Als Schulleiter Meffert nach der Begrüßung durch Träger-Vorstand Dr. Feld zu Beginn des Elterninfoabends mit den Eltern der neuen SextanerInnen eine Folie mit einem "Lehr- und Lernplan" für den Abend zeigte, ging ein Schmunzeln durch die Gesichter und so wenig bierernst wie die Analogie von Elternabend und Unterrichtsstunde gemeint war, so war dieser Elternabend generell von einer heiteren Atmosphäre des Miteinanders von Schule und Elternhaus geprägt. Vorstand der Raiffeisen-Campus eG, LehrerInnen und sogar die für den Campus unverzichtbaren FSJler hatten sich gut auf den Abend vorbereitet und stellten sich und ihre Schule vor.

Der zweite Jahrgang am Raiffeisen-Campus war annähernd vollzählig vertreten und die Elternschaft des ersten Jahrgangs trug dazu bei, dass nicht nur die Sachinformation funktionierte, sondern die Veranstaltung nicht schon mit der "aktuellen Stunde" mit zahlreichen Fragen der Eltern zu Ende ging.

Es passt zum Selbstverständnis des Raiffeisen-Campus, dass man bei einem kleinen Imbiss und einem Getränk noch lange beisammen blieb. "Wir nennen solche Veranstaltungen wie z.B. unserer Vernissage oder eben das Zusammensein am heutigen Abend immer Elternsprechtag", erläuterte der Schulleiter, "weil wir glauben, dass diese scheinbar informellen Gespräche die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus sind". Statt eines lange vereinbarten Termins würden so auch scheinbar nebenbei Fragen geklärt, die  den Eltern wichtig sind. Die lockere Atmosphäre gefiel den Eltern ausnehmend gut. Warum man Sachinformationen zwar ernsthaft aber nicht bierernst vermitteln muss, erklärte Direktor Meffert mit Verweis auf den Unterricht. "Wer Freude hat, lernt besser…" verriet er und gestattete so auch einen Einblick in seine ganz persönliche Unterichtsphilosophie…

Die Zukunft des mit Recht als erfolgreichstes Ganztagsmodell für Gymnasien in Deutschland betrachtete G8/GTS in Rheinland-Pfalz war Gegenstand einer Klausurtagung in Wirges, zu der der Raiffeisen-Campus eingeladen hatte. Unter Leitung von Frau Ministerialdirigentin Barbara Mathea vom Bildungsministerium in Mainz tagten die 19 Schulleiter, ihre Stellvertreter und jeweilige Abteilungsleiter zu aktuellen Themen rund um die Entwicklung der Schulform.

Campus-Direktor Bernhard Meffert begrüßte die im Bürgerhaus mit Kaffee und Kuchen bereits gestärkten Kolleginnen und Kollegen mit einem Zitat von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: "Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele" und er übertrug das Zitat auf die Sitatuation der G8/GTS-Schulen in RLP. "Als jüngstes Mitglied dieser exklusiven Schulform sind wir sehr gut aufgenommen worden und freuen uns über die Dynamik und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums", so der Schulleiter. Und er gab seiner Zuversicht Ausdruck, dass das Tagungsmanagement dazu beitragen werde, den durch Aprilwetter mäßig freundlichen Tag dennoch zu einem sehr erfolgreichen Tag werden zu lassen. 

Die Leiterin der Abteilung 4C im Kultusministerium leitete die Tagung, die sich neben Fragen der Gestaltung der Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und vielen organisatorischen Fragen in einem wesentlichen Punkt mit der Ausgestaltung der Mainzer Studienstufe (Oberstufe) in der G8/GTS beschätigte.

Ein weiterer Schwerpunkt war das traditionelle Gastgeber-Referat. Markus Wagner und Bernhard Meffert stellten unter der Überschrift "Elektronik und Pädagogik: Synergieeffekte am Raiffeisen-Campus" das Anliegen der Schulleitung am RC dar, durch elektronische Hilfen die Kommunikation aller Gruppen am Raiffeisen-Campus zu verbessern, besonders aber natürlich die Kommunikation innerhalb eines in den nächsten Jahren stetig wachsenden Teams. Die Tagungsteilnehmer bewiesen mit ihren teils kritischen Fragen nach Datenschutz etc. ihr großes Interesse und zeigten sich angesichts der hohen Sensibilität der Campus-Schulleitung gegenüber genau diesen Fragen beeindruckt.

