Im Rahmen der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus machte der Grund- und Leistungskurs Geschichte der MSS1 zusammen mit Frau Sieren und Frau Maier eine Exkursion nach Hadamar zur NS-Euthanasie-Gedenkstätte.

Das ist ja mitten im Ort! Dies war die erste bewegende Erkenntnis, die unsere Lerner bereits beim Aussteigen aus dem Bus hatten und damit rückte eine zentrale Frage von Beginn an in den Fokus: Wie konnten diese Verbrechen mitten in der Gesellschaft und damit de facto vor allen Augen geschehen?

Der anstehende Studientag sollte darauf Antworten liefern und doch wurde immer wieder inne gehalten, als die Morde in dieser Tötungsanstalt geschildert wurden und einzelne Schicksale greifbar wurden: 15000 Menschen wurden von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer zu verurteilenden Rassenhygiene und Rassenideologie hier ermordet. Besonders der Gang durch den dortigen Keller mit der Besichtigung der Gaskammer und des Verbrennungsofens hinterließ bei den Lernern einen tiefsitzenden Eindruck und führte ihnen die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes vor Augen.

„Mensch, achte den Menschen“ – diese Aufforderung ist nicht nur auf einem Stein in der Gedenkstätte, der auf dem Friedhof steht, zu finden, diese Aufforderung nahmen wir alle von diesem sehr bewegenden Tag in Hadamar mit, verbunden mit der Aufgabe für uns alle: Nie wieder!

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