Der Raiffeisen-Campus versteht sich als innovative Schule und so hat auch der Tag der offenen Tür, der jährlich am ersten Samstag nach den Herbstferien stattfindet, eine besondere Note. Im Zentrum des Geländes und von besonderer Wichtigkeit ist für uns das Elterncafe, in dem die Eltern (gut erkennbar durch die von Familie Fergen gestifteten hochwertigen Logo-Pins) für Gespräche zur Verfügung standen. Im Infovortrag erläuterte die Schulleitung, wofür der Raiffeisen-Campus steht und führte anschließend die Besucher über das hervorragend ausgestattete Gelände der Verbandsgemeinde Wirges, in dem wir bis Sommer 2014 zu Gast sind. Es sind aber weniger die Erwachsenen, die zumindest aus Sicht der Bewerberkinder von Belang sind. Und so waren es sicher die unterrichtlichen Projekte zum Mitmachen, die die Kinder begeisterten. So konnten sie am Markenhaus, das Frau Kisters in 3D vorbereitet hatte, mitbauen, während die Erwachsenen mit Frau Martina Düring die liebevoll programmierte Version des Markenhauses besprachen und ausprobierten. Schwungvoll ging es im Unterricht von Frau Ingenhoven zu, bei denen die Besucherkinder voll integriert wurden. Im NaWi-Raum stand Trägervorstand Dr. Feld für Finanzfragen zur Verfügung, für die Kinder jedoch standen sicher seine Gerbile im Vordergrund und Frau Hartungs eindrucksvoller Sinnes-Parcours aus dem NaWi-Unterricht. Ein ganz besonderes Fach am Raiffeisen-Campus stellte unser LQ-Trainer Herr Schenkelberg vor: Er informierte aber nicht nur, was sich hinter dem Fach verbirgt, sondern zeigte mit zahlreichen Übungen, warum wir dieses Fach in allen Jahrgängen der Sekundarstufe 1 angesiedelt haben. Ein lieber Gast stellte in Raum 1.06 ein außergewöhnlihces Projekt vor: Frau Monika Kallfelz berichtete von ihrer Zusammenarbeit mit dem Raiffeisen-Campus beim Projekt "Polarstern". Sie war im vergangenen Jahr mit der Polarstern zur Antarktis aufgebrochen und unsere Lernerinnen und Lerner waren "live" dabei. Sehr eindrucksvoll in diesem Raum das Modell der hydraulischen Hebevorrichtung für die Station im ewigen Eis. Ein anderer lieber Gast, Frau Acker vom Azurit-Seniorenzentrum Montabaur, informierte am Stand zu den Tagen der Generationen über genau diese.

Bleibt uns, den zahlreichen Besuchern für ihr Interesse zu danken, aber auch dem gesamten Team aus Trägervorstand, Lehrern, Eltern, vor allem aber auch unseren Lernerinnen und Lernern aus Klasse 5 und 6, die wesentlich dazu beigetragen haben, den Raiffeisen-Campus so zu präsentieren, wie er ist. Eine besondere Schule für besondere Lerner…

Wilhelm Höser, Vorstandssprecher der Westerwald Bank, besuchte am Mittwoch unsere Schule und übergab in Gegenwart der 5b zwei Schecks im Gesamtwert von 4560€, dem Gegenwert von zwei Schulplätzen für ein Jahr. Einen sehenswerten Fernsehbeitrag sendet seit wenigen Minuten ww-tv.  Anschauen und der Westerwald Bank ein herzliches Dankeschön im Namen aller unserer Lernerinnen und Lerner!

Warum sich Privatschulen nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, soziale Selektion zu befördern, nur weil sie die Lücke zwischen der Refinanzierung durch die Bundesländer und den realen Kosten schließen müssen und dafür auf Spenden der Eltern angewiesen sind, schreibt Axel Rühle in der Süddeutschen Zeitung vom 15. September 2012 in seinem Artikel „Warum der Klassenkampf keiner mehr ist!“ und wir empfehlen ihn nachdrücklich Ihrer Lektüre. Grundaussage des Journalisten, dessen Kinder staatliche Schulen besuchen: „Und von vielen Privatschulen kann man – mal abgesehen von dem beneidenswerten Privileg, dass sie sich ihre Lehrer selber aussuchen können – doch viel lernen: Wie man das Unterrichtskorsett aufbricht, wie man ohne Notenterror zu einer fairen Bewertung des Schülers kommt. Wie Kinder lernen, ohne das Gefühl zu haben, büffeln zu müssen. Welche Möglichkeiten sich einer Schule eröffnen, die über ihr Budget frei verfügt.“

