„Der dunkelste Winter seit 60 Jahren!“, meldeten die statistikverliebten Metereologen und sie hatten nicht nur gefühlt Recht. Es war tatsächlich entsetzlich trübe. Aber ging es Ihnen nicht vielleicht auch wie mir, als in den letzten Wochen die Licht-Blicke zunahmen? Man war glücklicher als sonst, wenn die Sonne häufiger schien.

Und war es in der trüben Zeit nicht noch viel schöner und wichtiger als sonst, am Abendbrottisch eine Kerze anzuzünden?

Kontraste machen ein interessantes Bild aus und deshalb sind sie auch im Leben wichtig. Und deshalb (medizinische Gründe ausgenommen), ist es vielleicht gar nicht so gut, jeden Mangel künstlich abzustellen, also zum Beispiel künstliches Sonnenlicht im Wohnzimmer zu produzieren, damit der Körper sich einbildet, es sei Sonne. Vielleicht ist der Mangel ja die Voraussetzung für den Luxus, für echte Freude und Dankbarkeit in unserem Leben…

Ich finde, dass Ostern deshalb ein so sinnfälliges Fest ist, weil es schwarz-weiß malt. Die Kontraste sind Dunkelheit versus Licht, Tod versus Leben. Nur wer die Kontraste kennt, kann Licht und Leben wirklich schätzen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein sonnendurchflutetes Osterfest aber vorher die Dunkelheit der Osternacht, in die hinein eine einzige Kerze alles erleuchtet. In die hinein ein Leben die Tode aller Menschen überwindet.

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern!

Ihr Bernhard Meffert, Religionslehrer am Raiffeisen-Campus

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