Die reiche Ernte wird gesichtet, gezupft und gereinigt

Wie wunderbar ist es, wenn aus einem winzig kleinem Samenkorn Leben entsteht! Und wir konnten dabei zuschauen! Im Falle der Radieschen ging es sogar recht schnell, so dass wir von der Aussaat Ende April innerhalb weniger Wochen das Wachstum bis zum fertigen Gemüse bestaunen durften. Zunächst sprossen in sauberen Reihen kleine Pflänzchen. Nach und nach konnten wir beobachten, wie sich die Erde wölbte und winzige rote Kugeln sichtbar wurden. Und so viele! Die Ernte war ein Fest!

Radieschen für alle!

Radieschen aus der Erde ziehen und die vielfältigen Wuchsformen bewundern. Radieschen vom Grün befreien (ganz schön viele Blätter an so einer kleinen Knolle). Waschen und direkt in den Mund! Lecker! – und scharf!
Jeder konnte so viele essen wie er wollte, anschließend wurde die Schüssel in der Lehrerlounge herum gereicht, so dass auch die Kollegen probieren durften.
Und die auf ihre Sprösslinge wartenden Eltern unserer zukünftigen Fünftklässler kamen auch noch in den Genuss der CampusGarten-AG-Sprösslinge.
Ich würde sagen, dieses Gemüse sollten wir ins feste Beet-Repertoire aufnehmen.

Noch ganz am Anfang: das erste Element steht.

Es gab viel zu tun in den letzten Wochen im CampusGarten, sodass wir kaum zum Dokumentieren kamen. Im Nordbeet ist viel passiert und gewachsen– das berichten wir ein anderes Mal. Heute geht es um das Kräuterbeet vor der neuen Mensa. Die Neuntklässler der AG haben hier viel Arbeit geleistet. Jede Stunde bauten sie das Beet Stück für Stück weiter auf, bis es in seiner Form fertig war. Haben Sie es schon erkannt?

In der Projektwoche wird noch mal perfektioniert.

Die Umsetzung unseres Plans, das Beet mit verschiedenen Kräutern zu bepflanzen, haben wir ins nächste Schuljahr verlegt. Wir wollen diese Idee in Ruhe verfolgen, sollen es doch drei verschiedene Themengebiete werden, die in den drei Beetbereichen dargestellt werden sollen.
Aber leer lassen war für uns natürlich auch keine Option. Wir entschieden uns für eine bunte Vielfalt an essbaren Blüten. So zeigen sich bis zum Schulfest hoffentlich kräftig blühend Ringelblumen, Türkischer Drachenkopf, Kapuzinerkresse, Schmuckkörbchen und Kornblume.

Die zweifarbige Erde lässt das Logo deutlicher hervor scheinen.

Aktualisierung: Die ausgesäten Blumen wachsen im rauen Westerwald anscheinend nicht ganz so schnell. Zartes Grün lässt sich schon erahnen – bunt blühen werden sie bis zum Schulfest wohl leider nicht. Dafür arbeitete die CampusGarten AG in der Projektwoche noch einmal fleißig an dem Beet. Es wurde dunkle Erde für die Schattenbereiche aufgetragen und ein zermahlener Terracottatopf mit Sand gemischt ziert nun die Hauptfläche. Auch so kann es sich schon sehen lassen.

Annegret Held liest Auszüge aus ihrem Roman vor.

Ein besonderes Highlight im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 200. Geburtstag des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen war die Lesung der Autorin Annegret Held am Montag, dem 4. Juni im Forum des Dernbacher Privatgymnasiums Raiffeisen Campus.  Die in Pottem/ Westerwald geborene Autorin las aus ihrem bekannten Roman „Armut ist ein brennend Hemd.“

Sichtlich erfreut über die zahlreichen und neugierigen Lerner, Eltern und Lehrer stellte Annegret Held im ersten Teil ihrer Lesung ausgewählte Auszüge vor, die nicht nur erahnen ließen, welchen Sog der Erzählfluss auflöst, sondern auch den außergewöhnlichen Titel ihres Werkes rechtfertigten: Behandelt wird darin der heute kaum vorstellbare Alltag im Westerwald Mitte des 19. Jahrhunderts, der von Armut, Kartoffelfäule und Tod geprägt war:“ Gott, hier war doch nichts, sagten die alten Leute, wir waren nichts, wir hatten nichts, da gab es nichts, gar nichts.“

Die Autorin erläutert den historischen Hintergrund ihres Romans.