Dieser Frage gingen die Lernenden der fünften Klassen im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung nach. Zunächst stellten sie Vermutungen zur Beantwortung der Frage auf. Dann überprüften sie ihre Vermutungen, indem sie bei geschlossenen Augen mit zunächst zugehaltender und dann offener Nase Zwiebel- von und Apfelstücken sowie O-Saft von Milch jeweils voneinander zu unterscheiden versuchten. Wie echte Naturwissenschaftler hielten sie ihre Beobachtungen in einem Protokoll fest. Schließlich war allen klar, dass Geschmacks- und Geruchssinn miteinander zusammen hängen und sich gegenseitig ergänzen.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hartung erwarben die Lernenden der sechsten Klassen über mehrere Unterrichtsstunden hinweg während des Durchlaufens des fächerübergreifenden Lernzirkels Wetter verschiedenste naturwissenschaftliche Kompetenzen. Dabei arbeiteten die Lernenden frei und kooperativ zusammen, indem sich unterschiedliche Lernstrategen gegenseitig unterstützen. So können die Lernenden nun Messdaten sach- und adressatengerecht darstellen, Aggregatzustände mit Hilfe von Teilchenvorstellungen deuten, den Wasserkreislauf als Folge von Energieumwandlungen mit der Sonne als primäre Energiequelle darstellen und Argumente für die Nutzung der Solarenergie im Alltag zusammenstellen. Sehen Sie selbst … .

Mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 startet der Raiffeisen-Campus in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ein neues und in unserer Region einmaliges Programm.

Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist ein allgemeines Präventionsprogramm für 10- bis 14-jährige Mädchen und Jungen. Im Mittelpunkt des Programms steht die Förderung sozialer Kompetenzen junger Menschen in der Schule. Lions-Quest „Erwachsen werden“ will Lernerinnen und Lerner dabei unterstützen, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikative Kompetenz zu stärken, Kontakte und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag erfolgreich zu begegnen und für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, konstruktive Lösungen zu finden. Gleichzeitig möchte es den jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen Wertesystems anbieten. Damit ordnet sich das Konzept von Lions-Quest „Erwachsen werden“ in den Ansatz der Life-Skills-Erziehung (Lebenskompetenz-Erziehung) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-)zerstörerischer Verhaltensweisen (Sucht- und Drogenabhängigkeit, Gewaltbereitschaft) zugesprochen wird. Gymnasialrat Gerd Schenkelberg hat sich in einem speziellen Kurs dafür qualifziert und übernimmt am Raiffeisen-Campus die Koordination  für Lions-Quest „Erwachsen werden“. Organisiert und betreut wird das Programm vom Hilfswerk der deutschen Lions e. V. (HDL). Weitere Information erhalten sie auf der Homepage des Lions Quest oder in einem aufschlussreichen Artikel aus der Zeitung „Die Welt“.

…oder: Wie die Lernenden der fünften Klassen den Sinnesparcours für den Tag der offenen Tür vorbereiten …

Die Lernenden unserer beiden fünften Klassen planten diese Woche im naturwissenschaftlichen Unterricht den Sinnesparcours zum Tag der offenen Tür in arbeitsteiligen Teams. Hier wurden die Lernenden richtig kreativ. Sie diskutierten, wie man die einzelnen Stationen gestalten kann und was bei der Durchführung zu beachten ist. Schließlich legten sie fest und dokumentierten, wer was zum Tag der offenen Tür mitbringt, damit der Sinnesparcours gelingen kann. Die jeweils acht Versuchsleiter, verteilt auf vier Stationen, erwarten alle Interessierten im naturwissenschaftlichen Fachraum am kommenden Samstag, den 20.10.2012, damit auch unsere Gäste am Raiffeisen-Campus Erfahrungen mit allen Sinnen machen können.

Für die Lehrer am Raiffeisen-Campus ist die Nähe zu unseren Lernerinnen und Lerner selbstverständlich, aber wir werden dennoch nie den Status erreichen, den die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer der Grundschulzeit im Bewusstsein der Kinder hat und das finden wir in Ordnung so.  Gleichzeitig wissen wir um die didaktischen Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen im Primarstufenbereich und schätzen sie, auch und besonders wegen ihrer besonders anspruchsvollen Aufgabe in äußerst heterogenen Lerngruppen.