Referatsleiter Kaul referierte und diskutierte mit den Schulleitungen anschließend die besondere Form der Oberstufe in der Ganztagsform. Schulleiter Meffert erläuterte ggü. der Redaktion den Vorteil der Oberstufe in der Schulform, die auch der Raiffeisen-Campus für sich gewählt hat: Im Gegensatz zu klassischen Gymnasien hat das G8/GTS wieder drei volle Schuljahre für die Hinführung zum Abitur zur Verfügung, die sich in sechs volle Semester gliedern, darunter eine Einführungsphase (MSS1 E1+E2 und MSS 2 und 3 (Q1-Q4). Statt im Januar des dritten Oberstufenjahres (G9) finden die Prüfungen nun wieder im Frühsommer statt, die Weihnachtsferien erhalten so ihren Erholungswert für die jungen Erwachsenen zurück. Das immer wieder in der Presse zu Unrecht gescholtene G8 bietet in RLP die gleiche Zahl von Unterrichtsstunden wie das fälschlich G9 genannte konventionelle Gymnasium (faktisch ist dieses nämlich maximal ein G8,6) – am Raiffeisen-Campus sogar wegen des nicht-existenten Unterrichtsausfalls und der 100%-igen Abdeckung aller Stunden mit Lehrpersonal sogar mehr. 

Gastgeber Meffert dankte am Ende der Tagung den Kolleginnen und Kollegen für Ihr Kommen, vor allem aber den Damen aus der Elternschaft für eine perfekte Tagungsgastronomie unter Leitung von Frau Kharchi und Frau Herovic, die für durchgehenden Kaffee&Kuchen-Service, für die stetige Erneuerung der Getränkeinseln, aber auch für den Auf- und Abbau gesorgt hatten. Er dankte außerdem der Stadt Wirges für die freundliche Überlassung des Bürgerhauses, besonders auch Herrn Schneider, der vor Ort für die technische und organisatorische Abwicklung äußerst hilfreich war.

Ministerialdirigentin Mathea bedankte sich bei den Gastgebern am Raiffeisen-Campus sehr herzlich. Besonders im Hinblick auf die noch junge Schule und das übersichtliche Team sei das Engagement und die außerordentliche Tagungsqualität beispielhaft.

Am Ende eines langen Tagungstages blieben viele der Schulleitungskollegen freiwillig länger am Campus, um mit Herrn Wagner und Herrn Meffert einen Rundgang durch unsere Räume zu machen und mehr von unserer außergewöhnlichen Ausstattung zu erfahren.

Im Hambacher Schloss wurde im Rahmen eines Festaktes 40 begabten Lernerinnen und Lernern das in Deutschland einzigartige Roland-Berger-Stipendium übergeben. Dazu gehört auch Amira aus unserer fünften Klasse. Ministerpräsident Beck erläuterte in seinem Grußwort die Bedeutung der Förderung für Familien, die ihre begabten Kinder aus finanziellen Gründen nicht jeden bildungsrelevanten Wunsch erfüllen können. Prof. Roland Berger erläuterte in seiner Festansprache seine Motivation. Er habe in seinem Leben häufig Glück gehabt und sei, auch mit der Hilfe seiner zahlreichen Mitarbeiter, zu einem gewissen Wohlstand gekommen, den er nun als Verpflichtung verstehe, anderen zu helfen. Campus-Direktor Bernhard Meffert und Jahrgangsleiterin Andrea Hartung hatten es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls an der Feier teilzunehmen. Er sei sehr stolz, dass bereits im ersten Jahrgang eine Lernerin unter 112 Mitbewerbern den Sprung in dieses einzigartige Stipendium geschafft habe, das nicht einfach Gelder vergibt, sondern mit Hilfe qualifizierter Mitarbeiter und ehrenamtlicher Mentoren individuell jedes Kind fördert. Darüber hinaus kümmert sich die Roland-Berger-Stiftung um zahlreiche Seminare und Events, bei denen die 40 Stipendiaten regelmäßig zusammenkommen werden. Jahrgangsleiter Andrea Hartung freut sich auf die Begleitung Amiras in Zusammenarbeit mit Nina Hänle, die als Projektleiterin für RLP zuständig ist: „Uns ist es am Raiffeisen-Campus besonders wichtig, soziale Unterschiede nicht einfach zu ignorieren, sondern wie Raiffeisen selbst dafür zu sorgen, dass jeder die Chance auf eine gute Entfaltung hat.“ Amira selbst bedankte sich für das Stipendium auf ihre ganz eigene Art. Mit einer Mitstipendiatin stellte sie sich der illustren Gästeschar aus dem ganzen Land und spielte ein Querflötenduett. Ohne Worte aber umso herzlicher bewies Amira, dass sie bereits verstanden hat, was dieses Stipendium für ihr Leben bedeuten wird.