„Armut ist ein brennend Hemd“ ist ein klassischer historischer Heimatroman. Er basiert auf wahren Begebenheiten, welche die Autorin erst nach akribischen Recherchen zu einem spannenden Roman hat formen können. Die Hauptfiguren ihres Romans seien keine literarischen `Kopfgeburten´, sagte Held zu Beginn des zweiten Teils ihrer Lesung, in der sie dem Publikum Einblicke in die Zeit der großen Hungersnöte im Westerwald gab. Sie habe diesen Roman unbedingt schreiben wollen, betonte Held, weil das ungeklärte Schicksal zahlreicher Westerwälder –Mädchen sie nicht in Ruhe gelassen habe. Diese wurden im 19. Jahrhundert von ihren verarmten Eltern gegen Bezahlung mit meist rücksichtslosen fahrenden Händlern auf die Reise geschickt. Nur wenige kamen unbeschadet zurück, andere zogen immer weiter, viele verschwanden spurlos.

Mit Hilfe von originalen Anschauungsmaterialien (Briefen, Verträgen und Fotos), die sie in Limburg, England und Australien gesammelt hatte, führte die Autorin die Zuhörer auf die Spuren der Westerwälder-Mädchen. Diese galten Mitte des 19. Jahrhunderts als talentiert, waren hübsch und deshalb in ganz Europa unterwegs. Viele von ihnen `strandeten´ in der Weltstadt London und wohnten ausgerechnet im Stadtteil White Chapel, jenem Elendsviertel, in dem Jack the Ripper, der berüchtigte mutmaßliche Serienmörder seinerzeit, sein Unwesen trieb.

Annegret Held erzählte die Geschichten um die Figuren ihres Romans so frisch, als seien sie erst gestern passiert –  eine authentische Erzählerin, die durch sprachliche Raffinesse und den Sinn für trockenen Humor ihre Zuhörer am Leben und Schicksal einfacher Menschen in vergangenen Zeiten Teil haben ließ. Dabei durfte ein besonderes Schmankerl nicht fehlen: Die Dialoge der Figuren ihres Romans wurden im originalen Westerwälder Dialekt wiedergegen – Ein absoluter Geheimtipp für jeden, der verstehen will, wie das Raiffeisenland tickt.

Frau Groß bedankt sich im Namen der Campus-Familie bei der Autorin für die tolle Lesung.

Mit minutenlangem Applaus feierten die Zuhörer die engagierte und talentierte Autorin für die sehr gelungene Lesung.

Es rang zur nächsten Stund bereits,
Doch war erst halb getrunken
Das schwarze Gold, das Kraft verleiht.
Der Kaffee für den nöt‘gen Funken.

Ein letzter Schluck,
Der Blick zur Uhr.
Mit einem Ruck
Renn ich im Flur.

Ich komm zu spät zum Unterricht!
Den Lehrer freut das sicher nicht
`s gibt Ärger, Tadel, Strafarbeit.
Oh, hätt‘ ich mich doch nur beeilt!

Da kam mir plötzlich in den Sinn,
dass ich doch selbst der Lehrer bin.
„Was können mir die Kinder schon?“
Doch fair ist fair, gleich folgt der Lohn:

Kaum ums Eck, dumm sind sie nicht:
„Zu spät, Herr Gabor, ein Gedicht!“
Dies ist es nun, Lektion gelernt:
Nächstes Mal nehme ich meinen Kaffee einfach mit in den NaWi-Raum. ;-)

Bildquelle: Timo Klostermeier / pixelio.de

If you have heard about the series The Handmaid’s Tale from Hulu, you’re not alone – so have the students from our MSS1 Grundkurs in English. These students not only watched parts of the series, but read the book on which the series was based. The story tells of a distopian society with an infertility crisis where women are assigned roles in order to keep society religiously wholesome as well as bring children into the world despite the infertility problem. In this world, women are stripped of their rights and are not even allowed to read or write. They become prisoners of this system and fight back in subtle ways. Escape attempts occur as well, with a small success rate.

The Handmaid’s Tale

While reading this book, the learners were incredibly appalled, but also intrigued by this system. They could not believe how women were stripped of their rights, but at the same time they related to the oppression of these women by a system determined to keep them within. After they had seen the series and compared it to the story they read, they were able to visually see the world created by the author, which in some cases, made the reality of this scary world more evident.The last step was an article about Trump’s America versus The Handmaid’s Tale and how a society similar to this could become a reality.

These learners were fascinated by the connections between real-world laws and regulations in America versus the laws and rules created for women in the book/series. This lead to some intense in-class discussions on these sorts of topics. This series, novel and article brought a passion to the surface in our learners which was refreshing to see. After these discussions, it would not surprise us if any of these kids become active in the creation of their own rights in the future. We look forward to what they will achieve.

