ist ein freundlicher Mensch mit einem Problem. Er kann nicht akzeptieren, dass seine Frau gestorben ist und wähnt sie auf einer
sehr langen Reise. Verdrängung, das kennen Sie sicher, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Weil nicht sein kann was nicht sein darf, erkennen auch die beiden anderen Helden des Romans von Paul Zindel erst spät, was sie füreinander empfinden und auch, welches Unrecht sie dem freundlichen Mr Pignati, den sie den „Pigman“ nennen, angetan haben. Die Lektüre wird derzeit in den beiden Leistungskursen des Jahrgangs 2013 unter Leitung von Frau Hillesheim und Herrn Meffert gelesen und dabei entstanden Poster, die sich mit je einen Teilaspekt des Romans beschäftigen. Wir fanden: Sehens- und lesenswert!
Passend zum aktuellen Thema des katholischen Religionsgrundkurses, Eschatologie, konnte Frau Groß jüngst den Palliativmediziner Dr. med. Martin Schencking begrüßen. Hier ging es vor allem um folgende wichtige Grundfragen: Wie sieht ein Mediziner den Tod? Was erlebt ein Palliativmediziner tagtäglich und wie geht er selbst mit dem allgegenwärtigen Prozess des Sterbens um?

Dr. Schencking erläutert den LernerInnen den Prozess des Todes
Anschaulich, ruhig, verständlich und emphatisch berichtete Dr. Schencking aus seinem Arbeitsumfeld, definierte die Palliativmedizin und machte deutlich, dass niemand mehr leiden müsse, wenn es auf den Tod zugehe.
Das Sprechen darüber sei nötig, um Kraft zu sammeln und mit der Arbeit am Ende des Tages abzuschließen. Getreu dem Motto „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben geben“ handeln Dr. Schencking und sein Team. Das heißt, dass sie den letzten Weg der Patienten so angenehm wie möglich gestalten, die Schmerzen lindern und ihnen Freude bereiten, indem sie, wenn möglich, letzte Wünsche und schöne Sachen unternehmen können.
Ein Besuch, der ein vertieftes Verständnis für das Thema im Grundkurs eröffnete. Wir waren am Ende sehr dankbar für die wertvollen Einsichten.
Im Religionsunterricht der Klasse 5a bei Frau Berleth setzen dich die Lernerinnen und Lerner mit den Anfängen ihrer eigenen Glaubensgeschichte und – am Beispiel der Abrahamserzählungen – mit den Anfängen der in der Bibel überlieferten Glaubensgeschichte des Volkes Israel auseinander. In einer der ersten Stunden lernten sie das Leben heutiger Nomaden kennen und stellten sich vor, wie es wohl sei, eine Woche mit einer Beduinenfamilie mitzuziehen. Lesen Sie hier den Originalbericht einer Lernerin, in dem sie auch über wichtige Merkmale des Nomadenlebens erfahren:
„Wir zogen viel herum. Wir bauten die Zelte auf und wieder ab. Ich dachte, mir wird unter den langen Gewändern der Nomaden heiß, aber es war kühler als ich es mir vorgestellt hatte. Gerade baute ich mit meiner Sippe unsere Zelte auf, da erschütterte ein riesiges Beben den Boden. Schnell sprang ich auf, um zu sehen, was passiert war. Wir befanden uns in einem Tal, die Bergwände stiegen steil in den Himmel hinauf. Da sah ich es: Ein Teil der Felswände war durch das Erdbeben auf den Boden geprallt. Die Steine versperrten uns fast den Weg nach draußen. Schnell lief ich zurück, um die anderen zu warnen. Als ich ankam sah ich, dass Naro, meine Freundin fehlte. Ich fragte Adamo, ob er sie gesehen hatte. Er sagte: „Sie ist die Tiere holen.“ Erst jetzt fiel mir auf, dass die Schafe und Ziegen verschwunden waren. Emma erklärte: „Die Tiere haben sich bei dem Lärm erschreckt und sind geflohen. Ohne sie können wir nicht überleben!“ Ich lief den Spuren der Tiere hinterher. Bei ihnen fand ich Naro. Zusammen brachten wir die Schafe, Ziegen und Esel zurück ins Lager. Jetzt berichtete ich der Sippe, dass wir aufbrechen mussten. Schnell bauten wir die Zelte ab. Wir liefen mit den Tieren auf das Ende der Schlucht zu. Es bebte schon unter unseren Füßen. Im letzten Moment rannten wir zwischen den Felswänden hindurch ins Freie. Hinter uns stürzte der Rest der Schlucht ein. Wir warfen uns in den Sand, um nicht von den Steinen getroffen zu werden. Als der Staub sich legte, sahen wir eine Oase hundert Meter vor uns. Wir gingen darauf zu und Adamo rief: „Es ist keine Fatamogana. Hier bleiben wir eine Weile!“

