Raiffeisen-Campus hergestellt werden. Wie der Informationsdienst aid berichtet, sind Teenager, die nicht alleine essen müssen, gesünder. Und auch wenn sich die Studie zunächst auf Familien bezieht: Viele der Wirkungen des Familienessens lassen sich auch beim gemeinsamen Essen von Campus-Team und Lernerinnen und Lernern beobachten. Zu Ihrer Information nachstehend der Artikel des aid:

„Kinder und Jugendliche, die mehrmals in der Woche gemeinsam mit ihren Eltern essen, haben ein gesünderes Ernährungsverhalten und leiden seltener an Übergewicht. Das ist das Resultat einer Untersuchung der Universität von Illinois. Die amerikanischen Forscher hatten 17 Studien mit insgesamt über 180.000 Teilnehmern im Alter von 3 bis 17 Jahren ausgewertet. Das Ergebnis: Heranwachsende, die mindestens dreimal in der Woche mit der Familie aßen, hatten ein um 12 Prozent geringeres Übergewichtsrisiko als Altersgenossen, die seltener gemeinsam am Tisch sitzen. Das gemeinsame Essen wirkte sich auch insgesamt positiv auf das Ernährungsverhalten aus. Die Kinder verzehrten häufiger gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse (24 %) und seltener Fastfood und Süßigkeiten (20 %). Zudem können gemeinsame Mahlzeiten Essstörungen in der Jugend vorbeugen (…).“ Heike Kreutz. Den gesamten Artikel finden Sie hier!

Rusalka – so ein Theater am Campus. Naja, streng genommen nicht Theater, sondern Oper. Aber von vorne…

Auf Anregung unseres Schulleiters Herrn Meffert organisierten die Musik- und Deutschkollegen des Raiffeisen-Campus den ersten gemeinsamen Opernbesuch der Lernerinnen und Lerner im Theater Bonn. Auf dem Programm stand die Märchenoper Rusalka des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak. Da diese Familienoper, in der Bonner Inszenierung, in Originalsprache auf die Bühne gebracht wird, bemühten wir uns um einen vorbereitenden Besuch der Bonner Theaterpädagoginnen.

Frau Britta Sensenschmidt machte sich dann tatsächlich auf den Weg in den fernen Westerwald und so sind wir in den Genuss einer sehr schönen und aktiven Einführung gekommen. Neben der Erschließung des Inhaltes, auch damit wir in der Oper entspannt auf die Bühne und nicht auf die Obertitel achten konnten, haben die Lernerinnen und Lerner erlebt, was Oper alles bedeutet. Es ging um das Präsentieren auf einer Bühne, das Arbeiten mit dem eigenen Körper, Regieanweisungen – geben und befolgen und um viele weitere, interessante Aspekte im künstlerischen Arbeiten. Frau Sensenschmidt, die in Bonn einen Jugendtheaterclub leitet, hat mit viel Freude unseren Lernerinnen und Lernern gezeigt, dass Oper durchaus auch Schauspiel beinhaltet. Begünstigt durch ihren eigenen, künstlerischen Werdegang, hat die Musiklehrerin des Raiffeisen-Campus Frau Ingenhoven dies noch ergänzt um Einblicke in das Berufsleben der MusikerInnen und SängerInnen an einem Opernhaus. So gut vorbereitet konnte dann der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien statt morgens im Campus abends im Theater stattfinden.

Aufregend ist so ein Besuch immer. Besonders allerdings, wenn man das Theater erst erreicht, wenn die Musiker im Graben bereits stimmen. Nachdem zunächst das falsche Theater angesteuert worden war, erreichte der Bus dann wirklich in letzter Minute den Ort des Geschehens und so war die Vorfreude gesteigert bis ins Maximum. Schlussendlich haben alle Lernerinnen und Lerner, die zahlreich mitgefahrenen Eltern und natürlich auch die Lehrerinnen und Lehrer ihre Plätze eingenommen und die Oper genossen.

Dvoraks Märchenoper ist musikalisch eine hervorragende Einstimmung in die Weihnachtszeit gewesen. Auch wenn die Geschichte, basierend auf Hans Christian Andersens Märchen "Die kleine Meerjungfau", entgegen der bekannten Walt Disney Verfilmung "Arielle" in der Oper kein Happy End hat. In den beiden Pausen, zwischen den drei Akten, gab es bereits viele, durchweg positive Reaktionen. Auch dem Aufruf eine Rezension über den Opernbesuch zu schreiben sind mehrere LernerInnen gerne nachgekommen. Hier einige Auszüge:

"Gut gefallen hat mir das Bühnenbild, durch die Lichttechnik hatten das Wasser und der Wald einen 3-D-Effekt. Außerdem war das Orchester sehr gut, besonders die Waldhörner, die zur Jagd aufriefen oder die Harfe, die die Wellen und das Wasser gespielt hat. Nicht so gut fand ich die Verwandlung der Wassernymphe vom Wasserwesen zum Mensch, weil das Kleid kompliziert ausgezogen wurde. Ein Zieheffekt wäre schöner gewesen. Das Ende der Oper hat sich lang hin gezogen. Es lag vielleicht daran das es schon spät war."

