„Waaaas, wir dürfen doch gar keine Hausaugaben aufbekommen!“
Es begann mit einem entsetzten Aufschrei im Chemieunterricht der 8b, als Herr Wenzel zur Verkündung der Hausaufgabe ansetzte. Umso größer war dann die Freude, dass es sich bei der vermeintlichen ‚Hausaufgabe‘ um das Leeren einer Dose Chips handelte sowie die Neugier darauf, was Chipsdosen wohl mit Chemie zu tun haben könnten.

Das Geheimnis sollte sich schon in der folgenden Stunde lüften, als es hieß „Feuer frei“ zum Thema Brände und Explosionen. Nachdem die wichtigsten Bedingungen für Brände und Methoden zur Brandbekämpfung geklärt waren, ging es an den Praxistest: ‚Wer erzeugt die beste Benzinexplosion?‘

Zunächst musste ein Weg gefunden werden, das sonst langsam vor sich hin brennende Benzin zur Explosion zu bringen. Ein kleiner Film und Versuch zu Staubexplosionen eröffnete den entscheidenden Trick. Je feiner ein brennbarer Stoff in der Luft verteilt ist, desto schneller läuft die Verbrennung, bis hin zur Explosion. Schnell flogen die ersten Chipsdosendeckel mit lautem Knall durch die Luft. „Mach mal mehr“ war da natürlich rasch angesagt, doch der erhoffte Effekt, mit mehr Benzin einen lauteren Knall zu erzeugen, blieb aus, denn nicht immer ist das Motto ‚viel hilft viel‘ in der Chemie zielführend.

Es galt also das richtige Mischungsverhältnis von Benzin zu Luft zu finden, um den Knalleffekt zu optimieren. Nach ein paar Versuchen hieß es dann „Herr Wenzel, bei uns ist der Deckel bis an die Decke geflogen“ oder „Bei uns kam voll die fette Flamme“ und begeisterte Gesichter zeigten einmal mehr, dass Chemie mit den richtigen Experimenten der "Knaller" sein kann.

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