ACHTUNG Auto!
Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg. Diese wichtige Formel haben unsere jüngsten Lernerinnen und Lerner bei dem Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“ vom ADAC selbst erarbeitet. Etwa 90 Minuten lang lernten die Fünftklässler, wie man sich im Straßenverkehr verhält. Um ausreichend Platz für die vielen praktischen Übungen zu haben, ging es raus auf den Parkplatz vor der Schule. Hier erkannten die Kinder, dass zum Beispiel lautes Musikhören über Kopfhörer ganz schön gefährlich werden kann, wenn man die Hupe eines herannahenden Autos nicht mehr hört. Im Mittelpunkt stand aber die Bestimmung der Formel für den Anhalteweg. Hierfür bremsten die Kinder im ersten Schritt aus vollem Lauf an einer vorgegebenen Stelle. Sofort anhalten konnten sie aber gar nicht. Als sie dann im zweiten Schritt erst auf ein Handzeichen hin anhalten sollten, also nicht wussten, wo genau sie „die Bremse betätigen müssen“, war schnell klar, dass das bei einem Autofahrer ganz genauso ist. Die erlernte Formel wurde dann auf das Auto übertragen.
Zum Abschluss durften die Kinder – selbstverständlich gesichert – im Auto mitfahren. Bei der Vollbremsung lernten sie wie wichtig es ist, sich anzuschnallen.

Das „Shakehands“
Auch im Musikunterricht geht es zu Beginn des 5. Schuljahres um das gegenseitige Kennenlernen. Nachdem Frau Ingenhoven mit den Fünftklässlern in den ersten Stunden das Lied „Einen Groove versenden“ gesungen und mit einer leichten Bodypercussion geübt hat, wandten wir uns nun dem Lied „Hello, how are you“ auf unterschiedlichste Weise zu.
Singend, mit dem Körper (klatschend, stampfend, schnipsend) und seit heute auch mit den neuen, bunten Bechern musizieren wir im „Cup-Song“-Stil fröhlich miteinander. Das Shakehands wird dabei natürlich nicht vergessen. Ebenso wenig wie das gemeinsame Lachen.
Eine Woche nach dem Start als Klassenmannschaft verließen 52 Lernerinnen und Lerner ihren schulischen Hafen, um sich gemeinsam mit ihren beiden Kapitänen Frau Kern und Herrn Papzien neuen Herausforderungen an anderen Ufern zu stellen. Unterstützt wurden die beiden Kapitäne durch unsere FSJler Frau Spitzhorn und Herr Kerbs.

Alte Spiele – neu entdeckt
In guter Tradition des Raiffeisen-Campus ging es für zwei Tage zur Mannschaftsbildung nach Bad Marienberg. In vielen großen und kleinen Übungen zeigte sich im Laufe des ersten Tages immer mehr Vertrautheit unter den Jungen Teammitgliedern. Nach und nach verschwand bei den Namenszurufen der Vorname „du da“ und wurde zu „Peter“, „Mia“ oder den entsprechenden anderen Rufnamen. Der ein oder andere Spitzname war auch sehr schnell gefunden.

Hier wird ein gutes Versteck gesucht.
Nach einem abwechslungsreichen Programm und viel Freizeit für eigene Unternehmungen am Abend wagte sich ein Großteil auch bei Dunkelheit an den Rand des Waldes. In den Kajüten waren die ruhigen Stunden schnell gezählt. Trotzdem konnte am nächsten Tag munter und motiviert die Erkundung der Umgebung weiter in Angriff genommen werden. Es galt, einen Schatz für die jeweils andere Klasse zu verstecken. Dank moderner Technik in Form von GPS-Geräten und den guten Augen der Mannschaftsmitglieder fand sich dennoch jeder Süßigkeitsbeutel wieder.
Den Abschluss der Fahrt gestalteten die Lerner an ihrem bunten Abend selbst mit. Nicht nur bei dem Lied „He´s a pirate“ und dem ein oder anderen Zaubertrick zeigte sich die Kreativität und das Geschick der jüngsten Mitglieder der Campusfamilie. Die beiden Klassenleiter waren sich bei der Rückschau am Ende der Woche einig: Dieser Ausflug wird nicht nur noch lange in Erinnerung bleiben, sondern hat den Jahrgang 2018 zu einer Mannschaft werden lassen, in der jeder einzelne seinen Beitrag zum Gelingen beisteuern wird.

