Im freien Fall hängt die Fallstrecke quadratisch von der Fallzeit ab, wissen die Lernerinnen und Lerner der MSS1. Doch ganz im Sinne Galileo Galileis musste dieser, im Grundkurs Physik bei Herrn Gabor zunächst rein theoretisch behandelte Zusammenhang auch einer Überprüfung im Experiment standhalten.  

Einer Legende nach soll Galilei seine Fallversuche unter anderem vom schiefen Turm von Pisa aus durchgeführt haben. Jedoch kamen die Lernerinnen und Lerner zu dem Schluss, dass für ihren Versuch der Turm weder schief sein noch sich zwingend in Pisa befinden müsse. Die Feuertreppe vor dem Naturwissenschaftsraum am Raiffeisen-Campus sollte dafür schließlich auch genügen.

Dort wurden zunächst ein fallfreudiger Stein ausgesucht, einige Positionen auf der Treppe ausgewählt und ihre jeweilige Höhe mit einem Maßband vermessen. Als dies erledigt war und sich die drei besten Stoppuhren-Stopper des Kurses postiert und bereitgemacht hatten, wurde der Stein mehrfach der Schwerkraft übergeben und jeweils die Dauer seines Falls gemessen.

Die Auswertung der Messdaten konnte im Rahmen der Messgenauigkeit schließlich den vermuteten Zusammenhang bestätigen, auch wenn die so ermittelte Fallbeschleunigung den Literaturwert um ca. 30% überstieg. Die Abweichung ließ sich damit erklären, dass Fallzeiten von unter einer Sekunde, wie bei der geringen Höhe im Lernerversuch der Fall, selbst bei höchster Konzentration und Akribie an der Stoppuhr nur mit mäßiger Genauigkeit gemessen werden können.

Zwar bestand am Ende der Unterrichtsstunde kein Zweifel mehr am physikalischen Zusammenhang zwischen Fallstrecke und Falldauer, für eine höhere Genauigkeit der Messung sollte man vielleicht aber doch den Weg nach Pisa auf sich nehmen? 

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