Winterliche Recherchen

Microgreens säen (Im Hintergrund wird anderweitig gewerkelt – Näheres hierzu im Sommer)

Als die Sonne schon immer häufiger in der Nase kitzelte, es aber noch eisig kalt draußen war, juckte es uns CampusGarten Freunde natürlich in den Fingern. Wir wollten endlich loslegen. Zum Vorziehen von Pflanzen war es noch zu früh, Umgraben war aufgrund des noch gefrorenen Bodens nicht möglich, was also tun? Über den Winter hinweg hatten wir uns schon gut theoretisch auf die Pflanzen vorbereitet, die wir säen wollen – jetzt musste es praktisch werden.
Ein Trend aus den USA wurde entdeckt und ausprobiert. Microgreens. Noch nie davon gehört? Gemüsepflanzen werden ganz dicht ausgesät und zunächst im Dunkeln angezogen. Nach einigen Tagen im Anzucht-Gewächshaus sehen die Pflänzchen aus wie gelbe Kressestängel (auch so dicht beieinander) und dürfen ans Tageslicht um etwas grüne Farbe produzieren zu können. Nach etwa zwei Wochen wird mit der Schere geerntet und direkt verspeist. Berichten zufolge beinhalten diese Jungpflanzen ein Vielfaches der gesunden Inhaltsstoffe ihrer späteren Erwachsenengestalt.
So weit die Theorie. Wir probierten verschiedene Sorten aus: Broccoli, Zuckererbsen, Rucula und Senfsamen. Über die Woche durften die Gewächshäuschen in den Klassenräumen stehen und wurden von den Lernerinnen und Lernern fürsorglich gehegt und gepflegt. Am Wochenende durften sich einige Elternhäuser am Wachstum erfreuen. Nach zwei Wochen Wasser, Licht, Luft und Liebe waren die Sprösslinge soweit – Auf einem Butterbrot machten sie sich ganz hervorragend!

 

 

Floorball auf dem Pausenhof am RC

Die AG „angewandte Trainingswissenschaft“ ist immer daran interessiert, die Lernerinnen und Lerner vielfältige Erfahrungen in einer großen Bandbreite des Sports zu ermöglichen. Über die letzten Wochen vertieften die LernerInnen ihre Fertigkeiten in der Sportart Floorball und organisierten ihre Spiele weitestgehend selbständig.

Auch die kühlen Temperaturen hielten unsere hartgesotteten Westerwälder nicht davon ab, ihr Spiel an der frischen Luft durchzuführen. Mit jeder Minute Spielpraxis und Reflexion des Tuns wurden Technik und Taktik ausgefeilter, denn der Sport erfordert eine sehr gute Koordination von Körper und Spielgerät.

Der Kofferraum ist voll

Was habe ich (Frau Knopp) mich gefreut, als ich in Koblenz am LIDL-Lager mit vollgepacktem Kofferraum mit Geschenken für die Garten AG los fuhr. Gartenclogs für alle Lerner und Lernerinnen (mit üblichen Schuhgrößen) der CampusGarten AG, kleine Anzucht-Gewächshäuser (von denen werden Sie unter dem Stichwort „Microgreens“ noch lesen), Straßenbesen, Wegplatten für Beete, Vlies und Frühbeet-Tunnel. Obwohl draußen noch Schnee lag, begann der grüne Daumen zu kribbeln.

Beetarbeiten im November (noch ohne geeignetes Schuhwerk)

Ganz besonders die Schuhe sind uns eine wirkliche Hilfe – hatten wir im Spätherbst doch das ein oder andere mal den Gartenschlauch bemühen müssen unsere Schuhe wieder „Salonfähig“ zu bekommen. Die Lust aufs Gärtnern hatte uns übermütig im Beet wüten lassen – ohne Rücksicht auf Lehm und Erde an den Füßen. Jetzt können wir bequem mit den Gartenclogs arbeiten und Schuhe und Gebäude bleiben sauber.

Vielen Dank aus dem Westerwald an Herrn Moeller und das hilfsbereite LIDL-Team.

Sozialkompetenz. Klingt so abstrakt. Und konkret? Ich stehe im zweiten Stock unseres Gebäudes und schaue auf den Schulhof als beim Fußballspiel ein Lerner unabsichtlich mit einem anderen zusammenstößt und diesem ganz offensichtlich weh tut. Und der natürlich dann sauer auf ihn ist und wütend weggeht. Der Verursacher aber geht ihm hinterher, um das wieder gerade zu biegen. Und nach kurzem Zögern schlägt der in die ausgestreckte Hand ein. So geht Sozialkompetenz. Gut gemacht, Elias!

Kerstin Goldstein überreichte den Entwurf des Türschilds, das demnächst den Raiffeisen-Campus schmücken wird.

Erst einmal ohne großen Rahmen aber umso herzlicher nahm die Leiterin des Projekts „Hospitationsschulen in RLP“ Kerstin Goldstein den Raiffeisen-Campus in das kleine Netzwerk innovativer Schulen auf, die ihre Pforten für interessierte KollegInnen aus dem ganzen Land öffnen. Der Raiffeisen-Campus hatte sich nicht etwa darum beworben, sondern ein Besuch der Leiterin am RC hatte sie so begeistert, dass Schulleiter Meffert zusagen musste, die notwendigen Unterlagen einzureichen. Natürlich wird es in Kürze auch eine öffentlichkeitswirksame Einweihung geben, aber Ihnen als treue Leser dieser Homepage wollten wir die gute Nachricht nicht länger vorenthalten. Es sind übrigens nur 33 von ca. 1600 Schulen, die in diesem Netzwerk nicht nur geben, sondern durch besondere Tagungen und auch Unterstützung der Zusammenarbeit auf der Kostenseite sich auch innerhalb des Netzwerks gegenseitig bereichern. Näheres zum Projekt unter: https://hospitation.bildung-rp.de