Foto mit allen Teilnehmern am Planspiel
Von der Idee zur Umsetzung – diesem Leitgedanken folgte Sozialkundelehrerin Jenny Groß, als sie das Projekt „Kommunalpolitik – Politik für dich und mich“ auf den Weg brachte. Nachdem der Rahmen vonseiten der Kreisverwaltung klar war und die Gremien ihre Zustimmung gegeben hatten, begann die Vorbereitung mit den beiden 9. Klassen, sodass die beiden Lehrer, Jenny Groß und Schulleiter Bernhard Meffert, ein echtes Novum miterleben und begleiten konnten. Ziel war es, eine „echte“ Kreistagssitzung mit allen Regularien, Personen, Unterlagen und Anträgen von Lernern im Gebäude der Kreisverwaltung stattfinden zu lassen. Mit eigenen Anträgen, Parteien, Fraktionsvorsitzenden und Vertretern ausgestattet, fand im Mai 2018 die Premiere statt. Ob die Partei der „Engagierten Wähler Deutschlands“, der „Westerwälder Trail Partei“ oder der „Umweltschutzpartei“ – sie alle überlegten sich eigene Initiativen, die sie mit ihren Anträgen vertraten.

Souverän tragen unsere Lerner ihre Anliegen vor.
Wer jetzt denkt, es seien leichtsinnige Ideen entwickelt worden, der irrt: Die Lernerinnen und Lerner haben sich sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Durchführung mit größter Sorgfalt, Ernsthaftigkeit und Freude an der Sache gezeigt, auch die Debatte selbst im Kreistag verlief bunt, kritisch und ehrlich. Ob es um Infoveranstaltungen rund ums Impfen ging, der Bau einer speziellen Trailstrecke für Mountainbikefahrer im Wald, der Errichtung von integrativen Jugendräumen, Apps, die das Suchen nach einer Ausbildung erleichtern soll, die Vielfalt der Anträge überraschte und überzeugte sowohl Landrat Achim Schwickert, die anwesenden Kreistagsmitglieder, als auch die Lerner und die beiden betreuenden Lehrer selbst.
Jungen Menschen die Verantwortung zu geben und sie ernst nehmen, sind das beste Mittel, um Demokratie zu leben und Interesse und Freude an der Kommunalpolitik zu wecken. Davon ist Jenny Groß überzeugt. Auch im Nachgang zum Planspiel zeigten sich alle hochzufrieden. Durch das hohe Engagement aller Beteiligten des Raiffeisen-Campus konnten wir dazu beitragen, dass das Planspiel ein Erfolg wird und auch künftig einen Platz in der Kreisverwaltung hat.

Mannschaften bilden, Regeln erklären – eine wichtige Aufgabe für Schiri und Mentor
Lernerinnen und Lerner der 9. Klassen haben kurz vor den Sommerferien ihr Können als Organisator für ein Projekt mit knapp 100 Orientierungsstufenlernern unter Beweis gestellt.

Viele Spielfelder sorgen für den Einsatz fast aller Lerner
Ein toller Wunsch, mit dem die Jugendlichen bei einem der Mittagspausentreffen an Frau Kern als Orientierungsstufenleiterin getreten sind: Wir möchten für die jüngsten der Campusfamilie ein Völkerballturnier planen und durchführen. Während die Aufgabe der Erwachsenen lediglich darin bestand, Raum, Termin und Material zu organisieren, wurde der Rest durch die lul der 9. Klassen geplant.
Mit Spannung und in Sportkleidung kamen die Lernerinnen und Lerner der 5. und 6. Klassen nach dem Schulfest wieder in die Schule. Hier hieß es dann bald: Klassen mischen. In sieben Teams wurden die jungen Lernerinnen und Lerner bunt verteilt. Eine tolle Gelegenheit, auch mal die Mitlerner kennenzulernen, mit denen man sonst kaum gemeinsam aktiv unterwegs ist. Der Ehrgeiz war groß, wie manche Diskussionen mit den Schiris am Spielfeldrand zeigten. Für alle Beteiligten also eine Herausforderung. Dank eines ausgetüftelten Spielplans gab es nur selten Langeweile. Die kurze Pause für jeweils eine Mannschaft, die nicht auf einem der drei Spielfelder aktiv war, wurde zum Anfeuern der anderen genutzt. Am Ende gab es kaum jemanden, der nicht für eine Wiederholung war. Wir freuen uns auf eine solche Wiederholung und sagen an dieser Stelle: Vielen Dank an die Organisatoren des Völkerballturniers.