Am 24. September aber ging es nicht um solche abstrakten Respekt, sondern um konkrete Begegnungen und um die Chance, den Kollegen ein sehr konkretes Dankeschön zu sagen für ihre Arbeit mit unseren Lernern. Und so hatten sich die Kinder mit Frau Ingenhoven gut vorbereitet und schmetterten den aktuellen Morgenliedhit "Shalalala", der davon handelt, dass man mit Optimismus auch aus einem Tag mit einem schlechten Start noch einen guten Tag machen kann. Anschließend begrüßte Herr Meffert die über 20 Gäste aus dem gesamten Westerwald und gab dann die Bühne frei für einen kreativen zweiten Beitrag, der als Solo-Instrument das Lineal der Kinder zu neuem Ruhm führte: Den Honigbrot-Rap. Kollegium und Gäste zeigten sich begeistert und applaudierten herzlich.

Anschließend gab es kein Halten mehr und die anwesenden Klassenlehrer wurden bestürmt. Die Fotos zeigen, wie herzlich das Wiedersehen war und wie interessiert die Grundschulkollegen daran waren, von den Kindern zu erfahren, wie es ihnen ergeht.

Nach der Begegnung war für die Kinder Schulschluss und die Lehrerinnen und Lehrer informierten sich bei Kaffee und Kuchen über den Raiffeisen-Campus und tauschten sich mit den beiden Klassenleiterinnen über die Kinder aus. Erst nach über zwei Stunden verabschiedeten sich die Kolleginnen und Kollegen. Schulleiter Meffert bat zum Abschied, unsere Schule für begabte Gymnasialkinder weiterzuempfehlen.

Die Lernerinnen und Lerner der 5. Jahrgangsstufe und auch die unterrichtenden Kollegen und Kolleginnen hatten sie schon sehnlichst erwartet: Die neuen HD-Boards der Firma Heutink  (Niederlande).

Nachdem ein Teil des Lehrerteams auf der Didacta war und dort die neuen Boards "entdeckt" hatte, reisten kurz danach Herr Wagner und Dr. Feld in die Niederlande, um sich vor Ort bei der Firma die neuen Boards anzusehen.

Sie unterscheiden sich nicht nur äußerlich, ultra short distance beamer, sondern auch durch eine verbesserte Software, die wir auch auf den vorhandenen Boards installieren durften, von den bisherigen Geräten.

Die Monteure haben gut gearbeitet, so konnte es am 27.9. losgehen. Die Jahrgangsstufe 5 und ihre Lehrkräfte freuen sich auf die Arbeit mit den Boards und der Schulträger freut sich über eine attraktive Zusammenarbeit mit einem europäischen Partner, der seine qualitativ hochwertigen Geräte auch auf dem deutschen Markt anbieten möchte.

"’Heute sollten wir alle in der Schule sein, aber wir dürfen wegen der Flugzeuge nicht hin‘, sagt Dargham Jassin, ein zwölfjähriger Junge mit Brille, der wie viele syrische Kinder jünger aussieht, als er ist. Ohne Schule wisse er nicht, was er mit sich anfangen solle. ‚Ich mache nichts‘, sagt er. ‚Vielleicht gehe ich Schafe füttern.’"

Uns am Raiffeisen-Campus ist in den letzten 14 Monaten so viel Gutes widerfahren und wir sind uns dessen bewusst. Knapp hundert motivierte und fröhliche Kinder, ein inzwischen stark gewachsenes Team von 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Lehre und Verwaltung und eine Trägergenossenschaft, die mit viel Mut und Entschlossenheit von nunmehr drei Jahren die Idee "Raiffeisen-Campus" entwickelte.

Manchmal tut es da gut, vielleicht besonders in den Ferien, die Situation der Schule mit der in anderen Ländern zu vergleichen.

Zum Beispiel mit Schulen in Syrien, über die die Spiegel-Online Autoren Dale Gavlak und Paul Schemm zusammen mit den Nachrichtenagenturen dapd und fln einen Artikel verfasst haben. Wir halten ihn für lesenswert, weil er uns verdeutlicht, wie wenig selbstverständlich auch in unserem Land der nunmehr seit fast 70 Jahren andauernde Frieden ist und welche furchtbare Auswirkungen Krieg vor allem für die Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen hat. Lesen Sie ihn hier!