Was haben Smileys, die wir aus Messengern kennen, in einer Unterrichtsreihe zum Thema Balladen in der siebten Klasse zu suchen?

Ziel war, die bekannte Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe zuerst inhaltlich nachzuvollziehen, um sich im Anschluss mit der Gefühlswelt des übermütigen Lehrlings auseinanderzusetzen. Wie fühlt sich jemand, dessen Mentor ihn mit der Möglichkeit allein lässt, seine neu erworbenen Fähigkeiten einmal selbst auszutesten?

Die anfängliche Euphorie über die Abwesenheit des Meisters entwickelt sich im Verlauf der Handlung hin zu Erstaunen über die Konsequenzen der eigenen Zauberversuche hin zu Panik, als die Situation ins Chaos mündet. Erst als der Zaubermeister zurückkehrt und die Zaubereien des Lehrlings rückgängig macht, kann der Junge aufatmen. Umgesetzt wurde dieses Vorhaben auf Basis von Smileys, die den Lernerinnen und Lernen aus dem täglichen Umgang mit digitalen Text-Nachrichten vertraut sind. Welcher Smiley drückt denn nun die Gefühle in den ersten Strophen aus? Welcher Gesichtsausdruck passt zur Erleichterung am Ende?

Diese Verbindung zwischen einer Ballade aus dem 19. Jahrhundert und dem mittlerweile alltäglichen Ausdruck von Emotionen Mit Hilfe von „Emojis“ machte den Lernerinnen und Lernern Spaß und konnte ihr Verständnis für fremde Perspektiven vertiefen.