Frau Damer erläutert nicht nur Regeln, sondern sie gibt auch praktische Tipps.
Wie bei vielen anderen Projekten zeigt auch das Stichwort „Tischmanieren“, dass es am Raiffeisen-Campus nicht nur um das Vermitteln der Lehrplaninhalte geht. So stand für die beiden 6. Klassen ein etwas anderes Stichwort im Stundenplan. Gerade erst in Besitz genommen, konnte die Schulung der Lernerinnen und Lerner in den neuen Mensa-Räumen stattfinden. Hierbei ging es nicht nur darum, ein vielleicht in Zukunft relevantes Verhalten für den Restaurantbesuch zu erlernen, sondern auch das tägliche Mittagessen in den Blick zu nehmen. Während es für die Sechsklässler noch keine Frage war, wann welcher Teller zum passenden Besteck auf den Tisch gehört, war das richtige Anreichen der Speisen schon eine kleine Herausforderung.
Und so lernten die jungen Damen und Herren, wo die Handtasche am besten hängt, wieso die Serviette auf dem Schoß liegen sollte und wann ein Teller abgeräumt werden darf. Spätestens bei der Frage, wie eine Servierte dekorativ an den Platz gestellt werden kann, konnte die Theorie mit der Praxis verbunden werden. Es kann schon eine Weile dauern, bis die Lotusblüte wirklich gut steht.
Nachdem die neuen 5. Klassen bereits vor den Sommerferien einen Tag am Raiffeisen-Campus verbrachten und ihre neue Schule kennenlernten, war der Tag der Einschulung gekommen. 52 motivierte, wenn auch etwas nervöse Lernerinnen und Lerner trafen sich zunächst am Parkplatz in Dernbach, um gemeinsam mit ihren Eltern und der Orientierungsstufenleiterin sowie neuen Klassenlehrerin Frau Kern zur Klosterkirche in Dernbach zu gehen. Die sehr einladende und schöne Klosterkirche der Dernbacher Schwestern war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Stellvertretender Schulleiter, Herr Wagner, die Anwesenden mit seinem Orgelspiel begrüßte und Schulleiter, Herr Meffert, den Einschulungsgottesdienst für die neuen 5. Klassen am Raiffeisen-Campus eröffnete.

Welcome on board!
Ganz nach dem Motto des Gottesdienstes „Segelschiff“ durften die neuen Lernerinnen und Lerner ihre Kenntnisse über die Bestandteile und die Mannschaft eines Segelschiffs in den Gottesdienst einbringen. Herr Meffert betonte: „… die neuen fünften Klassen am Raiffeisen-Campus müssen ja erst noch zusammenwachsen und eine Mannschaft für ihr Klassenschiff werden. Aber auch die Eltern, alle sollen an Bord unseres Schulschiffs kommen.“ Die Eltern sollen dabei der sichere Hafen für die Mannschaften und ein Rückzugsort werden, an dem neue Energie aufgetankt wird. Gemeinsam mit den Kapitänen starten die Mannschaften jeden Tag in einen neuen Segeltörn ins Meer und sollen dabei auch Gegenwind oder hohen Wellen entgegentreten und diese gemeinsam überwinden.
Die neuen Lernerinnen und Lerner erhielten als Einschulungsgeschenk eine Kerze mit Segelboot-Aufdruck, die ihnen von den Klassenlehrern Frau Kern, Herr Papzien und der FSJlerin Frau Spitzhorn überreicht wurden. Nach dem feierlichen Gottesdienst begaben sich alle Anwesenden in Richtung Campus. Nachdem zunächst die Materialien von den Eltern in die jeweiligen Klassenzimmer gebracht wurden, erfuhren die neuen LernerInnen dann in Form eines Puzzles, in welche der beiden 5. Klassen sie zukünftig gehen werden.
Im Anschluss an diesen sehr spannenden Moment verbrachten die neuen Klassen 5a und 5b eine Schulstunde mit ihren Klassenlehrern und lernten sich durch Spiele besser kennen. Natürlich gab es auch für die Eltern eine erste Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen im Forum auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen. Gegen 12 Uhr trafen Kinder und Eltern wieder aufeinander und konnten sich von ihren Erlebnissen berichten. Ein ereignisreicher und spannender Tag neigte sich für die neuen fünften Klassen dem Ende.
Hiermit möchten wir – die gesamte Schulfamilie des Raiffeisen-Campus – die neuen Mitlernerinnen und Mitlernern nun offizielle in unserer Mitte begrüßen und hoffen, dass sie gemeinsam mit ihren Kapitänen spannende, schöne und lehrreiche Tage auf See verbringen werden.

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