Marvin (6a) und Nicolas (5b) mit ihrem LEGO-Marsroboter

Was muss ein Roboter alles können, um sich alleine auf dem Mars zurechtzufinden und wie oft muss man ein Blatt Papier (Dicke 0,1mm) falten, damit es bis zum Mond reicht? Schätzen Sie doch einmal eine Antwort auf die letzte Frage, die Auflösung gibt es weiter unten. Mond und Mars waren Stein des Anstoßes für zwei Forschungsprojekte in der Jugend forscht AG, denen sich Nicolas Krämer, Marvin Metzen sowie Matthias Metternich zusammen mit ihrem Betreuer Herrn Wenzel angenommen hatten. Da die Steuerung von Marsrovern bisher noch recht umständlich und zeitaufwendig ist, hatten Marvin und Nicolas ein Lego-Robotermodell so programmiert, dass dieser bei Erkennung von Hindernissen und Abgründen automatisch ausweicht. So sollte das Modell sich in unbekanntem Terrain selbstständig zurechtfinden.

Matthias untersuchte die Zahlengeheimnisse in Verdopplungsreihen

Matthias war hingegen erstaunt, dass man ein Blatt Papier nur 42mal falten müsste, damit seine Dicke bis zum Mond reicht. Fasziniert von diesem Phänomen ging er den Zahlen bei solchen Verdoppelungsreihen auf den Grund und entdeckte dabei spannende Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge. Nach etlichen Stunden intensiver Forschung, Programmierung und Auswertung stand für die drei jungen Lerner schließlich fest: „Wir wollen uns bei Jugend forscht bewerben“. Schnell war klar, dass hierfür, neben dem eigentlichen Forschungsprojekt, auch noch eine mehrseitige schriftliche Ausarbeitung sowie eine ansprechende Präsentation mit Plakat für den Wettbewerbsstand zu erstellen war.

Mit einem Plakat und einer mehrseitigen schriftlichen Ausarbeitung wurden die Projekte präsentiert

Am 17.02. waren schließlich alle Hürden gemeistert und es hieß früh aufstehen. Zusammen mit gut einhundert Jungforschern hatten sich unsere Lerner für den Regionalwettbewerb Jugend forscht in Koblenz qualifiziert. Zunächst galt es in der Hochschule auf der Karthause unter knapp 90 Ständen den eigenen Platz zu finden, alle wichtigen Utensilien aufzubauen, die entworfenen Plakate aufzuhängen und sich noch einmal von der Funktion der Exponate zu überzeugen.         Ein wenig Zeit blieb schließlich noch, um ein letztes mal die Präsentation für die Juroren zu üben, die sich bald danach den Weg durch die Reihen bahnten und die ausgestellten Projekte auf Herz und Nieren prüften.

Zum Glück wartete danach ein leckerer Burger zur Stärkung, bevor die Stände und Präsentationen von einer Vielzahl interessierter Besucher regelrecht belagert wurden. Natürlich blieb auch etwas Zeit, um sich einmal selbst bei anderen Projekten umzusehen und Ideen für weitere Forschungsarbeiten mitzunehmen. Nach knapp sieben Stunden auf den Beinen war es nun endlich soweit, die mit Spannung herbeigesehnte Prämierung konnte beginnen. In der Kategorie Schüler experimentieren gratulieren wir Matthias Metternich herzlich zu seinem dritten Platz im Themenbereich Mathematik/Informatik sowie Marvin Metzen und Nicolas Krämer zu einer erfolgreichen Teilnahme im Themenbereich Technik.

Wir freuen uns nach diesem spannenden Wettbewerbstag auf viele weitere mutige JungforscherInnen, die auch im nächsten Jahr den Mut aufbringen, sich mit ihren Projektideen zu bewerben.