Alle Wege führe nach Rom, doch man muss gar nicht so weit reisen, um römische Spuren zu entdecken. Auch hier im Westerwald, vor unserer Haustüre, haben die Römer vor rund 2000 Jahren gelebt und die Grenzen des Römischen Reiches am Limes verteidigt. Und so hieß es für die Nachwuchshistoriker unserer beiden 6. Klassen: auf nach Höhr-Grenzhausen.

Unsere Lerner sind im Lernatelier "Römer" erfolgreich durch römische Provinzen gereist und schließlich in Rom angekommen und haben dort den Alltag der Menschen erforscht. Über das römische Essen und die Tischsitten zu lesen ist das eine, einen römischen Trinkbecher tatsächlich mal in der Hand zu halten, ist etwas ganz anderes. Noch besser: einen römischen Trinkbecher selbst herstellen, genau so, wie es damals die Römer aus Ton gemacht haben. Und wo könnte man das besser machen als im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen?

Seit wann wird Ton von den Menschen verwendet? Wo findet man eigentlich Ton und warum gibt es diesen in ganz unterschiedlichen Farben? Wie haben die Kelten den Ton gebrannt und wie sieht im Vergleich dazu ein römischer Brennofen aus? Fragen über Fragen, auf die unsere Lerner in einer Führung in der Ausstellung des Keramikmuseums Antworten und auch Einblicke in die lange Tradition der Keramikherstellung erhielten. Und dann wurde es praktisch: töpfern wie die Römer. Ob Schalen, Vasen oder Becher, die Museumspädagogen erklärten den Lernerinnen und Lernern sowie ihren begleitenden Lehrern, wie sie richtig mit Ton umgehen, sodass am Ende auch der Fleiß belohnt wird und eine brauchbare Keramik entsteht. Und so entstanden durch die eigenen Hände die unterschiedlichsten Gefäße, die zuletzt noch in der keltischen oder römischen Tradition verziert wurden.

Wir freuen uns darauf, wenn wir unsere Keramik schließlich abholen können, denn das dauert inklusive der Trocknung sechs bis acht Wochen – Lernen mit Herz und Hand gelebt.

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