 

Endlich war es soweit. Herr Wagner nutzte die erste Mathematikstunde der Woche, um die Preisträger des Känguru-Wettbewerbs bekannt zu geben, die Gewinner zu beglückwünschen, einen Sonderpreis und ihnen wie auch allen anderen Teilnehmern eine Urkunde, eine kleine Würfelschlange und die Lösungshefte zu überreichen.

Raphael schaffte die beste Punktzahl des ganzen Raiffeisen-Campus und belegte einen von 3309 zweiten Plätzen aller teilnehmenden Fünftklässler. Bundesweit haben insgesamt 802.624 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Davon gehen 164.794 in die fünfte Klasse. Die Platzierung ist wirklich eine respektable Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

In der Hofpause sah man dann fast alle Lerner mit ihren Wüfelschlangen bunte Formen oder Figuren mit Hilfe des beiliegenden Ideenheftes bilden.

Bei soviel Spass und Begeisterung warten wir schon gespannt auf den nächsten Känguru-Wettbewerb.

Im Pfalzmuseum für Naturkunde Bad Dürkheim konnten unsere Lernerinnen und Lerner einigen Stationen des Audioguides von Schülerinnen und Schülern der Carl-Orff-Realschule plus Bad Dürkheim im Rahmen des Kooperationsprojektes "Polarforschung" lauschen und dazu an interaktiven Stationen noch mehr rund um die Polarstar-Expedition zur Neumayer-Station III in der Antarktis erfahren.

Neben dieser Erlebnisreise in die Polargebiete hoben die Lernerinnen und Lerner mit vereinten Kräften die Neumayer-Station III im Modell hydraulisch an, betrieben Klimaforschung im Glas und erfuhren, wie kompliziert eine Schneeflocke aufgebaut ist.

Außerdem hatten sie endlich Gelegenheit, all ihre Fragen an die heimgekehrte Frau Kallfelz zu entrichten. Diese antwortete eindrucksvoll und Bild reich auf Grundlage ihrer Erfahrungen bei der Polarstern-Expedition während des vergangenen Jahreswechsels, welche die Lernerinnen und Lerner durch die regelmäßigen Blog-Einträge von Frau Kallfelz live verfolgten. Eine spannende Reise, die uns selbst nun nach Bad Dürkheim führte.

Interessenten am Polarstern-Projekt sollten folgenden Terminen Beachtung schenken:

3.6.12 Tag der offenen Tür der Polarstern in Bremerhaven

4.11.12 Eröffnung der Sonderausstellung "Polarforschung zum Anfassen" im Pfalzmuseum Bad Dürkheim

Hohen und kunstvollen Besuch begrüßte der Raiffeisen-Campus am Abend des 26. April in den Räumen der Schulverwaltung: Katharina Otte-Varolgil hatte nicht nur ihre Kunst zum Thema „Enso“ mitgebracht und eine beeindruckende Ausstellung gehängt, sondern sowohl ihren Vater Prof. Otte als auch Schwester und Schwager Kagermann mitgebracht. Und alle waren gleichermaßen aktiv. Prof. Otte sprach einige eindrucksvolle Einführungsworte, in denen er die Thematik des Abends umriss, aber auch in eindrucksvoller Weise die Brücke zum Raiffeisen-Campus schlug, dem er viel Erfolg und Gottes Segen wünschte.

