Der Raiffeisen-Campus sucht immer den besten Lernort. Frau Hartung führte die Suche nach Mendig. Im Lava-Dome können sich Lehrkräfte zum Thema Vulkane fortbilden lassen.

So machte sich unsere Frau Hartung auf den Weg in den Vulkanpark. Hier erfuhr sie, von dem sich selbst so nennenden Ex-Lehrer Herrn Helf, wie aus glühend heißer Lava schwarzes Gold wurde. Außerdem konnte sie gemeinsam mit anderen Lehrern aus der Region experimentell erfahren, wie Vulkane entstehen.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Abstieg in 200.000 Jahre Erdgeschichte, in den Lavakeller Mendig. Nicht zuletzt hier konnte sie feststellen, dass der Vulkanpark auch für unsere Lernerinnen und Lerner eine Reise wert ist. Aber dazu später mehr…

Dies war die Beschreibung von Norbert Laufer über unsere Lernerinnen und Lernern am Projekttag Komposition. Und so war es. Lebendig und aktiv, wie immer am Raiffeisen-Campus. Gar nicht wie immer war jedoch das Betätigungsfeld der Kinder.

Es entstanden zwei wunderbare Kompositionen für Hände, Füße, Stimmen, Töpfe, Schneebesen, Eierschneider, Eierköpfer, Zeitungen, Erbsen, Linsen, Bohnen, Schellen, Dosen, Rainmaker und und und. Alle Instrumente waren Klangerzeuger, die die Lernerinnen und Lerner im eigenen Haushalt gefunden, getestet und für klangschön oder zumindest klang-charakteristisch empfunden haben.

Da wurde gerasselt, geknirscht, gequietscht, getrommelt, gerumst, gerumpelt, getrampelt, geklatscht, geklingelt, in der Rhythmussprache gesprochen und vor allem: komponiert.

Nach einer einleitenden Fragerunde, in der zu spüren war, dass Zeit verfliegt, wenn man mit Feuereifer in einer Thematik ist, lernten sich der Komponist und die angehenden KomponistInnen kennen. Viele Fragen wurden gestellt und sehr offen und ehrlich beantwortet. Die Beteiligung der Lernerinnen und Lerner war so rege, dass tatsächlich nicht alle Fragen gestellt werden konnten, sonst wäre an diesem Tag keine Komposition mehr entstanden.

Die Musiklehrerin des Raiffeisen-Campus, Heike Ingenhoven, arbeitet bereits seit einigen Jahren mit dem Komponisten Norbert Laufer zusammen. So spielte sie mit ihrem Ensemble bereits die Uraufführung eines Flauti Amabili gewidmeten Stückes. Nun fand am Campus eine völlig neue Art der Zusammenarbeit statt.

Mit dem musiktheoretischen Grundlagenwissen, welches die Kinder in den vergangenen Monaten im Musikunterricht erworben haben, und dem kompositorischen Können des Profis begann der kreative Schöpfungsprozess. Es war eine Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung sowohl Herr Laufer, als auch die Lernerinnen und Lerner bei der Sache waren. Die Ideen sprudelten, die Fachbegriffe saßen und wurden vielfach direkt mit eingebracht. Das Ergebnis (Herr Meffert hatte parallel einen Kanon einstudiert) konnte sich vor dem zahlreich erschienenen Publikum hören und sehen lassen. Den Eltern, Geschwisterkindern, Großeltern und allen, die sich zu diesem nachmittäglichen Experiment eingefunden haben unseren allerherzlichsten Dank!

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Besuch von Norbert Laufer und danken für die inspirierenden Stunden.

 

Wir am Raiffeisen-Campus fahren gerne mit dem Bus, wie die zahlreichen Artikel in unserer Sektion Nachrichten belegen. Und als Jochen König, Chef von König’s Reisen uns einen Link zu einem Gewinnspiel der Gütegemeinschaft Buskomfort zukommen ließ, spielten wir natürlich gerne mit, winkte doch ein kostenloser Schulausflug für unsere Lernerinnen und Lerner.

