Liebe Lernerinnen und Lerner,

am 08. November war ich, wie es mittlerweile schon den Charakter einer festen jährlichen Veranstaltung hat, zu Gast in der MSS 1.

Wie in den Vorjahren auch, so ging es in der ersten Stunde um eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre, insbesondere um die Vorstellung der großen Denker dieser Wissenschaft. Die zweite Stunde stand dann im Zeichen des Themas „Management“ – wie führt man Unternehmen?

In beiden Stunden war Ihre/Eure Mitarbeit gewohnt exzellent und dafür danke ich Ihnen/Euch ganz herzlich.

Am 22. November kommt nun eine Erweiterung: erstmals bin ich Gast in der MSS 3 und hier werden wir das Thema „Volkswirtschaftslehre“ (VWL) vertiefen. Nach einer Einführung in einige zentrale VWL-Konzepte geht es gezielt in die Themen „Außenhandel“ und „Außenwirtschaftspolitik“.

Das sind nicht nur die derzeit aktuellsten Themen in der politischen Diskussion, sondern auch die für unseren Wohlstand entscheidenden.

Während ich nun das Skript erstelle, bin ich noch gerne bereit, Ihre/Eure konkreten Fragen zur VWL im Allgemeinen bzw. Außenwirtschaft im Besonderen mit einzuflechten.

Das biete ich an; als Einreichung hier, bis zum Sonntagabend, 18. November.

Auf das Treffen mit der MSS 3 freue ich mich!

Beste Grüße

Ihr/Euer Ralf Kölbach

Liebe Lernerinnen und Lerner,

kaum hatte ich das Thema „Waschmaschinen“ hier gepostet, kamen weitere Maßnahmen der Trump-Administration hinzu.

Ganz aktuell sind wir bei Einfuhrzöllen auf Stahlimporte und Zölle auf deutsche Premium-PKWs könnten folgen.

Kurze Erläuterung: Ein Einfuhrzoll ist ein Preisaufschlag auf Ware, die importiert, also eingeführt wird. Das eingeführte Gut wird für die Käufer im Inland somit teurer.

Die US-Regierung begründet das wie folgt:

  • Ausländischer Stahl sei zu billig und drücke damit die Preise für Stahl im Inland. Das sei ein unfairer Wettbewerb zu Lasten der USA.
  • Das wiederum führe zum Zusammenbruch der heimischen Stahl-Industrie.
  • Und daraus folge eine hohe Arbeitslosigkeit der amerikanischen Stahlarbeiter.
  • Maßnahme: Deshalb werden Stahlimporte mit Einfuhrzöllen belegt.

Trump hat bei seinen Wahlkampfauftritten den amerikanischen Stahlarbeitern versprochen, Ihnen zu helfen.

Mit dem Einfuhrzoll will er Stahlimporte verteuern und damit selbsterzeugten Stahl wieder konkurrenzfähig machen, also den Marktanteil für den amerikanischen Stahl in den USA erhöhen.  Das soll die amerikanische Stahlindustrie und deren Arbeitsplätze retten.

Achtung:

Die USA verwenden ihren Stahl nicht nur im Inland, sondern exportieren auch; insbesondere würden sie gerne mehr exportieren als bisher. Derzeit importieren sie viel mehr Stahl, als sie exportieren, also an ihre Handelspartner verkaufen.

Der Einfachheit unterstellen wir, dass derzeit genau so viel importiert wie exportiert wird.

Wann funktioniert also dieser Plan der Einfuhrzölle und hilft der amerikanischen Stahlindustrie?

 

Nur zwei der folgenden vier Antworten sind richtig:

a) wenn die Handelspartner ihrerseits keine Zölle erheben auf amerikanischen Stahl?

b) wenn die Handelspartner ihrerseits geringere Zölle (als die USA auf Stahl der Handelspartner) auf amerikanischen Stahl erheben?

c) wenn die Handelspartner ihrerseits auf US-Stahl in gleicher Höhe Zölle erheben?

d) wenn die Handelspartner im Gegenzug ihre Zölle auf US-Stahl stärker anheben als die US es vorgemacht haben?