Was heißt eigentlich studieren? Dies konnten die Lernerinnen und Lerner der MSS2 im Rahmen des Boy’s and Girl’s Day praktisch erfahren. Beim Besuch des Campus der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz besuchten sie reale Vorlesungen aus den unterschiedlichsten Studiengängen.

Bereits im Vorfeld waren die Lernerinnen und Lerner schon sehr überrascht von der Vielzahl an Studiengängen und Vorlesungen. Die erste Herausforderung war dann aus diesem Angebot des Vorlesungsverzeichnisses zwei für sie passende Einführungsvorlesungen zur passenden Uhrzeit am 26.4. mit dem entsprechenden Raum auf dem riesigen Universitätsgelände herauszufiltern.

Gruppenbild auf dem Uni-Gelände

Von der „Analyse und Vergleich politischer Systeme“ über die „Geschichte des spekulativen Denkens“, „Mediensoziologie“ und „Mikroökonomie“, „Organischen Chemie“ oder den „Trainingswissenschaften“ bis hin zu „Zellbiologie“ schnupperten die Lernerinnen und Lerner individuell in Vorlesungen hinein, die ihren Interessen entsprechen. Die Reaktionen der Lernerinnen und Lerner fielen so unterschiedlich aus wie das Anspruchsniveau und die Gestaltung der Vorlesungen selbst. Spannend war auch das Verhalten der Studierenden zu beobachten und das reale Studium zu erleben.

Unsere Lernerinnen und Lerner besuchen eine Einführungsvorlesung

Neben diesen praktischen Einblicken erhielten die Lernerinnen und Lerner auch grundlegende Informationen zur Studienwahl und dem Studienangebot der Universität Mainz. Herr Kording von der Zentralen Studienberatung präsentierte den Lernerinnen und Lernern unterschiedliche Möglichkeiten und sprach Herrn Deinert als Berufs- und Studienkoordinator aus der Seele als er meinte: „Gehen Sie die Studienwahl nicht blauäugig ein! Die Studienwahl ist ein Prozess, der Zeit beansprucht, die man sich nehmen sollte.“

Bei der Frage nach den zentralen Unterschieden zwischen Studium und Schule überraschten die Lernerinnen und Lerner dann Herrn Kording mit ihrem Vorwissen. Denn selbstgesteuertes Lernen, Zeitmanagement und die Wahl eigener Schwerpunkte ist ihnen auch aus der Schule schon bekannt. Dass man also wirklich am Raiffeisen-Campus ab dem 1. Tag Studieren kann, bestätigten die Lernerinnen und Lerner den begleitenden Lehrkräften Frau Kern und Herrn Deinert bei der Rückfahrt.

Ganz viele Bücher

Wenn auch Sie als Elternteil unseren Lernerinnen und Lernern einen Einblick in die Berufs- oder Studienwelt geben möchten, wenden Sie sich gerne an Dominik Deinert als Koordinator für Berufs- und Studienorientierung. Am Freitag, 9.11.2018, können Sie im Rahmen des Projekttags „Eltern machen Campus“ Ihren Beruf oder Ihren Studiengang gerne vorstellen. Herr Deinert freut sich auf Ihre Ideen!

Die LernerInnen meldeten sich freiwillig zum Test

Ob Gras, Speed, Hasch, extremer Alkoholkonsum, Kräutermischungen und alles, was dergleichen Kategorie zuzuordnen ist – die Problematik dieser Substanzen stand im Mittelpunkt der Präventionsveranstaltung der beiden 9. Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Groß, Frau Rücker und Polizeikommissar Herrn Eichmann (Polizeipräsidium Koblenz, Dezernat Drogen und Suchtprävention). Sehr informativ und spannend vermittelte Herr Eichmann den Lernerinnen und Lernern, wie Drogen wirken, wie man mit ihnen umgehen sollte. Dabei ging er auch auf persönliche Erlebnisse in seiner nunmehr als 30-jährigen Tätigkeit bei der Polizei ein.

Am Abend fand dann ein Elternabend statt. Auch hier stand das Thema Drogen, Alkohol und Shisha im Mittelpunkt: Wie erkenne ich, ob mein Kind Drogen nimmt? Wie reagiere ich? An wen kann ich mich wenden? Diese und viele andere Fragen wurden von Herrn  Eichmann ausführlich beantwortet.

Die  Mittelstufenleitung, Frau Hillesheim und die beiden Klassenleitungen bedankten sich bei allen Anwesenden und sicherten zu, dass Prävention auch in Zukunft ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit bleiben wird.

