Die Klasse 9a hat in den letzten Wochen verschiedene moderne und traditionelle Kurzgeschichten genauer unter die literarische und sprachliche Lupe genommen. Neben dem Erlernen der klassischen Analyse, um im Anschluss eine schlüssige Interpretation zu verfassen, hatten die Lernerinnen und Lerner von ihrer Deutschlehrerin Frau Groß kürzlich eine etwas andere Art der textlichen Auseinandersetzung.

Im Anschluss an das erste Erfassen und Präsentieren der Analyseergebnisse von Wolfgang Borcherts bekannter Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch…“ sollten die Lernern sich in die Situation des alten Mannes begeben und aus seiner Perspektive einen inneren Monolog schreiben. Wie ergeht es ihm, der selbst den 2. Weltkrieg erlebte und nun auf einen kleinen 9-jährigen Jungen trifft, der vor einer Ruine sitzt und seinen toten Bruder dort bewacht? Was geht ihm durch den Kopf, nachdem er seine Geschichte hört? Kann er ihn mit seiner Lüge aus seinem Tief herausholen und ihm neuen Mut schenken?

Damit die Lernerinnen und Lerner ein erweitertes Verständnis für die Protagonisten erhalten, haben sie sich in die Gedanken- und Gefühlswelt der literarischen Figur versetzt – mit Erfolg! Zwei Beispiele der insgesamt spannenden und gefühlvollen Monologe von Cosima und Lisa (beide 9a) können nun auch alle Leser der RC-Homepage im nächsten Artikel in Augenschein nehmen.

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