Und wie so oft ist das Glück auch diesmal auf Seiten des Raiffeisen-Campus. Wir gewannen und freuen uns jetzt mit unseren Lernerinnen und Lernern auf eine Schiffahrt auf dem Rhein, gesponsert von der Gütegemeinschaft. UPDATE: Leider ergab sich ein Problem. Die Gütegemeinschaft sponserte leider nur die Schiffahrt und so hätten wir die Busfahrt selbst bezahlen müssen – leider dann nur ein halber Gewinn. 

Als Jochen König davon hört, fackelte er nicht lange: „Dann sponsere ich halt den Bus!“ so der Touristikunternehmer, der selbst als einziger in der Region dieser besonders zertifizierten Gruppe von Busunternehmern angehört. Und so kostet der Tag im Rheintal dann wirklich sehr wenig und ist ein echter Gewinn.

Und damit die Bildung nicht zu kurz kommt, wird unsere Historikerin Frau Maier im Unterricht das mittelalterliche Leben auf einer Burg in einem Projekttag behandeln und wird dann einen solchen im Rahmen des Ausflugstages erkunden.

Herrn König sei herzlich für den Tipp gedankt und der Gütegemeinschaft für den schönen Gewinn!

Selbstständiges Arbeiten als Grundlage für akademischen Erfolg hat sich der Raiffeisen-Campus auf die Fahne geschrieben, unser Motto lautet deshalb „Zukunft studieren – schon ab Klasse 5“. Manchmal sind wir vor der Motivation zum selbstsständigen Arbeiten schon sehr nahe. Zum Beispiel, als Philipp aus der 5a kürzlich Herrn Meffert im Englischunterricht (Sights of Greenwich: The Thames Barrier) mit Fragen zum Flutsperrwerk in Greenwich, London, löcherte und der Schulleiter passen musste, aber zugleich den Lerner ermunterte, doch selbst auf Suche nach den Antworten zu gehen und diese der Klasse zu präsentieren.

Prompt erschien Philipp am Dienstag mit einer fünfminütigen, elektronisch gestützten Präsentation. Seitdem wissen alle 37 Lernerinnen und Lerner aus 5a und 5b, wie relativ häufig bereits dieses Sperrwerk London vor Hochwassern bewahrt hat, wie teuer es war und auf welch einfachem aber genialen Mechanismus es basiert. Wenn Sie mehr wissen wollen, empfehlen wir Ihnen den Eintrag aus wikipedia.

Philipp erntete die Anerkennung seines Fachlehrers und den herzlichen Applaus der Lernerschaft. In zwei Jahren könnte er sein Referat dann auch auf Englisch halten…

Hohen Besuch ist der  Raiffeisen-Campus bereits gewöhnt. Aber den Besuch von Staatssekretärin Vera Reiß am 2. März empfanden alle doch als etwas Besonderes. Frau Reiß war extra zu diesem Termin aus Mainz angereist, um den Raiffeisen-Campus, den sie bereits in seiner Gründungsphase begleitet hatte, nun auch im Betrieb zu erleben und sich über die Entwicklung dieses einzigartigen, genossenschaftlich getragenen Gymnasiums zu informieren.

In einem Gespräch mit Schulleitung und Vorstand der Trägergenossenschaft bewies Frau Reiß ihre eindrucksvoll gründliche Vorbereitung des Besuchs. So hatte sie sehr konkrete Fragen und zeigte sich äußerst interessiert an der besonderen Qualität der Schule, so zum Beispiel an der Ryhthmisierung des Ganztagssunterrichts und an der durch Einsatz technischer Mittel deutlich verbesserten Kommunikation innerhalb des Lehrerteams aber auch zwischen Elternhaus und Schule. Mit den Vorständen der Trägergenossenschaft besprach sie die wirtschaftlichen Anliegen der Schule.

