Die Antwort der Firma Dvision auf unsere Anfrage ist eingetroffen! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die rasche Bearbeitung und die ausführliche Antwort. Wir dokumentieren hier die Antwort unserer Schulkleidungspartnerin, die zeigt, wie wichtig ihr die Thematik ist! Und die erwähnte Broschüre hat die Lerner bereits erreicht.

 

Liebe Frau Groß,

liebe Lerner und Lernerinnen der Klassen 7,

 zunächst vielen herzlichen Dank für die tollen Briefe, die Ihr mir geschrieben habt.

Ich glaube, dass wir uns alle – gerade in den letzten Tagen und Wochen – viel mehr Gedanken um das Thema der Lebensumstände in anderen Ländern machen als jemals zuvor. Viele Menschen flüchten aus Ihrer Heimat wegen Krieg und Diskriminierung, andere versuchen mit Ihrer Flucht nach Europa und Deutschland der Armut zu entfliehen und erhoffen sich bessere Lebensumstände für Ihre Familie und Kinder.

Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass wir – so gut das geht – Verantwortung dafür übernehmen, dass die Lebensbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern verbessert werden.

Die Textilindustrie hatte für die Industrialisierung der Entwicklungsländer schon immer eine Schlüsselrolle gespielt.

Für die Herstellung einfacher Textilien wie T-shirts und Sweatshirts benötigt man „relativ wenig“: Baumwolle, Polyestergarne, Farbstoffe und Nähmaschinen. Vorschriften und Zertifizierungen wie Ökotex Standard 100 verpflichten die Produzenten, keine giftigen Rohstoffe zu verwenden, diese Vorschriften dienen aber zunächst unserem Schutz als Endverbraucher und sind noch keine Garantie dafür, dass die Arbeitsbedingungen der Arbeiter gut sind und dass die ökologische Verträglichkeit im Produktionsland auch wirklich eingehalten werden.

Ich habe 15 Jahre für eine deutsche Textilmarke in Indien und weiteren Ländern in Fernost gearbeitet, sehr viele Produktionsstätten regelmäßig selbst besucht und kenne die Unterschiede.

Gerade deshalb achte ich bei der Auswahl meines Sortiments und der Raiffeisen-Campus-Pluriform ganz bewusst darauf, mit welchen Herstellern ich zusammenarbeite. Die Firma HAKRO ist seit vielen Jahren mein Hauptlieferant, weil ich zum einen von der guten Qualität überzeugt bin und weiß, dass HAKRO schon lange bevor die Textilskandale bekannt wurden, sehr aktiv die Lebensbedingungen der Mitarbeiter in den Produktionsstätten unterstützt und gefördert haben.

Ich kenne die Inhaber Frau Kroll und Herrn Müller persönlich sehr gut und weiß aus erster Hand,  wie verantwortungsvoll nicht nur gedacht und sondern auch gehandelt wird. Deshalb kann ich Euch mitteilen, dass die Frauen und Männer, die für HAKRO Eure Pluriform nähen unter fairen, sicheren Arbeitsbedingungen, für einen gerechten Lohn und freiwilligen Sozialleistungen und mit geregelten Arbeits- und Pausenzeiten arbeiten.

Ende Oktober 2015 erscheint eine Broschüre zum Thema „Werte und Taten“. Hier wird sehr ausführlich beschrieben, wie HAKRO denkt, woran man gute Qualität erkennt, warum langjährige Partnerschaften wichtig sind, und was HAKRO  in den einzelnen Ländern für die Belegschaft, deren Familien und die Umwelt tut. (…) Es werden viele Bilder gezeigt, damit Ihr Euch auch ein wenig vorstellen könnt, wie es in der Türkei und in Bangladesch aussieht.

Wenn es klappt, bringe ich diese Woche für jeden schon eine frisch gedruckte Broschüre mit und schlage vor, dass wir uns bei meinem nächsten Besuch die Zeit nehmen, um uns über das Thema zu unterhalten, wenn Ihr weitere Fragen habt.

Nun noch etwas über die Bestickung der Textilien, den wichtigen Teil in der Produktionskette, der die neutralen Textilien in die Pluriform des Raiffeisen-Campus verwandelt.

Wie Ihr sicher wisst, liegt mir und meinem Team am Herzen, dass Ihr Euch in Eurer Pluriform wohlfühlt und eine Auswahl an Textilien habt, damit es eben keine UNIFORM ist.

Deshalb geben wir uns sehr viel Mühe mit den Anproben und der Musterkollektion, kontrollieren die Textilien mehrfach und sorgen in Handarbeit dafür, dass jeder seine individuelle Bestellung nach Hause geliefert bekommt. Die Bestickung und Bedruckung der Raiffeisen-Campus Pluriform erfolgt hier in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb in unseren Partnerbetrieben, mit welchen wir seit zwölf Jahren zusammenarbeiten. Gerne mache ich bei meiner nächsten Tour ein paar Fotos, damit Ihr Euch eine Vorstellung davon machen könnt, wie dort gearbeitet wird.

Es grüßt Euch ganz herzlich Eure

Doris Biermann

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