In der ersten Schulwoche im Januar war unser FSJ-Team Madeleine Müller und Johannes Meurer in Sachen Sinneserfahrung und Dramaturgie unterwegs. Während ihres Januarseminars, das sie im Rahmen des „FSJ Ganztagsschule“ absolvieren durften, bekamen sie Einblicke in ganz besondere Bereiche der Pädagogik:

Madeleine Müller bewies Gefühl im Workshop Sinnespädagogik. Hier galt es vor allem, jeden einzelnen Sinn, wie das Hören oder Fühlen, separat voneinander zu erfahren und auf eine ganz neue Art und Weise kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stand aber genauso das Zusammenspiel aller wichtigen Sinne. Werden einem zum Beispiel beim Vorlesen eines Textes die Augen verbunden, so verschärft sich der Hörsinn um ein Vielfaches.
In einem Geschmackslabyrinth mussten sich die Teilnehmer des Workshops alleine auf das Können ihrer Nase und Zunge verlassen. Nur so fand man auch den richtigen Weg zum Ausgang.
Die beiden Erlebnispädagogen, die für diesen Kurs die Leitung übernahmen, machten aus den FSJlern richtige Experten auf ihrem Gebiet. So gut, dass sie ihr Gelerntes eigenständig an die neugierigen Besucher aus den anderen Kursen weitergeben konnten.

Zur gleichen Zeit beschäftigte sich Johannes Meurer mit Theaterpädagogik. Gecoacht von einem professionellen Schauspieler und Theaterregisseur wurden den Teilnehmern dieses Workshops die hohe Kunst der Dramaturgie näher gebracht – ob bei einem kreativen Auftritt, wie beispielsweise den sogenannten „Abklatschimpros“ oder durch eine selbstbewusste kräftige Stimme beim Schmettern einer Opernarie. In selbst inszenierten Szenen konnte jeder seine eigenen Ideen einbringen und seine künstlerische Ader unter Beweis stellen. Nach drei Tagen harten Schauspieltrainings wurde der Workshop donnerstags mit der Inszenierung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ gekrönt. An nur einem Tag brachten die Nachwuchsschauspieler das über 400 Jahre alte Stück auf die kleine Bühne. Zwar wurde sich „nur“ an der Handlung orientiert und die Texte selbst erdacht, dennoch ist dies mit 28 Leuten eine beachtliche Leistung.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz, das diese Erfahrungen für junge Menschen in den vielen abwechslungsreichen Seminaren immer wieder möglich macht.

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