Im Anschluss an das Gespräch traf sie zusammen mit Landtagsabgeordneter Dr. Tanja Machalet die Elternvertreter des Campus und erkundigte sich sehr aufmerksam nach deren Eindruck vom Stand der Schule.

Schließlich nahmen sich alle zusammen Zeit für einen Eindruck von unseren Lernerinnen und Lernern. Raphael stellte das mit Frau Kisters im Unterricht erarbeitete Projekt „Fantasietier“ vor. Die Klasse versprach, Frau Reiß auch die Endresultate des Projekt mit Fotos nach Mainz zu schicken.

Schulleiter Meffert bedankte sich am Schluss des Besuchs sehr herzlich für das Kommen und für die große Offenheit, mit der Frau Reiß und Frau Dr. Machalet der Schule begegneten. Einmal mehr durfte die Schule erfahren, dass das Konzept einer Schule, die wie Raiffeisen selbst ökonomisch innovativ das Gemeinwohl verfolgt, auf breite Zustimmung stößt.

Der krönende Abschluss des Inhaltsfeldes "Vom ganz Kleinen und ganz Großen" in NaWi war die Fahrt zum Planetarium Sessenbach: Nachdem die Lernerinnen und Lerner sich im Lernzirkel "Unsere Sonne und ihre Planeten" auf unterschiedlichste Art und Weise über unser Sonnensystem selbständig und in wechselnden Partnergruppen informierten, sie den Schulhof mit Hilfe von Modellen in unser Sonnensystem verwandelten und jede/r Lernende jeweils ein bekanntes Sternbild am Sternenhimmel der Nordhalbkugel seinen Mitlernenden präsentierte, blieben noch Fragen rund um das Universum offen. Diese beantwortete der Experte Herr Völkel fachkundig im Planetarium Sessenbach.

So erfuhren die Lernenden, dass es mehr Moleküle in einem Glas Wasser gibt als Sterne im Universum und dass 581c ein Planet ist, auf dem ggf. Leben möglich ist, weil dort sehr wahrscheinlich Temperaturen zwischen 0 und 40 °C herrschen. Da dieser Planet aber 20 Lichtjahre entfernt ist, betonte Herr Völkel: "Unser Schöpfer hat es so gewollt, dass wir die Erde nicht verlassen. Daher müssen wir dafür Sorge tragen, dass Leben auch weiterhin auf unserem Planeten Erde möglich ist."

Einige Tage nach dem Tag der Generationen am Raiffeisen-Campus brachte ein Mitarbeiter der Westerwald Bank persönlich für jeden unserer LernerInnen als Dankeschön für die Abgabe eines selbst gestalteten Bildes im Original zum Thema "Jung und alt – gestalte, was uns verbindet" ein Reisespiel vorbei. Alsbald verteilte die Klassenleiterin Frau Hartung die Geschenke unter unseren Lernerinnen und Lernern. So danken wir der Westerwald Bank mit einigen glücklichen Gesichtern. Dankeschön!

Am 28.2. gab es eine Premiere im NaWi – Unterricht des Raiffeisen-Campus. Mit drei Webcams, die über die Homepage http://feldkamera.dyndns.tv:8080 verbunden waren, konnten die Lernerinnen und Lerner Live-Aufnahmen der Streifenmäuse (lemniscomys barbarus) und der Gerbile (meriones unguiculatus) sehen und die Tiere auf dem Smartboard beobachten. Ein Gerbil war nach einem geglückten Ausbruch drei Tage unterwegs und musste langsam wieder in den Clan eingewöhnt werden, da die Tiere zwar sehr zusammenhalten und bspw. Jungtiere gemeinsam aufziehen, aber nach 48 Stunden sich an "Ausbrecher" nicht mehr erinnern – ein Verhaltensmuster, was in der Natur nicht zum Tragen kommt. Sie sehen, Natur und Technik ergänzen sich am Raiffeisen-Campus zu interessantem Unterricht…