Unter den zahlreichen Gästen, die Schulleiter Meffert begrüßen durfte, war zum ersten Mal am Raiffeisen-Campus einer seiner wesentlichen Förderer der ersten Stunde, Vorstandsmitglied Hans-Theo Macke (DZ-Bank). Herr Meffert drückte in seiner kurzen Begrüßungsansprache Herrn Macke seine große Dankbarkeit für die Unterstützung in der Gründungsphase und darüber hinaus aus und dankte ihm sehr herzlich für sein Kommen, angesichts eines übervollen Terminkalenders eine besondere Ehre.

Zum wiederholten Male freute sich der Campus über einen weiteren wesentlichen Unterstützer und Förderer, den Unternehmer Klaus Koch mit seiner Gattin, die sich erneut Zeit nahmen, den Raiffeisen-Campus zu besuchen. Auch ihm dankte der Campus-Direktor sehr herzlich.

Danach ließ die Familie Otte die Kunst und die Musik und den Tanz über die Kunst sprechen. Eva und Thomas Kagermann erwiesen sich nach zahlreichen Verpflichtungen im In- und Ausland als überaus eindrucksvoll. Die im Körper der Tänzerin resonierenden japanischen Schriftzeichen wurden durch ein besonders Tanzkleid von Frau Kagermann noch deutlicher. Sicher ist ein solches künstlerisches Ereignis im Rahmen einer Schule überraschend – der Raiffeisen-Campus hat es sich aber zum Ziel gesetzt, auch im Kontakt mit Eltern, Kolleginnen und Kollegen, Schulleiterinnen und Schulleitern des Umfelds und den städtischen Gremien sowie dem Verbandsgemeinderat auch in einem gesellschaftlichen Ereignis bildend zu wirken. Und so war auch am nächsten Tag noch die Auseinandersetzung mit Bildwerken und Klang-/Tanzereignis in aller Munde und wurde vielfältig kommentiert.

Was nun hat Katharina Otte-Varolgil mit ihrer Bildserie, die noch bis Sommer in den Räumen des Raiffeisen-Campus hängen dürfen (und natürlich erworben werden können), im Sinn? Die Künstlerin schreibt selbst unter der Überschrift „Enso (jap.Kreis; mit dem Kosmos eins sein)“:

„Form ist nichts ale Leere, Leere ist nichts als Form (Haramita Shongyo).“

Ein charakteristischer Zug des Zen ist es, sich von innen heraus ergreifen zu lassen und nicht Dinge von außen begreifen zu wollen, auf das jenseits von Form und Farbe liegende absolute Nichts (Mu) hinweisend. Zum Thema Meer zeigt Katharina Otte-Varolgil kalligrafische Arbeiten in Mischtechnik. Sie verwendet Acryl, Aquarell, japanische Sumitusche und Graphit. „Meine Zeiten in Japan, besonders in Kyoto, haben mich zu kalligrafischer Malerei inspiriert. No- und Kabuki Theater, die Physiognomie der Großmasken lugen aus einigen Bildern hervor. Informeller Stil auf Leinwand stößt an klar abgegrenzte Flächen, Helles an Dunkles, zittrige an weiche Linien. In Blautönen brausen Wellengebilde. „Enso“ bedeutet im Japanischen ‚Kreis’ – mit dem Kosmos eins sein.“ Bei der Vernissage spielte der Virtuose Thomas Kagermann auf seiner Violine zu expressiven Körperskulpturen von Eva-Maria Kagermann, in denen sie zum Kanji, zum Zeichen wurde, in Anlehnung zum japanischen Butohtanz. „Erleuchtung ist überall, man bemerkt es nur nicht“ (Tetsuo Nagaya).“

Lesen Sie auch den hervorragenden Artikel der  WWZ-Redakteurin Stephanie Kühr in der Westerwälder Zeitung vom 5. Mai 2012 oder den unsrigen:

Was kommt heraus, wenn sich eine Autorin und ein Biologie-Professor zusammentun? Ein spannender Tiefseethriller, der Fiktion mit wissenschaftlichen Fakten verknüpft. Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek, Geschäftsführender Direktor am Institut für Biodidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, hat gemeinsam mit Katja Brandis den preisgekrönten Roman „Ruf der Tiefe“ geschrieben.

