… und so fühlten sich die Lerner der Klassen 7a und 7b dann auch herzlich aufgenommen bei Ihrem Besuch im Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg, das sie ausgehend vom Fach Geschichte besuchten.

Der Geschichtsunterricht steht ganz oft vor dem Problem, dass der Unterrichtsgegenstand, sei es nun eine Schlacht oder eine historische Entwicklung  nicht einfach so ins Klassenzimmer mitgebracht werden kann. Den Lernern ist somit einiges an Vorstellungskraft abverlangt, um sich in die Situation und in die Ereignisse hineinzudenken – Voraussetzung um Zusammenhänge und Entwicklungen zu erkennen.

Wenn nun schon die Römer nicht ins Klassenzimmer kommen, kommen die Klassen eben zu den Römern und so wurde kurzerhand der Lernort gewechselt. Es gab interessante Einblicke in den Alltag der römischen Soldaten und in das Kasernenleben, daneben gab es aber auch Schminktipps aus dem alten Rom und ein Eintauchen in die religiösen Vorstellungen der Römer.

Ein Highlight war aber mit Sicherheit der kurzzeitige Eintritt in die römische Armee: Die Lerner erfuhren am eigenen Leibe, was es hieß, ein römischer Soldat zu sein und lernten die drei „Ds“ (Disziplin, Disziplin, und Sie ahnen es, Disziplin) der Armee beim Speer- und Bogentraining nachdrücklich kennen. An dieser Stelle sei jedoch verraten, dass die simulierte Wildschweinjagd eher mit hungrigen Bäuchen geendet hat und die gegnerischen Germanen weiter ein beschauliches Leben führen konnten.

Mit diesen vielen Eindrücken und auch dem Begreifen der Dimensionen eines römischen Kastells kehrten die Lerner wieder in ihre Klassenzimmer zurück, in denen dieses Wissen aufgegriffen und eingebettet wird – manchmal ist eben das Klassenzimmer nicht der optimale Lernort. Und da es die Philosophie am Raiffeisen-Campus ist, eine optimale Lernumgebung für die Lerner zu schaffen, gehören solche Exkursionen zum festen Bestandteil der Unterrichtskultur.

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