„Was bedeutet dieses Verkehrsschild?“, fragte Herr Deinert die Lernerinnen und Lerner im Mathematikunterricht der Klasse 7b in der letzten Woche vor den Osterferien. Klar, solch ein Schild gibt an, wie steil eine Straße ist. Doch was genau eine in Prozentzahlen ausgedrückte Steigung bedeutet, war den Lernerinnen und Lernern zunächst unklar.

So waren die Schätzungen, wie steil denn die Schultreppe  sei, sehr unterschiedlich: Von 35% über 70% bis hin zu 100% wurden verschiedene Vermutungen geäußert. Zur Kontrolle musste natürlich gemessen werden. Ausgestattet mit Geodreieck, Papier, Stiften und den Erkenntnissen aus der Unterrichtseinheit „Aufwärts-Abwärts“ zogen die Lernerinnen und Lerner ins Treppenhaus, um in Kleingruppen die Steigung der Schultreppe zu bestimmen und ein entsprechendes Verkehrsschild zu gestalten.

Unterschiedliche Vorgehensweisen waren zu beobachten: Während manche Gruppen unterhalb der Treppe Winkelmessungen vornahmen und anschließend eine Skizze anfertigten, maßen andere nur Höhe und Breite einer Treppenstufe aus. So kamen die Gruppen auch zu unterschiedlichen Ergebnissen, die Anlass boten, die verschiedenen Vorgehensweisen auf ihre Fehleranfälligkeit zu überprüfen. Schließlich einigten sich die Lernerinnen und Lerner mit Herrn Deinert auf ein Ergebnis, um den besten Schätzer zu küren: Philip lag mit 45% am nächsten an der am exaktesten gemessenen Treppensteigung von 46%. Damit waren ihm die Anerkennung seiner Mitlerner und ein Überraschungsei von Herrn Deinert sicher.

Doch nicht nur er hat in dieser Unterrichtseinheit gewonnen, sondern auch alle anderen Lernerinnen und Lerner. Denn eine angemessene Vorstellung von und ein Gefühl für Steigungen wird ihnen nicht nur im Mathematikunterricht enorm hilfreich sein.

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