Dank des beeindruckenden Engagements des Literaturclubs "Die Freigeister" gelang es, den Biologen und Co-Autor Hans-Peter Ziemek zu einer Lesung an den Raiffeisen-Campus einzuladen und viele auch aus dem Umfeld der Schule nahmen die Einladung dankbar war. Schulleiter Meffert begrüßte die Gäste und den Autor, besonders aber die fünf jungen Damen und dankte für ihr Engagement.

Luise Löchner, Julia Hery, Nathalie Beiter, Johanna Klar und Maike Adler lesen seit November 2011 monatlich ein Buch und besuchen auch gemeinsam buchrelevante Veranstaltungen wie zum Beispiel Lesungen oder Literaturverfilmungen. Dazu treffen sie sich ca. alle vier Wochen.

Die fünf stellten sich im Anschluss kurz selbst vor und beschrieben eindrucksvoll, wie lang und steinig im Einzelfall der Weg zum Buch war und wie wenig sie sich jetzt, nach so kurzer Zeit, ein Leben ohne Bücher vorstellen können. Im Anschluss stellte Prof. Ziemek in einer geschickten Collage aus Ausschnitten des Romans und sachlichen Informationen sein Thema dar.

Wäre die Zeit nicht begrenzt gewesen, hätten Fragen an den Autor wohl kein Ende gefunden. Allgemeines Entsetzen löste die Beschreibung des Müllstrudels im Pazifik, dessen Fläche inzwischen der Mitteleuropas entspricht.

Doch worum geht es im Buch? In ihrem Roman entwerfen die Autoren eine beeindruckend reale Vision einer Zukunft, in der Taucher Flüssigkeit atmen, in die tiefsten Tiefen der Meere vordringen und die Energiereserven der Ozeane als Hoffnungsquelle gelten. Im Mittelpunkt steht Leon, der mit seinen 16 Jahren bereits ein Profi ist: Er gehört zur Elite der Flüssigkeitstaucher, die sich auch in 1000 Meter Tiefe frei bewegen können. Zusammen mit Lucy, einem intelligenten Krakenweibchen, sucht Leon nach Rohstoffen am Meeresgrund. Die Tiefsee ist sein Zuhause, viel vertrauter als das ‚oben‘. Doch dann scheint das Meer verrückt zu spielen: Am Grund breiten sich ‚Todeszonen‘ aus, massenhaft ergreifen die Wesen der Tiefe die Flucht nach oben, an Land bricht Panik aus.  

Das Buch erhalten Sie zum Beispiel bei der Buchhandlung Meurer in Wirges, die im Anschluss an den Vortrag eine Signierstunde mit dem Autor ermöglichte.

Nun war es soweit: Die Bücherkiste hat ihren Normalbetrieb aufgenommen. Immer montags und mittwochs öffnet sich die Kiste unter den engagierten Augen des Bibliotheksdiensts, der die Aufsicht über einen reibungslosen Ablauf hat und die Ausleihwünsche notiert sowie die Rückgabefristen im Blick behält.

Und damit hatten die übrigen Lernenden die Qual der Wahl. War die Entscheidung endlich getroffen, fiel es so manchen schwer, das Buch im Klassenzimmer zurückzulassen – zumal die Mittagspause noch andauerte und man diese Zeit schließlich zum Schmökern nutzen konnte. Kurzer Hand wanderten einige Bücher mit auf dem Pausenhof, wo die Lernenden sich bei zaghaftem Sonnenschein sofort in ihre Romane vertieften.

Damit steht einer erfolgreichen Stempelsammlung für jedes gelesene Buch bis zum Ende des Schuljahres nichts im Wege und eine Belohnung für die Leseratten und Bücherwürmer rückt in greifbare Nähe. Weiter so!

so lautete das Motto des Workshops der Ernährungsberatung am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald – Osteifel und des Raiffeisen – Campus in Wirges. Kinder und Jugendliche verbringen landesweit immer mehr Zeit in Schulen, auch von daher ist es wichtig sich Fragen nach der richtigen Verpflegung zu stellen.  Frau Wolf von unserem Caterer  L&D  stellte ihr Konzept und ihre Erfahrungen vor. 