Bildquelle: CFalk / pixelio.de

Die creative writing AG arbeitet seit geraumer Zeit an einem neuen verrückten Projekt. Wir möchten gemeinsam als Team einen Krimi verfassen, der aus einzelnen Fragmenten besteht, wie z.B Tagebucheinträge, Videologs, Sprachnachrichten, Interviews oder inneren Monologen. Wenn die einzelnen Fragmente fertig gestellt sind, werden wir diese in eine logische Reihenfolge bringen, so dass man sich dann ein Gesamtbild von der eigentlichen story machen kann. Damit begibt sich der Leser quasi selbst aktiv auf Spurensuche, da er den Brotkrumen folgen muss und somit tiefer in die Erzählung hineingezogen wird.

In jedem Jahr ein Highlight: Die Schlosstagung an Christi Himmelfahrt. Während manche mit dem Bollerwagen ausrücken, fahren die Männer und Frauen des Teams vom Raiffeisen-Campus der Haltung ihres Namensgebers folgend nicht ins pralle Feierleben, sondern in eine ganz besondere Tagungsumgebung. Am Tag 1 steht traditionell die Weiterarbeit an bestehenden Konzepten und die Gesamtkonferenz auf der Tagesordnung, wozu natürlich auch die Eltern- und Lernvertreter und als Gast auch die restlichen Mitglieder des Teams und weitere Gremienvertreter am RC eingeladen sind. Am zweiten Tagen leisteten wir uns einen ganz besonderen Input. Roland Diedenhofen macht kreatives Denken zur Methode und genau das hatte sich das Team gewünscht. Mit vielen innovativen Methoden kitzelte der motivierte Ex-Lehrer und Coach Neues aus den Lehrerinnen und Lehrern heraus und zeigte sich anschließend beeindruckt vom Team: „Sie haben ein außergewöhnlich kreatives Kollegium, das keine Scheu davor hatte, die zahlreichen Kreativitätsmethoden zu erproben, und sich auch auf sämtliche Spielchen ohne große Bedenken eingelassen hat.“ schrieb er einige Tage später. Und auch das Team gab Hr. Diedenhofen ein sehr gutes Feedback. Einen Tag früher, so wünschte sich mancher, hätte der Input sein können. Welch ein schönes Kompliment…

Unser herzlicher Dank gilt der ADG, die uns diese Tagung erneut ermöglicht hat!

Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder. Quelle: mffjiv.rlp.de

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben der Ministerin mit ihren Fragen und erhalten ein zehnseitiges Schreiben mit detaillierten Antworten von der Staatssekretärin. Unvorstellbar? Die 9b mit ihren Sozialkundelehrer Meffert war optimistischer. Man hatte im Rahmen des Lehrplans das Thema Familie in Gesellschaft und Staat behandelt und dabei waren viele, teils sehr konkrete Fragen aufgetaucht: „Darf man Babysitter von der Steuer absetzen?“ „Was kann man tun, damit Kinder keine Karriererisiko für Frauen sind?“ und viele mehr. Ordentlich auf Briefpapier gesetzt und mit allen Unterschriften versehen ging das Schreiben nach Mainz und man war voller Hoffnung, dass die Ministerin nicht schweigen würden. Was aber kam, überraschte noch im Umschlag, der unerwartet dick ausfiel. Denn da Ministerin Spiegel selbst gerade das vierte Kind bekommen hat und deshalb sich zu Hause um ihr Neugeborenes kümmert, übernahm ihre Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder offensichtlich sogar gerne die Aufgabe, zu antworten: „Es freut mich, dass Ihr so viel Interesse an Familienpolitik habt“, schreibt sie in ihrer Einleitung, um danach auf über acht Seiten detailliert auf jede einzelne Frage einzugehen und dabei Rechtsgrundlagen, aber auch ihre persönliche politische Meinung zu vertreten, denn „wir wollen, dass Familien sich in Rheinland-Pfalz wohlfühlen“, stellt sie klar. „Ich würde anstelle des Kindergeldes lieber ein ‚eigenes Einkommen‘, eine Kindergrundsicherung, vorsehen.“ Die Antworten der Staatssekretärin wurden in der 9b mit Freude, aber durchaus auch mit einem politisch wachen Auge wahrgenommen. „In manchen Fragen hat sie sich um konkrete Antworten gedrückt,“ findet ein Lerner, gesteht aber zu, dass „sie vielleicht gar nicht anders kann, weil für weiteres das Geld fehlt.“ Und so hat dieser Austausch zwischen Mainz und Dernbach zumindest einen Erfolg gebracht: Mehr Verständnis füreinander und Respekt davor, dass sich eine Staatssekretärin die Zeit nimmt und die Mühe macht, dafür zu sorgen, dass die familienpolitischen Fragen der 9b nicht unbeantwortet bleiben. Respekt, Frau Dr. Rohleder!