Die Lernerinnen und Lerner der Klassen 8a und 6b hatten in ihrer vergangenen Klassenleiterstunde eine Fortbildung auf ihrem Stundenplan – alles rund um die Krankheit Diabetes. Ein Thema, das am Raiffeisen-Campus kein neues ist, denn das gesamte Lehrerteam hat bereits an entsprechenden Schulungen teilgenommen und Kinder mit Diabetes sind hier besonders gut aufgehoben.

So war es das erklärte Ziel der Fortbildung, die Jenny Groß (Klassenleitung 8a) zusammen mit Marion Girmann, Sprecherin des Vereins der Zuckerkids Koblenz-Westerwald organisierte, auch den beiden Klassen einmal das Thema Diabetes näher zu bringen und den Alltag eines zuckerkranken Kindes darzustellen. „Es gibt in allen Schulen Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden und oftmals wissen weder das Lehrpersonal noch die Mitschüler damit umzugehen, und so kommt es leider häufig zu Missverständnissen und unnötigem Stress, da das Verständnis für diese Krankheit und ihre Symptome fehlt,“ erläuterte Marion Girmann zur Einführung. Umso größer war ihre Freude, gleich vor zwei Klassen zu diesem Thema zu sprechen und ihnen zu zeigen, wie man seinen Blutzucker misst, für was der Katheter an der Insulinpumpe gut ist und wie man mit seinen Mitschülern umgeht, die Typ 1 haben.

Sehr schnell wurde klar, dass jeder Mensch Typ 1, auch im Alter, bekommen kann und dies eine unheilbare Autoimunkrankheit ist. Es gibt also nichts, womit man sich schützen kann. Diese Menschen sind auf eine lebenslange Insulintherapie angewiesen und werden entsprechend ihrer Krankheit geschult, sodass sie motiviert werden, ein genauso fröhliches Leben zu führen wie diejenigen, die diese Krankheit nicht haben.

Am Ende hielten beide Klassen fest: Wenn man Diabetes hat, ist das Leben genauso lebens- und liebenswert und die Herausforderungen können dann gut gemeistert werden, wenn das Umfeld möglichst weiß, was in einem Fall von Über- oder Unterzuckerung für die jeweilige Person zu tun ist. Auf jeden Fall eine lohnende Fortbildung für beide Klassen, die fortan ihr Wissen im Umgang mit Diabetes zeigen werden. Frau Groß dankte Marion Girmann für ihren Besuch und hofft, dass auch weitere Schulen solche Fortbildungen für ihre Klassen mit Diabteskindern anbieten.

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