Wenn Sie diese Einstiegsfrage richtig beantwortet haben, gehen wir gemeinsam tiefer in das dahinter liegende Grundprinzip des Außenhandels hinein.

Viel Erfolg!

 

Ihr

Ralf Kölbach

 

 

Liebe Lernerinnen und Lerner,

herzlich willkommen beim Wirtschaftsblog Ihres RC!

Herr Meffert hat Ihnen alles Erforderliche bereits mitgeteilt und so können wir nun starten, worauf ich mich schon lange gefreut habe.

Unser erstes Thema: Sind Strafzölle auf importierte Güter gut oder schlecht für die eigene Wirtschaft? Und warum?

Beispiel aus der Praxis: die heute vom US-Präsident verkündeten Strafzölle auf billige Waschmaschinen aus anderen Ländern.

Was halten Sie davon?

Achtung: versuchen Sie, ökonomisch zu denken, nicht politisch!

Viel Erfolg (Auflösung folgt nach Eingang einiger Antworten)

Viele Grüße

Ihr
Ralf Kölbach

 

Bildquelle: Brandtmarke / Pixelio.de

Darf ich vorstellen? Wir freuen uns über einen gleichermaßen prominenten wie fachkundigen Gastautor und Gastdozenten: Dr. Ralf Kölbach. Er hat als ehrenamtlicher Gastdozent unsere LernerInnen erlebt und danach angeboten, zusätzlich zu seinen jährlichen Vorlesungen als regelmäßiger Blog-Autor zur ökonomischen Bildung beizutragen, die an unserer Schule einen hohen Stellenwert genießt.

Ralf Kölbach wurde 1968 geboren, studierte Volkswirtschaftslehre an der Uni-Siegen. Der Diplom-Volkswirt arbeitet im Anschluss in verschiedenen Bereichen der Westerwald Bank und promovierte 2006 zum Dr. rer. pol. an der HHU Düsseldorf. Im Anschluss wurde er Prokurist und übernahm die Leitung des neuen Bereichs Geschäftsprozessmanagement und Risikocontrolling, 2008 übernahm er den Bereich Produktionsbank und 2010 zusätzlich den Bereich Organisation/IT.  Seit 2013 ist er Mitglied des Vorstands mit den Ressorts Privatkundengeschäft, Vertriebssteuerung Privatkunden, Medialer Vertrieb, Marketing, Digitalisierung, Organisation/IT und Immobilienvermittlung. Neben seiner Vorstandstätigkeit in der Westerwald Bank ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft. Seine private Sicht der Dinge in Wirtschaft und Gesellschaft stellt er auf seiner eigenen Website unter http://ralfkoelbach.de dar.

Dr. Kölbach hat die Entwicklung unserer Schule seit 2011 intensiv begleitet und ist regelmäßiger und sehr gern gesehener Gast. Als ein Innovationsmotor seines genossenschaftlichen Unternehmens ist er, wie seine Vorstandskollegen Wilhelm Höser, Markus Kurtseifer und Andreas Tillmanns für uns begehrter Ideen- und Ratgeber. Dass er jetzt zusätzlich sein profundes ökonomisches Wissen auf diese zeitgemäße Weise mit den Lernerinnen und Lernern, aber auch mit Ihnen allen, teilen will, freut uns sehr.

Zum Prozedere: Unsere Lernerinnen und Lerner können über ihren ItsLearning-Zugang jederzeit Fragen an Dr. Kölbach richten, die hier samt seinen regelmäßigen Blogs zu aktuellen Themen aus der Wirtschaft erscheinen werden. Wir freuen uns aber auch auf das Feedback und Fragen aus der allgemeinen Leserschaft dieser Seite.

Senden Sie Ihre Fragen einfach an: wirtschaftsblog@raiffeisen-campus.de

Herrn Dr. Kölbach schon jetzt herzlichen Dank im Namen der gesamten Schulfamilie. Ich wünsche Dr. Kölbach viele interessierte junge und ältere Leser und Leserinnen.

Ihr

Bernhard Meffert, Schulleiter Raiffeisen-Campus