Am Mittwoch, dem 24. 5. 2017 besuchten die Lernerinnen und Lerner der beiden neunten Klassen im Rahmen des Raiffeisen-Tages das Landesmuseum in Hachenburg. Im Mittelpunkt der ganztägigen Exkursion stand das Alltagsleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In verschiedenen Führungen im und um das Museum wurde uns klar, dass die Menschen damals in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche lebten. Eine der herausragenden Innovationen war, dass alle Häuser versichert sein mussten. Zudem verpflichtete sich die Feuerwehr dazu, bei einem Brand alle Häuser unabhängig vom Versicherungsträger zu schützen.

Durch ein neu entwickeltes Finanzwesen, bei dem die wohlhabenden Bauern die armen Bauern und Arbeiter mit Geld und durch Brotbacken unterstützten, versuchte man die Armut zu verringern. Hier lässt sich ein zentraler Aspekt im Denken Raiffeisens erkennen: Die Reichen unterstützen die Armen und sorgen dafür, dass Keiner zurückbleibt. Allerdings verließen auch in dieser Zeit viele Menschen den Westerwald und wanderten in industrialisierte Länder, vorzugsweise nach Amerika, aus.

Um uns in diese "fremde" Welt hineinversetzen zu können, versuchten wir den Arbeitstag eines 14-Jährigen Ende des 19. Jahrhunderts zu rekonstruieren, und zwar durch zahlreiche praktische Tätigkeiten, die auch damals üblich waren.  Am Ende eines "harten" Arbeitstages hat jeder von uns ein frischgebackenes Brot aus der dortigen Backstube erwerben können – wie damals!  

Für uns war diese Exkursion eine bereichernde Erfahrung. Wir haben sehr viel durch praktische Übungen gelernt und unser Wissen über die Zeit des Namengebers unserer Schule erweitert. Daher bedanken wir uns bei Herrn Dr. Jungblut und seinem Team für die  professionelle Betreuung sowie bei unseren Geschichtslehrern Frau Sieren und Herrn Dr. May für die Aufsicht.

Laura & Romy

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