Die TeilnehmerInnen des Workshops gingen auch der Frage nach, ob man es beim Essen allen recht machen kann. Die Geschmäcker sind eben alle unterschiedlich, wichtig ist, dass das Essen gesund ist, das man den Kindern und Jugendlichen anbietet und ihre Rückmeldungen Ernst nimmt.

Die Kinder müssen wiederum lernen, dass Kommentare wie "das ist eklig" nicht angemessen sind, da sie mit einer solchen Herabqualifizierung auch über das Essen Dritter entscheiden. Die richtige Bemerkung ist: "Mir schmeckt es nicht."

Wichtig ist für Kinder (noch nicht in Kindergärten und Grundschulen) die Wahlmöglichkeit für ihr Essen ohne es auf Döner, Pizza und Pommes zu beschränken.

Eine weitere Herausforderung ist der Geräuschpegel in allen Mensen. Gestern haben wir 105 Dezibel gemessen, das entspricht der Geräuschkulisse einer  Discothek. Hier arbeiten wir daran, diese Situation zu verbessern. Darüber hinaus ist es auch angebracht die Tischmanieren an zu erziehen. Ellenbogen auf dem Tisch oder Kartenspiele beim Essen gehören sich nicht.

Im Nachgang kam mir der Gedanke, dass diese Probleme eigentlich wunderschön sind, denn nur wer nicht hungert hat diese Probleme.

Diese Woche bekamen die Lernerinnen und Lerner des Raiffeisen-Campus Besuch. Das „Mobile Musiktheater für das Klassenzimmer“ des Theaters Koblenz hatte den Weg nach Wirges gefunden um mit seinem Programm „Achtung: Stimmengewitter“, gemeinsam mit unserem ersten Jahrgang, der Frage nachzugehen „Warum singt der Mensch?“.

Aus dem Programmheft: "Singen ist akustischer Käsekuchen, lecker, aber es geht auch ohne – behauptet Allbass. Er ist Schauspieler von Beruf und möchte Texte sprechen und zwar so, dass man sie auf Anhieb und ohne Untertitel versteht. Da kann Callass nur laut lachen: Für sie wäre das Leben ohne Gesang ein Irrtum.“

Die beiden Zitate stammen von Steven Pinker, US-amerikanischer Professor für Psychologie („Ich vermute, dass Musik akustischer Käsekuchen ist, ein exquisites Konfekt.“) und Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph und Dichter („Das Leben ohne Musik ist einfach ein Irrtum.“).

Die Mezzosopranistin Sandra Janke und ihr Schauspielerkollege Sami El Gharbi haben, tatkräftig unterstützt von Christopher Bruckman (Solorepetitior des Theater Koblenz) am Stage Piano und Martin Khorassani (Tontechnik), einen wahren Theaterhurricane in den Campus gebracht.

Da wurde gesungen, rezitiert und diskutiert was das Zeug hielt. Warum singt der Mensch Schlaflieder? Weshalb wird im Fußballstadion gegrölt? Warum singen wir beim Wandern, in der Badewanne zum Geburtstag…? Sollte man, gerade Schulkinder, zum Singen zwingen? Die beiden Hauptdarsteller brachten ihre Argumente mit Hilfe von eindrucksvoller Mimik und zahlreichen Kostümen auf die Bühne – in diesem Fall also mitten unter unsere Lernerinnen und Lerner, denn das „Moblie Klassenzimer“ ist Theater zum Anfassen. Da wurde einem schneller als man ahnte eine Umarmung des Schauspielers zugedacht oder auch einmal kurz die Brille entführt.

Diesen direkten Kontakt kennt man ja vom Theater, bei einer „normalen“ Vorstellung im großen Haus, nicht und allein deshalb war dieser Besuch sicher etwas ganz besonderes.

Die anwesenden Dramaturgin Rebecca Graitl wird uns für eine gemeinsame Nachbesprechung noch einmal besuchen – wir freuen uns bereits sehr darauf.

Bleibt zum Abschluss nur noch eine Anmerkung: Für den Raiffeisen-Campus gehört Musik, und damit auch das Singen, so oder so zum festen Bestandteil des Schulalltages. Jeden Morgen beginnen wir mit einem gemeinsamen Lied und wie die ein oder andere sehr sangesbegeisterte Einlage unserer Lernerinnen und Lerner während der Vorstellung gezeigt hat, ist das wohl auch gut so.