PISA steht nicht nur für einen schiefen Turm, sondern auch für Probleme in der deutschen Bildungslandschaft, die nicht nur bildungspolitischer, sondern unseres Erachtens auch und vor allem finanzpolitischer Natur sind. Dass viele Experten inzwischen auf die Probleme hinweisen, die entstehen würden, wenn wir PISA als einziges Maß für die Schulentwicklung nehmen würden, ist bekannt. Wir am Raiffeisen-Campus zumindest streben eine gute Studierfähigkeit an und wollen unsere so definierte Qualität von externen Experten testen lassen und mit den Erkenntnissen ehrlich und offen umgehen. „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ sagt der Unternehmer Phillip Rosenthal 1916 und er hat nach wie vor recht. Es kommt uns aber zugute, dass der Westerwaldkreis innerhalb von RLP und von Deutschland bereits einen guten Platz einnimmt, wie der Deutsche Lernatlas belegt. Der Dank für dieses gute Ranking gebührt allen Kolleginnen und Kollegen an den Schulen des Westerwaldes und der Weitsicht der Politiker aller Fraktionen im Kreis. Wir versprechen, nun auch unseren Teil zu tun und zu diesem guten Ergebnis auch selbst beizutragen.

Vor ihrem Aufbruch ins ewige Eis an Bord der Polarstern besuchte Monika Kallfelz den Raiffeisen-Campus. Die POLARSTERN wird vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven betrieben, das zu den 17 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft gehört. Im Rahmen des internationalen Polarjahres 2007/08 waren das Projekt „Coole Klassen“ und der Arbeitskreis Polarlehrer in der deutschen Gesellschaft für Polarforschung entstanden. Die Diplombiologin und Gymnasiallehrerin Monika Kallfelz ist mit einem Teil ihrer Stelle für das Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA- Museum in Bad Dürkheim tätig.

Sie besuchte die Lerner und Lernerinnen vom Raiffeisen Campus an diesem Montag, um vor Ort die Fragen der Lernenden auf ihre Expedition mit der Polarstern mitzunehmen. Am 3. Dezember geht sie nämlich an Bord der Polarstern, die dann in Kapstadt ankert. Von dort geht es mit einem der leistungsfähigsten Forschungseisbrecher der Welt (gleichzeitig Versorgungsschiff) auf die insgesamt fünf-wöchige Reise zur Georg-von-Neumayer-Station in die Antarktis. Unsere Lerner und Lernerinnen sind neben den Schülerinnen und Schülern von etwa 20 weiteren Schulen aus Rheinland-Pfalz mit täglichen Nachrichten von Frau Kallfelz und entsprechendem Bildmaterial live dabei.

Der Raiffeisen-Campus ist eine Schule, die in besonderer Weise die Möglichkeiten moderner Medien nutzt, so zum Beispiel die ans Internet angeschlossenen Smartboards und der Ersatz des Klassenbuchs in Papierform durch die elektronische Plattform WebUntis. Deshalb sind wir aber weder technikgläubig noch unvorsichtig – im Gegenteil. Es ist allen am Campus bewusst, wie wichtig die Förderung von Medienkompetenz ist, gerade weil wir so intensiv mit neuen Technologien arbeiten. Herr Wagner empfiehlt in diesem Zusammenhang zwei Artikel, die die Probleme auf den Punkt bringen und Eltern Hilfestellung geben möchten in der häuslichen Erziehung zu kompetentem Umgang mit elektronischen Medien. Der wichtigste Satz vorab: „Der Schlüssel zur Lösung liegt in der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern.“ Hier der Link zu Artikel 1 mit dem Titel „Gefahrenzone – Risiken im Internet für Kinder und Jugendliche“ und Artikel 2 mit dem Titel „Kinder, Internet & Pannen – Medienerziehung mit Verständnis und Augenmaß“. Beide Artikel erschienen in der renommierten Fachzeitschrift c’t.

Am nationalen Vorlesetag der Stiftung Lesen wurde es auch in den Räumen des Raiffeisen-Campus ungewöhnlich still. Herr Meffert hatte zu Beginn der Stunde die Englischmaterialien von den Tischen verbannen lassen, um Platz zu schaffen für einen entspannten, aber durchaus aufmerksamen Oberkörper. Und dann las er aus Jostein Gaarders Buch „Hallo, ist da jemand?“, das von Joakim handelt, der auf die Geburt seines Brüderchens wartend auf Mika trifft, der von einem fernen Planeten kommend im Apfelbaum des Gartens der Familie landet. Und damit beginnen die Fragen, die die beiden zu den Geheimnissen des Lebens führen. Fragen übrigens, auf die jemand vom Volk Mikas immer mit einer Verbeugung reagiert, niemals jedoch verbeugt man sich vor Antworten. „Eine Antwort ist immer ein Stück des Weges, der hinter dir liegt. Nur eine Frage kann uns weiterführen.“, ist Mikas Begründung. Das Buch von Jostein Gaarder erhalten Sie zum Beispiel bei der Buchhandlung Meurer in Wirges und es ist für Erwachsene genauso geeignet wie für Kinder…

Am Raiffeisen-Campus gibt es keinen Unterrichtsausfall. Und das ist der Verdienst der Trägergenossenschaft, die nicht akzeptiert, dass Unterricht ausfällt. Dennoch sollten Sie in der aktuellen Debatte mitreden können.

