Nach getaner Arbeit hieß es: Friede, Freude, Hefezöpfe!

Dass sich hinter dem Workshop „Backen und alte Rezepte“ ein ziemlich effektives Workout verbirgt, kam für den einen oder anderen Lerner etwas überraschend. Doch unser Backprojekt stand schließlich unter dem Motto „Backen wie zu Raiffeisens Zeiten“. Was sich romantisch anhört, bedeutet konkret: Backen ganz ohne technische Hilfsmittel. So kamen unsere Lernerinnen und Lerner bei der Herstellung des Teigs für Hefezöpfe ganz schön ins Schwitzen. Kein Wunder, denn der Hefeteig muss insgesamt zehn Minuten ohne Pause ordentlich durchgeknetet werden, damit er während der anschließenden einstündigen „Ruhephase“ schön aufgeht. Aber die Pause war nur dem Hefeteig vergönnt. Für uns hieß es unterdessen: Ran an den Käsekuchen!

Neben dem perfekt gekneteten Hefeteig stand also auch das schnelle und sichere Trennen von Eiern auf der Agenda. Denn damit der Käsekuchen schön fluffig wird, muss das Eiweiß mit dem Schneebesen schaumig geschlagen werden (Workout Teil II) und anschließend unter die restliche Teigmasse gehoben werden. Diese Übung war auch für den Hefezopf nicht schlecht, da dieser ausschließlich mit Eigelb bestrichen wird. So bleibt er schön frisch und der Hagelzucker haftet besser auf ihm.

Die ersten drei Tage unseres Workshops dienten also dazu, die Arbeitsvorgänge und Rezepte zu erlernen und zu optimieren. Schließlich durfte am letzten Projekttag nichts dem Zufall überlassen werden. In nicht einmal vier Stunden backten unsere Lernerinnen und Lerner über 70 Hefezöpfe und acht Käsekuchen. Alles wurde auf dem Schulfest restlos verkauft. Wir sind unfassbar stolz auf diese Wahnsinnsleistung und sagen an dieser Stelle noch einmal von Herzen vielen Dank an alle Teilnehmer!