Als Matthias Teriet als Schulelternbeiratsvorsitzender nach nur 45 Minuten nicht nur eine Satzung vorgestellt und beschlossen, sondern auch einen Vorstand hatte wählen lassen, war die Freude allgemein groß. Die stellvertretende SEB-Vorsitzende Kerstin Frischbier und SEB-Mitglied Günter Huhndorf hatten im Vorfeld so exzellente Arbeit geleistet, dass es der erneut fast vollzählig (Abwesende waren entschuldigt!) erschienenen Elternschaft leicht fiel, den neuen Förderverein in großer Einstimmmigkeit aus der Taufe zu heben. Was ebenfalls für die Elternschaft des Raiffeisen-Campus spricht: Die üblichen Verzögerungen beim Findungsprozess von Vorstandsmitgliedern entfielen, mit Frau Kronimus und Frau Frischbier waren rasch Vorsitzende und Stellvertreterin gefunden, Frau Ahrens übernimmt den wichtigen Posten des Kassenwartes, Herr Huhndorf und Herr Brinke arbeiten im Vorstand mit und Herr Wagner und Herr Meffert unterstützen den neuen Vorstand nach Kräften als Beisitzer bzw. Schriftführer, wobei Schulleiter Meffert deutlich unterstrich, sein Amt als Dienstleistung an den Verein zu verstehen und sich in die Entscheidungsprozesse vor allem zur Mittelverwendung nur informativ einzubringen, um Interessenskonflikten vorzubeugen. 

Wichtig ist jedoch, dass der Förderverein allen offensteht. Mit dem symbolischen Mindestjahresbeitrag von 12€ wollen die Mitglieder symbolisieren, dass das Mitmachen das Hauptziel des Vereins ist. Dabei beschränkt sich die Gruppe der möglichen Mitglieder nicht auf Eltern und Team: Alle auch im Umfeld der Schule sind aufgefordert, dem Verein beizutreten und so die neu gegründete Schule im neu gegründeten Verein zu unterstützen. Kontakt für Beitrittswillige über die Schulverwaltung.

Vor der Gründung des Fördervereins informierte Herr Meffert im Rahmen der dritten Eltern-Lehrer-Konferenz über das zweite Halbjahr. Zwei Schwerpunkte sind die nun mit einem wissenschaftlichen Projekt verbundene intensivierte Deutsch-Förderung, für die Frau Maier zwei zusätzlichen Stunden erhält und das Zirkusfest vom 4. bis 6. Juni 2012, auf das Frau Kuch mehr als nur neugierig machte.

Es wäre jetzt einfach und auch wohlfeil, die Ausstattung am Raiffeisen-Campus als Indiz dafür zu nehmen, dass wir deutlich weniger als 10 Jahre von der Vision entfernt sind, die K. Polke-Majewski, der Autor des Artikels „Hausaufgaben sind archaischer Unsinn“, in der Wochenzeitung die Zeit entwirft. Denn gute Austattung ermöglicht guten Unterricht, erzwingt ihn aber nicht. Und es wäre auch zu diskutieren, ob alle Aspekte seiner Vision erstrebenswert und umsetzbar oder zutreffend sind, so z.B., ob die soziale Segregation automatisch mit dem Privatschulwesen einhergeht (wir kämpfen dagegen). Aber interessant ist dieser Blick in die Zukunft allemal und deshalb empfehlen wir ihn gerne Ihrer Lektüre. Dass aus unserer Perspektive manches schon jetzt Realität ist und die provokative Überschrift einen wahren Kern hat, sehen wir allerdings so und sind stolz darauf… „Diesen archaischen Unsinn haben wir doch schon vor Jahren abgeschafft“, lacht die Lehrerin. Und es stimmt ja: Nach acht Stunden hat jeder ein Recht auf Feierabend, sogar Zehnjährige.“