Wir erklären Ihnen deshalb, was man unter temporärem und strukturellem Unterrichtsausfall versteht und was wir dagegen haben:

  • temporärer Unterrichtsausfall: zeitweiser Unterrichtsausfall durch Krankheit eines Kollegen. Auch am Raiffeisen-Campus gibt es Erkrankungen. Wir schauen dann keinen Film oder spielen lustige Spiele, sondern ein anderer Lehrer führt seinen Fachunterricht in dieser Klasse fort. So gibt es nicht nur keinen Unterrichtsausfall, sondern echten Ausgleich. Jeden Tag von 8 bis 16 Uhr.
  • struktureller Unterrichtsausfall: Unterrichtsausfall, der bereits zu Beginn des Schuljahres bekannt ist und akzeptiert wird. Beispiel: Schule A hat nicht genügend Englischlehrer, deshalb wird in Klasse 5 eine Stunde weniger Englisch erteilt. Am Raiffeisen-Campus gibt es auch keinen solchen Unterrichtsausfall, weil der Träger ausreichend Personal bereitstellt.

Gibt es also unter gar keinen Umständen Unterrichtsausfall am Raiffeisen-Campus: Es sind durchaus Situationen denkbar, in denen temporär Klassen zusammen betreut werden müssten oder statt Unterricht eine Aufsicht gewährleistet wird, so zum Beispiel, wenn an einem Tag drei von acht Lehrerinnen und Lehrern krank würden. Denkbar? Ja. Wahrscheinlich? Nein. Und, dass alle Lernerinnen und Lerner von 8-16Uhr im Raiffeisen-Campus gut betreut werden, ist garantiert.

… lautete die Überschrift des Kunstprojekts am Tag der offenen Tür. Dabei ist das „Greifbar“ durchaus wörtlich gemeint. Die LernerInnen hatten sichtlich viel Spaß – einfach mal anders schreiben, ohne Stift. Auf Grundlage des Fingeralphabets wurden die Hände der LernerInnen abgeformt.

Ziel dieses Projekts war es, dem Raiffeisen-Campus nicht nur ein Gesicht zu geben, sondern die Hände gleich mit dazu. So konnten sich die ersten LernerInnen des Raifeisen-Campus in einer Gipsplastik buchstäblich verewigen.

Es ging handwerklich ordentlich zur Sache: Materialien abwiegen, abformen, Gips anrühren, ausgießen, ausformen etc. Besonders hier waren alle sehr engagiert bei der Sache.

Die Ergebnisse überzeugten nicht nur unsere Teilnehmer sondern auch viele Besucher, die sich gerne ebenfalls abformen ließen. Die detailgetreue Wiedergabe in den Gipsplastiken überraschte dabei alle.

Nun geht es es an die Nachbearbeitung/Säuberung der einzelnen Plastiken und die Vorbereitung für die Ausstellung damit die Kunstwerke unserer LernerInnen, auf die alle sehr stolz sind, bald bewundert werden können.

gingen in der NaWi-Stunde von Dr. Feld eine gute Verbindung ein. Die Kornnatter, die Pascal in die Stunde mitgebracht hatte, hätte nur von den wenigen, die sich um das kleine Transportterrarium drängelten, wahrgenommen werden können. Dank der Dokumentenkamera, die gestochen scharfe Bilder auf das Smartboard übertrug, hatten alle einen guten Blick und konnte Details erkennen, für die sie sonst sehr nahe an die Schlange heran gemusst hätten. Was nicht jeder und jede wirklich wollte… Sie möchten mehr über die Kornnatter wissen? Fragen Sie unsere Lernerinnen und Lerner oder lesen Sie nach bei wikipedia.

Vieles an hervorragender Ausstattung ist uns am Raiffeisen-Campus mit auf den Weg gegeben worden – manches jedoch wollen und können wir selbst noch ergänzen. So fehlten in den Klassenräumen bislang die Kreuze als Symbol unserer christlichen Orientierung. Dr. Feld und Herr Meffert stießen in einer erste Phase innerhalb der Lernerschaft eine Diskussion an, wie ein Kreuz beschaffen sein müsste, das den Lernerinnen und Lernern etwas sagt. Man einigte sich zunächst in Tischgruppen, dann auf Ebene der Religionsgruppe. Heute besprachen die Lernerinnen und Lerner die Gründe für ihre Wahl und skizzierten auf der Grundlage ihrer Ergebnisse nun eigene, kreative Ansätze für ein gutes Klassenraumkreuz. Das Ergebnis ist noch offen. Sicher ist jedoch bereits, dass die Schreinerei Schmidt in Wirges uns die Kreuze auf der Grundlage der Skizze, die gewählt wird, aus Holz herstellen wird und die Lernerinnen und Lerner diese Herstellung in der Schreinerei beobachten dürfen. Wir berichten später an dieser Stelle darüber. Vorab hier die Links zu den beiden in den Großgruppen gewählten Favoriten Eins und Zwei.

Nachricht, die da erstellt wird.

Unser „tierisches Bibelquiz“ hat erfreulicherweise einige richtige Einsendungen produziert. Wir prämieren hier die Familien von Nicla und Maximilian K., die wir aus den richtigen Einsendungen ausgelost haben. Die Antwort war natürlich die Schlange in der Paradiesesgeschichte (das war machbar). Man findet sie in Gen 3,14 und das zweite Bild, durchaus schwerer, bezog sich auf Ijob 8,13ff. Dort wird die Spinne und ihr Netz als Sinnbild der Vergänglichkeit gesehen. Allen Einsendern unseren herzlichen Glückwunsch und allen Zeichnerinnen und Zeichnern nochmals herzlichen Dank für ihre Mithilfe.