"Die Sängerinnen und Sänger mussten mit ihrem Operngesang einiges zum Ausdruck bringen. Das haben sie wirklich super gemeistert! Also, so etwas würde ich mir echt noch einmal ansehen!!!"

"Mir hat die Oper sehr gut gefallen, denn für mich war es etwas ganz Neues. Interessant fand ich, dass die Aufführung in der tschechischen Originalsprache gespielt wurde, aber man wegen der Übertitel trotzdem sehr gut die Handlung verstehen konnte. Die Gestaltung der Kulisse hat mir auch sehr gut gefallen. Insgesamt war es ein beeindruckendes Erlebnis!!!!!!"

In diesem Sinne: wir sehen uns wieder im Theater Bonn, 2012 beim Musical Hair. Wir freuen uns schon darauf!

An einem Montag Nachmittag drehte sich am Raiffeisen-Campus alles rund um Erdmännchen – die Wächter der Wüste. Die Lernerinnen und Lerner informierten sich selbständig auf ausgehängten Wandplakaten über den kleinen Säuger. Die wichtigsten Informationen fassten sie in einem übersichtlich gestalteten Steckbrief über Suricata suricatta zusammen. Während die Jury – bestehend aus dem FSJ-Team Frau Kuch und Herr Wehler und der Klassenleitung Frau Hartung – sich auf die jeweils besten drei Steckbriefe der beiden Klassen einigten, erfuhren die Lernerinnen und Lerner in einer Dokumentation noch mehr über das Zusammenleben einer Gruppe Erdmännchen in der Wüste. So konnten die Lernerinnen und Lerner aus der faszinierenden sozialen Formation der Erdmännchen, die sich für ihre Gruppe sogar in Lebensgefahr begeben, ihre eigenen persönlichen Lehren ziehen. Am Ende des Projektnachmittages wurden die jeweils besten drei Steckbriefe der beiden Klassen nicht nur mit einem Applaus der Mitlernenden, sondern auch mit einer kleinen Überraschung und dem Öffnen der letzten Adventskalendertürchen an den letzten Schultagen vor Weihnachten prämiert.

Die Lernerinnen und Lerner am Raiffeisen-Campus sind für sich selbst und die Gemeinschaft früh verantwortlich: Der wöchentlich wechselnde und klassenweise doppelt besetzte Ordnungsdienst hält nicht nur den Klassenraum sauber und ordentlich, sondern wischt auch die Tische nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Cafeteria. Der Spielzeugdienst sorgt dafür, dass alle Spiele nach den Hofpausen wieder vollständig an ihrem festen Platz verstaut werden. Und die Leisewächterinnen und Leisewächter achten darauf, dass sich alle Lernenden während des gesamten Schultages maximal in Zimmerlautstärke unterhalten. Nicht jedem Lernenden gehen die Dienste gleich leicht von der Hand. Aber die Kunst besteht gerade darin, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen in einer Art und Weise, die einem zunächst gar nicht so leicht zu fallen scheint. Hier lernen die Lernerinnen und Lerner also nicht nur die Übernahme von Verantwortung, sondern auch den Sprung über ihren eigenen Schatten.

Am Raiffeisen-Campus verbringen die Lernerinnen und Lerner die Regenpausen im Klassenraum. Damit hier keine Langeweile aufkommt und die Lernerinnen und Lerner auf sinnvolle Art und Weise in Kleingruppen etwas abschalten können, haben sie ihre Gesellschaftsspiele von zu Hause mitgebracht und der Allgemeinheit am Raiffeisen-Campus über den Winter hinweg geliehen. Somit können alle nach Lust und Laune sich mit dem Spiel ihrer Wahl beschäftigen.

Teilweise haben die Eltern und Geschwister der Lernerinnen und Lerner Gesellschaftsspiele dem Raiffeisen-Campus dauerhaft gespendet. So finden Spiele, die zu Hause nicht mehr gespielt wurden, neuen Anklang. Danke an alle edlen Spenderinnen und Spender!